H wie Halo.
*grins* ich wusste du würdest anspringen…
Erzähl noch einen.
Manchmal fragt sich der geneigte Leser dieses Brettes, ob man
bei Dir gegen eine Wand redet.
Selbiges kannst du dir selbst auch vorhalten,
Im Ggs. zu Dir habe ich aber weitestgehend recht und fange nicht an, einen verqueren Mix aus den Aussagen zu basteln, so daß sich die Diskussion ellenlang hinzieht, weil man erstmal mit dem Korrigieren des vorherigen Kommentars beschäftigt ist.
Schau ins Archiv der letzten 10 Monate und es ist immer wieder das gleiche mit Dir, hier und da höchstens in unterschiedlicher Ausprägung. Keine Spur von Fortentwicklung - ich muß mich mit meinem Standpunkt nicht bewegen, weil er sehr gut ist, so wie er ist. Stattdessen kommt bei Dir eine der nervigsten Eigenschaften von Frauen durch: Stundenlang kann man noch so schlüssig argumentieren, am Ende verharrt das Eva-Prinzip uneinsichtig bei irgendwelchen irrationalen Ansichten und man ist am Ausgangspunkt zurück - man dreht sich im Kreis. Zum einen Ohr rein, zum anderen raus. Wie gesagt, wenn Du wenigstens logisch-analytisch wärst…
zumal du
Diskussionen wo Menschen eben nicht deiner Überzeugung sind
und nicht deiner Theorie folgen gerne kommentarlos beendest
ohne das sie zu Ende ist.
Was natürlich in guter Tradition von Dir Blödsinn ist.
Man beendet, wenn ein Totpunkt erreicht ist - normalerweise sogar früher, so daß sich keiner der Diskussionspartner verrennt.
Doch ich verfolge, doch bin ich weder Mediengläubig noch
unkritisch gegenüber solchen Veröffentlichungen.
Klar, und wieder sind es wie so oft bei Dir dann die Medien oder die stets gefälschten Statistiken, damit erstmal ein diffuser Grundverdacht über alles gelegt werden kann. Daß Du Dir nicht selbst langsam bei soviel Verfolgungswahn zu blöd vorkommst; entsprechend korrekt zu filtern kannst Du mir getrost zutrauen.
Hier haben Dirgegenüber schon Leute härteste Statistiken verlinkt oder als lesbare Quelle angegeben - und immer und immer und immer und immer wieder kamen irgendwelche, oft emotional verblendeten Generalverdachtsmomente…
Langsam kommt mir für soviel Ignoranz von Deiner Seite her nur noch Nietzsches Spruch in den Sinn: „Gegen einen Kopf voller Dummheit, hilft nur die geballte Faust…“.
Und zu den Tendenzen und deiner „Lösung“ mal vorweg ein Zitat:
Zitat F._Mauthner, Wörterbuch der Philosophie 1910
Soll ich jetzt lachen oder heulen?
…Alle Reformatoren der Pädagogik glaubten, die Kinder lieb
zu haben; aber alle waren sie ruchlose Weltverbesserer,
ruchlose Optimisten, welche die Kinder irgend einer Zucht
unterwarfen, die Schule zum Zuchthaus machten, um der Zukunft
willen, um einer Utopie willen, um der Kinder Land nach ihrer
eigenen Phantasie zu gestalten. Ob vaterlandslos oder
kosmopolitisch wie Pestalozzi, ob vaterländisch wie Fichte, ob
kirchlich wie die Jesuiten und die Pietisten, ob antikirchlich
wie die Prediger der freien Gemeinden, all diese Kinderfreunde
wurden zu Kindermördern, so edle Menschen sie waren, weil sie
Weltverbesserer waren, weil ihnen der Kinder zukünftiges Land
wertvoller dünkte, als des Kindes gegenwärtiges Glück. Auch
der Staat hatte keine böse Absicht dabei, da er die Schule,
auf die er stolz ist, so errichtete, daß sie dem alten Moloch
ähnlicher geworden ist als einem Kindergarten. Ob die Kinder
für einen unbekannten Gott verbrannt werden oder ob sie für
eine unbekannte Zukunft sieben bis siebzehn Jahre gemartert
werden, es ist die gleiche Verirrung…
Zitat Ende
Und wenn Du jetzt noch die historischen Realitäten der letzten Jahrzehnte dagegenstellst, siehst Du, wie erstens überholt, zweitens wie einseitig der Inhalt des Zitats ist und drittens auch Philosophen absolut fehlbar sind.
