Hey Boss, ich brauch´ mehr Geld

Also ich bin ja eher der Typ, der mit dem Geld ein bißchen rumaast. Ich hab´ da ein paar Leute, die für mich arbeiten, die sich um meine Finanzen kümmern, um meine Gesundheit, meine Sicherheit und mir die Bude aufräumen. Ich hab´ zwar vage das Geühl, daß das inzwischen ein paar zuviele sind und die alle auch nicht wirklich ausreichend z utun haben. Aber bevor ich die rausschmeiße (was heute ja eh fast unmöglich ist), hole ich mir doch lieber mehr Geld.

Naja, dann bin gestern zu meinem Chef und sach: „Hör mal, die Kosten laufen mir davon, ich brauch´ mehr Gld.“ Da sagt der Chef zu mir:" Du spinnst ja wohl. Los jetzt, wieder ran an die Arbeit." Hei, war ich verduzt. Da hab´ ich mir gedacht: Bekomm´ ich mal die Kosten in den Griff, wenn ich mal nicht Geld in die Kasse bekomme.

Tja, und der Staat holt sich das Geld da, wo es passiert. Bei den Leuten, die sich nicht wehren können und offentsichtlich zu kurzsichtig sind, um sich wehren zu wollen. Und nun steigt die Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung von 4.500 auf 5.000 Euro, der Rentenbeitrag von 19,1% auf 19,3%, was ingesamt eine Erhöhung des Beitrages (bei entsprechendem Gehalt) um 105,50 Euro bedeutet. (Der Witz dabei ist, daß das auch später höhere Rentenzahlungen verursacht. Also wieder mal aktuelle Probleme auf Kosten der Zukunft finanziert.)

Außerdem steigt automatisch a) die Beitragsbemessungsgrenze für die Arbeitslosenversicherung von 4.500 auf 5.000 Euro (macht dann 32,5 Euro), b) die Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung von 3.375 auf 3.750 Euro (macht dann bei einem Duchschnittsbeitragssatz von 14% 52,50 Euro) und ebenso c) bei der Pflegeversicherung (macht dann 6,38 Euro).

In der Summe macht das dann für AG/AN (für den Fall, daß der AN mehr als 5.000 Euro im Monat bekommt) zusammen 196,88 Euro im Monat, also je zur Hälfte rd. 100 Euro. Für den Arbeitnehmer kommt dann noch hinzu, daß die Gehaltserhöhung im nächsten Jahr dann ausfällt, die hat sich der Staat mit den Beitragserhöhungen schon einverleibt.

Ach, als Staat hat man es einfach.

Neiderfüllte Grüße
Christian

P.S.
Eine Spezialität habe ich noch vergessen: Arbeitnehmer, die zwischen 3.375 und 3.750 Euro verdienen. Bei denen erhöht sich nämlich der Gesamtkrankenversicherungsbeitrag von ca. 200 Euro auf 525 Euro. Aber hey, wer sich mutwillig jahrelang der Solidargemeinschaft entzogen hat, hat es auch nicht besser verdient, daß die von ihm gebildeten Altersrückstellungen nun der Verischerungsgesellschaft zufallen.

Hallo Christian,

Naja, dann bin gestern zu meinem Chef und sach: „Hör mal, die
Kosten laufen mir davon, ich brauch´ mehr Gld.“ Da sagt der
Chef zu mir:" Du spinnst ja wohl. Los jetzt, wieder ran an die
Arbeit." Hei, war ich verduzt. Da hab´ ich mir gedacht:
Bekomm´ ich mal die Kosten in den Griff, wenn ich mal nicht
Geld in die Kasse bekomme.

