ich möchte Experten und Betroffene um Ratschläge bitten.
Frau, Mitte 50, organisch gesund, aber Herzrhythmusstörungen, die
alle paar Wochen oder Monate recht heftig auftreten, ohne dass ein
konkreter Anlass auffindbar ist.
Arzt empfahl als IGEL-Leistung NLP: pro Sitzung ca. 1h 123 Euro.
Was ist davon zu halten ? (1. NLP überhaupt und in diesem Fall;
2. die Höhe des Honorars)
Arzt empfahl als IGEL-Leistung NLP: pro Sitzung ca. 1h 123
Euro.
Was ist davon zu halten ?
Wenig. Wenigstens aus meiner Sicht.
(1. NLP überhaupt und in diesem
Fall;
2. die Höhe
Das Honorar scheint mir auch deutlich zu hoch, Nescio. Selbst ein Facharzt für psychosomatische Medizin pflegt bei einem Privatpatienten maximal 92,50 Euro pro Stunde zu liquidieren. Und das auch nur, wenn und weil der Patient dies ja von seiner Privatversicherung in voller Höhe zurückbekommt. Jedenfalls mache ich das so.
Gruss, Branden
Arzt empfahl als IGEL-Leistung NLP: pro Sitzung ca. 1h 123 Euro.
Was ist davon zu halten ?
Wenig. Wenigstens aus meiner Sicht.
NLP überhaupt und in diesem Fall;
die Höhe des Honorars
Das Honorar scheint mir auch deutlich zu hoch, Nescio. Selbst
ein Facharzt für psychosomatische Medizin pflegt bei einem
Privatpatienten maximal 92,50 Euro pro Stunde zu liquidieren.
Und das auch nur, wenn und weil der Patient dies ja von seiner
Privatversicherung in voller Höhe zurückbekommt.
Danke, das ist schon mal hilfreich und bestätigt meine Einschätzung.
Ich würde doch dringend eine fachärztliche Beurteilung von einem Facharzt für Psychotherapeutische Medizin bzw einen psychosomatisch qualifizierten Arzt (kann Psychiater, Nervenarzt etc sein) zur Frage der „Herzryhtmusstörungen“ einholen. Insbesondere sollten auch Panikattacken bzw. Angstsymptome ausgeschlossen werden.
Ob und inwieweit die Beschwerden krankheitswertig sind, könnte man dabei auch abklären.
NLP kann ja sicher eine interessante Methode sein. Ich zweifele aber mal stark an, dass ein Arzt unter IGEL-Leistungen eine solche Methode anwenden sollte (möglicherweise darf). Ein Nutzen bei Herzrhythmussstörungen ist sicher nicht ausreichend (wenn überhaupt) in der Literatur dokumentiert, könnte bestensfalls über eine Beeinflussung eines erhöhten psycho-vegetativen Stresspegels bzw. Überempfindlichkeit im vegetativen Nervensystem erfolgen. Ähnlich erfolgversprechend wäre dann aber ein Stressmanagementtraining, Entspannungstherapie (z.B. Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training, Immaginationsverfahren). Bei einem Verhaltenstherapeuten wäre so eine Patienten (vorausgesetzt man geht eher von einer psychogenen Hautkompontente aus) sicher viel besser bedient sein. Hier würde man durch Anleitung zur Selbstbeobachtung und Symptomprotokollen überprüfen, ob es tatsächlich keinen Zusammenhang zwischen Symptomauftreten und anderen Faktoren gibt. Kann ja sein, kann auch nicht sein.
Die Honorarvorstellungen des Arztes lassen bei mir einige Stacheln der Igelleistungen hochgehen Zu NLP allgemein mag ich wenig sagen. Mir fällt nur auf, dass die Methode häufig von nicht ausreichend psychotherapeutisch geschulten Leuten bei allen möglichen Gelegenheiten (von Buisinesscoaching bis schwersten psychiatrischen Störungen) angepriesen wird. Das lässt mich misstrauisch werden, auch wenn ich (unter anderen Namen bzw. anderer Sichtweise) einzelne Bestandteile (z.B Ankerübungen) durchaus sinnvoll finde und anwende. Nur heisst es da nicht NLP sondern Immaginationsverfahren bzw. kognitive Therapie …
Martin
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