Heulproblem

Hallo!

Ich weiß nicht, ob dieses das richtige Brett für meine Frage ist. Falls dem so sein sollte, schonmal Entschuldigung im Voraus!

Also, mein Problem klingt ein bisschen bizarr, aber belastet mich tatsächlich sehr.

Ich bin eine Heulsuse! Seit nun vielleicht ca. 2 Jahren erfülle ich wirklich das Klischee von der heulenden Frau. In vielen Situationen kommen mir einfach die Tränen und ich kann nichts dagegen machen. Schlimm ist es vorallem in Situationen, in denen ich eigentlich sauer bin und jemandem mal so richtig die Meinung sagen möchte. Wenn ich zum Beispiel auf meinen Freund sauer bin oder auf irgendwen anders. Wenn mich selbst etwas frustiert oder so. Ich möcht nicht immer mit tränenerstickter Stimme sprechen, wenn ich mit jemandem ein Problem habe oder mit jemandem über Probleme rede…! Heulen ist blöde und ich mag diesen Zug an mir nicht.

Kann mir jemand sagen, wie ich lernen kann, anders damit umzugehen? Was kann man gegen Tränen tun? Je mehr ich dann nämlich versuche, sie runterzuschlucken, desto stärker fließen sie.

Danke schonmal für eure Hilfe!

Gruß, Freya :* /

Hallo!

Kann mir jemand sagen, wie ich lernen kann, anders damit
umzugehen? Was kann man gegen Tränen tun? Je mehr ich dann
nämlich versuche, sie runterzuschlucken, desto stärker
fließen sie.

Ich denke, eine partielle Desensibilisierung und
Abstumpfung kann sehr gesund sein. Nach mehreren
Jahren der „Meisterschaft des Raketenwerfers“ heulst
Du mit Sicherheit nicht mehr wegen ‚non-problems‘.

Mit Spinnen und dergleichen geht das ja auch, warum
also nicht mit Menschen.

Grüße

CMБ

diese Antwort
hat eher die Qualität aus dem Plauderbrett.
Auch eine Desensibilisierung in anderen Bereichen- wie Du es ja analog vorschlägst- sollte sich die Frage stellen wo es her kommt.

Hat jmd. phobische Zustände beim Anblick von Federn da er zuvor mit Hilfe einer Federboa gewürgt wurde, ist es sinnvoll dies zu erörtern.

Ganz generell- nicht auf Deine Person/ Deinen Beitrag bezogen-
ist es anmaßend Probleme anderer herunterzuspielen, nur weil sie einem selbst als nichtig oder weniger schwerwiegend erscheinen- und sie daher mit platten Sprüchen abzutun. Ein hier häufig beobachtetes Phänomen. Was dem einen ein Problem ist dem anderen ein Problemchen, damit wird es für Erstern aber nicht kleiner.

Der häufigste Auslöser für (nicht krankhafte) „Heulkrämpfe“ ist Stress und/oder Unzufriedenheit. Da reicht dann eine Runde Bambi oder eine doofe Daily Soap um das Wasser zu treiben. Der Weg aus der Empfindlichkeit führt also zwangsläufig über die Frage was stresst mich emotional und mit welchen Situationen bin ich unzufrieden? - und das offensichtlich so grundlegend, dass es mich emotional instabil werden lässt. U.U. erscheinen uns diese Auslöser selbst zunächst gar nicht so gravierend, manchmal macht es auch einfach die Menge.

Frosch

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Hallo

hat eher die Qualität aus dem Plauderbrett.
Auch eine Desensibilisierung in anderen Bereichen- wie Du es
ja analog vorschlägst- sollte sich die Frage stellen wo es her
kommt.

Danke für die Blumen, ich muss Dir zumindest
teilweise widersprechen. Die US-Armee setzt solche „Spiele“
beispielsweise zur Konditionierung ihrer Rekruten ein und
scheint damit zumindest erfolgreich zu sein. Es geht ja um
das Training von Handlungsfähigkeit in interpersonalen
„Extremsituationen“ (http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/4460082.stm):

 It teaches them how to interact with those people, 
 negotiate with these people.

mehr dazu im genannten Artikel:

 The game was created specifically for Army training 
 purposes, but is now available commercially.

 Full Spectrum Warrior, too, is being used in projects 
 designed to help soldiers in certain mission-critical 
 areas, <u>particularly in interpersonal skills</u>.

 "We're using the game to help train soldiers to deal 
 with civilians, doctors, locals, priests and clerics, 
 and town leaders," says the institute's Michael van Lent.

Ganz generell- nicht auf Deine Person/ Deinen Beitrag bezogen-
ist es anmaßend Probleme anderer herunterzuspielen, nur weil
sie einem selbst als nichtig oder weniger schwerwiegend
erscheinen- und sie daher mit platten Sprüchen abzutun. Ein
hier häufig beobachtetes Phänomen. Was dem einen ein Problem
ist dem anderen ein Problemchen, damit wird es für Erstern
aber nicht kleiner.

Was würdest Du sonst vorschlagen?

