Herd läuft ständig nach 380V statt 230V

Hallo.
Wir haben einen Buderus-Herd, den man mittels Drahtbrücken auf verschiedene Spannungen (380V 3P, 230V 1P, etc.) konfigurieren kann. Er war auf 230V eingestellt und wurde versehentlich ohne die Brücken zu ändern, an 380V angeschlossen.
Die Brücken waren zwischen L1-L2-L3 sowie N1-N2 gelegt. L1, L2 und L3 waren ursprünglich am Schuko-Stecker zusammengelegt und N1 und N2 ebenfalls - soweit so gut. Dann wurden die Phasen getrennt, also eigentlich korrekt an die Herdanschlußdose aufgelegt. Dann wurde der Herd eingeschaltet, ließ sich aber nicht mehr ausschalten. Daher ist der Herd wieder abgeklemmt worden, der Schuko-Stecker wieder wie vorher angeschlossen worden und an eine 230V-Steckdose angeschlossen worden. Nun läuft der Herd los, sobald der Stecker eingesteckt wird.
Versteht Ihr mich - hab immer n bischen Probleme, sowas zu erklären …
Welcher Schalter ist da wohl defekt ? Ist es „nur“ ein Schalter ? Hätten nicht die Sicherungen der Herd-Anschlußdose auslösen müssen ?
Ich bin Elektrotechniker, also „unterwiesene Fachkraft“ - falls Ihr mich auf die Gefahren des elektrischen Stroms hinweisen möchtet :wink:
Aber evtl. kennen Sich ja einige von Euch noch besser mit Haustechnik aus.

Viele Grüße,
Stefan.

Hallo Stefan

Hallo.
Wir haben einen Buderus-Herd, den man mittels Drahtbrücken auf
verschiedene Spannungen (380V 3P, 230V 1P, etc.) konfigurieren
kann. Er war auf 230V eingestellt und wurde versehentlich ohne
die Brücken zu ändern, an 380V angeschlossen.

Also zunächst mal: Ein Haushaltsherd arbeitet intern nicht mit 400V (und er braucht auch kein Drehfeld). Die Tatsache das 3 Klemmen für die 3 Phasen vorhanden sind hat lediglich den Grund, den Strom auf drei Sicherungen zu verteilen. Wenn man nur eine Phase hat, schaltet man die halt auf alle 3 Klemmen, und hofft, dass die Sicherung nicht rausfliegt, wenn man mal den Backofen und zwei Platten einschaltet.

Die Brücken waren zwischen L1-L2-L3 sowie N1-N2 gelegt. L1, L2
und L3 waren ursprünglich am Schuko-Stecker zusammengelegt und
N1 und N2 ebenfalls - soweit so gut. Dann wurden die Phasen
getrennt, also eigentlich korrekt an die Herdanschlußdose
aufgelegt.

L1, L2 und L3 auf die gebrückten Klemmen? Oder was meinst Du? An dieser Stelle wurde ein fetter Kurzschluss gebaut.

Oder wurde L1 an die gebrückten Klemmen, und L2 an N geklemmt?
Dann wurden die Heizelemente mit 400V statt 230V betrieben und sollten eigentlich durchgebrannt sein. Vielleicht ist auch ein Schalter verbrannt und trennt nicht mehr.

Dann wurde der Herd eingeschaltet, ließ sich aber
nicht mehr ausschalten. Daher ist der Herd wieder abgeklemmt
worden, der Schuko-Stecker wieder wie vorher angeschlossen
worden und an eine 230V-Steckdose angeschlossen worden. Nun
läuft der Herd los, sobald der Stecker eingesteckt wird.
Versteht Ihr mich - hab immer n bischen Probleme, sowas zu
erklären …
Welcher Schalter ist da wohl defekt ? Ist es „nur“ ein
Schalter ? Hätten nicht die Sicherungen der Herd-Anschlußdose
auslösen müssen ?
Ich bin Elektrotechniker, also „unterwiesene Fachkraft“ -

hmmmmmmmm, Nachrichtentechnik?

falls Ihr mich auf die Gefahren des elektrischen Stroms
hinweisen möchtet :wink:
Aber evtl. kennen Sich ja einige von Euch noch besser mit
Haustechnik aus.

Viele Grüße,
Stefan.

Gruß
Christian

Hallo!
Erstmal müssen durch den Kurzschluß mindestens zwei der drei Herdsicherungen ausgelöst haben. Oder gleich die Zählervorsicherungen.

also eigentlich korrekt an die Herdanschlußdose
aufgelegt.

Wirklich korrekt? Spannungen gemessen an den Anschlußklemmen des Herds? 400V zwischen allen Außenleitern? 230V jeweils zwischen Außenleiter und Neutralleiter?

Welcher Schalter ist da wohl defekt ?

Ich tippe darauf, daß der Herd mit 400V zwischen Außen- und Neutralleiterklemme des Herds betrieben wurde. Beim Einschalten sind dann durch den Kurzschluß die Kontakte des Schalters verschweißt.

Hans