Hepatitis-C Info ?

Hallo !

Meine Freundin hat Hepatits-C :frowning: !

Wo kann ich noch mehr Infos zu dieser Krankheit bekommen ( Gruppen, Foren, Bücher etc. ) ???
Was für Sicherheitsmassnahmen müssen wir ergereifen ( Hygene im Haushalt ) ???
Können wir uns noch küssen und Geschlechtsverkehr haben ???
Was muss man bei der Ernährung beachten ???

Und, … gibt es alternativmedizinische Möglichkeiten ???

Vielen Dank
R.-A. Krause

Mahlzeit,

Wo kann ich noch mehr Infos zu dieser Krankheit bekommen (
Gruppen, Foren, Bücher etc. ) ???

Hier sicher: http://www.rki.de/cln_091/nn_468106/DE/Content/InfAZ…

Grüße
Demenzia

Vielen Danke für die info :smile:

damit ist schon viel getan. Hoffe auf noch mehr Kontakte !

LG
Axel

Hi,

Die gute Nachricht wäre, dass es im Anfangstadium unter Umständen heilbar ist.
Dazu solltet ihr wissen, welche „Virenlast“ deine Freundin hat. Welchen Genotypen sie hat und weitere Dinge. Die Seiten im Internet sind sehr verwirrend und viele Dinge stimmen eben nicht bzw. stimmen nicht mehr.

Das Hepatitis-C-Virus wird fast ausschließlich durch Blut
(d. h. „parenteral“) übertragen. Bis 1991 gab es keine
Nachweismethode für das Virus, sodass es bei Blutübertragungen
häufig zur Hepatitis-C-Infektion kam. Deshalb
wurde die Hepatitis C auch Transfusionshepatitis genannt.
Heute ist diese Infektionsquelle durch moderne Testmethoden
in Deutschland weitgehend ausgeschaltet und eine
Ansteckung bei Bluttransfusionen extrem unwahrscheinlich.
Mittlerweile ist der Missbrauch von Drogen eine der
häufigsten Quellen für die Neuinfektion mit Hepatitis C.
Eine sexuelle Übertragung ist bei der Hepatitis C sehr
unwahrscheinlich, eine Übertragung von der Mutter auf
das Kind seltener als bei der Hepatitis B (ca. 2-7 %, abhängig
von der Höhe der „Viruslast“ der Mutter). Bislang
gibt es keine Impfung gegen Hepatitis C. Eine Vorbeugung
der Erkrankung ist durch Vermeidung von Risikofaktoren möglich.

Ausschließlich bei direktem Blut-zu-Blut-Kontakt

nachgewiesen

Intravenöser Drogenkonsum: Durch das gemeinsame

Benutzen von Injektionsnadeln oder durch gemeinsames
Verwenden anderer Utensilien (z. B. Löffel),
auch wenn kein Blut sichtbar ist!

Durch ungeschützten Sexualkontakt möglich, aber extrem

selten – Blutkontakt vermeiden (z. B. während der Menstruation
oder bei verletzenden Geschlechtspraktiken)

Tätowierungen und Piercen bei mangelnder Hygiene

Gemeinsames Verwenden von Rasierern, Zahnbürsten,

Nagelscheren usw.

Übertragung durch Stillen nicht wahrscheinlich

(infizierten Müttern wird nicht vom Stillen abgeraten,
da die Vorteile des Stillens die geringe Ansteckungsgefahr
weit überwiegen)

Übertragung durch Küssen extrem unwahrscheinlich,

wenn keine offenen Wunden im Mundbereich vorhanden
sind

Keine Ansteckungsgefahr durch: Händeschütteln,

Umarmen, das gemeinsame Waschen von Kleidungsstücken
in einer Waschmaschine usw.

Bei Gefahr des direkten Blutkontakts (z. B. beim Versorgen

offener Wunden) Handschuhe tragen!
Patie"nteninformation
Hep-Net 7

Gemeinsame Benutzung von Spritzen und anderen

Utensilien (Löffel, Filter, Feuerzeug) beim i. v. Drogengebrauch
unbedingt vermeiden

Mit Blut kontaminierte (auch wenn nicht sichtbar),

scharfe Gegenstände nicht gemeinsam mit Infizierten
verwenden (z. B. Rasierer, Nagelschere, Zahnbürste usw.)