Das brauch ich nicht du hast es ja selbst im Kopf *gg* und um
beim Thema zu bleiben es geht nicht um das politische, soziale
Umfeld sondern um den/die Jugendlichen selbst.
Woran man merkt, daß Du es schlichtweg nicht begriffen hast.
Und auch noch zu ignorant respektive faul gewesen bist, Dir wenigstens einen Halbsatz zur Milieutheorie durch den Kopf gehen zu lassen.
Es sollte Dich langsam nicht mehr wundern, woher die Tendenz kommt, solche Debatten mit Dir abwürgen zu wollen.
Ich bin weder lern- noch erkenntnisresistent,
Oh doch, sogar in extremem Maße. Die Harmatia, unter der Du leidest, macht es höchstens für Dich ertragbar.
Diese Faktoren sind sicher gesellschaftsbeieinflussend jedoch
ist die Beeinflussung stark von der jeweiligen persönlichen
Aufnahme abhängig
Womit Du Deine bisherigen Äußerungen ad absurdum führst (besser gesagt, deren Zweck): Denke doch einmal nach, welcher mediale Umbruch und welche Veränderungen im ganzen Lebenswandel in den letzten 30 Jahre stattgefunden haben. Dann kommst Du vielleicht darauf, wie problematisch eben diese „jeweilige persönliche Aufnahme“ ist.
Man stelle sich mal vor, der kirchliche und somit christliche
Einfluß auf Politik und Bildung wäre nicht geschrumpft, so
würden heute noch nur Männer bestimmter „Stände“ unterrichtet
werden. Somit hatte diese Krise definitiv etwas Positives…
Das überzeichnest Du viel zu sehr. Die Kirche ist bereits seit mehr als einem Jahrhundert in der Krise, auch was ihren Einfluß angeht.
Es ging um die nicht unerhebliche Gruppe von Menschen, die durch religiöse Krisen selbst gewissen Identititätsfragen ausgesetzt sind.
Zwar bin ich Atheist, doch das große Entfremdungsproblem der modernen Gesellschaft(was schon die Expressionisten nach 1900 hatten) analysiert die Kirche durchaus richtig. In den letzten Jahrzehnten hat sich das sogar so verschärft, daß es inzwischen in die Kinderzimmer getragen wurde. Folgen davon sind eben die stetig zunehmenden Sprachstörungen, Störungen des Sozialverhaltens.
Hieran sieht man schon, wie verwoben gewisse Entwicklungen in Wirklichkeit sind und das bei allen radikalen Tendenzen, gewisse liberale islamische Führer durchaus richtig erkannt haben, daß das ganze westliche Wertesystem in einer tiefen Krise steckt.
Du kannst es drehen, wie Du willst: Deine Äußerungen greifen in erschreckender Weise zu kurz und sind zu eindimensional, um der in Wirklichkeit komplexen Frage des Ausgangskommentars gerecht zu werden.
Wenn du jedoch Emanzipation und Feminismus hier als negativ
belegten Aspekt anbringst, stellst du dich selbst ins Abseits.
Bla, bla, bla. Manchmal hat man den Eindruck, Du möchtest regelrecht alle Welt partout mißverstehen.
Eine simple Frage: Kannst Du richtig lesen? Oder kannst Du bitte (wenigstens) einmal vernünftig nachdenken, bevor Du hier Dein Halbgares vom Stapel läßt?
Darüber hinaus ist die Äußerung an sich schon blödsinnig. Obwohl die Diskussion um das „Eva-Prinzip“ viel Wirbel entfacht hat, so steht doch **außer Frage**, daß Feminismus/Emanzipation natürlich auch negative Seiten haben. Das ist eigentlich eine Binsenweisheit - ich glaube, selbst Dir sollte klar sein, daß alles zwei Seiten hat.
Und so auch Emanzipation/Feminismus.
