Heutiger Unterricht - Schule lieber nur absitzen?

Hi,

ihr hattet also auch diese wunderschön ironischen Plakate? Ich fand sie herrlich, vor allen Dingen als das Sekretariat sie zwei Tage später immer noch hat hängen lassen - über fünf (!!!) Seiten Vertretungsplan…

Liebe Grüße,
TG

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H wie Hola.

Mal abgesehen von deinem Machogerede sind es solche Aussagen
deinerseits die mich immer wieder animieren auf deine Postings
zu reagieren.

Also Entschuldigung, selbst Leute wie ‚Gandalf‘ - also regelmäßige schreiber hier, zu denen ich oft diametral liege - bringen es nicht fertig, eine Bemerkung dermaßen aus dem Zusammenhang zu reißen und dann noch kleingeistigen Hohn darüber auszuschütten.
Daß sowas dann komischerweise gehäuft bei Frauen auftaucht, ist doch nicht mein Problem. Dem Schwert ist es egal, ob es den Kopf eines Mannes oder einer Frau abschlägt…

Mal abgesehen von der steten Verwendung von Fremdwörtern ist
dein Posting extrem abwertend zu meiner Person.
Und nur um klar zu stellen bei dieser Aussage frage ich mich
welche Sünde ich den begangen haben soll?

Das habe ich Dir schon mehr als einmal gesagt.

Deine „Harmatia“ ist jedenfalls der Hochmut, welcher
bekanntlich vor dem Fall kommt.

„Harmatia“ ist der literarische Begriff für die Selbstverblendung (in der griechischen Tragödie). Wenn Du von Hochmut sprichst, heißt das ganze „Hybris“: Selbstüberhebung, Anmaßung.

Die Frage ist eher: Ist man so anmaßend und von oben herab, daß man wirklich unvermeidlich fallen wird, oder tanzt man mit einem guten arroganten Augenmaß wunderbar am Rande das Abgrundes?

Du bist in keiner Weise bisher bereit gewesen konstruktiv zu
diskutieren sondern wiederholst stets und ständig deine
Meinung ohne dich auch nur um einen µm zu bewegen.

Erstens stimmt das nicht, siehe der letzte lange Kommentar. Dort sind Dir genug Chancen eingeräumt, wieder zum Roten Faden zurückzukehren, anstatt in verqueren Gedanken herumzustochern. Nur um Dich nochmals daran zu erinnern: Mit dem Gepfusche hast Du mit Deiner Reaktion von weiter oben begonnen, nicht ich habe versucht, andere pampig auseinanderzunehmen. Wenn Du dann mit dem Sturm nicht zurechtkommst, den Du erntest, solltest Du aufhören, den Wind zu sähen.

Schon wieder Probleme mit Ursache und Wirkung?

Mir geht diese ewige Schwarzseherei gänzlich gegen den Strich.
Im Gegensatz zu dir bin ich überzeugt davon das alles negative
auch immer etwas positives in sich birgt oder zu etwas
positivem führt.

Das ist ist wohl 'mal etwas ganz, ganz Neues. Wenn *ich* hier damit anfange, an logischen Konstrukten ein bißchen herumzubohren, siehst Du alles Mögliche, nur nicht, daß an allem zwei Seiten dranhängen.
Wie oft haben wir hier schon an wirklich großen Problemen engagiert diskutiert, wo Du mehr damit beschäftigt warst, Leute als ein bißchen geistig verstopft hinzustellen, wenn diese jeniglich welchen an negativen Sachen positive Seiten gesehen haben?

Darüber hinaus bin ich von uns beiden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der weitaus glühendere Optimist, Idealist und Patriot. Das hindert mich aber nicht daran, emotional unbefangene, logische Analysen und Standpunkte über Dinge anzufertigen.
Und bei allem Respekt - die wahrhaftige, realistische Aussage zu Deutschland ist momentan: An fast jeder Ecke stimmt es in der Republik von vorne bis hinten nicht mehr.

Solche unumstößlichen (inzwischen vielfach bestätigen) Feststellungen als „Schwarzmalerei“ durch den Kakoa zu ziehen, deutet auf massiven Realitätsverlust hin.

Sowas wird doch erst dann zur Schwarzmalerei, wenn man es emotional unterlegt und ein angstverbreitendes Weltuntergangsszenario daraus bastelt; andererseits wird sich rein gar nichts nur dadurch ändern, daß plötzlich alle mit einem breiten Grinsen durch die Straßen rennen und schreien „Oh Brüder und Schwestern! Laßt uns fröhlich und zuversichtlich sein!“.

Wenn Du damit nicht klar kommst, daß Deutschland unmittelbar in den nächsten Jahrzehnten komplett vor die Hunde gehen wird, sofern sich nicht wirklich endlich etwas bewegt in diesem Staate, kannst Du das bitte schön nicht anderen Leuten anlasten.

Und um mal deine Block- und Schachbrettsitzordnungen
aufzugreifen und die Tatsache das man/du als Lehrer keine
vernünftige Unterrichtsführung bei dieser Sitzordnung für
möglich hälst…
Ich denke jeder Lehrer hat da seine eigene Vorliebe und zwei
Möglichkeiten, entweder er sucht das Gespräch mit dem
Klassenlehrer und versucht einen Kompromiss für eine gute
Sitzordnung zu finden oder er sorgt dafür das die Schüler vor
seiner Stunde oder am Beginn der Stunde die Tische in eine ihm
genehme Sitzordnung umbauen. Was meist längerfristig auch zu
einem Kompromiss führt.
Die Sitzordnung wird ja nur bedingt von den Schülern mit
Zustimmung des Lehrkörpers ausgesucht.

Normalerweise wird von den Schülern in Sachen Sitzordnung gar nichts ausgesucht. Was ist denn das bitte?

In der ersten Stunde des neuen Schukjahres ist die Norm, daß der Klassenlehrer eine IHM genehme Sitzordnung einteilt. Sonst hat man automatisch diese berüchtigte Rottenbildung, daß sich die Quatschköpfe nebeneinander und/oder in gegenseitige Störungsreichweite setzen - um nur ein Beispiel zu nennen. Weitere Steuerungsmöglichkeiten wären bspw. Schüler unterschiedlicher Leistungsfähigkeit nebeneinanderzusetzen, damit der Bessere dem Schlechteren helfen kann.
Analog kann man das für das akustische Verständnis durchspielen.

Solche klassischen Eingriffe des Klassenlehrers halte ich für selbstverständlich. Der Lehrkörper von heute ist damit in gewissem Maße an den Disziplinaußenständen selbst schuld, wenn er nicht einmal einfache Regulation des Klassenklimas auf die Reihe bekommt.

Und was meine Sitzposition anbetraf, die durfte ich mir nicht
aussuchen, weit gefehlt. Und ich habe auch nie geschrieben das
die Geräusch kulisse vor mir von nicht zum Unterricht
gehörenden Unterhaltungen oder Gesprächen war. Es waren ganz
normale Geräusche wie umblättern, von normalen Bewegungen,
räuspern usw. die sich in unserem Klasseraum vervielfachten da
dieser Raum und auch das ganze gros der anderen einen extremen
Hall hatte.

Zitat: „…da der Geräuschpegel meiner Mitschüler vor mir wie eine Schallwand waren…“.

So wie Du es weiter oben schilderst, grenzt es schon an akute Schwerhörigkeit, wenn leiseste Geräusche Deine akustische Wahrnehmung derart trüben. Man gewinnt ja regelrecht den Eindruck eines überlagernden Rauschens von ein paar unregelmäßig auftauchenden Geräuschen.

Nun bekanntermaßen geht ein pupertierender Jugendlicher
grundsätzlich durch eine solche Identitätskrise mit noch viel
mehr Facetten wie z.B. der Frage „Bin ich erwachsen und doch
noch Kind?“ oder umgedreht.

Was schon wieder so ein Widerhaken heutiger Erziehung ist.
Die Eltern sollten normalerweise kein Problem haben, hier entsprechend einzuwirken und klarzustellen, in welchen Relationen sich DAS KIND bis zur Volljährigkeit bewegt, auch wenn es sicherlich mit 16 oder 17 kein Kleinkind mehr ist.

Diese aufgebauschten Existenzfragen sind doch negative Begleiterscheinung einer zu weichgespülten Erziehungsmentalität, die ihren Ursprung bei den 68ern hatte.

Dies ist aber schon immer so gewesen

Aber eben noch nie so intensiv und ausartend wie heutzutage.

Vorhin kamen im ZDF erst wieder solche Zahlen einer Studie:

Mehr als 20% haben starke Anzeichen von Persönlichkeitsstörungen und psychischen Beeinträchtigungen wie bspw. mangelhaftes Sozialverhalten.

Also komm, um ausnahmsweise etwas polemischer zu werden: Seit wann hatte man jemals den Eindruck, in einer der zurückliegenden Generationen der deutschen Gesellschaft wäre ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen ziemlich bekloppt im Kopf und im Benehmen?

Solche Erkenntnisse stüzten schlicht und ergreifend die empirisch jeden Tag sichtbaren Tendenzen, die ich ab und zu schildere…

Wo stehe ich wo will ich hin?

Das sind schon eher typische Fragen einer Pubertät.