Der häufigste Auslöser für (nicht krankhafte) „Heulkrämpfe“
ist Stress und/oder Unzufriedenheit. Da reicht dann eine Runde
Bambi oder eine doofe Daily Soap um das Wasser zu treiben. Der
Weg aus der Empfindlichkeit führt also zwangsläufig über die
Frage was stresst mich emotional und mit welchen Situationen
bin ich unzufrieden? - und das offensichtlich so grundlegend,
dass es mich emotional instabil werden lässt. U.U. erscheinen
uns diese Auslöser selbst zunächst gar nicht so gravierend,
manchmal macht es auch einfach die Menge.

OK, es gibt aber imho auch genug gestresste/unzufriedene
Menschen, für die ein interpersonaler Kontakt *nicht*
gleich niederschmetternd wirkt.

Hier scheint es mir vielmehr um ein Selbstwert-Problem
zu gehen, dies kann man durch „Bewährung in schwierigen
Situationen zusammen mit Anderen“ bewältigen.

Und genau das schlug ich vor.

Grüße

CMБ

Hi,

Also, mein Problem klingt ein bisschen bizarr, aber belastet
mich tatsächlich sehr.

nix bizarr, ich kenn das zur Genüge. Besonders nervend ist es, wenn derjenige, auf den man dann sauer ist, noch trösten will.

Ich hab mir bisher damit beholfen, dass ich es vorher sage. Wenn ich also sauer werde, sprech ich es aus: „Ich bin stinksauer - und wenn ich gleich heule, dann aus Wut, dass das nicht missverstanden wird.“

Tatsächlich nervt es mich trotzdem, so ist es aber erträglicher. Allerdings hat es nachgelassen - man darf nur nicht aus Angst, wieder rumzuheulen, Dinge zurückhalten und gar nichts sagen. Das verstärkt das Ganze nur.

Gruß
Cess

hola

Danke für die Blumen, ich muss Dir zumindest
teilweise widersprechen. Die US-Armee setzt solche „Spiele“
beispielsweise zur Konditionierung ihrer Rekruten ein und
scheint damit zumindest erfolgreich zu sein. Es geht ja um
das Training von Handlungsfähigkeit in interpersonalen
„Extremsituationen“

(a) ging es im UP nicht um die Vorbereitung auf Extremsituationen, sondern eben um die Basis

Seit nun vielleicht ca. 2 Jahren erfülle ich wirklich das Klischee von der heulenden Frau.

=> Dauerzustand

Diese Soldaten begeben sich in eine zeitlich befristete Extremsituation, für die sie zuvor auch hinsichtlich psychologischer Aspekte ausgesucht wurden. Ziel ist es, die im Spiel gesehenen und geübten Szenen und Abläufe in der Realität erfolgreich umzusetzen, analog zu einem Flugsimulator.

It teaches them how to interact with those people,
negotiate with these people.

„We’re using the game to help train soldiers to deal
with civilians, doctors, locals, priests and clerics,
and town leaders,“ …

Ziel ist es also nicht auf irgendwelche Leute zu ballern, um im Ernstfall weniger empathisch zu sein. Zur Erinnerung: Deine Überschrift lautete „Killerspiele helfen“ und Du plädiertest für Abstumpfung und Desensibilisierung.

Abgesehen davon bleibt es fraglich, ob es überhaupt einen objektiv messbaren Erfolg gibt und wenn es diesen gibt ob er auch tatsächlich auf den Einsatz solcher Programme und nicht auf andere Variablen zurückzuführen ist.

diskussionswürdig ist demnach
(a) Die amerikanische Regierung und ihre Armee hält die Einsätze X und Y für erfolgreich. (Was eine politische Diskussion würde)
(b) Extremsituationen sind zeitlich befristet
© die Rekruten für den Einsatz nach psychologischen Gesichtspunkten ausgewählt, optimaler Weise also psychisch gesund und (besonders) emotional belastbar
(d) das Training zielt auf Szenenerien, Überraschungsmomente und sicherheitsrelevante Abläufe ab, hat also null mit dem Alltag von Otto-Normal zu tun oder dessen „Überlebensstrategien“ von mittag bis abend.


Was dem einen ein Problem ist dem anderen ein Problemchen, damit wird es für Erstern aber nicht kleiner.

Was würdest Du sonst vorschlagen?

Entweder nehme ich denjenigen in seiner Wahrnehmung der Problematik ernst oder -ist es mir nicht möglich ihn ernst zu nehmen- halte mich da raus. Das beinhaltet nicht, dass ich demjenigen sagen muss, dass er es total schwer hat und es ist durchaus möglich einen kontroversen Standpunkt einzunehmen, aber „verarschen“ i.S.v. „woanders verhungern Leute und Du kommst mit sowas“ hilft überhaupt nicht weiter.
Wie gesagt- generelle Feststellung.

Der häufigste Auslöser für (nicht krankhafte) „Heulkrämpfe“
ist Stress und/oder Unzufriedenheit.

OK, es gibt aber imho auch genug gestresste/unzufriedene
Menschen, für die ein interpersonaler Kontakt *nicht*
gleich niederschmetternd wirkt.