Guter Ansatz…:smile:

Stellt sich halt beim Staat die Frage, bei was man sparen sollte. Wenn ich die Diskussionen hier lese, hat doch keiner Lust:
a) arbeitslos zu werden, weil der Staatskonsum runtergefahren wird (u.a. Personal-, Infrastruktur- und Militärausgaben)
b) weniger Geld zu bekommen, weil Renten, Pensionen, Gehälter im öffentl. Dienst… reduziert werden
c) auf Subventionen zu verzichten (ob Landwirtschaft, Industrie oder Gesundheitssystem)
d) auf soziale Absicherung zu verzichten (interessanterweise sind ja die, die am lautesten schreien nach Reduzierung der sozialen Absicherung die, die ebenfalls am lautesten schreien, wenn sie selber betroffen sind…)

Na, also wer soll den Gürtel enger schnallen?
Konstruktive Vorschläge, die über das Niveau „alle ausser mir“ oder „die, die sich halt nicht wehren können“ hinausgehen, werden gerne entgegengenommen:smile:

Grüße
Jürgen

Mahlzeit!

Naja, dann bin gestern zu meinem Chef und sach: „Hör mal, die
Kosten laufen mir davon, ich brauch´ mehr Gld.“ Da sagt der
Chef zu mir:" Du spinnst ja wohl. Los jetzt, wieder ran an die
Arbeit." Hei, war ich verduzt. Da hab´ ich mir gedacht:
Bekomm´ ich mal die Kosten in den Griff, wenn ich mal nicht
Geld in die Kasse bekomme.

Guter Ansatz…:smile:

Das fand ich aber mal auch. Aber ich durfte feststellen, das mein Cheffé meint, die potentiellen 4 Mio. Kandidaten für meinen warmen Sessel täten mit weniger zufrieden sein. Ich hab das dann auch gleich eingesehen. Seine Argumente waren halt irgendwie plausibel :smile:

Na, also wer soll den Gürtel enger schnallen?

Da täten mir schon so ein paar Dinge einfallen.

Konstruktive Vorschläge, die über das Niveau „alle ausser mir“
oder „die, die sich halt nicht wehren können“ hinausgehen,
werden gerne entgegengenommen:smile:

Wie wäre es beispielsweise gleich zu Anfang mit der Abschaffung der staatlichen Finanzierung solch unsinniger Superprojekte wie Transrapid und ähnlichem? Dürfte die eine oder andere Milliarde sparen.

Desweiteren hätte ich ganz einfache Vorschläge, um die Situation des normalen Arbeitenden Bürgers zu verbessern.

  1. Einführung eines Pauschalen Einkommensteuersystems mit wenigen Steuerstufen. Beispielsweise 15, 25, 35 Prozent, in Abhängigkeit vom Gesamthaushaltseinkommen, wobei alle Einkommensarten gleich zu berücksichtigen wären.
    Die Einkommenshöhen für die einzelnen Steuersätze sollten sich in Abhängigkeit von der familiären Situation gestalten. Beispiel? Bis zu einem Einkommen von 40.000€ p.A. sind 15% fällig. Darüber bis zu 80.000€ p.A. sind es dann 25%. Und ab 120.000€ p.A. wären es dann 35%. Freibeträge gäbe es dann nicht mehr. Statt der bisherigen Kinderfreibeträge gäbe es ein Kindergeld von maximal 600€ (monatlich pro Kind), dieses könnte in Abhängigkeit vom Einkommen sinken. Bis zu einem Einkommen von 40.000€ p.A. die volle Höhe, danach dann je 10.000€ Jahreseinkommen eine Absenkung des Kindergeldes um 100€.

