Herzbeschwerden aber

das EKG ist voll in Ordnung ??
Hallo,
kann mir bitte jemand helfen, kann ein EKG aussagen, daß mit dem Herz alles in Ordnung ist ?
Der Arzt meinte, die Beschwerden können auch vom Kreuz oder der Muskulatur kommen.
Was sagt ein EKG alles aus, bitte könnt ihr das mir so erklären, ohne medezinische Fachbegriffe, oder kann trotzdem am Herzen was nicht stimmen ?
Würde mich über jede Antwort freuen.
Danke LG Prosecco

Hallo,

Herzbeschwerden bei negativem medizinischen Befund können auch im Zusammenhang mit Angststörungen stehen. Klassisch hierbei sind Herzrasen und/ oder Herzstolpern. Beides führt in der Folge oft zu Panikattacken.

Schöne Grüße,
Jule

das EKG ist voll in Ordnung ??
Was sagt ein EKG alles aus, bitte könnt ihr das mir so
erklären, ohne medezinische Fachbegriffe, oder kann trotzdem
am Herzen was nicht stimmen ?

Ein beliebter Fehler: Ein EKG sagt nur - nur! etwas über den elektrischen Stromablauf am Herzen aus, und sonst nichts

Beispiel: Das EKG zeigt einen Herzinfarkt - nein, tut es nicht. Es zeigt einen gewissen Stromkurvenverlauf, und wir wissen dann, daß dieses Bild einem Herzinfarkt entspricht.

Oder Sie haben eine Myokarditis mit Schmerzen, am Stromkurvenverlauf aber ändert sich gar nichts.

Oder trotz Herzschwäche im Endstadium haben Sie ein normales EKG.

Das heißt: Die Aussagekraft eines EKG ist durchaus nicht si bindend wie man meint.

Ein beliebter Fehler: Ein EKG sagt nur - nur! etwas über den
elektrischen Stromablauf am Herzen aus, und sonst nichts

Beispiel: Das EKG zeigt einen Herzinfarkt - nein, tut es
nicht. Es zeigt einen gewissen Stromkurvenverlauf, und wir
wissen dann, daß dieses Bild einem Herzinfarkt entspricht.

Oder Sie haben eine Myokarditis mit Schmerzen, am
Stromkurvenverlauf aber ändert sich gar nichts.

Oder trotz Herzschwäche im Endstadium haben Sie ein normales
EKG.

Wie bitte? Herzschwaeche kommt doch vom Herzknoten. Fuer alle, die nicht wissen was der Herzknoten ist: Der Herzknoten giebt die Impulse die den Herzmuskel zusammenzucken lassen.

Das heißt: Die Aussagekraft eines EKG ist durchaus nicht si
bindend wie man meint.

Gerade deswegen -weil das EKG die Strohmstösse der Nerven messen kann- ist das EKG doch so aussagekräftig.
Wie sollte man denn merken, dass man Herzproblehme hat, wenn die Nerven das elektrische Signal nicht an das Gehirn weiterleiten wuerden?

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Hi!

Oder trotz Herzschwäche im Endstadium haben Sie ein normales
EKG.

Wie bitte? Herzschwaeche kommt doch vom Herzknoten.

Nein.
Der „Herzknoten“ (oder Sinusknoten korrekterweise) bestimmt den Herzrhythmus. Bei Funktionsstörungen dessen kommt es zu Herzrhythmusstörungen. Einige davon können zwar in der Folge - vor allem, wenn unbehandelt - Herzschwäche auslösen, aber der Sinusknoten hat sonst wenig mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu tun.
Was Priamos wohl meinte ist, daß man bei Herzschwäche ein völlig normales EKG haben KANN - was auch völlig korrekt und oftmals der Fall ist. Allerdings kann man manchmal im EKG auch Hinweise (und nichts mehr als das!) auf die Ursache finden.

Gerade deswegen -weil das EKG die Strohmstösse der Nerven
messen kann- ist das EKG doch so aussagekräftig.

Ein EKG leitet nur den Stromverlauf im Herzen in Form einer Kurve ab. Mit Nerven hat dies nichts zu tun.

Wie sollte man denn merken, dass man Herzproblehme hat, wenn
die Nerven das elektrische Signal nicht an das
Gehirn weiterleiten wuerden?

Es gibt keine Nerven, die irgendwelche Impulse vom Herzen ans Gehirn leiten. Das Herz hat seinen eigenen Taktgeber (den Sinusknoten als wichtigsten) und ist somit vom Gehirn und Nervensystem quasi fast völlig unabhängig(*).

(*)abgesehen von gewissen „Umwegen“ wie den Botenstoffen Adrenalin usw.

Gruß,
Sharon

Hi!

Oder trotz Herzschwäche im Endstadium haben Sie ein normales
EKG.

Wie bitte? Herzschwaeche kommt doch vom Herzknoten.

