Her-Meneutik

Herkules (lat.), Herakles (gr.), Heros, Herodot, Heraklit, Her-m-aphrodite, hermetisch, hermeneutisch:
hat jemand eine Ahnung/Idee, ob dieser Vorsilbe eine Grundbedeutung zukommt? Ist es überhaupt ein einziger Wortstamm?
Oder auch zB abgeleitet von derma = Haut?
Und vielleicht ein Zusammenhang mit dem deutschen „Herr“, oder „Herrmann/Arminius“?
Vielleicht sogar ein Zusammenhang mit dem Namen „Homer“? Halte ich für fernliegend, aber mir fehlen einfach die (Alt)Griechisch-Kenntnisse.
Poapo „Homer“. Man „munkelt“ ja, es handele sich gar nicht um einen einzigen. Möglicherweise steht der Name „nur“ für die Sagensammlung aus „heroischen Zeiten“ wie dem damaligen Weltkonflikt, dessen Ausbruch als „Trojanischer Krieg“ bekannt wurde und dessen Neukonstitution dann von Alexander „gordisch“ gelöst wurde?
Der Name „Homer“ und seine mögliche Zusammensetzung aus „homos meros“ („gleichartige Anteile“?) scheint einen „Link“ darzustellen.
Vielleicht eine antike Form von „Grimms Märchen“?
(Keine Chance, ihr da in den hinteren Ecken: „Mär“ ist Geschichte, erst später zu „Geschichten“ geworden!)

Es gibt „her“ auch in der türkischen Sprache: „jeder“, „her hangi“ = irgendeiner", und einenn zumindest zweiseitigen „Kontakt“ zwischen Altgriechisch und Altaischen/Turksprachen kann wohl keiner mehr ernsthaft bestreiten.
Ich bitte um möglichst phantasievolle, aber auch um durch Vorkenntnisse vielleicht eingeschrämkte Meinungen.
Es geht mir auch darum, in „Geschichte“ wieder zu „Geschichte“ zurückzukehren. Und vor der Uhuhaften „Machbarkeit der Geschichte“ eine Art „Ehrfurcht“ vor ihr zu retten. „Ehrfurcht“? Keine lähmende beengende Angst: eher fruchtbringende Furcht, die die drohende Gefahr konstruktiv „instrumentalisiert“.
Geschichte „Konstrogieren“, (wieder)aufbauen.
Mit oder ohne Stroganow, das Wässerchen der Zimmermänner.
Ist eigentlich in wenigen Worten zu erklären, wie die kyrillische Schrift zu den vielen „griechischen Buchstaben“ kommt? Ja, oder, warum die Griechen das Umgedrehte R ja nicht übernommen haben?
Pardon, daß es mir wieder nicht gelungen ist, meine Frage klar einzugrenzen. Vielleicht gelingt dies jemand anderem? Ich bitte herzlich darum!
Noigierige Krüße,
Moinmoin, Mannimanni

Herkules (lat.), Herakles (gr.), Heros, Herodot, Heraklit,
Her-m-aphrodite, hermetisch, hermeneutisch:
hat jemand eine Ahnung/Idee, ob dieser Vorsilbe eine
Grundbedeutung zukommt?

Das weiß ich nicht, aber lt. Lexikon der antiken Mythen & Gestalten heißt Heracles ‚Heras Ruhm‘: „…bedeutet wahrscheinlich ‚das ruhmreiche Geschenk Heras‘, was sich auf seine Beziehung zu Argos bezog, wo Hera verehrt wurde…“. Lt. selbem Lexikon bedeutet der Name ‚Hera‘ - vielleicht - ‚Herrin‘, männl. Form ‚Heros‘ = Held. Krieger.

Gruß,
Eva

Laudwig?
Hallo, Eva!
Immerhin scho einmal „ein Anfang“.
Ganz spontan eine Bemerkung zu „Herakles“ (nachdem was ich gestern zu laut´ und hören´ fand (und was mit Chlodwig/Louis/Ludwig zusammenhängt), in Zusammenhang mit meiner „Leutnant-Recherche“ in Militärhistorie:
laut´, eigentlich altes Partizip zu idg. klu´ = hören. „gehör-t“.
Ein berühmter Name, den man oft hörte…
Und „Herkules“ ist doch nur die lt Form von gr. „Herakles“, oder?
Klingt mir aber so, als wenn das her´ in "Hermeneutik" einen anderen Ursprung haben könnte, als das her´ in „Hera“.
Aber weiß man´s?
Wichtig ist mir die Beziehung zum Turksprachlich/Altaischen.
Ist es nicht auch faszinierend, daß wohl „Gott seinen Sohn“ vor 2 Tausend Jahren zu uns geschickt haben soll, der Mensach aber schon siebenhundert Tausend Jahre das Feuer beherrscht?
Worauf hat G. gewartet?
(das meine ich nicht n u r ironisch!)

