Sehr geehrte Experten,
ich habe eine Frage, die mir sehr am Herzen liegt. Meine Mutter hat vor fünf Jahren einen Herzschrittmacher aufgrund von Herzrythmusstörungen bekommen. Ihr Arzt sagte ihr, dass auch ihre Kinder sich auf diese Krankheit untersuchen lassen sollte. Mein Hausarzt sagte mir jedoch, dass die Vererbung ausgeschlossen sei.
Nun bin ich mir unsicher, ob ich ebenfalls gefährdet bin oder nicht.
Sollte ich einen Kardiologen aufsuchen?
Ich danke euch!
Greta
Liebe Greta,
Herzrhythmusstörungen sind eine Erkrankung des Reizleitungssystems des Herzens. Eine Vererbung ist nicht möglich.
Mit freundlichen Grüßen
D. S.
Liebe Greta,
ich gebe da deinem Hausarzt recht, du musst dir keine Sorgen machen. Natürlich kannst du wenn es dich beruhigt auch zum Kardiologen gehen, doch meines Wissens ist eine Rythmusstörung nicht vererbbar.
Ich wünsche dir alles Gute uns sicherlich hast du das gesündeste und am besten schlagende Herz auf der Welt
Karl
Es gibt verschiedenste Ursachen für Herzrhytmusstörungen, in den meisten fällen treten sie ohne Grunderkrankung auf. Das einige Grunderkrankungen davon erblich sind ist sicher vorstellbar. Leider kann ich Dir nicht mehr dazu sagen.
Deine Mutter ist sicher ein paar Jahre älter als Du und hat die Rhytmusstörungen erst im höheren Alter entwickelt. Ich würde also keine Angst haben, Du bist ja Jung und einfach mal den Hausarzt fragen. Rhytmusstörungen lassen sich ohne viel Aufwand diagnostizieren. Vielleicht kannst Du rausfinden was genau die Rhytmusstörungen bei Deiner Mutter ausgelöst hat, wenn Du dir Ursache weißt kann dein Hausarzt die Frage vielleicht schon beantworten. Für große Besorgnis gibt es aber keinen Grund, denke ich.
Liebe Greta,
ja, es gibt seltene Herzfehler, deren Anlage auch vererbbar ist, allerdings sehr selten. Herzrhythmusstörungen können mit einem Herzklappenfehler kombiniert sein, sind es meist aberr nicht,m sondern haben andere Ursachen. Du schreibst nicht, ob bei der Mutter ein Klappenfehler vorliegt oder eine andere Herzmuskelveränderung, so dass ich annehme, dass die Rhythmusstörung eine andere Ursache hat und die ist mit Sicherheit nicht vererbbar. Du brauchst keinen Kardiologen aufsuchen, denn ein Langzeit-EKG würde sicher keinen krankhaftem Befund ergeben, zumal Du keine Beschwerden hast. Ich kann Dich also wirklich beruhigen, da liegt keine Vererbung vor. Wenn du die Untersuchung trotzdem machen läßt, dann dient sie nur Deiner Beruhigung, eine medizinische Indikation besteht dafür nicht.
Alles Gute W.Mohr
Guten Morgen Tacheles85
Es gibt viele ungeklärte Fragen zum Thema Vererbung von Krankheiten. Dies sind immer Versuche die Ursache einer Erkrankung zu benennen und den Menschen damit „Klarheit“ zu bringen. Ich wüsste jetzt auch nicht, dass Herzrhytmusstörungen erblich sind, aber es gibt da so viele Varianten, dass man da wirklich Spezialist sein muss, bin ich aber nicht. Ich habe den Beruf des Krankenpflegers erlernt.
Die Indikation zur Anlage eines Herzschrittmachers stellt in der Regel ein Kardiologe und wenn dieser ihrer Mutter den Rat gibt, dass sich die Kinder auch untersuchen lasssen sollten, dann kann das schon Sinn machen. Sie fragen ja auch einen Maler bei speziellen Problemen und nicht den Allroundhandwerker, der zu jedem Bereich nur ein Teilwissen hat. Sicherheit gibt es in der Medizin meines Erachtens nicht, da Menschen in diesem Bereich involviert sind. Wenn sie zum Kardiologen gehen, sollten sie aber die Diagnose Ihrer Mutter mitnehmen, oder eventuell zum gleichen gehen wie Ihre Mutter war. Es liegt nun an Ihnen selbst wie „sicher“ sie sein wollen.
Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen und wünsche ein schönes Wochenende bei guter Gesundheit.
Der Alemanne