Und was die Kompetenzen angeht die du gerne hören willst, es
sind gerade Anstand, Respekt und Rücksichtnahme die man in
einer Großfamilie viel eher und schneller lernt als eben nur
durch Mutter (wo ist da eigentlich der Vater?) und
Kindergarten.

Das halte ich für eine unhaltbare Behauptung, weil das doch bitte schön stark von den Eltern abhängig ist.

Persönlich spreche ich aus allerbester Erfahrung nur mit Mutter; ich kann aber keinem das alleinerziehende Modell aufzwängen und spreche doch zumeist allgemein von „Eltern“. Sollte hier ein einseitiger Eindruck entstanden sein mit dem Unterbuttern des Vaters, so bitte ich dies zu entschuldigen.

Schau doch mal in unsere Kigas rein, da sind Gruppengrößen von
24 Kinder die Regel oftmals nur mit einer regelrecht
überforderten Kindergärtnerin und einer Hilfskraft für zwei
Gruppen.

Und wieder die alte Leier. Dafür kann ich doch nichts, daß es bei euch niemand fertig bekommt, ein vernünftiges Betreuungsverhältnis zu etablieren. Das ist ein reines Problem der Ausgestaltung, ein Zeichen von Unfähigkeit sozusagen, ein absolut phantastisches, fortschrittliches Prinzip richtig auszuschöpfen. In anderen Ländern ging es und geht es doch auch.

Trage Deinen Frust doch bitte zu den Verantwortlichen und lasse ihn nicht am System selbst aus.

Nein zu viele Kinder lernen hier eben nicht die
Kompetenzen die ich und du hier einfordern. Im Gegenteil sie
lernen wer am lautesten schreit bekommt was er will, die
sogenannte Ellenbogenmentalität.

Auch das ist doch bitte ein Problem des gesamten gesellschaftlichen Selbstverständnisses. Damit das so klappt, wie es klappen kann, müssen Schule und Kindergarten von der reinen Bildungseinrichtung wieder zur elternunabhängigen (jedoch von den Eltern bedingungslos unterstützten) Erziehungs- und Bildungseinrichtung umstrukturiert werden.
Natürlich hängt dort ein elender Schwanz dran: Lehrerausbildung, Ausbildung der „Erzieher“ (so hieß das bei uns noch - und nicht wie heute „Betreuer“; schon daran erkennt man den Denkfehler), notwendiges Geld.

Doch anstatt, endlich ***zu tun***, wird in Deutschland endlos ***geredet***.

Ich bin ja sonst kein Befürworter der lahmen Christiansen, doch in der letzten Sendung hab ich mich halb in die Ecke geschmissen, als ein Gast aus den Niederlanden sinngemäß sagte: „Wir haben die Reformen einfach gemacht, ihr redet und redet immer nur in Deutschland.“ - neben den vorzüglichen und geistreichen Äußerungen von Professor Kirchhoff war das der genialste Spruch der Sendung.

Gut es gibt sicher Beispiele von kleine privaten Kindergärten
wo es anders ist, aber leider sind diese nun mal nicht die
Regel sondern die Ausnahme.
Und ohne Eigeninitiative und Mitarbeit von Eltern würde es
sogar noch schlimmer sein. Wobei dann die Funktion des
Kindergartens ad absurdum geführt wird.

Wie gesagt: Dann engagiere Dich gegenüber den Leuten, die solchen Mist bei der Umsetzung verzapfen. Doch jammere, heule und nörgele nicht an Dingen, die woanders Jahrzehnte phantastisch funktioniert haben beziehungsweise wieder bei anderen noch heute und in Zukunft phantastisch funktionieren. Genau sowas ist doch der Knüppel zwischen den Beinen dieses Landes. Statt die politische Clique unter Druck zu setzen, werden große Ideen zerredet und zerredet und zerredet.

Es zeigt deutlich wie wenig du gerade jenen Menschen zutraust,
die du in die Pflicht nehmen willst, nämlich Müttern.

Das kommt ja nicht von ungefähr. Was ich in die Richtung schon erlebt habe, schreit zum Himmel. Deswegen muß man weit ausholen, damit vom Wie bis zum Warum alles verstanden werden kann.

Zudem scheinst du die Väter gerne ausklammern zu wollen, jedenfalls
werden sie nicht von dir erwähnt.

Ein Problem, dem ich mich eines Tages auch noch zu stellen habe.

Bekanntlich ist die Vaterfigur in der Erziehung aber ebenso
wichtig wie die Mutter. Und damit könnte man den von dir
gewünschten Milieusprung machen, was ich aber nicht tue.

Was übrigens eine Behauptung ist - würde ein Kind für eine gesunde Entwicklung tatsächlich beide Elternteile benötigen, hätten schon alle in alleinerziehenden Verhältnissen groß gewordenen Kinder zu gestörten Seelen werden müssen. Das ganze Gegenteil ist Fall, rein empirisch.
Und das wird auch von den Skeptikern dieser Vater-Mutter-Kind-Idylle immer wieder betont - doch Gehör finden ist eine andere Sache. :wink:

Das Kind braucht insofern beide Elternteile nur als abstrake Vorstellung. Der alleinerziehende Vater oder die alleinerziehende Mutter muß lediglich dafür sorgen, daß das Kind eine … wie soll ich sagen … höhere begriffliche Vorstellung davon hat, daß es den anderen Elternteil gibt/gab, dieser aber nicht verfügbar ist/sein muß.
Dabei muß das ganze noch nichtmal mit einer konkreten Person verknüpft werden - es ist ausreichend, daß das Kind eine stabile Bezugsgröße hat , wie bspw. „Vater ist tot.“, „Mutter ist fortgegangen.“.

Das Kind beginnt in einem entsprechend fortgeschrittenen Alter von ganz alleine, gewisse Fragen zu stellen. Oft - nämlich wenn das Kind schon von kleinauf an mit der alleinerziehenden Situation aufgewachsen ist - rückt diese übetriebene Darstellung von wegen „beide Elternteile ein Muß“ bei einem Kind gar nicht in den Vordergrund. Es ist schlichtweg nur von sekundärer Bedeutung, nach dem Motto, daß man 'mal zwei Halbsätze darüber verloren hat.

Natürlich wird der vorhandene Elternteil umso mehr zur Bezugsperson. Doch auch hier gibt es rein gar nichts, was zeigt, daß sowas schlecht wäre. Hier werden einfach ziemlich versteifte, verwurzelte Träumereien instrumentalisiert.

Manchmal hat man den Eindruck, daß jeder alleinerziehenden Familie dieses Landes regelmäßig ein schlechtes Gewissen eingeredet wird bei solchen Themen. Es klingt inzwischen schon wie eine prophetische Drohung: „Das Kind braucht beide Elternteile!“ - und die tiefe, laute Stimme aus den Wolken verstummte.

Die Zeiten ändern sich, die Anforderungen ändern sich die in
der Pupertät auf einen Menschen einströmen. Nur der
eigentliche Entwicklungsschritt selbst hat sich nicht
geändert.
Und ich kann mich gut erinnern das auch ich mal
Bocklosigkeitphasen in diesem Alter hatte und das ich auch
Klassenkameraden hatte die die Unterrichtszeit nur abgesessen
haben. Auch das es eine Phase gab in der es massenweise Tadel
und Rügen in der Klasse hagelte, das war so und heute ist es
im Grunde genommen genauso.

Was ich nie bestritten habe. Wohl aber ist eine deutlische Verschärfung und Ausartung dieses pubertären Gehabes spürbar. Und genau das ist doch das Problem.

Grüße

Naja… sechs bist acht Stunden, das ist bei uns auch nicht mehr so.
Ich habe 27 Stunden in der Woche, da es ja möglich ist, ziemlich viel abzuwählen. Bei den 12ern sieht das schon anders aus, zweimal die Woche zehn Stunden, ansonsten acht, ist das Normalfall.
Und unsere Schule ist sowieso anscheinend „Spitzenreiter“ was solche Sachen angeht, zumindestens in unserer Region, mit einem übermäßig (!!) engagierten Schulleiter, der solche Sachen ohne Ende gefördert und unterstützt hätte, da hätte auch eine Baufirma kommen können, damit wir kostenlos auf dem Bau arbeiten, um das Berufsleben kennenzulernen :smiley: - glaub mir, da hätte sich KEINER gewundert :smile:

Den Schulleiter gibts nun aber leider nicht mehr…

Hallo,

—gestrichen—

Das habe ich Dir schon mehr als einmal gesagt.

Nein allentfall umschrieben aber nicht benannt. Drum noch mal welche Sünde habe ich begangen?

Deine „Harmatia“ ist jedenfalls der Hochmut, welcher
bekanntlich vor dem Fall kommt.

„Harmatia“ ist der literarische Begriff für die
Selbstverblendung (in der griechischen Tragödie). Wenn Du von
Hochmut sprichst, heißt das ganze „Hybris“: Selbstüberhebung,
Anmaßung.

Nun Harmatia kommt aus dem griechischen und bedeutet Sünde, wenn du den literarischen Begriff verwendest solltest du die genauer sagen. Und zur Not definieren. Da ich nicht studiert bin ( und andere sicher auch nicht) stehen mir nur ganz normale Dinge zum übersetzen zur Verfügung deshalb hielt ich Abhandlungen über die Verwendung des Begriffes in der Literatur für äusserst abwegig bei der Bestimmung der Bedeutung.