  2. Abschaffung sämtlicher Steuerprivilegien und Sonderabschreibungsmöglichkeiten.

  3. Einführung eines Kapitalgedeckten Rentenversicherungssystems. Das würde bedeuten, das die Rentenversicherungsträger künftig die Beiträge der einzelnen Versicherten nicht mehr einsammeln und an die derzeitigen Rentner weitergeben. Stattdessen würde das Geld genommen und personengebunden festverzinslich angelegt. Das bisherige System der paritätischen Pflichtversicherung sollte beibehalten, nur eben das Anlageprinzip eingeführt werden. Wenn dies so gehandhabt würde, hätten wir in dreißig Jahren ein Volk von Millionären.
    Für eine gewissen Übergangszeitraum von sagen wir 20 Jahren könnte für alle, bei denen die Zeit nicht ausreicht, einen Deckungsstock aufzubauen, über eine (eindeutig fest befristete und vor allem Zweckgebundene) Erhöhung beispielsweise der Märchensteuer um zwei bis fünf Prozentpunkte die bisherige Rentenleistung finanziert werden.

Gleichzeitig würde ich das Renteneinstiegsalter in mehreren Stufen (über mindestens 15 Jahre) auf fünfzig Jahre absenken. Denn mit einem Vorzug des Renteneinstiegsalters hätten wir auch gleich das nächste dringende Problem gelöst - nämlich

  1. Die Arbeitslosigkeit. Wenn alle über fünfzig ihre Arbeitsplätze frei machen würden (denn schließlich wären die heute 30-jährigen Arbeitsnehmer ja alle in spätestens 30 Jahren Millionäre), dann gäbe es auch wieder genug Arbeitsplätze für alle anderen.

  2. Abschaffung der Krankenversicherungspflicht. Eine gravierende Änderung des Gesundheitssystems, sicher, das räume ich ein. Jeder bekäme unabhängig von seinem Einkommen das Recht, sich privat zu versichern. Für die Krankenversicherer gäbe es einen Annahmezwang, gleichzeitig müßte ein Risikopool gebildet werden. Aus diesem Pool, in den alle Versicherer einen Teil ihrer Beitragseinnahmen zahlen dürften, würden dann Rückstellungen für die Finanzierung von besonders Risikoträchtigen Patienten gebildet.
    Seitens des Staates sollte ein (steuerfinanziertes) System aufgebaut werden, das lediglich eine absolute Minimalabsicherung der Krankenbehandlung absichert. Will heißen: Wer nicht versichert ist und mit Kopfschmerzen ins Krankenhaus kommt, der bekommt halt ein Aspirin und darf nach Hause gehen. Wenn er genau untersucht werden will, ob er nicht vielleicht doch einen Tumor im Kopf hat, der muß sich halt versichern.

Ansonsten fallen mir sicher noch ein paar mehr Dinge ein. Aber für den Anfang und eine gute Diskussionsgrundlage dürfte dies erstmal reichen.

Und, was sagst Du nun dazu? Bin ich ein Genie? Sollte ich Politiker werden?

Gruß vom

Dicken MD.

man kann richtig miteid mit euch armen besserverdienern bekommen…

ihr habt schon ein schweres leben. da verdient ihr nur 4500 euro im monat und dann sollt ihr auch noch prozentual gesehen genauso viel zahlen wie diese normalos…

unerhört!

Sind ‚wir‘ ‚Eure‘ Gegner?

man kann richtig miteid mit euch armen besserverdienern
bekommen…

Hab´ ich was von mir geschrieben?

ihr habt schon ein schweres leben. da verdient ihr nur 4500
euro im monat und dann sollt ihr auch noch prozentual gesehen
genauso viel zahlen wie diese normalos…

Mal abgesehen davon, daß „wir“ schon prozentual mehr zahlen als „Ihr“, nämlich über die Steuer, ergeben sich aus den höheren Beiträgen auch höhere Ansprüche im Rentenalter. Da „wir“ auch häufiger mit 55 in den Vorruhestand gehen, halten „wir“ „unsere“ Bäuche dann in Aruba in die Sonne, während „Eure“ Kinder für „unsere“ Renten buckeln gehen.

