Hallo Stephan,
die häufigsten Übertragungswege von Hepatitis B sind:
- Blut und Blutprodukte, Dialyse (diese Gefahr ist inzwischen in D äußerst selten geworden)
- Kontaminierte Instrumente !! (z. B. auch durch nicht ordnungsgemäß sterilisierte Tätowiernadeln, Piercing, gemeinsam benutzte Injektionsnadeln u. ä.)
- Sexuelle Kontakte (50% der Hepatitis B-Infektionen werden sexuell übertragen)
Infizierte Mütter übertragen das Virus auf ihr Kind.
Bei ca. 30% der Erkrankungen läßt sich kein Übertragungsweg feststellen.
Das Hepatitis-B-Virus findet sich nicht nur in der Leber, sondern auch im Blut und in bestimmten Körperflüssigkeiten des infizierten Menschen. Die Erkrankung kann daher durch Blut, bluthaltigen Speichel, aber auch Samenflüssigkeit und Scheidensekret übertragen werden. Eintrittspforten sind kleine und kleinste Verletzungen der Haut oder der Schleimhäute, die mit virushaltigen Flüssigkeiten in Berührung kommen.
So kann die Infektion etwa unter kleinen Kindern durch Kratzen und Beißen weitergegeben werden.
Sie kann aber auch innerhalb einer Wohngemeinschaft durch gemeinsame Benutzung von Gegenständen des täglichen Lebens, wie zum Beispiel Nagelscheren, Nagelbürsten oder Rasierapparaten, mit denen man sich häufig geringfügig verletzt, verbreitet werden (Mikroverletzungen).
Ärztl. Personal war bis vor einigen Jahren stark gefährdet (es gab hohe Infektionsquoten), vor allem bevor es Mikroliterpipetten und bevor es die Hep-B-Impfung gab.
Ein besonders wichtiger und bei uns häufiger Übertragungsweg ist der Geschlechtsverkehr, weiterhin das Spritzbesteck bei Drogenabhängigen und nicht sterilisierte Tätowierwerkzeuge auf Jahrmärkten oder in Urlaubsländern mit geringem Hygienestandard, verunreinigte medizinische Instrumente, z. B. Zahnbehandlung, Akupunktur (hauptsächlich in den Ländern, mit hoher Hep-B-Verbreitung, wie Südost-Asien, China, Afrika, u.a., der Anteil der Virusträger in D beträgt 0,3%).
Aber zum Glück gibt es inzwischen eine wirksame Schutzimpfung gegen Hep-B, die Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lj. kostenlos bekommen und die sich ansonsten jeder gegen Selbstzahlung vom Hausarzt geben lassen kann (Grundimmunisierung, 3-fach).
Kein Ansteckungsrisiko besteht bei gemeinsamer Toilettenbenutzung. Über die Atemluft (Aerosole, Tröpfchen)
wird die Hepatitis B nicht übertragen. Der Aufenthalt mit Virusträgern im gleichen Raum ist auch bei Körpernähe, wie z.B. auf der Schulbank, ohne Ansteckungsrisiko.
http://www.bmsg.gv.at/bmsg/relaunch/gesundheit/conte…
http://www.pflaum.de/nhp.dir/nh/archiv/1999/nhp12/a_…
http://www.fit-for-travel.de/reisemedizin/Krankheite…
http://www.osir.ch/hepb1.htm
Gruß, Renate
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