Hallo, Freya!
Du bist hier mE genau im richtigen Brett.
Ich muß gestehen, ich habe jetzt nicht alle Antwortartikel gelesen, wenn ich also etwas wiederhole, was schon genannt wurde, bitte Nachsicht üben! 
Also, mein Problem klingt ein bisschen bizarr, aber belastet
mich tatsächlich sehr.
Finde ich gar nicht. Ich bin (bzw. war, aber dazu gleich mehr) auch das, was man eine fürchterliche Heulsuse nennt. War ich schon als Kind, hat meine Mutter auch immer wieder zu mir gesagt :.
Ich konnte nicht gut verlieren, hab angefangen zu heulen, ich hab geflennt, wenn ich wütend war, bin immer mit roten, verquollenen Augen aus dem Kino. Wenn ich gestreßt war oder was nicht so geklappt hat, wie ich das wollte, wenn ich mich geschämt habe: Immer sind Tränen geflossen.
Gerade beim Streiten hat mich das fruchtbar belastet: ich wollte meinen Standpunkt vertreten, bekam aber außer Heulblubberblasen und Geschniefe nix raus. Toll. 
Ich kann echt gut verstehen, daß das unheimlich nervt, vor allem dann, wenn man ernstgenommen werden will und eigentlich stinkwütend ist und am liebsten nur schreien würde, aber was macht man? Immer erstmal anfangen, zu weinen. Mist.
Vor anderthalb Jahren bin ich wegen diesem und jenem in Therapie gegangen und hab ziemlich viel Mist aus der Vergangenheit aufgearbeitet. Und siehe da: Plötzlich weine ich viel viel weniger! Mein Selbstbild hat sich positiv verändert, bei mir dahingehend, daß ich mich in den verschiedensten Situationen nicht mehr hilflos und ausgeliefert fühle, z.B. beim Streiten, sondern weiß, ich habe meine Meinung und darf diese auch vertreten. Ich kann was ändern und was bewirken. Da brauch ich dann nicht mehr hilflos blubbernd dazustehen, sondern kann laut werden oder leise, argumentieren, mich behaupten und so weiter.
Trotzdem heule ich bei schönen „Six Feet Under“-Folgen oder wenn ich traurig bin und es mir einfach zum Heulen zumute ist. Das finde ich jedoch sehr wichtig und möchte das nicht missen, denn weinen befreit ungemein.
Ich will Dich jetzt nicht zu einer Therapie „verquatschen“
! Nur bei mir hats halt geholfen. Vielleicht wendest Du Dich mal an eine psychologische Beratungsstelle? Einfach nur, um das Problem mit einem „Fachmann“ zu besprechen.
Alles Gute und viel Erfolg,
Smiri