Herzrythmusstörungen - Myokarditis?

Hallo!
Ich hatte im November eine leichte Lungenetzündung und bin 3 Tage nach Absetzung der Medikamente wieder ins Training eingestiegen.Ich muss dazu sagen, dass ich relativ sportlich bin, und seit dem Wiedereinstieg nicht an die Leistungsgrenze gegangen bin, sondern eher Wert darauf gelegt habe, mich langsam zu bewegen. (z.B. beim Schwimmen oder Laufen)

Die Lunge wurde vor 10 Tagen zur Kontrolle erneut geröntgt und zeigte keine Auffälligkeiten mehr. Jedoch habe ich seit ca 10-14 Tagen einen undefinierbaren, ganz leichten Druck in der Herzgegend. Kein Stechen oder Schmerz, es fühlt sich eher nach einer Muskelverspannung an und ist nach meinem subjektiven Empfinden stärker geworden, ohne dass es wirklich Schmerzen sind. Das ganze tritt zumeist im Ruhezustand auf und ist morgens am stärksten wahrnehmbar. Wenn ich mich bewege ist es hingegen kaum wahrzunehmen. Der Puls bewegt sich in der Regel um die 60, manchmal auch knapp drunter.

Ich habe Montag meinen Hausarzt aufgesucht, der Blutwerte und ein Belastungs EKG gemacht hat. Das Ruhe EKG zeigte eine marginale Auffälligkeit , während das Belastungs EKG keine Auffälligkeit zeigte.
(Befund: Sensationen li thorakal - Bel-EKG 225W ohne Befund - AV Block Mobitz 2 T negativ in III)

Dienstag habe ich die Blutwerte abgeholt. Der Doc meinte es wären keine Auffälligkeiten zu sehen und bat mich, alles weitere mit dem Kardiologen zu klären, bei dem ich am 27.12. einen Termin habe.Ich war nicht bei ihm in der Sprechstunde, sondern er hatte nur „kurz drüber geschaut“.

Nun ist mir aber aufgefallen, dass mein GOT-Wert erhhöht ist, was zumindest laut dieser Website hier:

http://medctr.de/index.php?page=lab

auf eine Herzmuskelentzündung oder schlimmeres schließen lassen könnte.

Genau genommen ist die GOT vom 15.11 (während der Pneumonie) bis Montag von 42 auf 73 angestigen, vorher bewegte sie sich immer zwischen 35 und 48.

Jetzt weiß ich natürlich nicht, wie hoch der Wert bei einer Herzmuskelentzündung erhöht sein kann und wie der Wert 73 einzuordnen ist. Er kann sicherlich auch durch andere Faktoren erhöht sein.

Gibt es noch weitere Blutwerte, die erhöht sein müssten, oder kann dieser Anstieg in Verbindung mit dem EKG- Befund und den beschtiebenen Symptomen auf eine Herzmuskelentzündung schließen lassen, ohne dass geichzeitig andere Werte (Immunwerte, Kreatin) erhöht sein müssten?

Mir ist klar, dass hier niemand eine Ferndiagnose stellen kann, trotzdem wäre ich dankbar für eine Einschätzung. Sportliche Aktivitäten habe ich natürlich bereits eingestellt.

Vielen Dank im Voraus,
Stefan

hallo,
der sog.Mobitz-Block II- genauer AV-Block 2.Grades,Typ II, gehört in die Reihe der atrioventrikulären Blöcke, zu denen auch der AV-Block 2.Grades,Typ I,auch Mobitz Block I oder bekannter als Wenckebach Periodik gehört.
Eins ist sicher: der Mobitz Block II ist stets organischer Natur und ist prognostisch wesentlich ernster als die Wenckebach Periodik.
In jedem Fall ist ein Herzinfarkt(degenerativ) bzw eine Myokarditis(entzündlich)und ggf auch (medikamentös) auszuschließen. Beide ersten Diagnosen sind ernst zu nehmen und werden m.E. nicht in der sportlichen Vorgeschichte zu suchen sein, sondern eher in einer familiären Disposition(bes. KHK und Infarkt).

