Hallo zusammen,
ich wollte mal fragen, ob jemand etwas über die Herkunft des Wortes „denken“ sagen kann. Mir wurde gesagt, es käme vom englischen „to think“. Ist das richtig, oder ist es eher umgekehrt? Wer weiss etwas darüber.
Vielen Dank.
Hallo zusammen,
ich wollte mal fragen, ob jemand etwas über die Herkunft des Wortes „denken“ sagen kann. Mir wurde gesagt, es käme vom englischen „to think“. Ist das richtig, oder ist es eher umgekehrt? Wer weiss etwas darüber.
Vielen Dank.
Hallo !
Vielleicht vom germanischen „Think“ ? „Thinkplatz“.
mfgConrad
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Hallo !
Vielleicht vom germanischen „Think“ ? „Thinkplatz“.
mfgConrad
Hallo Conrad,
was heißt denn "Thinkplatz"´genau?
Servus, Conrad:smile:
Vielleicht vom germanischen „Think“ ? „Thinkplatz“.
ohne irgendeines meiner schlauen Bücher bei der Hand zu haben, behaupte ich mal, das der „Thing"platz, den du meinst, eher mit dem heutigen „Ding“ zu tun hat. Das Denken hieß, wenn mich nicht alles täuscht, schon im althochdeutschen „denken“ (teilweise noch anders geschrieben? „denkian“?) und hängt allerdings mit dem Englischen „to think“ zusammen“.
Lieben Gruß, jenny
Hallo, Charon,
was heißt denn "Thinkplatz"´genau?
der/die/das(?) „Thing“/Ding" war (und ist teilweise noch heute) der Gerichtsplatz, die Versammlung, auch das Urteil - und in weiterer Bedeutung dann die Handlung, etc. bis zum heutigen „Ding“.
Im Norwegischen heisst das Parlament noch immer „stor ting et“ und es gibt das zwei Kammern, das Lagting und das Odelsting.
Lieben Gruß, jenny
Hallo,
ich wollte mal fragen, ob jemand etwas über die Herkunft des
Wortes „denken“ sagen kann. Mir wurde gesagt, es käme vom
englischen „to think“. Ist das richtig, oder ist es eher
umgekehrt?
die Etymologie findest du auf
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu…
und
http://www.etymonline.com/index.php?search=think&sea…
Gruß
Kreszenz
Hallo !
Und das sagt Herr Kluge dazu :
denken
denkenVswschwaches Verb std.Standardwortschatz (8. Jh.), mhd. denken, ahd. denken, as. thenkjan Stammwort. Aus g. *Tank-(i)ja- V(sw.) „denken“, auch in gt. Tagkjan, anord. Tekkja, ae. Tencan, afr. thanka, thenza, Kausativum (oder allenfalls Primärverb) zu einer zunächst nicht klaren Verbalwurzel; parallel l. tongEre „wissen“. Nun zeigt die unter Deichsel aufgeführte ig. Verbalgrundlage *teng- „ziehen, spannen“ im Slavischen auch die Bedeutung „wiegen“ (aruss. tjagnuti „schwer sein [auf der Waagschale], wiegen“, russ. tjanút" [meist unpersönlich] „wiegen“). Dies weist darauf hin, daß das germanische Wort für „denken“ ursprünglich ein „erwägen“, l. tongEre den nach diesem Vorgang erreichten Zustand („wissen“) bezeichnete; dünken vielleicht als Fortsetzer des primären Verbs „mir wiegt etwas, mir ist etwas gewichtig“. Nomen agentis: Denker; Präfigierungen: ge-, be-; Partikelverb: nach-; Adjektiv: nachdenklich.
Ebenso nndl. denken, ne. think (formal = dünken), nschw. tänke, nisl. Tekkja; Andacht, Andenken, Dank, Deichsel, dünken, Gedanke.
HWPh 2 (1972), 60-104;
Röhrich 1 (1991), 311f. indogermanisch iz
mfgConrad
Hallo !
Und das sagt Herr Kluge dazu :
denken
denkenVswschwaches Verb std.Standardwortschatz (8. Jh.), mhd.
denken, ahd. denken, as. thenkjan Stammwort. Aus g.
*Tank-(i)ja- V(sw.) „denken“, auch in gt. Tagkjan, anord.
Tekkja, ae. Tencan, afr. thanka, thenza, Kausativum (oder
allenfalls Primärverb) zu einer zunächst nicht klaren
Verbalwurzel; parallel l. tongEre „wissen“. …:
Hallo Conrad,
danke für die Übersicht. Da ich auf diesem Gebiet eher fachfremd bin, kenne ich einige der hier genannten Abkürzungen nicht. Was bedeuten die Akbürzungen: as., g. (germanisch?), ae. usw.?
std (Standard?)
Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
charon
Hallo Jenny,
danke für Deine Erklärungen.
ae = altenglisch
g = germanisch
as = altsächsisch
mfgConrad
Danke an Alle
Herzlichen Dank für Eure Antworten.
Grüße
charon
Hallo, charon!
Es klingt sicherlich sehr weit hergeholt und sehr phantasiereich, aber ich stolperte neulich über das türkische „denk“ (=dt. „Ballen, Gleichgewicht, Gegengewicht“) und dazu auch noch trk. „merkez“ (=dt.: „Zentrum, Mitte“).
„dengi dengine“ (= „zu jedem Kopf gibt es einen Deckel“) soll nun
aber natürlich überhaupt nichts beweisen!
Da ich aber absoluter sprachwissenschaftlicher Laie bin,
bitte ich, dies nur als Denkanstoß zu betrachten und hätte gerne,
falls vorhanden, eure fachmännischen Beiträge!
Grüße,
Jojo