Im übrigen ist es „unser“ Konsum, der die Wirtschaft ankurbeln soll und nicht „Euer“ Konsum, weil „Ihr“ ja sowieso nur das nötigste einkaufen könnt, nachdem „Eure“ Regierung ja auch die dritte Stufe der Ökosteuer einführen will, die Steuer"reform", die gerade „Euch“ entlasten sollte, um ein Jahr verschoben hat und „Euer“ Erdgas zukünftig höher besteuert (und da habe ich nur die Highlights rausgegriffen).

Aber cool, daß ich mal wieder eine echte Klassenkampfrede lesen durfte, hatte das schon ein bißchen vermißt.

Gruß
Christian

meine Worte
Guten morgen,

Ansonsten fallen mir sicher noch ein paar mehr Dinge ein. Aber
für den Anfang und eine gute Diskussionsgrundlage dürfte dies
erstmal reichen.

gut, daß ich hier während des Schreibens des Antwortsartikels noch mal reingeschaut habe, da kann ich mir ne Menge sparen. Ein Punkt noch: Vernünftiges Finanzmanagement unter Einsatz der üblichen Instrumente, die jedes mittelgroße Unternehmen schon heute kennt. Aber vielleicht bringt es ja die neue Finanzagentur.

Und, was sagst Du nun dazu? Bin ich ein Genie? Sollte ich
Politiker werden?

Unbedingt.

Gruß
Christian

Hallo MD,

Desweiteren hätte ich ganz einfache Vorschläge, um die
Situation des normalen Arbeitenden Bürgers zu verbessern.

  1. Einführung eines Pauschalen Einkommensteuersystems mit
    wenigen Steuerstufen. Beispielsweise 15, 25, 35 Prozent, in
    Abhängigkeit vom Gesamthaushaltseinkommen, wobei alle
    Einkommensarten gleich zu berücksichtigen wären.
    Die Einkommenshöhen für die einzelnen Steuersätze sollten sich
    in Abhängigkeit von der familiären Situation gestalten.
    Beispiel? Bis zu einem Einkommen von 40.000€ p.A. sind 15%
    fällig. Darüber bis zu 80.000€ p.A. sind es dann 25%. Und ab
    120.000€ p.A. wären es dann 35%. Freibeträge gäbe es dann
    nicht mehr. Statt der bisherigen Kinderfreibeträge gäbe es ein
    Kindergeld von maximal 600€ (monatlich pro Kind), dieses
    könnte in Abhängigkeit vom Einkommen sinken. Bis zu einem
    Einkommen von 40.000€ p.A. die volle Höhe, danach dann je
    10.000€ Jahreseinkommen eine Absenkung des Kindergeldes um
    100€.

klingt vernünftig.

  1. Abschaffung sämtlicher Steuerprivilegien und
    Sonderabschreibungsmöglichkeiten.

Selbst wenn die Eigenheimförderung geändert wird, gilt meine (kinderlos) auch noch die nächsten Jahre (§10e)

  1. Einführung eines Kapitalgedeckten
    Rentenversicherungssystems. Das würde bedeuten, das die
    Rentenversicherungsträger künftig die Beiträge der einzelnen
    Versicherten nicht mehr einsammeln und an die derzeitigen
    Rentner weitergeben. Stattdessen würde das Geld genommen und
    personengebunden festverzinslich angelegt. Das bisherige
    System der paritätischen Pflichtversicherung sollte
    beibehalten, nur eben das Anlageprinzip eingeführt werden.
    Wenn dies so gehandhabt würde, hätten wir in dreißig Jahren
    ein Volk von Millionären.
    Für eine gewissen Übergangszeitraum von sagen wir 20 Jahren
    könnte für alle, bei denen die Zeit nicht ausreicht, einen
    Deckungsstock aufzubauen, über eine (eindeutig fest befristete
    und vor allem Zweckgebundene) Erhöhung beispielsweise der
    Märchensteuer um zwei bis fünf Prozentpunkte die bisherige
    Rentenleistung finanziert werden.