Natürlich nicht. Das stand da auch zu keiner Zeit. Allerdings beinhaltete Dein erster Rat nicht den interpersonellen Kontakt im Sinne von Kommunikation- Geselligkeit und Austausch,
sondern das Desensibilisieren und Abstumpfen in dem man in einem PC-Spiel Leute abballert.
ich zitiere:

Ich denke, eine partielle Desensibilisierung und
Abstumpfung kann sehr gesund sein. Nach mehreren
Jahren der „Meisterschaft des Raketenwerfers“ heulst
Du mit Sicherheit nicht mehr wegen ‚non-problems‘.

Hier scheint es mir vielmehr um ein Selbstwert-Problem
zu gehen, dies kann man durch „Bewährung in schwierigen
Situationen zusammen mit Anderen“ bewältigen.

Um zusammen mit Anderen ging es in Deinem Posting nicht.
Es ging um Raketenwerfer und Spinnenphobien- die übrigens auch nicht erschlagen werden, damit man keine Angst mehr vor Ihnen hat. Allerdings ging es im UP auch nicht um die Angst vor Menschen, weshalb sich der Sinn zuzuglich entbehrt. Auch ging es nicht um die Angst vor Angriffen oder Tod, falls wer Ego-Shooter für in sensu-Übung anführen möchte.

Eine Selbstwertproblematik-
hätte das Posting dann nicht heißen müssen
„Kann es sein, dass Du ein geringes Selbstwertgefühl hast? Dagegen hilft es u.U. /mir, wenn man/ich Ego-shooter zockt/e, weil man eben mit etwas Übung schnell schwierige Situationen bewältigt, und das ist ein gutes Gefühl, stärkt das Selbstbewusstsein- insbesondere dann, wenn man sich (nach etwas Übung) mit anderen misst.“

Meine Anmerkung hätte dann geheißen:
geht auch mit Tetris und allen anderen Computerunabhängigen Aufgaben, deren Erfüllung mit etwas Übung ein realistisches Ziel ist.
Allerdings nur kurzfristig und nur in bestimmten Konstellationen- steht dahinter ein Problem X größerer Dimension, sollte man sich mit diesem beschäftigen, statt mit dem PC…

Und genau das schlug ich vor.

Wo das denn? Ich schreibs Dir gern hier nochmal hin:

Ich denke, eine partielle Desensibilisierung und
Abstumpfung kann sehr gesund sein. Nach mehreren
Jahren der „Meisterschaft des Raketenwerfers“ heulst
Du mit Sicherheit nicht mehr wegen ‚non-problems‘.

Mit Spinnen und dergleichen geht das ja auch, warum
also nicht mit Menschen.

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Fragen
Hallo Freya,

ich lass mal meinen Gedanken etwas freien Lauf dazu.

Die Fragen die ich mir stellen würde wären, was für Tränen sind das grade und woraus resultieren sie?

sind es wirklich Wut-tränen?
warum kommen sie wenn ich wütend bin? Hab ich vielleicht Angst davor meine Wut wirklich raus zu lassen (Agressionshemmung) oder hab ich Angst davor es nicht zu dürfen und daher die Konsequenzen fürchte (Angst vor verlassen werden, Angst vor Agression des anderen usw.)?
Kann ich zu meiner Wut und Agression stehen oder schäme ich mich deswegen weil sie durch Erziehung negativ bewertet wurde?

Was passiert wenn ich wütend bin an inneren Konflikten und Gedanken?
Wie bewerte ich meine Wut selber?

oder sind es vielleicht doch Verletztheits-tränen?
warum bin ich grade so verletzt und kann nur mit Wut reagieren?
was hat die Verletztheit ausgelöst?
darf ich nicht aus Verletztheit weinen, einfach so?

werden Tränen überhaupt negativ bewertet?

die Frage was hinter den Tränen steht finde ich wichtig um andere Verhaltensmöglichkeiten zu bekommen, wenn ich weiß was grade in mir passiert kann ich lernen anders damit umzugehen.

vielleicht ist das ein Ansatz für dich und du kannst schauen ob du dir solche Fragen stellen und vielleicht sogar beantworten kannst.

liebe Grüße
Schiwa

vollinhaltliche Zustimmung!
Hallo,

bei mir ist das ganz genauso!

Jetzt, mit 43, sag ich auch: selbst wenn ich jetzt anfange zu heulen, ich meine das ernst, was ich sage. Übersieh es, dann hört es eher wieder auf.

Und siehe da! Manchmal kriege ich es mittlerweile so hin, daß nur noch die Unterlippe bebt!

Wut und Verzweiflung, wenn ich etwas ausfechten MUSS, dann geht’s dahin. Das hindert aber mein Hirn nicht zu funktionieren. Also lieber schluchze ich unter Tränen, was ich zu sagen habe, als es gar nicht zu sagen.

Und! Meine wirklich heulfeste Wimperntusche erleichtert es mir, mich danach nicht zu fühlen wie ein Zombie :wink:

Herzliche Grüße

Uschi

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Hallo!

Schön, dass so viele geantwortet haben bis hierher =)

Die Tränen sind auch nur zum Teil ‚Wut‘-Tränen. Bei meinem Freund ist es zum Beispiel so, dass ich dann erstmal gar nicht wirklich wütend bin, sondern, dass ich eher denke ‚Ach, doof… ich will mich doch jetzt nicht mit dir streiten!‘. Man könnte sagen, dass bei IHM die Wutschwelle einfach höher gesetzt ist.