Vor allem die Myokarditis-Diagnose ist nicht einfach zu stellen und ist gebunden an verschieden Faktoren- u.a.Viruslastbestimmung,bakterielle Diagnostik, Gewebs-proben(Histologie), die es abzuklären gilt, und dies sollte einer UNI Klinik vorbehalten bleiben und dies sollte bald erfolgen. Je nach dem Ergebnis ist auch die Therapie differenziert

Die Erhöhung der SGOT spielt eine untergeordnete Rolle für die Myokarditis; für den Infarkt wäre dieser wert non up to date. hier sollte wohlgemerkt - in der klinik - u.a.neben EKG etc auch der Troponintest erfolgen

Belastungen wie beschrieben sind mit sofortiger Wirkung bis zur endgültigen Diagnosestellung zu stoppen

Soweit in der kürze meine Stellungnahme

Mit freundl. Grüßen

Südamerika

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Entschuldigen Sie, dass ich da nochmal kurz nachfrage, ich Ihre Einschätzung nicht 100%ig verstanden habe.

Sie würden einerseits eine Herzmuskelentzündung (und einen kürzlich stattgefundenen Infarkt) relativ sicher ausschließen, der EKG-Befund könnte eher auf ein ernstzundhmendes organisches möglicherweise vererbtes Herzproblem deuten, dass ggf. schon länger- (möglicherweise sogar schon immer) und unabhängig von einer möglichen Myokarditis besteht?

Aufgrund des EGK Befundes legen Sie mir nahe, dass ich mich schnellstmöglich direkt in eine Klinik - und nicht wie geschrieben am 27.12. zum Kardiologen begebe, um dort ggf. auch eine Myokarditis abklären zu lassen, die anhand der Befunde aber unwahrscheinlich ist?

Gruß,
Stefan

Hallo!
Oh das hört sich ja nicht so gut an und das zu Weihnachten. Ich glaube so wie sie es beschrieben haben, dass es eine Myokarditis ist.
Eine Myokarditis ist eine Herzmuskelentzündung. Sie tritt in den meisten Fällen durch Virusinfektionen, durch Bakterielle Erreger wie unteranderem Brucella oder Corynebacterium Diphterie auf. Auch von einer Lungenentzündung, Durchfallerkrankungen oder durch einer Grippe.
Da der Krankheitsverlauf bei einer Myokarditis ohne Symptome verläuft, kann ich leider keine genaue Diagnose stellen, dafür müsste ich sie untersuchen. Einige Patienten haben unspezifische Symptome, wie Fieber, Atemnot, Müdigkeit, Palpitation, Druckgefühl oder allgemeines Unwohlsein.
Bei den symptomatischen Patienten tritt zu 10- 30% ein akuter Thorax schmerz (Brustschmerzen) auf, der aber nicht von dem eines akuten Koronarsyndroms (plötzlicher Herztod) zu unterscheiden ist. Bei 5-15% der Patienten kann sich die Erkrankung in Form von Herzrhythmusstörungen manifestieren, bei 60% als eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und bei 5-10% als ein kariogener Schock. Aber auch andere Herzerkrankungen mit dem gleichen klinischen Bild sollte deshalb diagnostisch ausgeschlossen werden.
Eine Herzmuskelentzündung lässt sich immer einfach diagnostizieren. Wichtig ist eine eingehende kardiologische Untersuchung. Die Blutuntersuchen, ein EKG und eine Echokardiographie (eine Herzultraschalluntersuchung) geben und steuern wertvolle Informationen bei.
Als Behandlung eine Myokarditis steht eine körperliche Schonung im Vordergrund, also ist es schon mal gut, dass sie derzeit den Sport eingestellt hast. Es ist wichtig, dass sie zu einem Kardiologen gehen. Denn wenn man eine Herzmuskelentzündung früh entdeckt und richtig therapiert, hat man eine gute Prognose und heilt in der Regel ohne Folgen aus.
Tut mir leid, aber wie sie schon gesagt haben, kann man schlecht eine Ferndiagnose stellen. Ich wünsche ihnen alles Gute und wenn ich sie bei irgendetwas unterstützen kann und sie Fragen haben, dann können sie mir hier oder unter dieser E-Mail Adresse: [email protected] . Es wäre sehr nett wenn sie mir schreiben können wie es ihnen geht und ob der Kardiologe etwas anderes gefunden hat. 