Doch um Dir zur Abwechslung auch einmal etwas geistig vorzukauen (was sonst bekanntermaßen nicht meine Art ist): Ich zielte auf Spannungen und Identitätsprobleme zwischen den Geschlechtern an (durch die Veränderungen im Rollenverständnis). Auch das betrifft die heutigen Jugendlichen zu gut Deutsch volle Pulle.
Der Mensch neigt dazu viele Strömungen und Bewegungen recht
exessiv aufzunehmen und umzusetzen, leider. In Maßen ist
nämlich alles zu genießen und sehr positiv für die
Entwicklung.
Ach plötzlich sprudeln die gerade eben noch absolut nicht verstandenen Binsenweisheiten doch heraus?!
Nun, anstatt die Threats anderer für eben diese Diskussion zu
mißbrauchen solltest du einen eigens auf dieses Thema
abgestimmten Threat eröffnen wenn du die globalen
Zusammenhänge darstellen willst.
Sehr toller Unsinn. Erstens ist das mit dem „mißbrauchen“ natürlich die erwartungsgemäß eingetretene, stumpfsinnige Polemik. Zweitens ist es wieder Dein altes Problem: Wenn Dir das Denken zu anstrengend wird, reißt Du einfach wichtige Gedankengänge auseinander und implizierst, daß das alles zuweit führe, nichts mit dem Thema zu tun hätte und wer sowas macht, eigentlich doch bitte woanders schreiben solle, damit er Dir nicht Deine heile, einfache Welt der infantilen Sichtweisen zur Sau bringt, et cetera, et cetera, et cetera.
Also eine Kreisförmige Anordnung nur der Schüler ist mir nicht
bekannt und wird auch nicht empfohlen. *grins*
sogar Software im Net wo Lehrer sich die pädagogisch
sinnvollste Sitzordung erstellen lassen kann
(http://www.cornelsen.de/kts/1.c.316517.de) und siehe da da
gibt es nur Frontal in Reihen, in Blöcken und/oder als U-Form.
Wo dort oben die Stelle zum Grinsen ist, bleibt wie immer nur Dein Geheimnis. In wirklich vielen Schulen warst Du definitiv auch noch nicht, denn sonst wüßtest Du, daß eben dieses Zusammenrücken zu Tischgruppen oft zu finden ist; oder geometrisch regelrecht überladene Formen wie bspw. das „Mühle-Spielfeld“.
Wie gesagt eine solche Kreisförmige Sitzordnung alleine nur
der Schüler ist mir nirgendwo bekannt, deshalb zweifel ich
dies auch an. Vorstellbar halte ich dies bei Projektarbeiten
aber nicht im Regelunterricht.
Was hast Du denn immer mit dem Kreis? Nur weil jemand mit dem Rücken zum Lehrer sitzt, heißt das noch nicht, daß es geometrisch um einen Kreis geht.
Pädagogischer Dialog - wie auch respektvolle Kommunikation
überall - basiert (auch) auf Augenkontakt und Haltung.
Das bezweifel ich nicht, nur das Beispiel das du anführst
bezweifel ich.
Du bezweifelst viel, wenn der Tag lang ist, doch zumeist nur, weil es um das Bezweifeln an sich geht.
Nein, aber in der letzten Reihe einer von dir propagierten
Sitzordnung in der ich trotz der Tatsache das mein Lehrer zur
Klasse sprach nur gut 60% verstanden habe da der Geräuschpegel
meiner Mitschüler vor mir wie eine Schallwand waren.
Lustig - auch hier kannst Du Ursache und Wirkung nicht auseinanderhalten. Es ist doch kein Problem der klassischen Sitzordnung in bspw. drei Reihen, wenn Du nur die Hälfte verstehst.
Abgesehen davon, daß Du Dich auch hättest weiter vorne hinsetzen können, hast Du den Grund selbst genannt: Deine undisziplinierten Mitschüler. Was für ein „genialer“ argumentativer Schlag ins Wasser.
Jetzt mußte ich doch spontan lachen, Du hast es geschafft!