Bei anderen Menschen ist es so, dass die Wut da ist und ich sie auch ganz klar äußern kann. Aber während ich das tue (‚Du spinnst doch wohl! Wie kannst du nur so etwas tun/sowas sagen!‘) heule ich dann.

Bei mir selbst ist es oft so, dass ich schnell heule, wenn mich Dinge frustrieren (im Moment zum Beispiel der ganze Abi-Stress). Wenn ich schon den ganzen Tag gelernt hab, trotzdem nix begriffen, dann läuft beim Spazierengehen mein Hund weg und abends kipp ich mir noch ein Glas Saft über meine hart erarbeiteten Notizen. Dann ist der Punkt einfach erreicht - auf’s Sofa und heulen.
In dieser Situation stört es mich dann noch am wenigsten, denn ich bin ja allein und dann ist es ja auch eine Erleichterung, zu weinen.
Ich mag es nur nicht während eines Konfliktes vor anderen Leuten - das wirkt eben so ‚unseriös‘ und unbeholfen. So bin ich eigentlich nicht und ich will nicht bei jeder Konfliktbewältigung flennen!

Ich hoffe, ich konnte damit die aufgekommenen Fragen beantworten und mein Problem präzisieren. Es sind nicht immer ausschließlich Wut-Situationen und ich habe auch keine Probleme damit, meine Wut auszudrücken und zu artikulieren!

Gruß, Freya

Hallo Bleifrosch

(a) ging es im UP nicht um die Vorbereitung auf
Extremsituationen, sondern eben um die Basis

Ich denke mal, das ist etwas, dass sie als ‚fremd‘
und ‚bedrohlich‘ erlebt, also doch mehr ‚extrem‘
als ‚basis‘.

Seit nun vielleicht ca. 2 Jahren erfülle ich wirklich
das Klischee von der heulenden Frau.

=> Dauerzustand

Nee nee. Das sieht eher etwas „aktualneurotisch“ aus,
eher wie eine Studentin, die seit 2 Jahren oder so ins
gefährliche Leben geworfen wird …

Diese Soldaten begeben sich in eine zeitlich befristete
Extremsituation, für die sie zuvor auch hinsichtlich
psychologischer Aspekte ausgesucht wurden. Ziel ist es, die im
Spiel gesehenen und geübten Szenen und Abläufe in der Realität
erfolgreich umzusetzen, analog zu einem Flugsimulator.

Ja genau. Training Training Training ist ausschlaggebend.
Du scheinst es nur noch nicht 100%ig konsequent zu Ende
gedacht zu haben.

„We’re using the game to help train soldiers to deal
with civilians, doctors, locals, priests and clerics,
and town leaders,“ …

Ziel ist es also nicht auf irgendwelche Leute zu ballern, um
im Ernstfall weniger empathisch zu sein. Zur Erinnerung: Deine
Überschrift lautete „Killerspiele helfen“ und Du plädiertest
für Abstumpfung und Desensibilisierung.

Vergiss es. natürlich ist es Ziel, auf Leute zu ballern
und beballert zu werden. De *entscheidenden* Satz aus dem
Text dazu hatte ich etxra nicht gequotet, weil ich hoffte,
Du liest das selber mal :wink:

Es geht hier darum ‚invertiert‘ zu desensibilisieren, also
den Finger zu entspannen, wenn besagte Personengruppen
auftauchen.

Abgesehen davon bleibt es fraglich, ob es überhaupt einen
objektiv messbaren Erfolg gibt und wenn es diesen gibt ob er
auch tatsächlich auf den Einsatz solcher Programme und nicht
auf andere Variablen zurückzuführen ist.

Ja ja. Ich lasse hier mal Deine jetzt folgenden
wortreichen Nebelkerzen und persönlichen Unter-
stellungen beiseite und mache dafür Deine Hausaufgaben.
Beispiele:

Salonius-Pasternak, Dorothy E. (2005). “The next level
of research on electronic play: Potential benefits and
contextual influences for children and adolescents.”
Human Technology, 1, 5-22.

 In addition to providing children with opportunities to 
 negotiate society’s rules and roles, electronic play may 
 facilitate children’s developing their self-regulation of 
 arousal.
 Adventures within computer and video games allow children 
 to confront danger and the concomitant feelings of fear 
 and anxiety, mastery and defeat, power and powerlessness, 
 all in a world that arouses fear but that is ultimately 
 safe. As with other types of play, it is the very aspect of 
 safety, emerging from the fact that the danger confronted 
 is only pretend or makebelieve, that allows the child to 
 self-regulate and calm those feelings of fear and anxiety
 associated with such danger. Goldstein (1995) explains, 
 “One characteristic of rough-and tumble play, war play, and 
 other forms of potentially dangerous or frightening 
 entertainment is that they occur within a framework of 
 safety and comfort” (p. 138). Goldstein goes on to suggest 
 that these types of play give children the opportunity to 
 self-regulate their states of arousal, and that their switching 
 between feelings of fear and safety may in fact be an aspect
 of play that children find enjoyable. 
[usf.]