Nein.
Der „Herzknoten“ (oder Sinusknoten korrekterweise) bestimmt
den Herzrhythmus. Bei Funktionsstörungen dessen kommt es zu
Herzrhythmusstörungen. Einige davon können zwar in der Folge -
vor allem, wenn unbehandelt - Herzschwäche auslösen, aber der
Sinusknoten hat sonst wenig mit Herzschwäche
(Herzinsuffizienz) zu tun .

Äh, zu den Schäden die durch eine unbehandelte Fehlfunktion des Herzknotens entstehen gehört Herzschwäche. Sobald sich die Impulse des Herzmuskels wieder normalisieren ist die Herzschwäche auch wieder geheilt. Herzschrittmacher sind nämlich auch nur dazu da, um den Herzknoten auf trapp zu halten.

Was Priamos wohl meinte ist, daß man bei Herzschwäche ein
völlig normales EKG haben KANN - was auch völlig korrekt und
oftmals der Fall ist. Allerdings kann man manchmal im EKG auch
Hinweise (und nichts mehr als das!) auf die Ursache finden.

Schon, aber wenn der herr Doktor kein Vollidi… wird er auch anhand der Symptome eine Herzschwäche erkennen können.

Gerade deswegen -weil das EKG die Strohmstösse der Nerven
messen kann- ist das EKG doch so aussagekräftig.

Ein EKG leitet nur den Stromverlauf im Herzen in Form einer
Kurve ab. Mit Nerven hat dies nichts zu tun.

Wie soll der Impuls denn sonst entstehen? Aus heiterem Himmel etwa?

Wie sollte man denn merken, dass man Herzproblehme hat, wenn
die Nerven das elektrische Signal nicht an das
Gehirn weiterleiten wuerden?

Es gibt keine Nerven, die irgendwelche Impulse vom Herzen ans
Gehirn leiten. Das Herz hat seinen eigenen Taktgeber (den
Sinusknoten als wichtigsten) und ist somit vom Gehirn und
Nervensystem quasi fast völlig unabhängig(*).

Und abgesehen davon, dass das Herz eine Hautschicht mit Nerven Besitzt.

(*)abgesehen von gewissen „Umwegen“ wie den Botenstoffen
Adrenalin usw.

Gruß,
Sharon

PS: Diastolwert

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Hi!

Äh, zu den Schäden die durch eine unbehandelte Fehlfunktion
des Herzknotens entstehen gehört Herzschwäche.

Genau das hab ich ja auch gesagt :wink:

Sobald sich die
Impulse des Herzmuskels wieder normalisieren ist die
Herzschwäche auch wieder geheilt.

Nein, eine Herzschwäche ist auch heute noch nicht heilbar. Man kann allerdings die Verschlechterung mit Medikamenten in Griff halten und verzögern - eine Heilung ist aber nicht möglich.
Wenn du allerdings von akutem Herzversagen sprichst, welches ja gleiche Symptome macht - ja, das ist oft „heilbar“. Aber akutes Herzversagen ist nicht gleich Herzinsuffizienz.

Herzschrittmacher sind
nämlich auch nur dazu da, um den Herzknoten auf trapp zu
halten.

Nee, die lassen den Herzknoten in Ruhe. Je nach Typ messen sie nur, ob der Herzknoten schön regelmäßig arbeitet und setzten Impulse, wenn er es nicht tut - die Impulse werden aber direkt am Herzmuskel abgegeben und lassen den kaputten Herzknoten außen vor. Darum liegen die Herzschrittmachersonden (wenn zwei Sonden vorhanden: im Vorhof zur Messung und) in der Kammer zum „Herzmuskelantreiben“.
Warum sollte ein Herzschrittmacher auch einen eh schon kaputten Herzknoten antreiben? Das bringt doch nichts, wenn er die Impulse nicht weiterleitet :wink:

Schon, aber wenn der herr Doktor kein Vollidi… wird er auch
anhand der Symptome eine Herzschwäche erkennen können.

Eben. Die Diagnose wird klinisch und per Echokardiographie gestellt, das EKG ist nur ergänzend, um andere Ursachen auszuschließen oder Hinweise auf die Ursache zu liefern.

Ein EKG leitet nur den Stromverlauf im Herzen in Form einer
Kurve ab. Mit Nerven hat dies nichts zu tun.

Wie soll der Impuls denn sonst entstehen? Aus heiterem Himmel
etwa?

Nein, er entsteht im Sinusknoten. Dieser arbeitet selbstständig und bis auf Hormone und Transmitter (z.b. Adrenalin bei Stress) des vegetativen Nervensystems ist er vom Nervensystem völlig unabhängig.
Das Gehirn mit seinen Nerven hat mit dem Herzen nichts am Hut.

Und abgesehen davon, dass das Herz eine Hautschicht mit Nerven
Besitzt.

Nun, das Perikard (die „Hautschicht“) hat aber nichts direkt mit der Herzaktion zu tun (lassen wir mal die Perikardtamponade außen vor), damit auch nicht die dort verlaufenen Nerven.

Vielleicht nochmal zum nachlesen:
http://de.wikibooks.org/wiki/Topographische_Anatomie…

Gruß,
Sharon