Die Frage ist eher: Ist man so anmaßend und von oben herab,
daß man wirklich unvermeidlich fallen wird, oder tanzt man mit
einem guten arroganten Augenmaß wunderbar am Rande das
Abgrundes?

Nun das ist mir für dieses Thema zu weit weg und auch zu pholosophisch.

Erstens stimmt das nicht, siehe der letzte lange Kommentar.

Nun das mag mal der geneigte Mitleser entscheiden…

Dort sind Dir genug Chancen eingeräumt, wieder zum Roten Faden
zurückzukehren, anstatt in verqueren Gedanken herumzustochern.
Nur um Dich nochmals daran zu erinnern: Mit dem Gepfusche hast
Du mit Deiner Reaktion von weiter oben begonnen, nicht ich
habe versucht, andere pampig auseinanderzunehmen. Wenn Du dann
mit dem Sturm nicht zurechtkommst, den Du erntest, solltest Du
aufhören, den Wind zu sähen.

Sollte ich tatsächlich pampig gewesen sein so tut es mir leid, nur in 98% aller Fälle ist meine Antwort ein Echo der Äusserung. Also liegt es vielleicht daran das du deine Postings vermeintlich mit zu viel Zynismus und Ironie spickst. Denn beides kann und wirkt ebenfalls so wie von dir beklagt.

Schon wieder Probleme mit Ursache und Wirkung?

Nein vielleicht du? Das ist OT ehrlich :wink:

Und bei allem Respekt - die wahrhaftige, realistische Aussage
zu Deutschland ist momentan: An fast jeder Ecke stimmt es in
der Republik von vorne bis hinten nicht mehr.

Je nach Sichtweise korrekt bis nicht korrekt, denke ich. Es gibt Probleme sicher, aber nicht unlösbare. Jedoch glaube ich nicht das sie nur durch die Politik lösbar sind. Auch in dem System in dem wir jetzt leben gibt es Möglichkeiten Dinge zum besseren zu bewegen, nur hat man oft das Problem das gerade die die etaws bewegen können sich ihres Könnens nicht bewußt sind oder es sich nicht zutrauen oder schlicht und ergreifend nicht wollen.

Solche unumstößlichen (inzwischen vielfach bestätigen)
Feststellungen als „Schwarzmalerei“ durch den Kakoa zu ziehen,
deutet auf massiven Realitätsverlust hin.

Da du mich nicht persönlich kennst nehm ich dir das mal nicht übel, jedoch muss ich es definitiv von mir weisen da es nicht der Wahrheit entspricht. (Im übrigen ist dies auch wieder persönlich beleidigend weiter oben war das auch schon so!)

Sowas wird doch erst dann zur Schwarzmalerei, wenn man es
emotional unterlegt und ein angstverbreitendes
Weltuntergangsszenario daraus bastelt; andererseits wird sich
rein gar nichts nur dadurch ändern, daß plötzlich alle mit
einem breiten Grinsen durch die Straßen rennen und schreien
„Oh Brüder und Schwestern! Laßt uns fröhlich und
zuversichtlich sein!“.

Nein, das breite Grinsen ändert nichts aber die tiefen Furchen auch nicht. Aber es ist die Motivation die hinter dem Grinsen steht die etwas bringt, weil es leichter fällt etwas mit positiver Motivation in Angriff zu nehmen als mit negativer.

Wenn Du damit nicht klar kommst, daß Deutschland unmittelbar
in den nächsten Jahrzehnten komplett vor die Hunde gehen wird,
sofern sich nicht wirklich endlich etwas bewegt in diesem
Staate, kannst Du das bitte schön nicht anderen Leuten
anlasten.

Wer ist hier wohl der Schwarzseher, nun diese Aussage impliziert das sich in den nächsten Jahren eben nichts bewegt. Doch genau das ist es was ich gar nicht annehmen will, schließlich gibt es genügend Menschen die sich direkt oder indirekt mit diesem Thema beschäftigen. Es würde bedeuten das alle in Lethargie verharren würden und zum Psychologen müssten … ohje das war jetzt etwas polemisch, sorry.
Bewegung kann nicht nur durch den Staat also sprich die Politik erfolgen sondern durch die Menschen in diesem Staat. Und genau die brauchen ein positives Leitbild/Ziel, etwas worauf es sich lohnt hinzuarbeiten.

Normalerweise wird von den Schülern in Sachen Sitzordnung gar
nichts ausgesucht. Was ist denn das bitte?

Nun da ich zwei Elternabende mal wieder hinter mir habe und dies zu den regelmäßigen Themen gehört kann ich dir sagen das es schon so ist. Wie die Tische stehen regelt der/die Lehrer. Aber wo wer sitzt darf sich am Jahresbeginn jeder aussuchen. Im Laufe des Schuljahres wird dann diverse male umgesetzt. Mein Jüngster hat dieses umsetzen mittlerweile !3! mal hinter sich. Im übrigen ist kein Elternteil glücklich mit dieser Lösung und die Forderung nach einer pädagogisch sinnvollen Sitzordnung mit Berücksichtigung der einen oder anderen Lernschwäche steht ganz klar im Raum. Nur die Lehrer argumentieren damit das ja jeder mal vorne sitzen möchte… Mal davon ab das ichgestern eine Tischanordnung vorgefunden habe idie ich noch nie gesehen habe. Ungünstig für einen Großteil der Schüler da man nicht mal richtig die Tafel sehen kann. Was bedeutet das wenn etwas abzuschreiben ist die Kinder sich etwas umsetzen müssen um was sehen zu können und das bei einer motorisch sehr aktiven Klasse!!!

In der ersten Stunde des neuen Schukjahres ist die Norm, daß
der Klassenlehrer eine IHM genehme Sitzordnung einteilt. Sonst
hat man automatisch diese berüchtigte Rottenbildung, daß sich
die Quatschköpfe nebeneinander und/oder in gegenseitige
Störungsreichweite setzen - um nur ein Beispiel zu nennen.
Weitere Steuerungsmöglichkeiten wären bspw. Schüler
unterschiedlicher Leistungsfähigkeit nebeneinanderzusetzen,
damit der Bessere dem Schlechteren helfen kann.
Analog kann man das für das akustische Verständnis
durchspielen.

Solche klassischen Eingriffe des Klassenlehrers halte ich für
selbstverständlich. Der Lehrkörper von heute ist damit in
gewissem Maße an den Disziplinaußenständen selbst schuld, wenn
er nicht einmal einfache Regulation des Klassenklimas auf die
Reihe bekommt.

Sorry, aus meiner persönlichen Erfahrung als Mutter zweier Schulpflichtiger Kinder und aus Gesprächen mit anderen Müttern die auch noch Kinder in anderen Altersstufen haben als ich, kann ich durchaus sagen das es nicht die Norm ist.
Wäre schön wenn…

Zitat: „…da der Geräuschpegel meiner Mitschüler vor mir wie
eine Schallwand waren…“.

So wie Du es weiter oben schilderst, grenzt es schon an akute
Schwerhörigkeit, wenn leiseste Geräusche Deine akustische
Wahrnehmung derart trüben. Man gewinnt ja regelrecht den
Eindruck eines überlagernden Rauschens von ein paar
unregelmäßig auftauchenden Geräuschen.

Nein mein Gehör ist astrein, vielleicht etwas überempfindlich im Hochtonbereich, aber ansonsten normal. Du unterschätzt den Hall und das Echo des Raumes. An der Schule meiner Freundin gibt es ein extra Klassenzimmer mit Teppichboden und speziellem Schallflies an den Wänden weil sie in dieser Klasse ein schwerhöriges Mädchen haben. Einhellige Meinung aller Lehrkräfte die dort unterrichten ist das dies für alle Klassen Standard sein sollte da es viel weniger Probleme mit „Störern“ und Unkonzentriertheiten gibt. Eine Hauptschule hier im Bereich hat diese Maßnahmen bereits für 50% aller Klassen umgesetzt und schon weitere Umbauten diesbezüglich in der Planung da selbst vorher extreme Klassenverbände in diesen so beschaffenen Räumen wesentlich zugänglicher und lernwilliger sind.
Als Elternteil würde ich solche Maßnahmen gerne unterstützen indem ich eben zwei weitere Bücher selbst kaufe z.B.

Was schon wieder so ein Widerhaken heutiger Erziehung ist.
Die Eltern sollten normalerweise kein Problem haben, hier
entsprechend einzuwirken und klarzustellen, in welchen
Relationen sich DAS KIND bis zur Volljährigkeit bewegt, auch
wenn es sicherlich mit 16 oder 17 kein Kleinkind mehr ist.

Diese aufgebauschten Existenzfragen sind doch negative
Begleiterscheinung einer zu weichgespülten
Erziehungsmentalität, die ihren Ursprung bei den 68ern hatte.

Nun, aus Gespächen mit meiner Großmutter und meinen Eltern weiß ich das diese Entwicklung schon immer da war in der Pupertät. Nur das diese Rebellion oftmals im Stillen stattfand und ihren Gipfel erst im Alter von 21 hatte, wo die Jugendlichen denn endlich frei ihrem Gefühl folgen konnten. Das heißt es hat sich zeitlich verlagert, am Geschehen an sich hat das aber nichts geändert.