Ich wünsche ihnen frohe Weihnachten
Liebe Grüße Alexandra

Hallo Stefan
Korrektur erforderlich hinsichtlich Ihres Mißverständnisses. Also
1.Ursache Myokarditis ist nach den mitgeteilten Unter-suchungen keineswegs bereits ausgeschlossen. Eine genetische Disposition ist wohl m.E. nicht relevant
2.Ursache Infarkt nach den Mitteilungen wohl weniger in Betracht zu ziehen. Aber für die koronare Herzkrankheit mit/ohne Infarkt gibt es an Hand Ihrer Familiengeschichte vielleicht eine - wie wir Ärzte sagen - familiäre Disposition im Rahmen der sog. kardiovaskulären Risiken(Hochdruck,Diabetes, Ni- kotin, Immobilität,Fetterhöhung etc - siehe Framingham Studie). Daß der Mobitz Block II schon früher bestand ist rein spekulativ und daher zu verwerfen
3.Ein Sportler oder Nicht-Sportler, der zu mir mit einem Mobitz Block II kommt, gilt als krank, ist ernst zu nehmen und rasch abzuklären ohne wenn und aber

Ernst zu nehmen ist der Mobitz Block II und nicht ob eine genetishe Codierung vorliegt, die mir nicht bekannt ist.
Ich hoffe mich klar formuliert zu haben.

Freundliche Grüße

Südamerika

Ich würde die Werte einfach in einigen Wochen noch mal checken lassen und in der Zwischenzeit keinen Sport machen. Wenn sie dann immer noch erhöht sind auf jeden Fall weiter untersuchen.

Okay, Vielen Dank erstmal für die Information. Ich werde das in jedem fall beim Kardiologen ansprechen.
Gruß,
Stefan

Vielen Dank für die ausführliche Einschätzung und das Angebot, nochmal per Email nach zufragen.
Mir geht es momentan gut, ich merke seit 1 1/2 Tagen fast nichts mehr. Über die Feiertage wird ohnehin keine erhöhte Anstrengung auf mich zukommen. Sollte sich daran etwas ändern, gehe ich in eine Klinik - hoffen wir mal, dass besagter Thoraxschmerz ausbleibt. Ich hoffe, ich werde dann am 27.12. mehr erfahren und es Ihnen dann auch gerne mitteilen.
Frohes Fest und bis dahin,
Stefan

Hey,nichts zu Danken:smile:

Hallo Stefan,
Zunächst einmal kann es nach einer längeren Lungenentzündung zu Verschpannung der Brustkorbmuskulatur kommen. Diese kann die beschriebenen Beschwerden verursachen und ist nicht sonderlich gefährlich.
Der GOT-Wert allein ist jedoch nicht aussagekräftig genug. Dieser Wert kann nach Einnahme von Medikamenten erhöht sein und weist gelegentlich auf eine leichte beginnende Leberschädigung hin (Medikamente, Alkoholkonsum etc.). In der regel wird der Wert sich im Verlauf normalisieren. Was wichtig ist, ist welche Dimension der GOT-Wert hat und wie die anderen Leber-Werte sich verhalten (GPT,AP, GammaGT, Bilirubin etc.).
Trotzdem sollte man eine Begleitmyokarditis nicht ganz außer Acht lassen. Werte die Wichtig wären sind: CK, CK-MB, LDH, GOT und natürlich das Troponin I/T (Herz-spezifisch!). Neben einer Belastungs-EKG sollte eine Echokardiographie durchgeführt werden (Ultraschall vom Herzen). Sehr wichtig wäre auch eine echokardiographischer Ausschluss eines Perikardergusses. zum Ausschluss einer akuten Myokarditis sollte jedoch auch eine Kardio-MRT Untersuchung durchgeführt werden. Hier kann man diese sicherlich sehr genau sagen ob die Herzmuskulatur angegriffen ist oder nicht (Narben, Fibrosen, erhöhte Füssigkeit im Myokard also Herzmuskel).Bei dringendem Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung sollten die sog. kardiotrope Viren im Serum bestimmt werden.
Nun zu deiner Herzrhythmusstörung: eine AV-Block II° Typ Mobitz sollte man näher abklären! also Langzeit-EKG! dieser Block sollte bei einem jungen sportlichen Mann nicht vorliegen. Wenns du keinen Schwindel oder keine Bewustlosigkeit erlitten hast muss man diesen Befund lediglich verlaufskontrollieren. Auf alle Fälle solltest du enge Rücksprache mit deinem Kardiologen halten.
Nebenbei sollte man eine Ultraschall-Untersuchung vom Rippenfell machen, da sich hier bei einer Entzündung der Lunge Flüssigkeit ansammeln kann und man dieses ausschließen sollte (ist nicht aufwendig und schnell durchgeführt).
Medikamente die über die Leber verstoffwechselt werden sollten nach Rücksprache des Arztes möglichst pausiert werden. Hoffe das war eine kleine Hilfe.
Gruß Kurosh