Und bitte: siehst du einen Zusammenhang insofern, daß türkisch adam´ = Mann/Mnesch, und ev-´ = Haus/Heim
mit deinem Vornamen und einem gewissen „Buch aller Bücher“?
Und kayin´, Abi´?
`marya´ (=weibliches/Mutterschaf) wohl eher nicht.
Hoffich.

Herzliche Krüße,
Manni

Klingt mir aber so, als wenn das her´ in "Hermeneutik" einen anderen Ursprung haben könnte, als das her´ in „Hera“.

Und bitte: siehst du einen Zusammenhang insofern, daß
türkisch adam´ = Mann/Mnesch, und ev-´ = Haus/Heim
mit deinem Vornamen und einem gewissen „Buch aller Bücher“?
Und kayin´, Abi´?
`marya´ (=weibliches/Mutterschaf) wohl eher nicht.
Hoffich.

Hallo Manni,
bin leider keine Sprachwissenschaftlerin und das meiste da oben ist zu hoch für mich. Weiß nur, dass „Eva“ hebräisch „Die Lebenspendende“ sein soll.
Bei diesem und den anderen Begriffen: Weshalb sollte man da keinen Zusammenhang sehen wollen? Diese Dinge: Haus, Heim, Mensch, Mutter, sind ganz grundlegende Dinge und haben sich aus einem Stamm in die Sprachen verzweigt. Denk’ ich mal. Als Laie. „Maria“ und „Mutterschaf“ passt doch hübsch. Und da sie quasi einen Prototyp darstellt und Mutterschafe in der Agrargesellschaft sehr wichtig sind, weshalb sollte der Name sich nicht daraus entwickelt haben? :wink:
Hoffe, jemand kann dir das „Her-“-Rätsel lösen. Werde die Postings weiter verfolgen.
Gruß,
Eva

Komm-Unikation
Liebe Eva (meine Schäfchenwolke vielleicht, als Ermutigung zu höherem Überblick, „le mouton c´est le bouton que ça boulotte“, librement selon „poisson sans boisson est poison“ - kleine französische Wortspiele).
Spontan kommt mir ein ebenfalls langgehegter Gedanke:
Die „Germanen“, ziemlich bekannt als die „Ger-mannen“, jedenfalls in der historischen Wissenschaft. So, wie sie mir untergekommen ist, jedenfalls. In den slawischen Sprachen erlebt man die Verwandtschaft/Übergang g-h bzw. k-h und auch eine Art Schwund des g/k wie in russisch: „chleb“ = Brot (noch vor kurzem sagte man „Laib“, steckt auch noch in Lord´ und auch inner Lady´ drinne, den Brotgebern).
Spanisch hermanos/hermanas´ = Brüder/Schwestern´.
Kann man sich auf: (G)Hermanos´ = Waffenbrüder´ einigen? Und beides ist sicherlich auch noch über engl.: germs´ = Keime miteinander "verwandt". Übrigens ist ja auch ziemlich bekannt, daß die angeblich "biblischen" Geschichten ihre Vor-"geschichten" bereits in jahrtausende älteren "Mären" haben, bisher soweit ich weiß "zurückverfolgt" nach Babylon, Elam, Mesopotamien, u.a. im "Gilgamesch-Epos". Grade der Brudermord "Archetyp" tritt ziemlich häufig in der "Geschichten-Geschichte" auf. Aber: "Adam" nix weiter als der kümmeltürkische´ Begriff für die Mannes/Menschengattung? Und `Eva´ „nix“ als der Kameltreiberhof? Und Marya, die unberührte, nur Hammelfraß?
Ich bemühe mich allerdings seit längerem ob dieser sprachlich-tatarischen Hunneneinfälle mögliche iber-keltische „oiropäische“ „Vorstürme“ in den Osten aufzuspüren. Also der sogenannten „indoeuropäischen“ Kultur immerhin eine „germanoherduistische“ vorzusetzen.