Sonst käme noch in frage:
„The Therapeutic Use of Videogames within Secure Forensic Settings:
a Review of the Literature and Application to Practice“
Phil Gooch; Ruth Living, The British Journal of Occupational
Therapy, Volume 67, Number 8, 1 August 2004, pp. 332-341(10)

oder

“The good, the bad, or the ugly? A multilevel perspective on
electronic game effects.”
Southwell, Brian & Doyle Kenneth. (2004), American Behavior
Scientist, 48(4), 391-401. 2004

Grüße & gute Nacht

CMБ

Hi !

Manche Menschen sind eben sensibler als andere.
Und da Frauen insgesamt mehr gefühlsbetont reagieren als Männer, sind wir eben öfter die „Heulsusen“ und das vor allem wie vom „Fröschlein“ beschrieben:

Der häufigste Auslöser für (nicht krankhafte) „Heulkrämpfe“
ist Stress und/oder Unzufriedenheit. Da reicht dann eine Runde
Bambi oder eine doofe Daily Soap um das Wasser zu treiben. Der
Weg aus der Empfindlichkeit führt also zwangsläufig über die
Frage was stresst mich emotional und mit welchen Situationen
bin ich unzufrieden? - und das offensichtlich so grundlegend,
dass es mich emotional instabil werden lässt. U.U. erscheinen
uns diese Auslöser selbst zunächst gar nicht so gravierend,
manchmal macht es auch einfach die Menge.

Frosch

Ja, ein kleines Wort, die Situation, ei Bild im Kopf … und die Tränen laufen bereitsehe der Gedanke … zu Ende gedacht wurde…-wir reagieren zuerst gefühlsmäßig. Das ist in gewissen Zeiten ein Vorteil- denn wir „spüren“ was der andere (Kind, Partner…) braucht oder wenn Gefahren drohen und erfassen intuitiv was die Situation erfordert und können so schnell reagieren.
Jede Medaille hat zwei Seiten- und das negative hierbei ist, daß die Sensibilität auch da ist, wenn es uns Damen insgesamt körperlich/geistig…nicht gut geht
(so empfindsam, daß man eine Ameise Husten hören würde…)

Was kann man dagegen tun: es akzeptieren, daß es so ist - 2 Frauen schrieben es schon vor mir: Sagen, so, jetzt muß ich erstmal „Heulen“-, Moment, ich muß meinen Kummer… erst mal wegspülen… oder anderes in dem Sinn.

Die Tränen sind natürlich, rein. Wennn sie laufen, muss es so sein.

Und ich muss sagen, je mehr ich sie zu ließ - also nicht verzweifelt versuchte sie zu unterdrücken- desto mehr ließ das „Heulen auf Zuruf“ nach - (dauerte aber schon ein wenig - Lernprozeß inbegriffen).
Was mich zum Weinen brachte, wurde (je nachdem) danach - wenn ich klar und überlegt wieder sprechen konnte „Angeschaut“ - allein, mit dem Auslöser oder mit einer vertrauten Person.

Meine Erfahrung mit den „Heulsusen“ geht aber ebenso dahin, daß gerade diese bei passendem Anlass aus tiefstem Herzen Lachen können!! Auch das ist eine „Gabe“.
Kennst Du das ?`

Viel Licht macht viel Schatten.
Ich tu´Weinen und Lachen
Das gehört zu mir -
und ich zeige es Dir…!
Heike s.

Alles Gute
Roxelane

Hi Semjon M. !

Ich denke, heute hast Du etwas daneben gegriffen.
Tränenflut ist zwar lästig, aber (so lange nicht zwanghaft…) ein zulässiger Gefühlsausbruch.
Männer stehen dem zwar manchmal hilflos oder „bedeppert“… gegenüber (i.d.S.:„Was hab´ich denn jetzt schon wieder gesagt…?“) aber das ist doch kein Grund, jemanden Konditionieren zu wollen - und welchen Instinkt, Reflex… würdest Du nutzen wollen um so etwas Ursprüngliches wie „Weinen“ Wegzukonditionieren - „Flucht“, „Schmerz“ oder „Leckerli“?

Die US-Armee setzt solche „Spiele“
beispielsweise zur Konditionierung ihrer Rekruten ein und
scheint damit zumindest erfolgreich zu sein. Es geht ja um
das Training von Handlungsfähigkeit in interpersonalen
„Extremsituationen“: …

MfG
Roxelane

(Ein P.S an die , die Einwände zu meiner Meinung haben- ich weiß auch, daß es im Alltag genug Konditionierungen gibt… aber hier empfinde ich sie nicht als Lösungsmöglichkeit.)

Hallo Roxelane,

Ich denke, heute hast Du etwas daneben gegriffen.

Die Möglichkeit besteht. Allerdings vermute ich
bisher noch nicht, das ich das wirklich tue :wink:

Tränenflut ist zwar lästig, aber (so lange nicht zwanghaft…)
ein zulässiger Gefühlsausbruch.

Ich habe einfach nur auf ein Posing mit dem Tenor

 "Kann mir jemand sagen, wie ich lernen kann, 
 anders damit umzugehen? Was kann man gegen Tränen tun?"

mit einer sicher provokanten, aber imho wohldurchdachten
und auch „realistisch falsifizierbaren“ These geantwortet.