Du kommst eben nicht aus sogenannten Klein- oder
Kleinstfamilie, ansonsten wüßtest du was ich damit meine. Es
sind Dinge die man nur im Umgang mit Gleichaltrigen oder
halbwegs gleichaltrigen Geschwistern lernt. Sowie Dinge die
man nur im nahezu täglichen Umgang mit der Generation der
Großeltern lernt. Oft unbewußt werden diese Dinge einem in
einer Großfamilie näher gebracht, da sie zum alltäglichen
Zusammenleben gehören. In einer Kleinfamilie hat man es nicht
nötig da es viel weniger Personen sind und viel weniger
Kompetenzen im sozialen Bereich benötigt werden.
Werde doch einmal konkret - ich muß es auch immer werden, wenn Du wieder auf dem Schlauch stehst.
Mir fällt spontan nichts, absolut nichts an sozialen Fähigkeiten ein, die nicht eine gute Mutter und ein guter Kindergarten vermitteln könnte (und die im Anschluß wichtig für das Arbeitsleben sein könnten).
Das führt überhaupt nicht zuweit, im Gegenteil. Hier liegt der
Hase im Pfeffer. Die Frage ist: Ist man wirklich
desillusioniert vom Verhalten vieler Schüler heutzutage oder
ist es nicht eine alte Erkenntnis; „Umgang formt den
Menschen“. Spätestens hier sollte der Würfel fallen (für
Dich).
Man kann sich nur desillusioniern lassen wenn man seine
eigenen Ansprüche an sich und andere zu hoch setzt. Wenn man
selbst kleine Erfolge nicht mehr zu schätzen weiß und wenn man
nicht in der Lage ist richtig zu reflektieren um diese kleinen
Erfolge auch zu sehen.
Schön, daß Du plötzlich solche Weisheiten für Dich entdeckt hast. Die Frage ist immer noch (wie beim Absatz zuvor): Was schwebt Dir genau vor? Welche kleinen Erfolge, welche (zu) hohen Ansprüche? Du darfst ruhig konkret werden.
Oh je ich hab keine Erziehung genossen… Im übrigen hast du
die Alten Bundesländer erwähnt, sprich du hast hier einen
politischen Wert eingeführt.
Und? Hat das jetzt schlimmere Konsequenzen (außer, daß Du wieder nicht weit genug gedacht hast)? Notgedrungen muß man diesen „politischen Wert“ einführen, da es nunmal vier Jahrzehnte lang ZWEI deutsche Staaten gegeben hat.
Es ist schlicht eine notwendige Präzisierung.
Genauso muß man bei Äußerungen wie bspw. (erst gestern im Fernsehen von einem Prof. für Sozialwissenschaften zu hören gewesen) „Wir haben es in Deutschland 30 Jahre lang verschlafen, ein funktionierendes Netz an Kindertagesstätten und Ganztagsschulbetreuung einzurichten…“ IMMER dazusagen, daß die alte BRD damit gemeint ist, weil schlicht und ergreifend die politisch-sozialen Realitäten für die damalige DDR anders aussahen. Nicht mehr und nicht weniger.
Vielmehr bist es doch hier permanent Du, der immer und immer und immer und immer und immer wieder ideologisch auf irgendwelche historischen Fakten anspringt. Es ist ja nicht das erste Mal, daß Du so reagierst - und jetzt auch noch Deine Verständnisverfehlungen auf andere (in dem Falle mich) abschieben. Aber walte Hugo… !
Und was die Ausführungen von
diesen Sozialwissenschaftlern angeht, sorry, hier spielen wohl
noch ganz andere Aspekte mit hinein. Wie staatliche Zwänge die
in der ehemaligen DDR herrschten usw., soll heißen das es
absurd ist die Erziehung in diesen beiden Staatsformen zu
vergleichen, denn hier wurden diese Aspekte wohlweislich
ausgesparrt bzw. vernachlässigt.
Erstens welche „staatlichen Zwänge“ denn genau?
Zweitens irrst Du in dem Punkt, hier wieder zu versuchen (wie auch so manch anderer), den Vergleich zweier blanker Sozialstrukturen zu verhindern. Sicherlich ist es politisch in den Alten Ländern eher zu ertragen, den Blick auf Finnland zu richten, statt in die „Zone“
… ändert aber nichts daran, daß speziell das Bildungssystem der DDR ein gutes Beispiel dafür ist, wie totalitäre Systeme schon beinahe groteske Stilblüten treiben.