Die man aber auch genauso „slawisch geprägt“ finden kann.
Warum?
Weil Menschen, wie auch Tiere und sogar Pflanzen nicht „Asiaten“ oder „Australier“, oder sonst/sonster/am sonstersten gewesen sind.
Das Waaaaaaaadern…
Und dabei „muß“ die Sprache nicht nur ein Mittel der Kommunikation allein gewesen sein. Zum Beispiel nicht zuletzt auch der Kommunikation der Froide und der Freude (siehe weiter unten).
Et menaient une vie de bâton de chaise tout le_s temps.
(Schaut bitte selbst nach)
Seit ~700000 Jahren beherrschen die Menschen das Foier. Das sin ca 20000 Generationen. Und seitdem gibt es wohl (Feuer)Funktionäre. Und festere lokale Bindungen.
Dabei ist das foier etwas, wovon man abgeben kann ohne zu verlieren! Von Wasser nicht. Von WasserQUELLEN auch nicht.
Auchnoch Ideen?
HER damit!

Euphorisch und mit verhalten(d)em Foier,
Krüße,
moinmoin, Manni

Als Nichtchrist vernehmittele ich doch immer gerne die frohe Botschaft („Ev-angelium“), egal, was manchen da wider aus den Ohren rauskommt.

Tach, Manni!
Mir war das alles ein bisschen kraus, aber ich habe mal meine schlaue Schwester in der Sache konsultiert, und ihr Einverständnis vorausgesetzt, hier drei Zitate aus ihrer Antwort, die dich vielleicht interessieren:

„…re „germ“ verweise ich noch auf Englisch „brother german“ im Sinne von leiblicher Bruder (immer nachgestellt) und germane = relevant to a subject that is being discussed (a question germane to the issue). german also blutsverwandt…“

und

„…Zu „her“ sagt der „Kluge“: hera hierher, wie dara dorthin und wara wohin, aus dem Stamm „hi-“ wie in hier hin heute von hinnen…“

und

„…Herakles heißt Stolz/Ruhm der Hera, da er ursprünglich der Sohn - Liebhaber der Hera war (wie Venus und Adonis, Adam und Eva, Attis und Kybele etc.) Laut Graves wurde erst späterhin der Sachverhalt umgedreht, als alle Spuren des Matriarchats verwischt wurden, durch die „Ikonotropie“ (nach Graves die Verdrehung der Bedeutung von mythischen „Bildern“. (Dazu noch zwei schöne Beispiel: Jesusbilder, in denen er ein Schwert im Mund hat, bedeuten nach Jesaja: Er (der Messias) wird richten mit dem Schwerte seines Mundes“; meaning: durch Worte; verdreht vom Christentum in kreuzzugsweisende Vorstellungen. Und: Pan-dora, ursprünglich die Allgebende", also gütige Versorgerin der Menschen, umgedeutet zur schönen Frau, die Unheil bringt; und, ganz nebenbei, auch Adam und Eva!!!)…"

Persönliche Anmerkung von mir: Die Sache mit „Eva“ ist überhaupt ein ganz fieser Rufmord der christlichen Kirche, den ich persönlich übelnehme!

So, vielleicht neuer Denkstoff für dich, aber ich klinke mich an dieser Stelle aus, sonst komm’ ich gar nicht mehr dazu, meinen Job zu machen.

Grüßle,
Eva

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Kurzer Dank ersdtmal
My deer Eve (of constroidj)
(du verstehn: `stroidj´?)

"…Herakles heißt Stolz/Ruhm der Hera, da er ursprünglich

der Sohn - Liebhaber der Hera war (wie Venus und Adonis, Adam
und Eva, Attis und Kybele etc.):

Das waren wohl noch die Zeiten, wo „Liebhaber“ eine andere bedeutung hatte als heute. Wo „make (be)love“ noch Einleitung zur Hoch-zeit war.
Or is the gas raus, for ever?

Und: Pan-dora, ursprünglich die Allgebende",
also gütige Versorgerin der Menschen, umgedeutet zur schönen
Frau, die Unheil bringt; und, ganz nebenbei, auch Adam und
Eva!!!)…":

Naja, „Heil“ bringt eine schöne Frau selten.

Deswegen vielleicht schnell rein in „seine“ Höhle; zu den wertvollen Schafen. (pecos´ = Rinderreichtum und auch Höhle´, daher „Spelunke“; sind aber LLES NUR Stich-worte, die mir zZ im Kopf rumkullern)
Schöne zeiten,
mopin, manni
Binni doch eher `Panmanni´ als Nilmedia?
(Grosso) Batsch!

Das waren wohl noch die Zeiten, wo „Liebhaber“ eine andere
bedeutung hatte als heute. Wo „make (be)love“ noch Einleitung
zur Hoch-zeit war.

Jau. Aber nicht aus irgendeinem sentimentalen Geschnarche heraus, sondern es ging um die Fruchtbarkeit von Land, Tier & Mensch. Und die alljahresendliche Scheidung hat nicht nur am Geldbeutel wehgetan! *LOL*
Jetzt endgültig Ade,
Eva