Schutz durch Kondome, um das geringe Ansteckungsrisiko

beim Sexualverkehr weiter zu minimieren

Wiederansteckungen sind auch nach ausgeheilter

Infektion möglich

Hepatitis C
Die akute Hepatitis-C-Infektion verläuft in der Mehrzahl der
Fälle ohne die typischen Symptome einer Hepatitis. Grippeartige
Symptome, Müdigkeit, Übelkeit, Druck im Oberbauch
und Appetitlosigkeit können auftreten. Die typischen
Anzeichen einer Hepatitis wie Dunkelfärbung des Urins,
Hellfärbung des Stuhls und die Gelbsucht fehlen aber meist.
Daher bleibt die Infektion häufig unbemerkt. Fulminante
Verläufe, d. h. sich rasch verschlechternde Verläufe bis hin
zum Leberausfall, sind bei der akuten Erkrankung extrem
selten. Im Gegensatz zur akuten Hepatitis B geht die akute
Hepatitis C häufig in eine chronische Form über. 50-80 %
der Patienten entwickeln eine chronische Hepatitis C. Sie
verläuft in der überwiegenden Anzahl mild und ohne deutliche
Beschwerden. Druck im Oberbauch, Müdigkeit und Antriebslosigkeit
sind häufige Symptome. Gelenkschmerzen
und Muskelschmerzen (so genannte „extrahepatische Manifestationen“)
können in seltenen Fällen mit einer chronischen
Hepatitis C verbunden sein. Die chronische Hepatitis
C ist häufig ein Zufallsbefund. Die Leberwerte (Transaminasen)
sind bei 50-80 % der Patienten erhöht.
#Die Diagnose stellt sich mit dem Nachweis des
Antikörpers (Anti-HCV) und dem Nachweis des
Erbgutes des Hepatitis-C-Virus (HCV-RNA).

Hepatitis C
Verbesserte Interferone (so genannte pegylierte [Peg-]
Interferone mit verlängerter Verweildauer im Körper) und
das Nukleosidanalogon Ribavirin haben die Erfolgsraten
der Hepatitis-C-Behandlung deutlich verbessert. Ribavirin
kann dabei in Form von Tabletten eingenommen werden.
Die Erfolgsraten in der Behandlung der chronischen
Hepatitis C haben sich von ca. 10 % mit einer Interferonalfa-
Monotherapie (zu Beginn der 90er Jahre) auf über 50
% bei einer Kombinationsbehandlung mit Peg-Interferon
alfa und Ribavirin heutzutage verbessert. Eine Hepatitis-
C-Infektion mit den Virusgenotypen 2 oder 3 (das sind
bestimmte Untertypen des Virus) kann mittlerweile sogar
als heilbare Erkrankung mit Ansprechraten von bis zu 90 %
angesehen werden. Die Therapiedauer richtet sich nach
dem vorliegenden Untertyp des Hepatitis-C-Virus:
Patienten mit einer Genotyp-1- und -4-Infektion werden
in der Regel über 48 Wochen behandelt. Bei Patienten, die
mit Genotyp 2 oder 3 infiziert sind, genügt eine 24-wöchige
Therapie.
Als weiteres Medikament ist das so genannte Konsensusinterferon
für die Behandlung der chronischen Hepatitis C
zugelassen. Das künstlich hergestellte Interferon wird drei
Mal wöchentlich gespritzt, da es eine kürzere Verweildauer
im Körper hat als die pegylierten Interferone.
Ein Problem bleiben Patienten mit dem HCV-Genotyp 1,
Patienten, die auf eine vorherige Interferontherapie nicht
angesprochen (Nonresponder) oder einen Rückfall (Relapse)
nach zunächst erfolgreicher Therapie erlitten haben, sowie
Patienten mit bereits bestehender Leberzirrhose.
Für Nonresponder und Patienten mit Leberzirrhose werden
derzeit alternative und optimierte Behandlungsmöglichkeiten
untersucht.
Wenn eine akute Hepatitis-C-Infektion frühzeitig diagnostiziert
und dann mit Interferon alfa behandelt wird, kann
eine Chronifizierung bei fast allen Patienten verhindert
werden.

