Herr Gott

An alle Gottesfürchtigen,
Erstens muss ich bekennen, dass ich den Herr Gott nicht fürchte, schliesslich ist er ja ein Lieber und zweitens ist mir dieses „patriarchalische Welbild“ höchst zuwider !
Also zur Abwechslung könntet Ihr mal „Frau Jahwe“ anrufen, diese hätte bestimmt keine Donnerstimme, im Gegenteil: diese wäre sanft und warm im Ton !
Gruss: hardy

frage?
hallo hardy

und was ist deine frage?

grüssli
coco

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Hallo Hardy,

auch wenn es mir wie Coco geht - mir ist Deine Frage nicht klar - ein paar spontane Bemerkungen zu Deinem Statement, vielleicht wird ja noch ein Gespräch daraus:

An alle Gottesfürchtigen,
Erstens muss ich bekennen, dass ich den Herr Gott nicht
fürchte,

Ich weiß nicht, ob - und wenn ja - in welcher religiösen Tradition Du aufgewachsen bist. Aus der Art Deines Postings wäre für mich am naheliegendsten die christliche Tradition.

Nun ist das nicht meine Tradition, aber ich glaube sie soweit zu kennen, daß „G-tt fürchten“ auch dort verstanden wird als „G-tt achten“ und nicht als Angst vor ihm / ihr zu haben.

schliesslich ist er ja ein Lieber

erstens warum „er“? :wink:

und zweitens:

wenn Deine persönliche G-ttesvorstellung von einem „Lieben“ ausgeht, was ist dafür dann die Grundlage?
G-tt hat - nach unterschiedlichen Schriften unterschiedlicher Religionen - sehr unterschiedliche Eigenschaften.

G-tt allein als „Liebe / r“ zu sehen ist genauso eine Reduzierung - und meiner Meinung nach - einseitige Wahrnehmung wie G-tt auf männliche Aspekte zu reduzieren.

zweitens ist
mir dieses „patriarchalische Welbild“ höchst zuwider !

Zustimmung! In der Torah steht das auch nicht so. G-tt hat männliche und weibliche Aspekte. Es gibt weibliche und männliche G-ttesbezeichnungen.

Daß die weibliche Seite zu kurz gekommen ist, ist ein Problem der patriarchalischen Kultur. Es geht glücklicherweise auch anders.

Ich verlinke Dir dazu einen Predigt-Text von Rabbinerin Margaret Moers Wenig , der mir sehr gut gefällt:

„All diese Bilder sind Metaphern, nie wörtlich verstandene Deutungsversuche, die nur dazu dienen, uns auf etwas hinzuweisen, das wir uns zwar vorstellen, aber nie wirklich sehen können.“

aus „G-tt ist eine Frau und sie wird älter“
http://www.hagalil.com/judentum/feiertage/kippur/fra…

Also zur Abwechslung könntet Ihr mal „Frau Jahwe“ anrufen,

Zu weiblichen G-ttesbezeichnungen / Aspekten ist in den letzten Jahrzehnten sowohl in der christlichen als auch in der jüdischen Tradition viel geschrieben worden, neue Gebete, Segenssprüche, Textauslegungstraditionen und Rituale sind entstanden, die diesem Verständnis gerecht werden wollen.

diese hätte bestimmt keine Donnerstimme, im Gegenteil: diese
wäre sanft und warm im Ton !

So wird sie in dem Bericht über den Propheten Elia beschrieben und auch in anderen Stellen.

Gruss zurück

Iris

hallo hardy

und was ist deine frage?

Hallo COCO - Fragen habe ich keine, aus dem einizigen Grund weil man Götter nicht hinterfragen kann.
Gruss: hardy -

grüssli
coco

An alle Gottesfürchtigen,
Erstens muss ich bekennen, dass ich den Herr Gott nicht
fürchte, schliesslich ist er ja ein Lieber und zweitens ist
mir dieses „patriarchalische Welbild“ höchst zuwider !
Also zur Abwechslung könntet Ihr mal „Frau Jahwe“ anrufen,
diese hätte bestimmt keine Donnerstimme, im Gegenteil: diese
wäre sanft und warm im Ton !
Gruss: hardy

fürchte

zb. kann man einen künstler oder star bewundern. wenn du den/die dann in real life triffst und ihm/ihr gegenüberstehst, dann empfindest du ehr furcht aber keine angst.

diese hätte bestimmt keine Donnerstimme, im Gegenteil: diese
wäre sanft und warm im Ton !

da gabs mal einen schinken (mehrteiler?) über die arche noah. natürlich war das regieproblem akut: wie soll ES sprechen? sie haben es so gelöst, daß ES immer in der eigenen stimme des angesprochenen sprach. da waren natürlich auch frauenstimmen drunter. elegant gelöst und dürfte auch so kommentare wie deinen erübrigen :wink:

dataf0x

sali hardy

nun ja, götter vielleicht nicht, aber götterbilder schon. anscheinend beschäftigst du dich ja auch damit, sonst hättest du nicht gepostet.

viel erfolg auf deiner suche!

grüssli
coco

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Hi,

da gabs mal einen schinken (mehrteiler?) über die arche noah.

das war doch dieser zweiteiler mit john voight, gell…?

natürlich war das regieproblem akut: wie soll ES sprechen? sie
haben es so gelöst, daß ES immer in der eigenen stimme des
angesprochenen sprach. da waren natürlich auch frauenstimmen
drunter. elegant gelöst und dürfte auch so kommentare wie
deinen erübrigen :wink:

Ich fand das problem nicht soo gut gelöst, weil es gott nicht mehr als die biblische „gestalt“ dargestellt hat, sondern eher die frage aufgeworfen hat, ob noah nicht nur n maniac war, der stimmen hörte…

LG Alex:smile:

Hallo Alex,

Ich fand das problem nicht soo gut gelöst, weil es gott nicht
mehr als die biblische „gestalt“ dargestellt hat, sondern eher
die frage aufgeworfen hat, ob noah nicht nur n maniac war, der
stimmen hörte…

Diese Frage steht doch auch ohne dem Film im Raum.

Wenn man Gott eine Stimme gegeben haette (egal, ob
weiblich, maennlich, computerverzerrt neutral oder was
auch immer), haette man die Frage in dem Sinne beantwortet,
dass innerhalb der Wirklichkeit des Films die Frage
zugunsten eines real existieren Gottes beantwortet worden
ist.

Gruesse
Elke

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Hi,

Diese Frage steht doch auch ohne dem Film im Raum.

Natürlich!

Wenn man Gott eine Stimme gegeben haette (egal, ob
weiblich, maennlich, computerverzerrt neutral oder was
auch immer), haette man die Frage in dem Sinne beantwortet,
dass innerhalb der Wirklichkeit des Films die Frage
zugunsten eines real existieren Gottes beantwortet worden
ist.

Ich findees bei solchen sachen aber schwer, einfach die „künstlerische freiheit“ walten zu lassen.
Die menschen haben doch nun mal die vorstellung, daß (zumind. der alttestamentarische) gott eine gestalt und auch individuelle stimme hat.

Sehr gut gelöst fand ich diese sache in dem film DOGMA…

LG Alex:smile: