Herstellung von Haushaltszucker aus Zuckerrüben

heyho,

habe folgendes Problem: Ich bin in der 11. Klasse eines Gymnasiums und möchte gerne einen Vortrag in Chemie halten. Da Kohlenhydrate dieses Jahr auf dem Lehrplan stehen, stieß ich nach meiner recherche auf die Mögligkeit Zucker aus Zuckerrüben herzustellen. Bis hier hin ist ja noch alles schön und gut (der Versuch lässt sich finde ich sehr gut mit dem Thema verbinden) aber jetzt kommts: Ich habe mir also die verschiedenen Arbeitsschritte angeschaut die zur Herstellung nötig sind. Aber als ich mich schon mit dem Thema angefreundet hatte stieß ich auf eine Seite auf der die einzelnen Arbeitsschritte inklusive zeitangaben aufgelistet waren. Einige Arbitsschritte lassen sich denke ich problemlos vorführen aber andere, wie z.b: dünn- oder dicksaftgewinnung benötigen viel zu viel Zeit um sie in einer Unterrichtsstunde durchzuführen. Deshalb brauche ich hilfe: Ich suche nach einem idealen Mix. Einige Arbeitsschritte will ich schon zu Hause durchführen andere dann wiederum im Unterricht. Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir dabei helfen könntet die Arbeitsschritte herauszufiltern die ich im Unterricht und diejenigen die ich zu hause machen müsste. Für Antworten wäre ich wie gesagt sehr dankbar :frowning:

Gruß Vanatox

Einige Arbeitsschritte will ich schon zu Hause
durchführen andere dann wiederum im Unterricht. Ich wäre euch
sehr dankbar wenn ihr mir dabei helfen könntet die
Arbeitsschritte herauszufiltern die ich im Unterricht und
diejenigen die ich zu hause machen müsste. Für Antworten wäre
ich wie gesagt sehr dankbar :frowning:

Hi

Mach es doch einfach so wie die Fernsehköche! Überall da, wo es für den Zuschauer zu lange dauern würde, kommt eine zweite Schüssel hervor und der Koch spricht „Ich hab da schonmal was vorbereitet“ :wink:

Da ich jetzt selbst über die Zuckergewinnung nicht so auf dem laufenden bin, musst du selbst entscheiden, welche Schritte du zu Hause angefertigt hast, und welche du exemplarisch in der Schule nochmal durchführen kannst.

Grüße

Laralinda

Hallo,

habe folgendes Problem: Ich bin in der 11. Klasse eines
Gymnasiums und möchte gerne einen Vortrag in Chemie halten. Da
Kohlenhydrate dieses Jahr auf dem Lehrplan stehen, stieß ich
nach meiner recherche auf die Mögligkeit Zucker aus
Zuckerrüben herzustellen.

die Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben ist meines Wissens kein chemischer Prozess. Wäre nicht die Zerlegung von Polysacchariden bzw die Herstellung von Invertzucker ("Kunsthonig) besser?

Gruß, Niels

Hi,
Genau das hätte ich dir auch geraten.

Zur Zeiteinteilung würde ich vorschlagen: Mach das ganze mal zu Hause durch, dann siehst du

a) welcher Schritt wie lange braucht
b) wie viel hinten überhaupt raus kommt (du bist bestimmt überrascht)
c) an welcher stelle was schief gehen kann oder worauf du sonst achten musst

Gruß,
Kevin

Hallo Vanatox,

hast du dir schon eine Zuckerrübe aus einer Zuckerfabrik - oder von einem Lieferanten für diese Fabriken - besorgt?
Die sog. Kampagnen laufen von Oktober bis Ende Dezember.

Gruß

watergolf

Hallo,

Abgesehen vom angeführten Einwand bzgl. Zuckergewinnung als eher physikalischen denn chemischen Vorgang würde ich folgende Vorgangsweise überlegen:
1.Rohstoff - ganze Rübe nach der Ernte zeigen, evtl. Bilder von Rübenfeld mit Person neben Pflanzen(man kann die Größe der Blätter abschätzen)
2.Reinigen - dürfte in Chemiesaal kein Problem sein, Bürste mitnehmen.
3.Zerkleinern - mit Gemüsemesser kleine Stücke machen - Messer und Schneidbrett mitnehmen.
4.Dünnsaft kochen - Stücke aus 3. in Eprouvette mit Wasser kochen, 1 - 2 Min. dürften reichen. Kosten anbieten, Probe zum Kühlen abstellen
5.Dicksaft - zuhause vorbereiten, das Eindicken ohne Vakuum ist zeitaufwendig, vorzeigen und erläutern. Ebenso die Reinigungs - und Neutralisationsschritte, die grosstechnisch üblich sind.
6.Kristallisation - im Dicksaft von zuhause sollten sich schon ein paar Kristalle abgeschieden haben, die sollten separat gezeigt werden sowie Proben der verschiedenen Zuckerformen des Handels - gute Gelegenheit, über die Kontrollmöglichkleiten bei der Herstellung zu referieren, ebenso der sog. Rohzucker, der noch Melasserückstände enthält.

Zum Abschluss könnten Umweltüberlegungen wie z.B. Abwasser u.Ä. zur Sprache kommen.
Eine Zuckerfabrik in Deiner Nähe wäre natürlich ein idealer Platz für Unterstützung.

Gruss von Julius

danke für eure Antworten, ich finde aber auch den Vorschlag mit dem Kunsthonig nicht schlecht. Das müsste ich zwar auch zuhause vorbereiten, wäre aber denke ich wesentlich unkomplizierter.

was mich aber noch interessieren würde wäre: Man könnte doch nachdem man den Honig hergestellt hätte mit verschiedenen Proben (Fehlingprobe) testen ob da wirklich Glukose oder Fruktose entstanden ist, oder?

Hi,

die Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben ist meines Wissens
kein chemischer Prozess. Wäre nicht die Zerlegung von
Polysacchariden bzw die Herstellung von Invertzucker
("Kunsthonig) besser?

Was meinst du mit „chemischer Prozess“? Ist Auflösen ein chem. Prozess? Ich finde das sehr Kleinkariert und bin der Meinung, dass die Gewinnung von Zucker aus Zuckerrüben eindeutig in den Chemieunterricht und nicht in den Physikunterricht gehört.
Viele Reinigungungsvorgänge werden hier besprochen, die in der chemischen Industrie essenziell sind und nur, weil hier die chemische Reaktion fehlt ist es nicht gleich weniger wichtig.

Gruß,
Kevin

Das kann man selbstverständlich, aber wenn es nicht so beeindruckend chemisch sein soll, reicht auch die Schmeck’sche Probe.

Hallo,

Was meinst du mit „chemischer Prozess“?

Das sind laienhaft ausgedrückt stoffliche Umwandlungen bei denen neue Verbindungen entstehen.

Ist Auflösen ein chem.
Prozess?

Nein.

Ich finde das sehr Kleinkariert

Du findest es kleinkariert, wenn jemand einen korrekten Hinweis gibt? Wenn der Experimentator das im Chemieunterricht durchführt, kann er anschließend darauf hinweisen (vielleicht im Rahmen einer Frage), dass die Zuckerherstellung eigentlich gar kein chemischer Prozess ist. Vielleicht noch mit dem weiteren Hinweis, dass sich eben in der Technik chemische und physikalische Verfahren ergänzen und eine exakte Trennung nicht so einfach möglich ist. So etwas soll bisweilen bei Lehrern gut ankommen.

Gruß, Niels

Hallo vanatox,

da ihr momentan die Zuckerchemie in der Schule durchnehmt, weißt du sicher, daß bei der Inversion von Rohrzucker Glucose und Fructose entsteht, nicht „oder“, wie du geschrieben hast.

… ob da wirklich Glukose oder
Fruktose entstanden ist, oder?

Mit der Fehling Probe kannst du nicht zwischen Glucose und Fructose unterscheiden, beide reagieren positiv.
Allerdings bringt eine unbehandelte Rohrzuckerlösung nicht die Fehling Probe.
Du kannst also deinen Zuschauern zeigen (vorher - nachher), daß beim Versuch etwas geschehen ist.
Im Internet findest du eine schöne Versuchsanordnung zur Rohrzuckerhydrolyse. Die gebildete Glucose wird mit Hilfe von Glucose-Teststäbchen aus der Apotheke (wie sie zur Urin-Untersuchung verwendet werden) nachgewiesen:

http://www.axel-schunk.de/experiment/edm0905.html

Viel wissenswertes über Zucker, u.a. über deren Nachweis, findest du noch unter:

http://www.abipur.de/hausaufgaben/neu/detail/stat/11…

Auch der Fructose Nachweis mit der Seliwanoff-Reaktion wird aufgeführt.

Viele Grüße

watergolf

Hi,

Was meinst du mit „chemischer Prozess“?

Das sind laienhaft ausgedrückt stoffliche Umwandlungen bei
denen neue Verbindungen entstehen.

Ich hätte da eine andere Definition: Prozess innerhalb chemischer Anlagen.

Ist Auflösen ein chem.
Prozess?

Nein.

Nach DEINER Definition nicht, nach meiner schon. Auflösen gehört für mich klar in den Bereich „Chemie“ und nicht „Physik“, obwohl es sich um keine chem. Reaktion handelt. Chemie ist mehr, als nur chem. Reaktionen.

Ich finde das sehr Kleinkariert

Du findest es kleinkariert, wenn jemand einen korrekten
Hinweis gibt?

Ich finde es überflüssig eine gute Idee (Gewinnung von Zucker) platt zu bügeln, dur weil es irgendwem nicht „wissenschaftlich“ genug ist.

Wenn der Experimentator das im Chemieunterricht
durchführt, kann er anschließend darauf hinweisen (vielleicht
im Rahmen einer Frage), dass die Zuckerherstellung eigentlich
gar kein chemischer Prozess ist.

Davon war nicht die Rede, sondern es ganz sein zu lassen und statt dessen lieber etwas „chemischeres“ zu machen.

Gruß,
Kevin