Dieser Übergangszeitraum ist das größte Problem.
Was ist mit der Rente für den Monat November 2002?
Die Rücklage der BFA ist so dünn, dass Du Probleme haben wirst personengebundene Anlagen zu schaffen.
Die Märchensteuer wird ziemlich hoch sein müssen, wenn Du die jetzigen X-Millionen Rentner über 20 Jahre finanieren willst.

Gleichzeitig würde ich das Renteneinstiegsalter in mehreren
Stufen (über mindestens 15 Jahre) auf fünfzig Jahre absenken.
Denn mit einem Vorzug des Renteneinstiegsalters hätten wir
auch gleich das nächste dringende Problem gelöst - nämlich

Am besten der nahlose Übergang vom Bafög zur Rente.
Wenn Du nur noch im Alter von 30 bis 50 Jahren arbeiten möchtest, musst Du aus diesen 20 Jahren Deine 80 jährige Lebenserwartung finanzieren. Da brauchst Du aber gute Anlageformen. Wenn Du welche kennst, kannst Du sie mir ja mal mailen.

  1. Die Arbeitslosigkeit. Wenn alle über fünfzig ihre
    Arbeitsplätze frei machen würden (denn schließlich wären die
    heute 30-jährigen Arbeitsnehmer ja alle in spätestens 30
    Jahren Millionäre), dann gäbe es auch wieder genug
    Arbeitsplätze für alle anderen.

In 23 Jahren schreibe ich Dir ob das mit der Millionärsrechnung bei mir geklappt hat.

Mein Vorschlag zur Arbeitslosigkeit: Pro Familie gesetzlich nur 1,0 bis 1,5 Verdiener zulassen.

  1. Abschaffung der Krankenversicherungspflicht. Eine
    gravierende Änderung des Gesundheitssystems, sicher, das räume
    ich ein. Jeder bekäme unabhängig von seinem Einkommen das
    Recht, sich privat zu versichern. Für die Krankenversicherer
    gäbe es einen Annahmezwang, gleichzeitig müßte ein Risikopool
    gebildet werden. Aus diesem Pool, in den alle Versicherer
    einen Teil ihrer Beitragseinnahmen zahlen dürften, würden dann
    Rückstellungen für die Finanzierung von besonders
    Risikoträchtigen Patienten gebildet.
    Seitens des Staates sollte ein (steuerfinanziertes) System
    aufgebaut werden, das lediglich eine absolute
    Minimalabsicherung der Krankenbehandlung absichert. Will
    heißen: Wer nicht versichert ist und mit Kopfschmerzen ins
    Krankenhaus kommt, der bekommt halt ein Aspirin und darf nach
    Hause gehen. Wenn er genau untersucht werden will, ob er nicht
    vielleicht doch einen Tumor im Kopf hat, der muß sich halt
    versichern.

Mein Vorschlag: Vergittern der Krankenhäuser und Einlass nur mit einer Krankenversicherungskarte, in der ALLE Patientendaten gespeichert sind.
Dialyspatienten müssen sich diese Karte illegal besorgen, denn chronisch kranke sollten nicht in den Genuss einer Versicherung kommen.
Die wenigen restlichen Arbeitslosen sammeln morgens die Penner von der Straße auf, die sich keine Vorsorgeuntersuchungen erlauben konnten.

Ansonsten fallen mir sicher noch ein paar mehr Dinge ein. Aber
für den Anfang und eine gute Diskussionsgrundlage dürfte dies
erstmal reichen.

Ja, es reicht.

Und, was sagst Du nun dazu? Bin ich ein Genie? Sollte ich
Politiker werden?

Ich würde vorschlagen, dass Du es mal in der FDP versuchen solltest.

Gruß, Joe

ich das Bier bezahlen kann um an meinem Stammtisch weiter große Politik diskutieren zu können. :wink:

Wie wäre es beispielsweise gleich zu Anfang mit der
Abschaffung der staatlichen Finanzierung solch unsinniger
Superprojekte wie Transrapid und ähnlichem? Dürfte die eine
oder andere Milliarde sparen.

