Hallo,
schon im zweiten Jahr gibt’s Steinpilze bei uns im Rasen. Und das im Stadtgebiet, ca einen Kilometer vom nächsten Wald entfernt. Zwanzig Jahre lang gab es die nicht.
Zwar stören die mich überhaupt nicht. Aber neugierig wäre ich wohl zu erfahren, wie die dahin gekommen sein können ? Sporenflug, verschleppt durch Vögel (Grünspecht, der gelegentlich nach Ameisen sucht) ?
Gruß
Karl
Hi, also der Steinpilz ist ein Mykorizapilz, braucht wie alle mir bekannten Röhrlinge einen Wirtsbaum, wenn nun Pilzsporen oder Pilzmyzel
die Wurzeln infizieren kann das funktionieren.
Sporen sind für sehr sehr weite Reisen geeignet.
Myzel könnte vom Pilzeputzen auch eines Vorgängers stammen.
wurden Bäume frisch gepflanzt?
bist du sicher daß es Boletus edulis ist? oder kann es auch ein anderer Röhrling sein?
welche Bäume (wurzeln) sind in der Umgebung des Pilzes?
Ol
Hallo,
Hi, also der Steinpilz ist ein Mykorizapilz, braucht wie alle
mir bekannten Röhrlinge einen Wirtsbaum, wenn nun Pilzsporen
oder Pilzmyzel die Wurzeln infizieren kann das funktionieren.
Sporen sind für sehr sehr weite Reisen geeignet.
Myzel könnte vom Pilzeputzen auch eines Vorgängers stammen.
Vorgänger gibt es nicht. Neubau vor zwanzig Jahren. Gartenboden ist Aushaub aus der Baugrube, mit 'ner dünnen Schicht mäßigen Mutterbodens.
Wenn’s bei uns Pilze gibt, dann nur die Champinions aus dem Supermarkt. Da habe ich vor Jahren ein paar Mal Reste vom Pilzeputzen auf dem Rasen verstreut. Haben nun auch gelegentlich ein paar Champinions aus eigener Produktion.
wurden Bäume frisch gepflanzt?
Nein.
bist du sicher daß es Boletus edulis ist? oder kann es auch ein anderer Röhrling sein?
Nicht zu 100%. Evtl auch Marone oder Birkenpilz. Nur habe ich die aus meiner Jahrzehnte zurückliegenden Pilzezeit (massenhaft Maronen) etwas anders in Erinnerung.
welche Bäume (wurzeln) sind in der Umgebung des Pilzes?
Kirsche, Birnbaum, Haselnuss, Magnolie, Eibe, Flieder, Scheinzypresse, Fichte, Rotdornhecke,
Gruß
Karl
Fichte
Wäre ein Kandidat. Fichtensteinpilze aka Herrensteinpilz aka Boletus edulis sind typische Begleiter von Fichten.
Ein Photo würde helfen…
und Rindenmulch
Hallo!
Häufig werden Pilze durch Rindenmulch oder Holzhäcksel verbreitet. Wenn dann noch die Bedingungen stimmen wird’s was mit der Pilzernte.
Grüße
kernig
Hi,
also Fichte als Freund scheint mir am wahrscheinlichsten, von den genannten.
OL
Häufig werden Pilze durch Rindenmulch oder Holzhäcksel
verbreitet. Wenn dann noch die Bedingungen stimmen wird’s was
mit der Pilzernte.
Ohne Wirt kein Pilz. Die Röhrenpilze sind alle auf einen Wirt angewiesen, manchmal sehr spezifisch, manchmal auch verschiedene Baumarten. Ganz anders als z.B. Champignons oder Schopftintlinge und die gerne in Rindenmulch wachsenden Morcheln („Rindenmulch-Morcheln“, bei denen es aber auch nur eine einmalige Notfruktifikation ist).
Steinpilze brauchen also einen Baumpartner, entweder Kiefern (Boletus pinophilus), Fichten (Boletus edulis), Eichen und auch mal Buchen (Boletus reticulatus). Zwar kommt es immer mal wieder vor, daß Pilze atypische Symbiosen eingehen, aber das ist sehr selten. Die Kirsche wäre so ein denkbarer Kandidat, aber die Fichte ist klar der Favorit.
Pilzsporen sind überall in der Luft, Sporeneintrag durch Gartenerde oder Rindenmulch ist gut möglich, aber gar nicht mal unbedingt notwendig.
Hallo OL
also Fichte als Freund scheint mir am wahrscheinlichsten, von den genannten.
Genau in dem Bereich steht eine buschige Kiefer, fiel mir noch ein.
Dann dürfte die das sein.
Gruß
Karl
ja owt
.
Genau in dem Bereich steht eine buschige Kiefer, fiel mir noch
ein.
„Kiefernsteinpilze“ sind denkbar, wenn auch eher unwahrscheinlich. Der Hut sollte dann leichte Rottöne enthalten.
Sag ich doch
Hallo!
Das hatte ich schon vermutet, dass das missverstanden wird. Ich wollte nicht widersprechen, sondern ergänzen.
Ohne Wirt kein Pilz.
Ist mir klar und wurde von Dir ja schön erklärt. Aber irgendwoher müssen doch Sporen oder Myzelstücke auch kommen. Und da ist Rindenmulch ein Transportmittel.
Grüße
kernig