Hallo,
der Vater meiner Liebsten hatte vor ca. 30 Jahre seinen ersten
Herzinfarkt. Vor vier Jahre kam der nächste und nun vor drei
Wochen gab es auch wieder Probleme.
Egal! Der Chefärztin der Herzklinkik sagte (ziemlich
unsensibel) am Wochenende zu ihm, er sollte sich mal Gedanken
über eine Herztransplantation machen!!
Das ist nicht unsensibel, das ist notwendig. Die smuss der Patient deutlich wissen. Auf den Patienten kommt einiges hinzu, aber es ist immer noch besser mit einem Spenderherz leben zu lönnen als mit dem eigenen Herzen sich fragen zu müssen, warum man eigentlich nicht lebt. Wenn er nämölich so schlimm dran ist, ist das Leben nicht mehr so besonderes schön.
Spenderherzen gibt es ja nicht an jeder Ecke zu kaufen.
Künstliche Herzen???
Nein, die künstlichen Herzen sind nur Notlösungen und werden im Notfall bis ein Spenderherz zur Verfügung steht, eingesetzt. Jedoch ist das Risiko nach eienr Herztransplantation wegen einer Infektion erheblich. Ich habe das Glück einer Herztransplantation (HTX) seit Dez. 2000. Ab und an bittet mich die Uni Patienten mit künstlichen Herzen (wenn diese es wollen) sie zu informieren.
Meine Frage:
Wie sieht überhaupt der derzeitige Stand der Technik aus? Habt
Ihr für uns Information über Technik, Lebensdauer, schwere der
OP usw.? Kennt Ihr Homepages die dieses Thema beahandeln?
Soweit derzeit Versuche erfolgt sind, künstliche Hilfen einzusetzen sind diese nach einigen Wochen oder Monaten gescheitert. Die Lebensdauer mit einem fremden Herzen geht derzeit bis mehr als 20 Jahre, überwiegend sind es mehr als zehn Jahre und leider - in Einzelfällen geht es im 1. Jahr schief. Der Patient merkt von der OP nichts. Nachher hat er die Narbe wie bei jeder OP am offenen Herzen. HPs findest Du überall. Du findest unter HTX, Herztransplantationen, CMV, von vielen UNIs Hinweise. Problematisch sind die Hinweise jedoch, weil hier oftmals Fachartikel im Net stehen und ein Laie kaum etwas damit anfangen kann.
Es gibt auch wenige persönliche HPs, die sich mit einer erlebten Herztransplantation befassen und oft gerät die HTX in den Hintergrund und das persönliche Schicksal steht vorne. Dies reicht aber für jemand, der Informationen über den Sinn und was alles geschehen kann bei einer HTX sucht, nicht aus.
Meine Lösung war, dass ich den zuständigen Professor der UNI Freiburg gebeten habe, ebenfalls bat ich Pflegepersonal um Herstellung von Kontakten, um mit einem Herztransplantierten sprechen zu können. Ich wollte von einem Gesunden wissen, wie er seine Gesundheit wieder gefunden hat, was er erlebt hat, was er beachten muss, um mir die Frage beantworten zu können, ob ich es schaffen werde.
Es ist bei einer HTX ( zuerst muss geprüft werden, ob eine HTX überhaupt möglich ist) also nicht damit getan, dass der Arzt hinweist, man soll sich mal darüber Gedanken machen. Bis es zur Listung kommt, stehen umfangreiche Untersuchungen an. Aber sie lohnen sich.
Und selbstverständlich muss das Leben völlig verändert werden.
Bei einer HTX ist zudem nicht alleine die OP entscheidend, sondern für den Erfolg ist die Zuverlässigkeit des Patienten unbedingt verlangt. Der Patient muss sich strikt an die Vorgaben halten. Eine genaue Kontrolle des Körpers (Puls, Temperatur, Gewicht, Systole und Asystole ) sollte schon frühzeitig durchgeführt werden. Gewohnheiten müssen vor der HTX geändert werden. Vieles lernt man dann in der REHA.
Mir wurde erst in der vergangenen Wochen z.B. erlaubt wieder einmal seit 2000 ein Eis zu essen (und manches andere).
Du kannst Dich direkt an mich wenden. Meine Adresse findest Du in der VIKA.
Gruss Günter