ich habe zwei Zwergkaninchen für die ich ein wenig Heu selber herstellen möchte. Ich habe die Möglichkeit auf verschiedenen Kräuter wiesen frisches Gras/Kräuter für meine süßen zu Pflücken. Pflücke/Schneide dann immer für zwei manchmal drei Tage.
Für die Kaninchenliebhaber: es ist mir zeitlich leider nicht immer möglich täglich das Gras zu holen (versuche es natürlich) ich schaue mir das Gras natürlich schon am zweiten Tag genau an und verfütter es nur wenn es noch Frisch und Saftig ist.
Meist bleibt aber nach dem zweiten Tag immer noch etwas übrig. So denke ich könnte ich daraus doch gut Heu machen, da es sich wirklich um hochwertige Kräuterwiese handelt.
Wie lange ich das Gras trocknen muss, weiß ich in etwa. Habe mal lange Zeit auf dem Bauernhof bei Kühen und Pferden geholfen.
Nur stellt sich mir die Frage wie lagere ich das Heu dann am besten? Um es lose zu lagern fehlt mir leider der Platz. Im Geschäft bekommt man doch Heu in Säcken gekauft, kann ich das Heu also nach der Trocknung in Plastiksäcken lagern? Ich würde dann seitlich Löcher in den Sack schneiden und Ihn oben offen lassen außerdem das Heu schön locker in den Sack packen!? Währe dann ein Durchsichtiger oder eher dunkler Sack besser? Oder währen diese Kartoffel Netzt/Säcke geeignet?
Wie lange muss das Heu Gelagert werden, bis ich es an meine Hasen verfüttern kann?
Ich möchte wirklich nicht hunderte von Säcken machen, bekomme das reguläre Heu kostenlos vom Bauern. Nur so als Ergänzung für den Winter hätte ich das selbstgemachte Heu gerne.
also ich würde das Heu in Kartoffelsäcken oder Netzen lagern, da das Heu ja im inneren noch heiß wird und so nachtrocknet, könnte es in Plastiksäcken schimmeln oder gären (wie in den Silageballen).
Wann Hasen das neue Heu fressen können, weiß ich leider nicht. Bei Pferden dauert es ca. 6 - 8 Wochen.
Das Problem sehe ich dabei sehe ich in deiner Taktik, das Gras denn ja erst am 2. oder 3. Tag wirklich zu trocknen. Bis dahin laufen, vor allem bei dem Wetter, Gärprozesse ab, was es schon recht risikoreich macht, das frische Gras nach so langer Zeit noch zu verfüttern. Das kann echt böse Verdauungsproblem geben… ich bin jetzt auch nicht übervorsichtig, und sie bekommen schon mal morgens so viel Gras, dass das wirklich erst zum nächsten Morgen alles weg ist, aber 2 oder 3 Tage würde ich dem Gras doch nicht geben. Aber ich schätze du kennst die für und wider schon…wollte nur noch mal drauf hinweisen, falls das doch nicht der Fall ist, und dir das vielleicht eine neu Sicht auf die Dinge gibt.
Zum Heu: wie gesagt, ich finde es unglücklich dann erst am 3. Tag wirklich anzufangen…eigentlich müsstest du das Heu idealerweise dann gleich ausbringen zum trocknen. Gefährlich können hier Schimmelsporen werden…mit bloßem Auge nicht erkennbar, und auch nicht unbedingt mit Sofortwirkung. Kann aber auf lange Sicht zu Atemproblemen und Allergien führen.
Zweige doch lieber gleich einen teil der Portion ab um es zu trocknen.
Da ist halt wirklich wichtig es gut durchtrocknen zu lassen und es idealer Weise nicht in Plastiksäcke zu stopfen! Wieder Gefahr von Schimmel und Gährung! (Das Heu aus dem handel ist nicht zu Vergleichen, das wird oft auch ganz anders getrocknet mit Heißluft)
Man kann Heu zB gut in alten Kopfkissenbezügen aufbewahren…
Mir hat der Landwirt, von dem wir das Heu für die Meerschweinchen kaufen, gesagt, dass es 8 Wochen lagern muss, bevor man es verfüttern kann. Er selbst hält auch Kaninchen, ich denke, dass es da keine grossen Unterschiede geben wird.
Lagern…bis es verfütterbar ist, kenne ich mich zu wenig aus, danach würde ich auf alte Bettbezüge zurückgreifen.
