Herzinsuffizienz - Herztransplantation

Seit 2001 leide ich an einer Herzinsuffizienz, die sich bis 2006 so verschlimmerte, dass nach 1/2 Etage Treppensteigen keine Luft mehr bekam.
2006 machte ich eine Ernährungsumstellung. Nahm 13 Kg ab (von 96kg auf 83 bei 1.80 Körpergröße) Darauf hin besserte sich meine Herzleistung so deutlich, dass ich 2 Etagen 2-stufenweise rauflaufen konnte bevor ich pausieren musste.
Vor 14 Tagen hatte ich Sympome eines Herzinfarktes. Der Notarzt war superschnell da. (15 Min(!)) Zwischenzeitlich hat es sich herausgestellt, dass es kein Infarkt war. Die Pumpfunktion meines Herzens ist jedoch so abgefallen, dass ich das Trepensteigen vergessen kann. Oft muss ich mich auch ohne körperliche Belastung hinlegen.
Mein Kardiologe eröffnete mir gestern, dass ich mich mit einer Herztransplantation anfreunden soll. (Schock)
Meine Frage: Wer kennt Therapien, mit der sich eine Transplatation vermeiden läßt? Auf Grund meiner Erfahrung durch die Ernährungsumstellung bin ich der Meinung, dass es Alternativen geben muss. Abnehmen muss ich nicht mehr, zwischenzeitlich wiege ich nur noch 74 kg.
Grüße
Eberhardus

P.S.: Mit der Insuffizienz stellte sich bei mir auch Diabetes Typ II ein. Durch die Ernährungsumstellung und Nahrungsergänzung spritze ich mich seit Mitte August nicht mehr und nehme auch keine Tabletten. (Mit Absprache des Arztes!)
Trotzdem war mein HB1Ac Wert letzte Woche bei 5,6.

Hallo Eberhardus,

die dekompensierte Herzinsuffizienz wurde ja behandelt, in dem du Körpergewicht verloren hast, sodass das Herz nicht mehr die vorher benötigte Leistung erbringen musste, sprich: es wurde entlastet, was du am Treppensteigen bemerkt hast. Zusätzlich kann man mit Diuretika das Herz entlasten, sofern Wassereinlagerungen feststellbar sind.

Das Herz kann durch die Vergrößerung seines Herzmuskels die erforderliche Leistung immer noch kompensieren. Aber irgendwann ist damit auch Schluss. Und wenn du nun sagst, dass du das Gefühl der Erschöpfung bereits im Liegen hast, würde das für mich so klingen, als ob dein Artz damit Recht hat.

Ich will hier jetzt keine Pferde scheu machen und kann nur von deinem Bericht ausgehen. Ich kenne deine Lebensgeschichte nicht, weiß nicht was für Medikamente du nimmst oder genommen hast oder was du noch für Krankheiten hast. Du bist Anfang 60, also würde sich eine Herztransplantation (wo du ja auch normalerweise lange drauf warten musst, ehe ein Organ verfügbar ist) für dich „lohnen“. Ja, klingt blöd aber somit hättest du vielleicht noch 15 - 20 Jahre noch vor dir, wo du deine Lebensqualität erheblich steigern könntest, sofern die Transplantation erfolgreich und risikoarm wäre.

Mir ist bewusst, dass der Notfall neulich und das was dir dein Kardiologe gesagt hat, ein Schock für dich gewesen ist. Aber dein Zustand wird sich verschlechtern. Und die OP wird nicht von heut auf morgen stattfinden. Nächte liegen vor dir, in der du deine Entscheidung noch überschlafen kannst.

Alles gute, levi

Hallo Levi,
vielen Dank für Deinen Beitrag. Ausser meinem „Diabetes“ habe ich z.Zt. keine Krankheiten. Mein Immunsystem ist jedoch nicht das stabilste.
Tabletten nehme ich noch relativ weinig:
Enalapril 5mg 1-0-1
Dilatrend 6,25 1/2-0-0
Unat 10 2-1-0
Simvastahn ct 20 0-0-1
Cordarex 200 1-0-0
l_thyroxin 175 1-0-0

Was Du beschrieben hast deckt sich überwiegend mit den Aussagen meines Kardiologen. Was bist Du von Beruf?
Meine Frage ging jedoch hauptsächlich um alternative Möglichkeiten. Meiner Erachtens war meine bisherige relativ gute Verfassung nicht nur durch das Abnehmen bedingt, sondern hauptsächlich durch die Ernährungsumstellung. Deshalb suche ich nach alternativen.
Von meinem Kardiologen habe ich ein Buch bekommen, das umfassend über eine Transplantation informiert. Die Maßnahmen, damit das neue Herz nicht abgestossen wird, sind schon sehr einschneidend. Bestimmt kein Honigschlecken.
Grüße Eberhardus