Männer stehen dem zwar manchmal hilflos oder „bedeppert“…
gegenüber (i.d.S.:„Was hab´ich denn jetzt schon wieder
gesagt…?“) aber das ist doch kein Grund, jemanden
Konditionieren zu wollen - und welchen Instinkt, Reflex…
würdest Du nutzen wollen um so etwas Ursprüngliches wie
„Weinen“ Wegzukonditionieren - „Flucht“, „Schmerz“ oder
„Leckerli“?

„Ich bin machtlos“, „ich bin nichts wert“
und „ich komme nicht in Betracht“
würde ich angehen.

(Ein P.S an die , die Einwände zu meiner Meinung haben- ich
weiß auch, daß es im Alltag genug Konditionierungen gibt…
aber hier empfinde ich sie nicht als Lösungsmöglichkeit.)

Meiner Meinung nach hat (in leicht entferntem Sinne)
auch das Phänomen „Jesus“ eine solche Konditionierungs-
wirkung auf viele Christen. „Wenn Jesus das und das
erduldet hat“ … , dann braucht mich dieser und jener
„irdische Scheinkonflikt“ „mit dem und dem“ überhaupt nicht
anzuheben, er kommt praktisch gar nicht vor …

Grüße

CMБ

Wie wäre es mit jetzt-erst-recht?
Hallo Freya,

ich würde dir nicht zu einer Überdosis sentimentaler Filme etc. raten, sondern zu einem Paradigmenwechsel. Höre auf, das Heulen zu unterdrücken, lass aber auch dieses „lass-es-raus-Heulen“. Das schürt nur Selbstmitleid und zieht einen noch mehr runter. (Ausnahme: Du hast ein Trauma in deinem Seelenkeller vergraben. Dieses sollte mit Hilfe eines Therapeuten verarbeitet werden.)
Versuche folgendes Paradoxon: Nimm dir für die nächste angstbesetzte Situation vor:

  1. Situation vorab im Gedanken durchspielen: Du kriegst einen Heulanfall, aber nicht aus Angst/Wut, sondern weil du ihn dir wünschst! Stelle dir die skurrilste Form eines Heulanfalles vor.
    Sage dir: Ich kriege jetzt den spektakulärsten Heulanfall Jahrhunderts. Dann stelle dir bildlich vor, wie du mindestens fünf Packungen Taschentücher naß heulst, dir die Wimperntusche in schwarzen Strömen auf deine Kleidung läuft, die Schuhe vor Tränen schmatzen, die Nase und die Augen so dick aufquellen, dass du ganz kopflastig wirst, und du bereits von einem BLÖD-Reporter für die Titelseite abgelichtet wirst, und Passanten deinen tränenschweren Kopf halten müssen. Umrundet wirst du von einem Rudel heulender Hunde, die aufgrund deiner Heulerei lauthals gen Himmel jaulen. Na? Skurril genug? Und genau so eine überzeichnete Situation versuchst du dann in die Tat umzusetzen.

  2. Gehe in diese Situation, nimm dir 5 Päckchen Taschentücher mit, und denke dir: „Wasser marsch!“ Wo sind die Passanten, die den Kopf halten, die heulenden Hunde? Jetzt müssen aber mindestens 5 Päckchen Taschentücher klatschnass werden. Na los doch, ihr Tränen.

  3. Analysiere die Situation: Bestimmt konntest du weit weniger/gar nicht mehr heulen als sonst. Die Angst vorm Heulen? Schon viel besser geworden. Der Heulrekord? Liegt in weiter Ferne.

Du traust dich nicht allein an so was? Dann schnapp dir einen Therapeuten, der dich durch solche Situationen begleitet. Wirst sehen, schon bald wirst du wieder eine Standard-nah-am-Wasser-gebaut-Heul-Frau sein :smile:))

LG
Tollkirsche (auch mit Standard-Heulprogramm ausgestattet…)

Hallo Freya,

ich bin kein Psychologe …es kann sein, dass ich völlig danebenliege.
Mein Eindruck ist, dass dir bei Streß und Situationen, die dir emotional nahegehen die Nerven durchgehen, du fühlst dich überfordert …dann heulst du.
Vielleicht hilft es dir, wenn du dir jeden Tag Zeit nimmst was zu tun, was dir gut tut …irgendwas was dich entspannt und wobei du den (zur Zeit) Abi-Stress vergessen kannst und ein bisschen zur „inneren Ruhe“ kommst (damit du mehr Reserven hast).
Vielleicht könntest du auch, bevor es zuviel wird bei einem Konflikt sagen, dass du einen Moment brauchst, rausgehen und dich erst mal beruhigen.
Runterschlucken bringt meiner Ansicht nach gar nichts.
Vielleicht brauchst du auch nur mehr Selbstvertrauen.

Just my 5 cents
viele Grüße
woven

Liebe Freya

Erstmal herzlichen Glückwunsch zu Deiner Fähigkeit, durch Weinen Spannungen aufzulösen.
Mir sind viele Menschen bekannt, die das nich so einfach können und die ihren Ärger Stunden, Tage, Wochen oder gar Monate/Jahre mit sich herumschleppen und manchmal daran verzweifeln.
Weinen ist ein Akt der Reinigung. Mit der Tränenflüssigkeit wird ein Stoff ausgeschieden der sich Prolactin nennt - angeblich eine Art Stresshormon, aber das nur am Rande.