Hallo,

geh auf jedem Fall zu dem Kardiologen und lass dies alles kontrollieren, erfahrungsgemäß kann der Hausarzt das Belastungs-EKG nicht gut interpretieren. Der Laborwert kann ohne probleme von der Lungenentzündung erhöht sein, oft bei Infekten. Kein spezifischer Wertbei Myokarditis ( Herzmuskelentzündung). Primär ein Leberwert , kann aber auch bei anderen (Muskelschädigungen) erhöht sein. Bei einer Myokarditis sollte der CK-MB Wert und das TNi erhöht bzw. positiv sein. Auch die einzlne T-Negativierung und der Ableitung 3 hat keine Aussagekraft wenn dies nicht in mehreren Ableitungen oder krankhaften Lagetyp auftritt.- hiervon steht jedoch nichts in Deinem Befund. das einzig interessante bei deinen Befunden ist der AV-Block. Kann auch bei Sportlern so aufteten - ist aber auf jedem Fall abklärungswert, kann auch Problematisch sein. In Zusammenhang mit der Pneumonie und dem AV-Block muss schonn an eine Myokarditis gedacht werden. Falls Du Schwindelattacken und/oder Herzrasen oder sogar Bewußtlosigkeiten haben solltest -direkt zum Arzt !! - bei letzterem direkt ins Kankenhaus - falls nicht, ganz normal zum Kardiologen.Hast Du auch Schellungen / Wassereinlagerungen im Körper ( zb. Fußknöchel?)oder Luftnot bei Belastung - ebenfalls direkt zum Arzt. diesem solltest Du auf jedem Fall die befunde des Hausarztes Mitbringen, nicht nur die Ergebnisse sondern auch wenn möglich das komplette EKG und den Ausschrieb vom Belastungs-EKG, bis dahin schonen, kein Sport bis die Myokarditis ausgeschlossen ist.

Hier noch mal ein paar Fragen:

Fieber ? Schweißattacken?

Schwindel? Blutdruckauffälligkeiten?

Herzrasen oder Herzstolpern?

Körpertemeperatur ( rektal und axial? )

Ist der Schmerz im Brustkorb stechend ,drückend oder Ziehend ?

Ist dieser durch Bewegung auslösbar oder veränderbar?

Reagiert der Schmerz auf äußeren Druck?

Wie waren die Laborwerte TNI, CK, CK-MB, CRP, Hämoglobin, Leukozyten, gamma-GT, BNP ?

Hast Du ein Schwächegefühl ? Leistungsknick nach leichter Anstrengung?

Ist die Antmung normal oder Erschwert ? Ab wann fällt dir die Atmung Schwer?

Has du geschwollene Fußknöchel oder Beine? Wenn ja, kannst Du die Haut mit dem Finger eindrücken? Bleibt kurzzeitig eine Delle zurück ?