Hast Du Dich noch nie gefragt, wie eine Diktatur auf die Idee kam, ein dermaßen modernes und fortschrittliches System zu etablieren, was schlußendlich vom Selbstanspruch her geradwegs zum Aufbegehren der Bevölkerung führen **mußte**?
Schau Dir unvoreingenommen das geisteswissenschaftlich-ideologische Theoriegebäude des Sozialismus an, stelle das realsozialistische Modell „DDR“ dagegen (was ja eigentlich leninistisch-stalinistisch war); dann fällt Dir eine geradezu amüsante Eigenschaft auf, die schon Goethe im Faust mehrfach beschrieben hat. Ändert zwar nichts an den zweifelsohne vorhandene totalitären und mit Hintergedanken verknüpften Auswüchsen des Systems, doch wirft es ein anderes Licht auf alles.
Also gut, stellen wir doch mal die Frage warum gerade in den
neuen Bundesländern den die Desillosionierung so verbreitet
ist?
Das grenzt schon an böswillige Sabotage einer Debatte, da diese harmlos ausschauende Frage noch brisanter als die Hauptfrage aus dem Ausgangskommentar ist. Jetzt lehn Dich nicht soweit aus dem Fenster.
Weil es ihnen so ergangen ist wie den Auswanderern des
beginnenden 19. Jahrhunderts nach Amerika, im Glauben das
dort/hier das Leben viel einfacher ist, haben sie etwas in
Bewegung gebracht und schließlich erreicht, ohne wirklich zu
wissen, was dies bedeutet.
Das entspricht nicht der Wendegeschichte. Die Menschen, und besonders die liberalen politischen Organisationen, wollten alles andere, als den Staat DDR zu Fall bringen oder „in den Westen“.
Man erhoffte sich bessere Zeiten mit mehr Geld, Gütern,
besserer Lebensqualität einer gesicherten Zukunft. Man
erwartete das die Politik eben für all diese Dinge sorgen
würde, man war es ja auch bisher so gewöhnt.
Das ist höchstens für den unmittelbaren Zeitraum direkt nach dem Anschluß der DDR richtig.
Und abgesehen von dieser Naivität auf der einen Seite, so ist diese Haltung im Kern logisch vertretbar. Das Problem von zuviel Staat auf der einen Seite und von zuwenig Staat auf der anderen Seite gibt es doch jetzt auch. Von fundamentalen Problemen des politischen Systems brauchen wir gar nicht anfangen. Herr Dr. Kohl tat auch seinen gewichtigen Anteil mit den „blühenden Landschaften“ und dem zeitgleichen Betrug des Grundgesetzes.
Nur das dies eben kein Arbeiter und Bauernstaat ist, sondern
eine demokratische auf Kapital und wirtschaftlichen Aspekten
basierende Gesellschaft und Staatsform.
Formal ist der Sozialismus doch ironischerweise nichts anderes.
Und das Problem, daß auch eine Demokratie mit Marktwirtschaft einen entsprechend aufgestellten Staat benötigt, bekommst Du mit dieser Floskel nicht aus dem Wege geräumt.
Hier wurde und wird immer noch Eigeninitiative gefordert.
Zu diesem Sätzlein fällt mir ein:
„Ach wie gut, daß niemand weiß, daß ich soooooo gerne latente, unverschämte Diffamierungen von mir gebe.“ (die auch noch historisch fragwürdig sind).
Das war vor der
(vorschnellen) Vereinigung schon so und ist auch heute noch
so. Viele junge Ostdeutsche haben dies begriffen, wenn ich sie
mir so betrachte als Auszubildende bei uns. Nur gibt es einen
ebensogroßen Anteil die sich dieser Erkenntnis sperren. Und in
der Älteren Generation ist diese noch viel schlimmer vorhanden
und eben jene sind es die diese negative Einstellung weiter
verbreiten.
Paßt haargenau auch auf die gesamten Alten Länder.
Wie auch, sorry, bedenke mal das Staatsprinzip. Mein Stiefvater
(OT ich hasse dieses Wort, kennt jemand ein anderes?) kam aus
der DDR als junger Mann in den Westen, weil man ihn für
unbequem hielt. Er wurde des Gymnasiums verwiesen weil er zu
viele kritische Fragen gestellt hat und durfte dannach dann
problemlos ausreisen (1954 seine Großeltern nicht). Man wollte
keine Regimekritiker, später hat man dann solche Leute
weggesperrt. Erfahrungsberichte dazu sind viele zu finden.