Wenn man in Deinen Beiträgen ‚zwischen den Zeilen‘ liest, scheint durch, dass Du selbst eigentlich kein Problem darin siehst zu weinen. Vielmehr stört es Dich eher, was Deine Umwelt dazu meint.
Du machst Dir Gedanken, was andere von Dir halten mögen, wenn sie Dich so aufgelöst sehen.

Liebe Freya, die Menschen denken was sie wollen - also: wie auch immer Du Dich verhältst, es is nich möglich es immer allen recht zu machen.
Suche also nicht nach einem Grund, weniger zu weinen um den anderen besser zu gefallen. Du schadest keinem damit, wenn die Tränen fliessen.
Wenn Du dennoch darauf bestehst, eine mögliche Alternative für Dich zu finden, versuche folgendes Experiment:

  • zieh Dich zuhause in ein Zimmer zurück in dem Du allein bist und ungestört

  • wähle dafür einen ruhigen Tag, möglichst so, dass der Rest der Familie aushäusig ist

  • nimm in das Zimmer einen kleinen Spiegel mit und einen Wecker oder ein Handy mit Weckfunktion

  • stell den Wecker/das Handy so ein, dass in 2 Minuten das Wecksignal ertönt

  • setz Dich und mach es Dir so bequem wie möglich, dann schliess die Augen

  • jetzt gib jeden Gedanken auf. Atme tief ein und aus, konzentrier Dich einzig und allein auf den Fluss Deines Atems, verfolge und spüre, wie er langsam zum Bauchnabel und wieder zurück zieht

  • wenn das Wecksignal ertönt, öffne die Augen, stell den Wecker ab, nimm den Spiegel, sieh hinein und versuche - zu weinen!

Mehr wird noch nicht verraten. Probier es aus, wenn Du magst - und berichte von Deiner Erfahrung damit.
Liebe Grüsse M.

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Hallo Freya,
vielleicht bin ich in diesem Brett ja auch falsch?
Weisst Du was? Wenn Dir zum heulen ist, dann heule doch!

Ich finde es eigentlich viel schlimmer, wenn einem zum Heulen ist und man nicht mehr weinen kann.

Was ist denn eigentlich so schlimm daran, seinen Emotionen freien Lauf zu lassen?

Liebe Grüße
usch

nabend

Ich denke mal, das ist etwas, dass sie als ‚fremd‘
und ‚bedrohlich‘ erlebt, also doch mehr ‚extrem‘
als ‚basis‘.

das ist der Punkt Du denkst sie denkt dasunddas…
Stehen tut das da nicht- überhaupt nicht.

Seit nun vielleicht ca. 2 Jahren erfülle ich wirklich
das Klischee von der heulenden Frau.

=> Dauerzustand

Nee nee. Das sieht eher etwas „aktualneurotisch“ aus,
eher wie eine Studentin, die seit 2 Jahren oder so ins
gefährliche Leben geworfen wird …

wie kommst Du ernsthaft von 2 Jahre Heulsuse auf aktualneurotisch?

Vergiss es. natürlich ist es Ziel, auf Leute zu ballern
und beballert zu werden. De *entscheidenden* Satz aus dem
Text dazu hatte ich etxra nicht gequotet, weil ich hoffte,
Du liest das selber mal :wink:

na klar und die Lösung für den Weltfrieden verrätst Du auch nicht, weil mal gucken, ob wer anderes drauf kommt.
Es macht eher den Anschein als versuchst Du was auch immer zu retten.
All das was Du jetzt erzählst, erzählst Du mir… Der UP hast Du 3 Sätze vor die Füße geknallt, „zugegeben provokant“(siehe oben). Plauderbrettmäßig und darauf angewiesen, dass jmd. drüber stolpert.
Da steht nix von Selbstwert, nichts von interpersonellen Kontakten.
Das was Du sagen willst, steht da nicht- und das was du sagst meint etwas anderes, als das Beschriebene (siehe unten).

Abgesehen davon bleibt es fraglich, ob es überhaupt einen
objektiv messbaren Erfolg gibt und wenn es diesen gibt ob er
auch tatsächlich auf den Einsatz solcher Programme und nicht
auf andere Variablen zurückzuführen ist.

Ja ja. Ich lasse hier mal Deine jetzt folgenden
wortreichen Nebelkerzen und persönlichen Unter-
stellungen beiseite und mache dafür Deine Hausaufgaben.

Das ist nett, dass Du sachlich bleiben willst, aber ich sehe das nicht als meine Hausaufgabe. Und wenn es meine Hausaufgabe wäre, würde ich zu allererst prüfen, wie es methodisch denn so um das von Dir zitierte Zeug steht. Ich hoffe, Du hast das- bevor Du den Kram so postest.

Der wesentliche Unterschied ist aber, dass Du von einer anderen Situation ausgehst als (a) im UP steht und (b) von der ich ausgehe, was in der Tat, wie Rox schrieb, u.U. damit zusammenhängen kann, dass Du ein Kerl bist und offensichtlich selten in den Genuss kommst vor Wut zu heulen.