Hallo!
Auch Dir vielen dank für die ausführlichen Erklärungen-
Ich war heute beim Kardiologen - die Störungen im Ruhe EKG sind heute nicht aufgetreten. Das Belastungs EKG war ohne Befund, ebenso wie der Ultraschall. Zu den unterhalb aufgezählten Symptomen kann ich nur sagen, dass sie soweit überhaupt subjektiv beurteilbar nicht auffällig waren - insbesondere die Blutwerte waren in Ordnung. Herzrasen, Stolpern und die beschriebenen „Konditionsprobleme“ haben sich zumindest auch nicht bemerkbar gemacht. Ich trage derzeit ein Langzeit EKG und am Donnerstag besprechen wir die Ergebnisse.
Bis dahin vielen Dank,
Stefan

Hallo zurück und trotz der Sorge ruhige Feiertage.
Kurz geantwortet.
Es könnten Anzeichen einer Perimyokarditis sein.
Durch eine Reizung des Herzmuskels und des umgrenzenden Herzbeutels, oft im Rahmen eines viralen Infektes kann es zu drückenden Schmerzen im Brustkorb kommen. Oft bessern sich diese bei einer Lageänderung vom Liegen in die aufrechte Position. Aber auch das Brustfell und die Brustmuskulatur können gereizt sein.
Die GOT ist eine Wert der v.a. bei Leberbeteiligung ansteigt (oft bei Infekten, auch durch Medikamente), sie ist auch erhöht beim Herzmuskelschaden. Die Erhöhung auf Ihre Werte ist als gering einzuschätzen. Spezifisch (und in der Regel auffällig) für das Herz sind jedoch das Troponin T oder I, wenn diese Werte bestimmt worden sind und normal waren, spricht das eher für keine Herzmuskelentzündung.
Das Belastungs-EKG zeigt oft keine Auffälligkeiten bei einer Myokarditis. Hinweisend von einem guten Untersucher durchgeführt ist der Herzultraschall bzw. als sicherstes Verfahren zur Beurteilung einer Entzündung gilt die MRT.
Der AV-Block ist dann schon eher eine relevante Leitungsstörung, sollte der Befund stimmen (maschinell ausgewertet? oder vom Kardiologen bewertet) sollte eine Langzeit-EKG-Untersuchung durchgeführt werden. Bestand vor den jetzigen Beschwerden keien AV-Blockierung ist eine MRT-Untersuchung zum Ausschluß einer Herzmuskelentzündung durchzuführen.
ICh hoffe ich habe ihnen weiterhelfen können.
MFG

Hallo! Wollte mich ja nochmal melden. War am 27.12. beim Kardiologen, der einen 5 Sek. Aussetzter im Langzeit EKG - nachts - erkannt hat. Am 29.12. hab ich mich zur Beobachtung ins Krankenhaus einweisen lassen. Seit gestern sind (bis auf eine Biopsie des Herzmuskels, die je nach Befund noch ansteht) alle wichtigen Untersuchungen (Katheder, Ultraschall, MRT) abgeschlossen und ich warte auf den Befund. Mein Zustand ist wohl insofern ernst, da mein Puls nachts auf bis zu 25 absinkt, so dass ich jetzt schon 2 mal nachts geweckt werden musste.

Ich habe hier ein bischen das Gefühl, dass das Klinikpersonal hier meinen Fall als ungewöhnlich wahrnimmt. Eigentlich müsste sowas doch öfter mal vorkommen, so dass Erfahrungswerte bei jungen Menschen vorliegen. Dementsprechend wurde auch in allen bisherigen Gesprächen das Thema „Schrittmacher“ als mehr oder weniger einzige Alternative für den Fall angesprochen, dass es keine Myokarditis ist.

Falls es soweit kommen sollte, wäre ich Ihnen nochmal dankbar für einen Tipp, wie ich mir eine gute 2.Meinung einholen könnte - ggf. durch einen Kardiologen, der sich auf Herzprobleme bei jungen Menschen spezialisiert hat ?)

Aber erstmal warte ich jetzt die Befunde ab, das schlimmste ist die Ungewissheit, ob alles wieder so wird wie vorher…

Gruß,
Stefan Buchholz