Dies ist aber schon immer so gewesen

Aber eben noch nie so intensiv und ausartend wie heutzutage.

Nun, laut diesen Gesprächen war es auch damals schon intensiv nur zu einem ganz anderen Zeitpunkt.

Mehr als 20% haben starke Anzeichen von
Persönlichkeitsstörungen und psychischen Beeinträchtigungen
wie bspw. mangelhaftes Sozialverhalten.
Also komm, um ausnahmsweise etwas polemischer zu werden: Seit
wann hatte man jemals den Eindruck, in einer der
zurückliegenden Generationen der deutschen Gesellschaft wäre
ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen ziemlich bekloppt im
Kopf und im Benehmen?

Seit es die Medien publik machen könnte ich jetzt mal ganz pauschal sagen. Fakt ist das es früher nicht üblich war solche Untersuchungen überhaupt zu machen. Dumme und blöde gab es eigentlich nicht, hatte es nicht zu geben. Wer auf die Hilfsschule ging war dumm und blöd und passte nicht in das saubere Muster. Unabhängig davon ob diese Kinder dies tatsächlich waren wurde ihnen nur ein Minimum an Bildung zuteil. Wer von diesen Kindern nicht irgendwann selbst das Heft in die Hand genommen hat landete irgendwo als Hilfsarbeiter, was aber zu diesen Zeiten nicht wirklich schlimm war, denn da konnte man auch als Hilfarbeiter noch gut seinen Lebensunterhalt bestreiten.
Heutzutage ist dies nicht mehr so, nicht umsonst gibt es Diskussionen um Mindestlöhne.
Ich schaue hierbei mal über einen längeren Zeitraum und habe dies auch schon mehrfach mit meinen Eltern und als sie noch lebten meinen Großeltern diskutiert.
Zu Zeiten meiner Großeltern wurden solche Kinder meist „klein“ gehalten, man schämte sich. Beschäftigte sich aber auch nicht mit dem vorhandenen Potential. Wer den Stempel dumm hatte war es und blieb es, er wurde geduldet aber ansonsten ignoriert. man setzte sich nicht damit auseinander.
Zu Zeiten meiner Eltern trat eine erste kleine Wandlung ein, man versuchte wenigstens diesen Kindern eine berufliche Ausbildung zukommen zu lassen. Die sich jedoch nicht an den Fähigkeiten orientierte nur an dem was zu Verfügung stand oder genehm war.
Als ich zur Schule ging fing man an diese Kinder stärker wahrzunehmen durch stärkere Medialisierung im Fernsehen und Hörfunk.
Heute ist man soweit das sich der Ansatz durchgesetzt hat das integrierter Unterricht nicht nur bedeutet das körperlich behinderte am normalen Regelunterrcht teilnehmen können sondern man glaubte das auch Kinder mit selbst heftigsten Lernschwächen einen Regelunterricht schaffen können.
Und genau dies mache ich als Ursache für die von dir geschilderte Heftigkeit aus. Man hat einen guten Ansatz schlichtweg übertrieben.

Wo stehe ich wo will ich hin?

Das sind schon eher typische Fragen einer Pubertät.

Ja und sie setzen sich fort mit der Frage wo komm ich her?
Wozu nun mal die Definition über Vater/Erzeuger und Mutter/Erzeugerin gehört.

Schau doch mal in unsere Kigas rein, da sind Gruppengrößen von
24 Kinder die Regel oftmals nur mit einer regelrecht
überforderten Kindergärtnerin und einer Hilfskraft für zwei
Gruppen.

Und wieder die alte Leier. Dafür kann ich doch nichts, daß es
bei euch niemand fertig bekommt, ein vernünftiges
Betreuungsverhältnis zu etablieren. Das ist ein reines Problem
der Ausgestaltung, ein Zeichen von Unfähigkeit sozusagen, ein
absolut phantastisches, fortschrittliches Prinzip richtig
auszuschöpfen. In anderen Ländern ging es und geht es doch
auch.

Nur unterliegt die Ausgestaltung nicht dem Staat sondern den Trägern die zudem unter einem eminenten Finanzierungsdruck stehen. Da es Vorgaben von Staatsseite gibt wieviel denn maximal ein Platz kosten darf, je nach Region. Trotzdem glaube ich das bei den Trägern mehr möglich wäre, wenn nicht so eine große Verwaltung mitfinanziert werden müsste.
Und damit kommen wir eben zu jenem Problem das wir überall finden, eine viel zu große Bürokratisierung. Wenn ein Lehrer für einen neuen Satz Bücher oder auch nur für ein paar fehlende Bücher erst einen Antrag schreiben oder schreiben lassen muss, der dann genehmigt werden muss bevor eine Bestellung erst erfolgen kann. Finde ich das zuviel des guten, ebenso das eine Schule sich scheut einen Notarzt zu rufen bei ungeklärten Verletzungen nur weil dies auf jeden Fall zu einem riesigen Aufwand an Schreibkram führt.
Man behilft sich damit das die Eltern angerufen werden um ihre Kinder abzuholen. Diese bekommen dann gesagt das sie nur wenn eine Behandlung erforderlich ist dies dann der Schule mitteilen sollen, damit die Unfallmeldung rausgehen kann. Sprich die Entscheidung ob es ein Schulunfall ist oder nicht liegt bei den Eltern und sollte es Folgeerscheinungen erst nach drei Tagen geben ist es mit der Unfallmeldung essig.

Trage Deinen Frust doch bitte zu den Verantwortlichen und
lasse ihn nicht am System selbst aus.

Die Verantwortlichen arbeiten im System und nutzen es als Ausrede…

Lehrerausbildung, Ausbildung der „Erzieher“ (so hieß das bei
uns noch - und nicht wie heute „Betreuer“; schon daran erkennt
man den Denkfehler), notwendiges Geld.

Nun es heißt immer noch „Erzieher“ mein Nachbar lernt dies nämlich. Betreuer sind die sogenannten „Hilfskräfte“

Doch anstatt, endlich ***zu tun***, wird in Deutschland endlos
***geredet***.

Ich bin ja sonst kein Befürworter der lahmen Christiansen,
doch in der letzten Sendung hab ich mich halb in die Ecke
geschmissen, als ein Gast aus den Niederlanden sinngemäß
sagte: „Wir haben die Reformen einfach gemacht, ihr redet und
redet immer nur in Deutschland.“ - neben den vorzüglichen und
geistreichen Äußerungen von Professor Kirchhoff war das der
genialste Spruch der Sendung.

In einem Staat in dem alles bürokratisiert ist, ist es so das viel geredet wird. Nicht nur bei uns, in den Niederlanden hat man schon vor Jahren angefangen bürokratische Hürden abzubauen. Aber wir sind nicht die Niederlande. Für uns wird dieser Weg noch etwas länger dauern, obwohl das Thema Entbürokratisierung auch schon seit neusetem behandelt wird. Ebenfalls eine Notwendigkeit um überhaupt etwas zu bewegen.

Wie gesagt: Dann engagiere Dich gegenüber den Leuten, die
solchen Mist bei der Umsetzung verzapfen. Doch jammere, heule
und nörgele nicht an Dingen, die woanders Jahrzehnte
phantastisch funktioniert haben beziehungsweise wieder bei
anderen noch heute und in Zukunft phantastisch funktionieren.
Genau sowas ist doch der Knüppel zwischen den Beinen dieses
Landes. Statt die politische Clique unter Druck zu setzen,
werden große Ideen zerredet und zerredet und zerredet.

Nun es geht nicht darum das ich mich engagiere (was ich schon tue) es geht darum das sich viel engagieren und vor allem jene Organisatione die schon jetzt einen großen Teil an Menschen hinter sich haben. Nur eben gerade die sind es die sich nicht engagieren, die zwar vordergründig fordern aber letzlich nicht konsequent sind, vielleicht aus Angst Reputation zu verlieren.
Ideen sind sicher schön nur muss man auch in der Realität bleiben und schauen was tatsächlich gerade möglich ist. Wobei ich mir sicher bin das selbst in unserem bestehendem System noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, es fehlt nur all zu oft an der richtigen Einstellung und der Motivation.

—gestrichen—

Bekanntlich ist die Vaterfigur in der Erziehung aber ebenso
wichtig wie die Mutter. Und damit könnte man den von dir
gewünschten Milieusprung machen, was ich aber nicht tue.

Was übrigens eine Behauptung ist - würde ein Kind für eine
gesunde Entwicklung tatsächlich beide Elternteile benötigen,
hätten schon alle in alleinerziehenden Verhältnissen groß
gewordenen Kinder zu gestörten Seelen werden müssen. Das ganze
Gegenteil ist Fall, rein empirisch.

Nun zu diesen in diesen Verhältnissen aufgewachsenen Kindern darf ich mich auch zählen, nur das mir der Kontakt zu meinem Vater nie verboten wurde. Ich also beide Figuren in meiner Erziehung hatte, trotz der Tatsache das sie geschieden waren. Und das die Kommunikation zwischen ihnen halbwegs stimmig war, sprich Streitigkeiten nicht auf unserem Rücken ausgetragen wurden.
Nur leider neigen heutzutage viele zum „Rosenkrieg“ der leider all zu oft auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird. Es sind nicht jene Alleinerziehenden die sich mühen ihren Kindern beide Aspekte, den männlichen und den weiblichen, zu erhalten bei denen es Probleme gibt sondern eben jene die einen dieser beiden Aspekte komplett ausklammen oder den konträren Aspekt negativ mit Worten und Äusserungen belegen.
In der Pupertät fängt man an sich selbst auch gerade über jene Personen zu definieren die einen gezeugt haben und über jene die einen erzogen haben. Was nicht unbedingt identisch sein muss. Fehlt hier nur ein Puzzelteil kommt es oft zu Selbstzweifeln und zerstörerischen Verhalten da man als Pupertierender mit dieser Situation nicht (noch nicht) umgehen kann.