Und wenn Du jetzt was witziges hören willst:
auch ich krieg ab und an vor Wut das Heulen…
…und ich hab nen Fable für Ego-shooter…

Es geht um etwas grundsätzlich anderes.
Kein „die-Welt-ist-gegen-mich-depri“ weshalb es einfach zwei verschiedene paar Schuhe sind. Ohne Zweifel haben bewältigte Aufgaben- jeglicher Art- positiven Einfluss auf den Selbstwert, ebenso unbezweifelt bleibt, dass Ego-shooter Auswirkungen auf die Persönlichkeit haben können- womit es denkbar ist, dass die Armee damit gewünschten Effekt X erzielt. Ob und in welchem Ausmaß -entscheidend in dem propagierten Ausmaß- ist diskussionswürdig, wie bereits erwähnt. Man überlege jedoch, dass die es sich nicht wirklich leisten können, KEINE Effekte zu haben, angesichts des Trubels der bereits im Vorfeld gemacht wurde, der Kosten und des Image. Entsprechend ist dies einfach im Hinterkopf zu behalten, bei dem Ganzen. Analog die Studien im Zusammenhang mit dem Thema Amoklauf (im Jugendalter). Es gibt einen statistischen Zusammenhang- ohne Frage, aber inwieweit Statistik in diesem Fall mit Kausalität zu tun hat, wird noch immer wild diskutiert.

Der entscheidende Grund dafür, dass Frauen es hassen Heulsusen zu sein,
ist, dass sie Heulsusen selbst nicht mögen, geradezu verabscheuen.
Siehe:

das Klischee von der heulenden Frau.

Manchmal ist es eben doch etwas komplizierter.

http://img234.imageshack.us/img234/2491/986250198dy5…
*summ*

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–nicht heulen

Weisst Du was? Wenn Dir zum heulen ist, dann heule doch!

ich glaube, wer nicht weiß wie das ist, der kann da gar nicht so richtig mitreden.
wenn man einem anderem menschen so richtig die meinung sagen will und wütend ist, am liebsten die ganze welt zusammenscheißen will und es einfach nicht geht. du stehst demjenigen gegenüber und heulst…
du fühlst dich gaaanz klein weil du weißt dein gegenüber lacht dich in dieser situation aus und innerlich freut der sich das er gewonne hat obwohl es gar nicht so ist. du wirst abgestempelt:mit der kann mans ja machen, die wehrt sich eh nicht.
aber man selber fühlt sich hundeelend und ärgert sich wahnsinnig es wieder nicht geschafft zu haben. da legt man sich so viele worte zurecht und dann kommen nur tränen. das ist total verkackt…

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hi freya,

für mich klingt das nach einem menschen der so einiges verdrängt was sich dann im laufe der zeit - in diesem fall - auf die weise des vergiessens von tränen zeigt. - also trauer, selbstmitleid - so die richtung der gefühle übermannen dich.

wenn es eines tages gegonnen hat, gibts es also auch gründe - auch wenn diese gründe heute nicht mehr vorhanden wären, ists wohl eine art muster das man sich dann angewöhnt.
ich kann mir vorstellen das es sinn macht nachzuforschen welche dinge es den nsind die man einst verdrängt hat - oder gar heute noch?
wo liegt die unfähigkeit sich auszudrücken, abzugrenzen, nein zu sagen oder überhaupt zu komunizienen und was sind die muster - welche menschen sind es bei denen einem immer wieder die tränen kommen und woraun kann es hier liegen (wie verhalten sie sich - gibts da ne ähnlichkeit).

sicherlich kann man irgendwie einfacher versuchen zu beheben was dich stört - die tränen - ich pers. - und wir sind ja im brett psychologie - bin aber eher für ursachenforschung und veränderung. - damit die tränen gar nicht mehr nötig sind weil du dich nicht mehr so hilflos oder ausgeliefert fühlst, aktiv in „wasauchimmer“ eingreifen kannst.

dazu musste aber den langen weg gehen - den der selbstbeobachtung - der der neuen betrachtung aller dings - eben anders als in der vergangenheit. die beoabchtung und das einfühlen in die gefühle von einer anderen sichtweise als die die du gewohnt bist z.b

ob du das allein kannst oder dir hilfe suchst - evtl bietet ja die VHS gar ein seminar an bei dem es um die erforschung der eigenen gefühlswelt geht und darum neue wege des ausdrucks und umgangs zu finden. - und evtl auch mal aufarbeiten kannst was du da schon jahrelang unter den teppich kehrst an frust.

das problem ist also eigentlich nicht das weinen - sondern die vielen gründe die dazu führen - also dass du keine alternative hast anders damit umzugehen - was in meiner vorstellung übrigens weitaus mehr folgen hat als die des tränenreichen augenblicks - zuviele tränen machen sicher unglücklich und depremieren einen auch fern des moments - auf dauer zumindest - stelle ich mir vor.

finde dein problem also alles andere als banal - evtl solltest dich mal wichtiger nehmen lernen:wink: (könnte ja einer von div. hilfreichen dingen sein)

LG
nina