Zudem wurden die Kinder schon vom Kleinkindalter an
ideologisch getrimmt, wohl kaum vergleichbar. Dann sollte man
wohl eher in andere westliche Nationen schauen, und dort
findet man diese Tendenzen und Intensität sowie Quantität
ebenso. Sogar in Nationen die angeblich ein viel besseres
Schulsystem haben…
Was natürlich wieder so einen häßlichen Beigeschmack führt.
Erstens hat die ideologische „Trimmung“ in der DDR nie geklappt, genauso wenig wie übrigens im Westen. Dieses „Argument“ ist ein irreführender, abgegriffener Hut.
Mit den „Tendenzen“ meinte ich das, was ich schon weiter oben konkret benannt hatte, und was Du einmal mehr umetikettierst, wie es Dir gerade paßt. Ich sprach von Wohlstandserscheinungen (einer Überflußgesellschaft), Problemen des Sozialstaats, Problemen einer modernen Industriegesellschaft, Religionskrise, Reizüberflutung und (implizit) von den umgekippten 68ern.
Hirngespinste, Unterstellungen - ich interpretiere… eine andere
Möglichkeit hat man hier ja wohl kaum…und wenn du deine
Texte so verfasst das sie sich so interpretieren lassen
solltest du vielleicht 'mal drüber nachdenken.
Klar, nur weil Du unfähig bist, Texte nicht mit Deinen wirren Implikationen zu verschandeln, sollen andere gefälligst idiotensicher formulieren? Abgesehen davon, daß das lächerlich infantil ist (und einmal mehr Usache und Wirkung vertauscht), geht dieser Mist doch von Dir aus. Schon diese Antwort von mir beinhaltet wieder unzählige Beispiele, wie Du selbst am eigentlich Offensichtlichen scheiterst.
Daß dies und das einer Nachfrage (einer Präzisierung also) bedarf, ist kein Problem und selbstverständlich - kommt bei jeder Debatte vor. Doch Du bastelst gleich unerträgliche Schlüsse heraus, die unter einer Vielzahl von Krankheiten leiden: einmal zu kurz gedacht, dann wieder irgendwelche Vorurteile, Überinterpretation, permanentes Implizieren (anstatt objektiv bei der Sache zu bleiben), infantile Vereinfachungen, und, und, und.
- Klasse da warst du ca. 12 und somit war das vor ca 10 bis 11
Jahren (1995/1996!) nach deinem Profil. Hmm, da gab es doch
schon das „vereinheitlichte“ Schulsystem, oder?
Das was?
Zu der Zeit besuchte ich eine solide Realschule und genoß
einen hervorragenden Technikunterricht. Neben wunderbarem
Frontalunterricht im Stile der alten Schule, gab es immer
wieder ausgedehnte praktische Aufgaben und Projektarbeiten.
Bei manchen benoteten die Gruppen sich gegenseitig und diese
Zensuren wurden mit einer Bewertung vom Lehrer verrechnet, um
die objektive Balance zu wahren.
Ist das nicht genau das was unsere Ursprungsposterin angeführt
hat?
Genau das habe ich doch gesagt/bestätigt.
Mal ernsthaft: Willst Du hier alle nur verarschen, oder stellst Du Dich wirklich wie der erste Mensch an?
Es ist nicht das was ich in der Schule hatte. Projektarbeit
gab es nur während der Projektwoche, Gruppenarbeit nur in
wenigen WPKs, ansonsten war nur Frontalunterricht angesagt.
Auch das teilte ich wenig später genau in der Form mit.
Offenere Sitzordnung erst nachdem, man kapierte das so alle die
gleiche Möglichkeit des akustischen Verstehens haben.
Vielleicht hätte „man“ lieber kapieren sollen, daß Ruhe im Unterricht zu sein hat, denn dann verstünde auch die auf den hintersten Reihen alles.