Die Interferontherapie bringt neben der Chance eines
Therapieerfolgs der chronischen Hepatitiden B und C leider
auch erhebliche Nebenwirkungen mit sich, die aber nach
Absetzen des Medikamentes in der Mehrzahl wieder
abklingen. Dazu gehören (vor allem in der Anfangsphase
der Therapie) grippeähnliche Symptome wie Fieber,
Müdigkeit, Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen. Eine
nicht zu unterschätzende Nebenwirkung sind depressive
Verstimmungen bis hin zu starken Depressionen. Unangenehm,
aber reversibel (= umkehrbar) ist der Haarausfall zu
nennen. Im Blutbild kann es zur Abnahme der weißen Blutkörperchen
(Leukozyten) und der Blutplättchen (Thrombozyten)
kommen. Es ist ratsam, die Interferon-Injektion
am Abend durchzuführen. Dann kann ein großer Teil der
grippeähnlichen Nebenwirkungen „verschlafen“ werden.
Zusätzlich kann der Patient Paracetamol einnehmen, damit
diese Nebenwirkungen vermindert werden. Außerdem
besteht am Abend meist mehr Zeit und Ruhe für eine sorgfältige
und hygienische Durchführung der Injektion.
Ribavirin kann unter Therapie eine hämolytische Anämie
(„Blutarmut“ infolge eines vermehrten Abbaus von roten
Blutkörperchen) verursachen, die eine Dosisreduktion des
Medikamentes erforderlich machen kann. Weitere mögliche
Nebenwirkungen sind Appetitlosigkeit, Übelkeit, uncharakteristische
Darmbeschwerden und Juckreiz. Wegen
seiner teratogenen (= fruchtschädigenden) Wirkung darf Ribavirin
in der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht angewandt
werden. Eine Schwangerschaftsverhütung bis sechs
Monate nach Therapieende ist unbedingt durchzuführen.
Lamivudin wird relativ gut vertragen. In der Dosierung von
100mg/Tag treten die für die HIV-Therapie beschriebenen
Nebenwirkungen wie Hautausschläge, Übelkeit, Schlaflosigkeit,
Kopfschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit, Durchfall
und Bauchschmerzen sehr selten auf. In Einzelfällen können
Empfindungsstörungen auftreten.
Adefovir ist bei der täglichen Dosierung von 10 mg ebenfalls
sehr gut verträglich. Bei zu hoher Dosierung kann es
jedoch bei manchen Patienten zu Erhöhungen des Kreatininspiegels,
d. h. zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion,
kommen. Daher sollte der Kreatininspiegel bei einer
Therapie mit Adefovir regelmäßig kontrolliert werden.

So long

Anja

Meine Freundin hat Hepatits-C :frowning: !

Wo kann ich noch mehr Infos zu dieser Krankheit bekommen (
Gruppen, Foren, Bücher etc. ) ???
Was für Sicherheitsmassnahmen müssen wir ergereifen ( Hygene
im Haushalt ) ???
Können wir uns noch küssen und Geschlechtsverkehr haben ???
Was muss man bei der Ernährung beachten ???

Und, … gibt es alternativmedizinische Möglichkeiten ???

Vielen Dank
R.-A. Krause

Vielen Dank für diese absolut tolle Info und die Mühe :smile: Das hat uns um einiges weiter gebracht !!!

LG
Axel

hi Bassist

http://www.hepatitis-c.de/

es gibt auch selbsthilfegruppen zu diesem thema.

gruss

Auch Dir vielen Dank für die Info ! Schauen wir mal, das wir in Berlin etwas finden.

VLG
Axel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]