Es dreht sich um die Kommunikation und die Möglichkeit der Kommunikation. Es kann ebenso gut sein das ein Kind den Kontakt gar nicht will, die Möglichkeit der Kommunikation mit diesem Baustein des eigenen Lebens sollte aber ohne negative Belegung dieser Person da sein.

Das Kind braucht insofern beide Elternteile nur als abstrake
Vorstellung. Der alleinerziehende Vater oder die
alleinerziehende Mutter muß lediglich dafür sorgen, daß das
Kind eine … wie soll ich sagen … höhere begriffliche
Vorstellung davon hat, daß es den anderen Elternteil gibt/gab,
dieser aber nicht verfügbar ist/sein muß.
Dabei muß das ganze noch nichtmal mit einer konkreten Person
verknüpft werden - es ist ausreichend, daß das Kind eine
stabile Bezugsgröße hat , wie bspw. „Vater ist tot.“, „Mutter
ist fortgegangen.“.

Nun wenn der Vater/Mutter tot ist (im Sinne von Real), dann läßt sich das nicht ändern aber wenn er die Familie verlassen hat kommt automatisch die Frage nach dem Grund. Und diese sollte beantwortet werden, und zwar so das der fehlende Part nicht als Buhmann dasteht.
Kinder sind durchaus sehr gut in der Lage sich selbst eine meinung zu bilden über diesen nicht im Alltag vorhandenen Menschen. Und dieses Recht steht ihnen zu, spätestens in der Pupertät finden sie dann herraus aus welchem Holz ihre Erzeuger sind und ziehen ihre Schlüsse. Ohne die notwendigen Informationen jedoch kommt es oft zu Fehlschlüssen oder gar zur Idealisierung im frühkindlichem Alter. Der Fall auf den Boden der Tatsachen kann dann sehr tief und hart sein.

Das Kind beginnt in einem entsprechend fortgeschrittenen Alter
von ganz alleine, gewisse Fragen zu stellen. Oft - nämlich
wenn das Kind schon von kleinauf an mit der alleinerziehenden
Situation aufgewachsen ist - rückt diese übetriebene
Darstellung von wegen „beide Elternteile ein Muß“ bei einem
Kind gar nicht in den Vordergrund. Es ist schlichtweg nur von
sekundärer Bedeutung, nach dem Motto, daß man 'mal zwei
Halbsätze darüber verloren hat.

Als aufgewecktes Kind von früher kann ich dir sagen das meine Mutter und auch mein Vater sich regelmäßig Fragen nach dem Warum Scheidung? haben anhören dürfen. In schöner Regelmäßigkeit bekam ich auch nur Halbsätze ohne konkrete Antwort zu hören. In der Pupertät führte dies zu einer immensen Distanzierung von meinen Eltern weil ich immer das Gefühl hatte das man mir nicht die Wahrheit sagte.
Ganz zu schweigen von den Phantasien die man als Kind dann darüber hat warum es denn dazu gekommen ist.

Manchmal hat man den Eindruck, daß jeder alleinerziehenden
Familie dieses Landes regelmäßig ein schlechtes Gewissen
eingeredet wird bei solchen Themen. Es klingt inzwischen schon
wie eine prophetische Drohung: „Das Kind braucht beide
Elternteile!“ - und die tiefe, laute Stimme aus den Wolken
verstummte.

Es dreht sich nicht darum das man sich nicht trennen darf, sondern darum wie man mit einer Trennung umgeht.
Nur wirklich real existierende zwingende Gründe sollten einen Umgang des Kindes mit dem getrennt lebenden Elternteil ausschließen.

Nordische Grüße
Andrea

H wie hola.

Nein allentfall umschrieben aber nicht benannt. Drum noch mal
welche Sünde habe ich begangen?

Die unfreiwilligen Eigentore werden immer besser.

Nun Harmatia kommt aus dem griechischen und bedeutet Sünde,
wenn du den literarischen Begriff verwendest solltest du die
genauer sagen. Und zur Not definieren. Da ich nicht studiert
bin ( und andere sicher auch nicht) stehen mir nur ganz
normale Dinge zum übersetzen zur Verfügung deshalb hielt ich
Abhandlungen über die Verwendung des Begriffes in der
Literatur für äusserst abwegig bei der Bestimmung der
Bedeutung.

Aus dem Zusammenhang wäre sofort zu erkennen gewesen, was nur gemeint sein kann (von der Bedeutung her). Und ein wenig Lesen hätte geholfen.

Gib bei google harmatia ein und schau Dir den ersten Treffer an.
Begriffsfeinheiten in allen Ehren - doch das war nichts.

Die Frage ist eher: Ist man so anmaßend und von oben herab,
daß man wirklich unvermeidlich fallen wird, oder tanzt man mit
einem guten arroganten Augenmaß wunderbar am Rande das
Abgrundes?

Nun das ist mir für dieses Thema zu weit weg und auch zu
philosophisch.

Komisch - es ist eine (wenn auch bildhafte) klare Antwort. Wieso ist ein von Dir hineingetragener Gedanke/Vorwurf plötzlich zuweit weg von Thema.

Erstens stimmt das nicht, siehe der letzte lange Kommentar.

Nun das mag mal der geneigte Mitleser entscheiden…

Nein. Verweis: „siehe der letzte lange Kommentar.“.

Sollte ich tatsächlich pampig gewesen sein so tut es mir leid,
nur in 98% aller Fälle ist meine Antwort ein Echo der
Äusserung.

Zuerst dachte ich abwinkend: „Jaja, genau.“.
Doch lassen wir es sein. Ich verweise auf den Spruch von Nietzsche.

Also liegt es vielleicht daran das du deine
Postings vermeintlich mit zu viel Zynismus und Ironie
spickst. Denn beides kann und wirkt ebenfalls so wie von dir
beklagt.

Nun dagegen muß man wieder reagieren. Wenn also die Antwort ein Echo ist (in 98% der Fälle), sind ja natürlich immer die anderen Schuld.

Ich sage ja: erkenntnis- und lernresistent, sich im Kreise drehend, und stets Probleme mit der Relation Ursache-Wirkung.

Wenn Dir nichts mehr einfällt, verkehrst Du einfach Deine Fehler in Fehler der anderen.

Und bei allem Respekt - die wahrhaftige, realistische Aussage
zu Deutschland ist momentan: An fast jeder Ecke stimmt es in
der Republik von vorne bis hinten nicht mehr.

Je nach Sichtweise korrekt bis nicht korrekt, denke ich.

Nein, nicht nach Sichtweise. Andere würden es vielleicht in Nuancen anders formulieren. Ansonsten keine Frage der Sichtweise, sondern schlicht und ergreifend eine objektiv gestützte Feststellung.

Es gibt Probleme sicher, aber nicht unlösbare. Jedoch glaube ich
nicht das sie nur durch die Politik lösbar sind. Auch in dem
System in dem wir jetzt leben, gibt es Möglichkeiten Dinge zum
besseren zu bewegen, nur hat man oft das Problem das gerade
die die etaws bewegen können sich ihres Könnens nicht bewußt
sind oder es sich nicht zutrauen oder schlicht und ergreifend
nicht wollen.

Wenn Du Dich mit dem bundesrepublikanischen System beschäftigt hättest, würdest Du nicht so leichtfertig sprechen. Denn dann wäre Dir klar, daß die Möglichkeiten des Systems, sich aus sich selbst heraus im notwendigen Maße zu ändern, schwerfällig bis unpraktikabel, teilweise sogar nur auf dem Papier vorhanden sind, beziehungsweise nur einen Volksaufstand als Möglichkeit einräumen.

Solche unumstößlichen (inzwischen vielfach bestätigen)
Feststellungen als „Schwarzmalerei“ durch den Kakoa zu ziehen,
deutet auf massiven Realitätsverlust hin.

Da du mich nicht persönlich kennst nehm ich dir das mal nicht
übel, jedoch muss ich es definitiv von mir weisen da es nicht
der Wahrheit entspricht. (Im übrigen ist dies auch wieder
persönlich beleidigend weiter oben war das auch schon so!)

Es ist nur persönlich beleidigend, wenn Du unfähig bist, den Satz so zu lesen und zu verstehen, wie er dort steht.

Und bitte: Dieses „persönlich kennen, um zu …“ ist sowas von in Grundfesten falsch und abgegriffen - fang erst gar nicht auf dieser Schiene an.

Wenn Du damit nicht klar kommst, daß Deutschland unmittelbar
in den nächsten Jahrzehnten komplett vor die Hunde gehen wird,
sofern sich nicht wirklich endlich etwas bewegt in diesem
Staate, kannst Du das bitte schön nicht anderen Leuten
anlasten.