Das Problem sehe ich dabei sehe ich in deiner Taktik, das Gras
denn ja erst am 2. oder 3. Tag wirklich zu trocknen. Bis dahin
laufen, vor allem bei dem Wetter, Gärprozesse ab, was es schon
recht risikoreich macht, das frische Gras nach so langer Zeit
noch zu verfüttern…
Ja das kenne ich alles und bin mir des Risikos bewusst. Aber ich kann leider aus zeitlichen Gründen nicht jeden Tag frisches Gras schneiden, natürlich versuche ich es und es ist auch meist kein Problem, da ich mit dem Hund eh unterwegs bin, kann ich auch mal auf den Feldern etwas Pflücken. Aber es klappt halt dann doch mal nicht so. Dann hole ich dann direkt so nen kleinen Korb voll. Wo das Gras dann auch locker drin liegt also keine Wärme entstehen kann und ich Stelle den Korb in den Schatten. Es ist also eher die Ausnahme als die Regel.
Bei den Plastik Säcken hatte ich auch ein Komisches Gefühl. deshalb habe ich ja gefragt.
aber der Tipp mit den Kissenbezügen ist echt gut, den davon habe mehr als genug und kann noch jede menge in der Familie bekommen.
Hallo
wir haben eine Landwirtschaft und machen für unsere rund 350 Schweine, 2 Pferde und Schafe selbst unser Heu.
Wenn wir das Heu mähen, lassen wir es richtig durchtrocknen. Dabei wird es mindestens 3 mal gewendet. Das dauert je nach Witterung 4-7 Tage. Wenn es regnet und wieder trocknen muss, verliert das Heu sehr schnell an Qualität.
Wir binden das Heu zu Ballen und lagern sie trocken und dunkel in unserer Scheune.
Grundsätzlich verfüttern wir das neue Heu auch gleich, ohne eine besondere Lagerungszeit zu beachten.
selbst Heu für die Kaninchen werben ist eine sehr gute Idee.
Bei gut Sonnenschein braucht es 3 Tage, bei bedecktem Himmel bis eine Woche. Abends vor dem Tau wird es geschwadet (in Reihen aufgehäuft) damit es nicht breitflächig feucht wird durch den nächtlichen Tau. Morgens wenn der oberflächliche Tau trocknet wird es wieder ausgebreitet und mindestens 1x am Tag, besser 2x, gewendet.
Das fertige Heu muß luftig gelagert werden, denn es gärt/schwitzt nach und die entstehende Feuchtigkeit muß verdunsten können. Im inneren des Heus merkt man das durch die steigende Temperatur. Darum wird in der professionellen Heuwerbung auch die Temperatur in den gepressten Ballen gemessen, denn die Hitze kann so groß werden, daß sich das Heu selbst entzündet. Bei losem Heu kann die Wärme nicht so groß werden, daß man sich sorgen müßte.
Wenn nun die Feuchtigkeit nicht verdunsten kann, wird das Heu muffig. Es bilden sich Schimmelpilze im Heu, die gefährlich für das Tier sind. Darum auf keinen Fall Heu unter Luftmangel lagern.
Dieser Nachgärprozeß ist auch der Grund warum Heu nach der Gewinnung 4 besser 6 Wochen ablagern muß, denn die Tiere vertragen das Heu in dieser Zeit schlecht. Es kann zu lebensgefährlichen Aufgasungen im Darm kommen. Also Finger weg von frischem Heu, auch wenn es von manchem Tier ohne besondere Probleme vertragen wird.
Hallo
wir haben eine Landwirtschaft und machen für unsere rund 350
Schweine, 2 Pferde und Schafe selbst unser Heu.
rn wir das neue Heu auch gleich, ohne
eine besondere Lagerungszeit zu beachten.
dann ist euch das Leben eurer Pferde egal, oder ? Habt ihr schonmal ein gutes Buch über Heugewinnung für Pferdefütterung gelesen ? Die verschiedenen Phasen die das Heu bei der Lagerung durchgeht und in welcher Phase man welches Heu an welche Tiere verfüttern darf ?
Anscheinend nicht :-\ unter 6 Wochen befindet sich das Heu in einer Stoffwechselphase, in der eine Menge Bakterien viel Arbeit verrichten.
Man kann Heu garnicht komplett trocken einbringen … Das heisst das Gras enthält beim Schnitt noch einen Haufen Fructane - diese werden in der folgenden 6 - 8 wöchigen Trocknungsphase von Bakterien abgebaut (und dabei auch minimal vergoren)
eine Kolik ist das Mindeste was man bei der Verfütterung von frischem Heu riskiert - Reheschübe bis hin zum Ausschuhen kamen auch schon vor und sind nicht sehr schön anzusehen
Wenn man bedenkt, welche Temperaturen in solchen Ballen in der Lagerungszeit herrschen können, ist es garantiert auch nicht gesund, das Zeug frühzeitig zu verfüttern…