Auch wieder nur ein kleines Beispiel dafür, was schief läuft im System: Anstatt den Schüler entsprechend zurechtzustutzen, wird lieber die Sitzordnung geändert. Die eigentliche Ursache - das Gequatsche - wurde nicht erkannt und/oder ignoriert. Manchmal hat man wirklich den Eindruck, es ist eine Facette der neueren deutschen Mentalität, Dinge zu komplizieren, wo es auch einfach ginge.
Alles bekannte Dinge; Selbstverständlichkeiten für guten,
niveauvollen Frontalunterricht.
Definiere mal den niveauvollen Frontalunterricht genauer,
bitte?
Habe ich eindeutig getan. Frontalunterricht braucht Auflockerung in Form von ab und zu stattfindener Gruppenarbeit, Projektarbeit etc…
Das kenne ich sogar schon aus den ersten Klassen zu DDR-Zeiten.
Manchmal frage ich mich echt, wo Du zur Schule gegangen bist, denn bei jedem Bildungsthema hast Du wunderbarste (selbsterlebte) Horrorphantasien und Negativbeispiele bei der Hand.
„Vereinheitlich“ war das System in dem Sinne, daß sich die BRD
ihrer gewaltigsten Chance beraubt hatte, ein weltweit
führendes Bildungs- und Betreuungssystem gratis in die Hände
bekommen zu haben. Finnland war in dieser Sache klüger…
Gratis war bei der Wiedervereinigung gar nichts, im Gegenteil
es waren erhebliche Kosten die da auf sich genommen wurden.
Kosten deren Folgen wir heute alle spüren, oder glaubst du
tatsächlich das die Sparzwänge der Regierung sich nur aus der
Mißwirtschaft der BRD ergeben haben, nein auch durch die
immensen Kosten die die Vereinigung mit sich gebracht hat.
Ehm…Lesen ‚5‘? Oder hat schon wieder einmal die Großhirnrinde abgeschaltet…
Das ist reine Ansichts und Intressenssache, oder?
Nein, sowohl staatstheoretisch, als auch philosophisch hat das
Unterrichtsfach „Religion“ aus einer staatlichen Schule zu
verschwinden. Denk 'mal darüber nach, warum das logisch so
sein müßte.
Du hast fein säuberlich meinen Vorschlag es Theologie zu
nennen ausgeklammert, warum?
Weil es von der Anlage her immer noch Schwachsinn wäre.
Theologie soll doch bitte jeder genießen, der das möchte - dann aber nicht in einer staatlichen Schule. Soll er doch in eine Klosterschule gehen für derartigen Unterricht.
Und die bloße Umbenennung von „Religion“ in „Theologie“ ist doch keine Lösung, sondern pure Selbsttäuschung. Die Lösung heißt „Ethik“, das Fach „Ethik“, denn dort wird aus einer atheistischen Sicht auf Weltreligionen und metaphysische Dinge geblickt.
Und was man auch tendenziell mehr und mehr beobachten kann.
In dem Sinne - wenn sich die Politik weiter so verhält, bin
ich schon richtig euphorisch, die intellektuelle Apokalypse
auf deutschem Boden aus der ersten Reihe miterleben zu dürfen
… 
Ja es immer leicht nach der Politik zu schreien wenn man
selber nicht mehr klarkommt. Die Politik schafft nur den
Rahmen der Inhalt wird von den Menschen gefüllt gerade bei der
Bildungspolitik.
Und es ist ja immer so leicht, sofort so einen plakativen, propagandistischen Spruch unterzubringen, Hauptsache damit der andere als unselbständiger Depp dasteht, der ach herje nur nach der Politik schreien kann.
Im zweiten Abschnitt des Absatzes stolpest Du übrigens wieder.
Außerdem bewahrheitet sich meine scharfe Analyse von ganz weit oben: Man hat intensiv (auch schon über Bildungspolitik) diskutiert, und plötzlich kommt so ein irrationaler Satz, der die ganze Sache wieder an den Ausgangspunkt zurückwirft. Wenn Du immer noch nicht begriffen hast, daß nur die Politik dieses Land aus dem Dreck karren kann, ist Dir auch nicht mehr zu helfen.
Der Spruch, Politik schaffe nur den Rahmen, ist übrigens durchaus streitbar und klingt eher neoliberal-hohl.
Beste Grüße
Du weißt ja, ich meine es wie immer nur gut.