Wer ist hier wohl der Schwarzseher, nun diese Aussage
impliziert das sich in den nächsten Jahren eben nichts bewegt.
Doch genau das ist es was ich gar nicht annehmen will,
schließlich gibt es genügend Menschen die sich direkt oder
indirekt mit diesem Thema beschäftigen.

Diese Aussage impliziert das Erstarren des Systems nicht, sondern diese Aussage *basiert* auf dem *erstarrten System*. Die Frage, ob sich etwas bewegt, ist zudem unzureichend gestellt - sie muß korrekterweise lauten: Bewegt sich genug? Aus verschiedenen Gründen kann in vielen Bereichen nur noch der „Große Wurf“ das Ruder sprichwörtlich herumreißen - auch hier greifen wieder die objektiven Zwänge. Doch die politische Schicht reagiert einfach nicht darauf.

Die aktuellen Geschehnisse in der Großen Koalition bestätigen dies eindrucksvoll.

Bewegung kann nicht nur durch den Staat also sprich die
Politik erfolgen sondern durch die Menschen in diesem Staat.

Bekanntermaßen wird es schwierige, da der östliche Teil eine Revolution vor noch nicht langer Zeit hatte und der westliche gegenwärtig keine Notwendigkeit sieht.
Die Folgerung aus der Tatsache, daß nur der radikale Schnitt Abhilfe schaffen kann, erfordert aber nunmal nicht einfach nur „Menschen“, sondern breite Massen.

Schau Dir das Land und die Verfassung der Menschen an und dann versuche, vor dem Spiegel Deine Worte zu wiederholen, ohne einen zynischen, intellektuellen Lachkrampf zu bekommen…

Normalerweise wird von den Schülern in Sachen Sitzordnung gar
nichts ausgesucht. Was ist denn das bitte?

Nun da ich zwei Elternabende mal wieder hinter mir habe und
dies zu den regelmäßigen Themen gehört kann ich dir sagen das
es schon so ist.

Ich hab schon gelesen - eine erschreckende Schilderung. Du hast in diesen Belangen meine Rückendeckung. Ich werde mich zu gegebener Zeit noch an geeigneter Stelle entsprechend äußern.

Die Bemerkung zielte jedoch ursprünglich darauf ab, daß dieses „daß es schon so ist“ grundlegend falsch ist. Hier könnte der Lehrkörper in einfachster Weise massiv eingreifen und gezielt enorme Verbesserungen des Lernklimas erreichen.

Wie die Tische stehen regelt der/die Lehrer.
Aber wo wer sitzt darf sich am Jahresbeginn jeder aussuchen.
Im Laufe des Schuljahres wird dann diverse male umgesetzt.
Mein Jüngster hat dieses umsetzen mittlerweile !3! mal hinter
sich. Im übrigen ist kein Elternteil glücklich mit dieser
Lösung und die Forderung nach einer pädagogisch sinnvollen
Sitzordnung mit Berücksichtigung der einen oder anderen
Lernschwäche steht ganz klar im Raum. Nur die Lehrer
argumentieren damit das ja jeder mal vorne sitzen möchte…

Anscheinend merken es die Lehrer auch nicht mehr.

Mal davon ab das ich gestern eine Tischanordnung vorgefunden
habe idie ich noch nie gesehen habe. Ungünstig für einen
Großteil der Schüler da man nicht mal richtig die Tafel sehen
kann. Was bedeutet das wenn etwas abzuschreiben ist die Kinder
sich etwas umsetzen müssen um was sehen zu können und das bei
einer motorisch sehr aktiven Klasse!!!

Ich hatte Dir doch gesagt, daß vielerorts Sitzordnungen (Tischanordnungen) exisitieren, die man sich nicht entfernt mit dem gesunden Menschenverstand vorstellen kann. Natürlich akzeptiere ich Deine Entschuldigung sofort, daß Du Dich in diesem Punkt komplett falsch mirgegenüber verhalten hast … :smiley:

In der ersten Stunde des neuen Schukjahres ist die Norm, daß
der Klassenlehrer eine IHM genehme Sitzordnung einteilt. Sonst
hat man automatisch diese berüchtigte Rottenbildung, daß sich
die Quatschköpfe nebeneinander und/oder in gegenseitige
Störungsreichweite setzen - um nur ein Beispiel zu nennen.
Weitere Steuerungsmöglichkeiten wären bspw. Schüler
unterschiedlicher Leistungsfähigkeit nebeneinanderzusetzen,
damit der Bessere dem Schlechteren helfen kann.
Analog kann man das für das akustische Verständnis
durchspielen.

Solche klassischen Eingriffe des Klassenlehrers halte ich für
selbstverständlich. Der Lehrkörper von heute ist damit in
gewissem Maße an den Disziplinaußenständen selbst schuld, wenn
er nicht einmal einfache Regulation des Klassenklimas auf die
Reihe bekommt.

Sorry, aus meiner persönlichen Erfahrung als Mutter zweier
Schulpflichtiger Kinder und aus Gesprächen mit anderen Müttern
die auch noch Kinder in anderen Altersstufen haben als ich,
kann ich durchaus sagen das es nicht die Norm ist.
Wäre schön wenn…

Natürlich ist es nicht (MEHR) die Norm - daher auch diese einnehmende Formulierung, daß es das eigentlich sein sollte. Auch wieder so ein Beispiel, welche Vorteile die „liebevolle Strenge“ mitsichbringt.

Zitat: „…da der Geräuschpegel meiner Mitschüler vor mir wie
eine Schallwand waren…“.

So wie Du es weiter oben schilderst, grenzt es schon an akute
Schwerhörigkeit, wenn leiseste Geräusche Deine akustische
Wahrnehmung derart trüben. Man gewinnt ja regelrecht den
Eindruck eines überlagernden Rauschens von ein paar
unregelmäßig auftauchenden Geräuschen.

Nein mein Gehör ist astrein, vielleicht etwas überempfindlich
im Hochtonbereich, aber ansonsten normal. Du unterschätzt den
Hall und das Echo des Raumes. An der Schule meiner Freundin
gibt es ein extra Klassenzimmer mit Teppichboden und
speziellem Schallflies an den Wänden weil sie in dieser Klasse
ein schwerhöriges Mädchen haben. Einhellige Meinung aller
Lehrkräfte die dort unterrichten ist das dies für alle Klassen
Standard sein sollte da es viel weniger Probleme mit „Störern“
und Unkonzentriertheiten gibt. Eine Hauptschule hier im
Bereich hat diese Maßnahmen bereits für 50% aller Klassen
umgesetzt und schon weitere Umbauten diesbezüglich in der
Planung da selbst vorher extreme Klassenverbände in diesen so
beschaffenen Räumen wesentlich zugänglicher und lernwilliger
sind.
Als Elternteil würde ich solche Maßnahmen gerne unterstützen
indem ich eben zwei weitere Bücher selbst kaufe z.B.

Womit ich einmal mehr ketzerisch fragen muß: Was sind das bitte für Schulgebäude? Ich war nun schon in dermaßen vielen Schulen (teils als Schüler, mehrheitlich als Neugieriger aus diversen Gründen der Informationsbeschaffung) und keine Schule hatte Räume, die solchen Beschreibungen gerecht geworden wären.

Was schon wieder so ein Widerhaken heutiger Erziehung ist.
Die Eltern sollten normalerweise kein Problem haben, hier
entsprechend einzuwirken und klarzustellen, in welchen
Relationen sich DAS KIND bis zur Volljährigkeit bewegt, auch
wenn es sicherlich mit 16 oder 17 kein Kleinkind mehr ist.

Diese aufgebauschten Existenzfragen sind doch negative
Begleiterscheinung einer zu weichgespülten
Erziehungsmentalität, die ihren Ursprung bei den 68ern hatte.

Nun, aus Gespächen mit meiner Großmutter und meinen Eltern
weiß ich das diese Entwicklung schon immer da war in der
Pupertät. Nur das diese Rebellion oftmals im Stillen stattfand
und ihren Gipfel erst im Alter von 21 hatte, wo die
Jugendlichen denn endlich frei ihrem Gefühl folgen konnten.
Das heißt es hat sich zeitlich verlagert, am Geschehen an sich
hat das aber nichts geändert.

Wie gesagt, das Geschehen als solches stelle ich nicht in Frage.
Es geht um die abnorme Intensität, die es vielerorts heute angenommen hat. Gerade die beschriebene zeitliche Verlagerung ist doch eine bösartige Stolperfalle. Die Konflikte verlagern sich in Altersschichten, die geistig einfach dafür nicht tragfähig sind.

Und nebenbei: Zwar ist man mit 21 durchaus noch in der Adoleszenz (in der sogenannten späten Adoleszenz in Ausläufern), doch dann ist es nicht mehr mein Problem. Mit 21 ist man ziemlich dicht am Erwachsensein und dann sollte auch klar sein, daß Handlungen Konsequenzen zur Folge haben - man selbst für sich verantwortlich ist.

Ich bezweifle auch stark, daß man in dem Alter Verhaltensstörungen oder andere Probleme der Art entwickelt, wie ich sie hier bei den Frischpubertierenden ansprach.

Nun, laut diesen Gesprächen war es auch damals schon intensiv
nur zu einem ganz anderen Zeitpunkt.

Erstmal muß man natürlich einräumen, daß diese Äußerungen nicht repräsentativ sind. Geschenkt, oft ist ohne Probleme machbar, sich auf sowas zu stützen. Dennoch bewegt sich dieses geschilderte „intensiv“ in ganz anderen Maßstäben, wie das heutige „ausartend“ (man beachte die Verlaufsform). Nichts anderes sagen auch die Zahlen.

Und selbst wenn man für eine Sekunde annähme, es sei dann zeitverschoben ähnlich drastisch gewesen - was kümmerte es mich?
Das Drumherum mit 21 Jahren ist etwas VÖLLIG anderes, als mit 14 Lenzen. Man kann sogar soweit gehen, es für ein Alter von 21 gar nicht mehr als diskutierenswert einzustufen.

Mehr als 20% haben starke Anzeichen von
Persönlichkeitsstörungen und psychischen Beeinträchtigungen
wie bspw. mangelhaftes Sozialverhalten.
Also komm, um ausnahmsweise etwas polemischer zu werden: Seit
wann hatte man jemals den Eindruck, in einer der
zurückliegenden Generationen der deutschen Gesellschaft wäre
ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen ziemlich bekloppt im
Kopf und im Benehmen?

Seit es die Medien publik machen könnte ich jetzt mal ganz
pauschal sagen. Fakt ist das es früher nicht üblich war solche
Untersuchungen überhaupt zu machen.

Das ist sicherlich durchaus richtig, greift mir aber wieder zu schnell in eine bestimmte Schublade - nämlich das sofortige Infragestellen gewisser eindeutig nachgewiesener Tendenzen.

Zudem erweckt das Wort „früher“ immer den Eindruck, ich bezöge mich einseitig auf die 50er oder so etwas. Mein Ausgangspunkt liegt nur bei ganz speziellen (positiven) Dingen auf den Gebieten der Erziehung und des Pragmatismus, ansonsten ziele ich eher auf die späten 60er und vor allem auf die 70er und 80er.
Für die 90er wird es dann nochmal richtig schwer, weil man dann in einen sehr breiten politischen Aspekt hineingerät, denn 1990 kamen plötzlich eine Menge Menschen aus einem gänzlich anderen System hinzu. Und dieses System hatte viele fragwürdige innergesellschaftliche Umbrüche nicht mitgemacht, war völlig anders aufgestellt und verursachte dadurch nur noch mehr Ärger bei eben diesen betroffenen Menschen.

Dumme und blöde gab es
eigentlich nicht, hatte es nicht zu geben. Wer auf die
Hilfsschule ging war dumm und blöd und passte nicht in das
saubere Muster. Unabhängig davon ob diese Kinder dies
tatsächlich waren wurde ihnen nur ein Minimum an Bildung
zuteil. Wer von diesen Kindern nicht irgendwann selbst das
Heft in die Hand genommen hat landete irgendwo als
Hilfsarbeiter, was aber zu diesen Zeiten nicht wirklich
schlimm war, denn da konnte man auch als Hilfarbeiter noch gut
seinen Lebensunterhalt bestreiten.
Heutzutage ist dies nicht mehr so, nicht umsonst gibt es
Diskussionen um Mindestlöhne.
Ich schaue hierbei mal über einen längeren Zeitraum und habe
dies auch schon mehrfach mit meinen Eltern und als sie noch
lebten meinen Großeltern diskutiert.
Zu Zeiten meiner Großeltern wurden solche Kinder meist „klein“
gehalten, man schämte sich. Beschäftigte sich aber auch nicht
mit dem vorhandenen Potential. Wer den Stempel dumm hatte war
es und blieb es, er wurde geduldet aber ansonsten ignoriert.
man setzte sich nicht damit auseinander.
Zu Zeiten meiner Eltern trat eine erste kleine Wandlung ein,
man versuchte wenigstens diesen Kindern eine berufliche
Ausbildung zukommen zu lassen. Die sich jedoch nicht an den
Fähigkeiten orientierte nur an dem was zu Verfügung stand oder
genehm war.
Als ich zur Schule ging fing man an diese Kinder stärker
wahrzunehmen durch stärkere Medialisierung im Fernsehen und
Hörfunk.

Moment, das ganze ist mir zuweit ins Milieu „Sonderschüler“ abgedriftet. Ich sprach von Verhaltensstörungen, die rein durch zivilisatorische Effekte verursacht werden. Es geht nicht um die Streuung des IQ, daß also durchaus früher lediglich „Langsamere“ durch das Sieb gefallen sind, sondern es ging um ganz neuartige Störungen im Sozialverhalten, bei der motorischen Leistungsfähigkeit, bei der Konzentrationsfähigkeit et cetera.

Ja und sie setzen sich fort mit der Frage wo komm ich her?
Wozu nun mal die Definition über Vater/Erzeuger und
Mutter/Erzeugerin gehört.

Was aber nicht bedeutet, eindimensionalein Idyll der Form „Vater-Mutter-Kind“ um jeden Preis als vermeintlich plausibles Argument in die Köpfe der Leute zu tragen.

Nur unterliegt die Ausgestaltung nicht dem Staat sondern den
Trägern die zudem unter einem eminenten Finanzierungsdruck
stehen. Da es Vorgaben von Staatsseite gibt wieviel denn
maximal ein Platz kosten darf, je nach Region. Trotzdem glaube
ich das bei den Trägern mehr möglich wäre, wenn nicht so eine
große Verwaltung mitfinanziert werden müsste.

Was nicht bedeutet, daß die betroffene Elternschaft noch auch Druck in die Richtung ausüben könnte, damit der Staat MEHR GELD in das Betreuungsnetz pumpt, um die Finanzierung auf breitere Füße zu setzen.

Verkehrt wäre es nicht, den Frust eben in diese Bahnen zu lenken.

Man muß ja nicht gleich „kostenfreie Kindergärten“ schreien -
die DDR hat sich schließlich dieses brillante System VIEL, VIEL kosten lassen (zurecht).

Und damit kommen wir eben zu jenem Problem das wir überall
finden, eine viel zu große Bürokratisierung. Wenn ein Lehrer
für einen neuen Satz Bücher oder auch nur für ein paar
fehlende Bücher erst einen Antrag schreiben oder schreiben
lassen muss, der dann genehmigt werden muss bevor eine
Bestellung erst erfolgen kann. Finde ich das zuviel des guten,
ebenso das eine Schule sich scheut einen Notarzt zu rufen bei
ungeklärten Verletzungen nur weil dies auf jeden Fall zu einem
riesigen Aufwand an Schreibkram führt.

Was in erster Linie wieder nur Idiotie bei der Umsetzung ist. Wobei man einräumen muß, daß gerade das Bildungssystem an sich - zusätzlich zur Starrheit - auch noch veraltet und fehlerhaft ist.

Man behilft sich damit das die Eltern angerufen werden um ihre
Kinder abzuholen. Diese bekommen dann gesagt das sie nur wenn
eine Behandlung erforderlich ist dies dann der Schule
mitteilen sollen, damit die Unfallmeldung rausgehen kann.
Sprich die Entscheidung ob es ein Schulunfall ist oder nicht
liegt bei den Eltern und sollte es Folgeerscheinungen erst
nach drei Tagen geben ist es mit der Unfallmeldung essig.

Was eigentlich Unfug ist. Solche Unfälle müssen zwingend protokolliert werden, rein aus Gründen der Versicherung und so weiter.

Die Verantwortlichen arbeiten im System und nutzen es als
Ausrede…

Schön, daß Du das endlich einsiehst. Und jetzt weißt Du auch, warum das gesamte politische System objektiv als akut gefährdet angesehen werden kann.

In einem Staat in dem alles bürokratisiert ist, ist es so das
viel geredet wird. Nicht nur bei uns, in den Niederlanden hat
man schon vor Jahren angefangen bürokratische Hürden
abzubauen. Aber wir sind nicht die Niederlande. Für uns wird
dieser Weg noch etwas länger dauern, obwohl das Thema
Entbürokratisierung auch schon seit neusetem behandelt wird.
Ebenfalls eine Notwendigkeit um überhaupt etwas zu bewegen.

Ketzerisch würde ich als Idealist eher sagen, daß man dazu erstmal gewisse Cliquen komplett entmachten und in den Steinbruch schicken müßte :wink:

Ideen sind sicher schön nur muss man auch in der Realität
bleiben und schauen was tatsächlich gerade möglich ist.

Das ist, philosophisch gesehen, ein fundamentaler Irrtum von Realpolitik. Logisch gesehen, geht ohne eine kräftige Portion Idealismus und Idealpolitik gar nichts - sonst geht es nämlich so, wie bei uns momentan (nämlich gar nicht).

Entscheidende Hürde ist nicht das, was realistisch möglich ist, sondern die geringe Wahrscheinlichkeit, idealistische Modelle in einer Demokratie (speziell in einer sogenannten Demokratie wie der unsrigen) durchdrücken zu können.

Was übrigens eine Behauptung ist - würde ein Kind für eine
gesunde Entwicklung tatsächlich beide Elternteile benötigen,
hätten schon alle in alleinerziehenden Verhältnissen groß
gewordenen Kinder zu gestörten Seelen werden müssen. Das ganze
Gegenteil ist Fall, rein empirisch.

Nun zu diesen in diesen Verhältnissen aufgewachsenen Kindern
darf ich mich auch zählen, nur das mir der Kontakt zu meinem
Vater nie verboten wurde. Ich also beide Figuren in meiner
Erziehung hatte, trotz der Tatsache das sie geschieden waren.
Und das die Kommunikation zwischen ihnen halbwegs stimmig war,
sprich Streitigkeiten nicht auf unserem Rücken ausgetragen
wurden.
Nur leider neigen heutzutage viele zum „Rosenkrieg“ der leider
all zu oft auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird. Es sind
nicht jene Alleinerziehenden die sich mühen ihren Kindern
beide Aspekte, den männlichen und den weiblichen, zu erhalten
bei denen es Probleme gibt sondern eben jene die einen dieser
beiden Aspekte komplett ausklammen oder den konträren Aspekt
negativ mit Worten und Äusserungen belegen.

Die besten Alleinerziehenden sind immer noch die, die, statt zu versuchen, männlichen und weiblichen Aspekt zu erhalten, den LOGISCHEN Aspekt erhalten.

In der Pubertät fängt man an sich selbst auch gerade über jene
Personen zu definieren die einen gezeugt haben und über jene
die einen erzogen haben. Was nicht unbedingt identisch sein
muss. Fehlt hier nur ein Puzzelteil kommt es oft zu
Selbstzweifeln und zerstörerischen Verhalten da man als
Pupertierender mit dieser Situation nicht (noch nicht) umgehen
kann.

Das Wörtchen „oft“ halte ich, empirisch gesehen, für verfehlt.
Zerstörerisches Verhalten ist Ergebnis von inkompetentem Handeln der Eltern/ des Elternteils.

Man kann sogar logisch schlüssige Gründe konstruieren, warum es sinnvoll ist, bspw. einem adoptierten Kind, die Tatsache der Adoption lebenslang zu verschweigen und/oder zu einem günstigeren Zeitpunkt - als der Pubertät - anzusprechen.

Es dreht sich um die Kommunikation und die Möglichkeit der
Kommunikation. Es kann ebenso gut sein das ein Kind den
Kontakt gar nicht will, die Möglichkeit der Kommunikation mit
diesem Baustein des eigenen Lebens sollte aber ohne negative
Belegung dieser Person da sein.

Und wenn nicht? Ist man sofort wieder bei der Bedeutung des verbliebenen Elternteils. Sprich, stellt dieser es kompetent an, dem Kind genügend abstrakte und analytisch brauchbare Bilder zu vermitteln, was es heißt, Identität zu haben oder zu suchen, verlieren konkrete Personen mächtig an Bedeutung - was prinzipiell zu begrüßen ist.

Wenn ich meinem Kind vernunftvoll ein Gefühl und eine Vorstellung von dem gebe, was „Mutter“ genannt wird, ohne die echte Mutter ins Spiel zu bringen, verhindere ich damit wunderbar eine zu starke emotionale Verflechtung. Das hilft Distant zu wahren, denn Distanz ist wichtig für das Gleichgewicht und für eine spätere *geregelte* Auseinandersetzung.

Nun wenn der Vater/Mutter tot ist (im Sinne von Real), dann
läßt sich das nicht ändern aber wenn er die Familie verlassen
hat kommt automatisch die Frage nach dem Grund. Und diese
sollte beantwortet werden, und zwar so das der fehlende Part
nicht als Buhmann dasteht.

Das ist ja wohl selbstverständlich.

Praktische Hürde dabei:
Grundsätzlich können Frauen so gut wie nie eine solche Linie fahren, sondern rutschen fast immer in emotional verblendetes, irrationales, oft jegliche Wahrheit verbiegendes Gefasel ab.

Kinder sind durchaus sehr gut in der Lage sich selbst eine
meinung zu bilden über diesen nicht im Alltag vorhandenen
Menschen. Und dieses Recht steht ihnen zu, spätestens in der
Pupertät finden sie dann herraus aus welchem Holz ihre
Erzeuger sind und ziehen ihre Schlüsse. Ohne die notwendigen
Informationen jedoch kommt es oft zu Fehlschlüssen oder gar
zur Idealisierung im frühkindlichem Alter. Der Fall auf den
Boden der Tatsachen kann dann sehr tief und hart sein.

Noch ein guter Grund für meine intellektuelle Methode, eher abstrakte Bilder zu vermitteln.

Als aufgewecktes Kind von früher kann ich dir sagen das meine
Mutter und auch mein Vater sich regelmäßig Fragen nach dem
Warum Scheidung? haben anhören dürfen. In schöner
Regelmäßigkeit bekam ich auch nur Halbsätze ohne konkrete
Antwort zu hören. In der Pupertät führte dies zu einer
immensen Distanzierung von meinen Eltern weil ich immer das
Gefühl hatte das man mir nicht die Wahrheit sagte.
Ganz zu schweigen von den Phantasien die man als Kind dann
darüber hat warum es denn dazu gekommen ist.

Das ist kein Problem der Halbsätze, sondern der Wahl der Halbsätze.
Natürlich muß man es schon ein bißchen geschickt anstellen, daß dem Kind eben keine latenten Eindrücke vermittelt werden.

Nur wirklich real existierende zwingende Gründe sollten einen
Umgang des Kindes mit dem getrennt lebenden Elternteil
ausschließen.

Schön, wenn wenigstens eine Frau das ab und zu kapiert. Die meisten sind einfach so egomanisch, als daß sie zu dieser selbstverständlichen Linie fähig wären. Traurig, aber wahr.

Grüße

Halli,

aber wenn du leider schreibst, wars ja dann doch nicht so übel, was er getan hat. Dazu - so hört es sich für mich zumindest an - gehört ein großes Engagement und u.a. auch Möglichkeiten seinen Schülern Projekte zu ermöglichen…

Vielleicht kann man als Schüler dem Projektgedanken ja doch was abgewinnen :smile: Nun, ich zumindest wäre Projekten und Gruppenarbeiten (mit all seinen Nachteilen) wohl als Schülerin nicht abgeneigt gewesen, aber dies zeigt sich ja auch in meiner Berufswahl…Glaub aber nicht, dass sich da etwas im Berufsleben ändert - auch ich muss mit Kollegen zusammenarbeiten, wo ich das Gefühl habe, dass nur wenige wirklich arbeiten, während sich die Nichtstuer mit der fremden Leistung schmücken…

Den Schulleiter gibts nun aber leider nicht mehr…

Hi,

und was sagst du so zum Threadthema :smile:

Projektarbeit in der Schule unnütz, wichtig, spannend, langweilig oder …?

Grüße von Kim

Halli :smile:

das projekt braucht zeit und
ideen, man muss sich in der gruppe bequatschen, man muss die
befragung durchführn, visualisiern usw. da gehn paar
nachmittage für drauf, mal ganz abgesehen, dass bei uns aufm
dorf z.b. das von A nach B kommen auch nicht ganz
unproblematisch ist.

Und da sind wir bei nem Punkt, den ich gut fand! Das Projekt wird nur im Rahmen des Unterrichts behandelt. Die Gruppen gaben der Lehrerin eine Materialliste ab, mit dem Material, was sie nicht besorgen können und sie besorgte die entsprechenden Materialien. Da jetzt das Projekt fortgeschritten ist, kann ich noch was dazu sagen, weil ich es ja jetzt umso mehr verfolge. Der Sohn meiner Freundin hat gemeint, dass er die geführten Interviews zu Hause abtippen wolle und sie hat ihm erwidert, dass sie nicht wolle, dass sie zu Hause wegen des Projektes noch Arbeit hätten und dies im Unterricht machen sollen, da sie ja auch PCs im Klassenzimmer hätten. Letzte Woche hat sie ihren Laptop mitgebracht und den Schülern diesen wegen des Spracherkennungsprogramms zur Verfügung gestellt.

Ich weiß, wird auch nicht jeder Lehrer machen, aber so, klingt es doch sehr unterstützend - zumal wir hier auch auf dem Land sind.

Mittlerweile sieht der Junge das Projekt sogar etwas anderes. Denn das Projekt wird nun auch ausgestellt und die Zeitung war bereits da und hat Bilder geschossen und ein paar der Schüler interviewt.

kurz und gut: mal ein projekt mag gehn, sobald das aber
dauerzustand wird und auch noch mehrere fächer betrifft wird
es wirklich stress, weil man sich nicht gut mehr aufs
wesentlichere konzentrieren kann.

An sich weiß ich jetzt auch nichts von mehreren Projekten. Daher vielleicht auch meine Begeisterung. Und mir ist auch absolut klar: so bald das ausufert ist Feierabend. Schließlich betreue ich in meinem Berufsleben auch nicht mehr als zwei bis drei Projekte.

Was diese Anzahl der Fächer betrifft ist auch noch mal einen Thread wert. Vor allem wird auch viel gelehrt, was einem nicht viel nützt - ehrlicherweise muss man dazu sagen, dass dies aber nicht - oder meist nicht - an den Lehrern liegt. Wer die Inhalte des Lehrplans festlegt würde mich auch mal interessieren oder viel mehr, wie lange die schon keine Schulerfahrung mehr haben. Ich bin auf Elternabenden immer wieder überrascht, um was für Inhalte es geht. Die Kinder sollen eine Liebe zur Literatur entwickeln und der Lehrer stöhnt, er müsse mit der Klasse die Textanalyse durchgehen…

Viele Grüße von Kim