Hi dicker,

um dann hinzugehen und zu mnieren, daß in deutschland zuwenig für Zukunftstechnologien und forschung getan wird. Außerdem tut xdie Budnesregierung nichts, daß deutsche Hochtechnologie anwendung und Verbreitung findet. Als der Adler in Nürnberg losfahren sollte, hielten das auch alle Stammtische für reine Geldverschwendung.

Desweiteren hätte ich ganz einfache Vorschläge, um die
Situation des normalen Arbeitenden Bürgers zu verbessern.

  1. Einführung eines Pauschalen Einkommensteuersystems mit
    wenigen Steuerstufen. Beispielsweise 15, 25, 35 Prozent, in
    Abhängigkeit vom Gesamthaushaltseinkommen, wobei alle
    Einkommensarten gleich zu berücksichtigen wären.

Klingt ja wie Guido, und was machste in der Übergangszeit um die Verpflichtungen des Staates zu bezahlen?

Die Einkommenshöhen für die einzelnen Steuersätze sollten sich
in Abhängigkeit von der familiären Situation gestalten.
Beispiel? Bis zu einem Einkommen von 40.000€ p.A. sind 15%
fällig. Darüber bis zu 80.000€ p.A. sind es dann 25%. Und ab
120.000€ p.A. wären es dann 35%. Freibeträge gäbe es dann
nicht mehr. Statt der bisherigen Kinderfreibeträge gäbe es ein
Kindergeld von maximal 600€ (monatlich pro Kind), dieses
könnte in Abhängigkeit vom Einkommen sinken. Bis zu einem
Einkommen von 40.000€ p.A. die volle Höhe, danach dann je
10.000€ Jahreseinkommen eine Absenkung des Kindergeldes um
100€.

Wieviel sind eigentlich 40000 Euro brutto im Jahr? Weiß von euch eigentlich jemand, wieviel der durchschnittliche Arbeitnehmer verdient? Stundenlöhne von unter 10 Euro sind sehr sehr häufig, dann rechnet mal.

  1. Abschaffung sämtlicher Steuerprivilegien und
    Sonderabschreibungsmöglichkeiten.

das fände ich auch an der Zeit. Höre aber auch schon die Industrie wieder brüllen.

  1. Einführung eines Kapitalgedeckten
    Rentenversicherungssystems. Das würde bedeuten, das die
    Rentenversicherungsträger künftig die Beiträge der einzelnen
    Versicherten nicht mehr einsammeln und an die derzeitigen
    Rentner weitergeben. Stattdessen würde das Geld genommen und
    personengebunden festverzinslich angelegt. Das bisherige
    System der paritätischen Pflichtversicherung sollte
    beibehalten, nur eben das Anlageprinzip eingeführt werden.
    Wenn dies so gehandhabt würde, hätten wir in dreißig Jahren
    ein Volk von Millionären.

Wenn alle dasselbe tun (rentierlich ansparen) verleirt das ganze seine Wirkung. außerdem müßte der Staat dann noch mehr Schulden machen, damit es genug festverzinsliche Papiere gibt *gröl*

Für eine gewissen Übergangszeitraum von sagen wir 20 Jahren
könnte für alle, bei denen die Zeit nicht ausreicht, einen
Deckungsstock aufzubauen, über eine (eindeutig fest befristete
und vor allem Zweckgebundene) Erhöhung beispielsweise der
Märchensteuer um zwei bis fünf Prozentpunkte die bisherige
Rentenleistung finanziert werden.

also 18 bis 21 % MWSt… Hab ich da nicht an anderer Stelle die Brüller gehört, daß Steuererhöhungen überhaupt schädlich sind?
Meinste die kämen bei diesem Scenario mit Glückwünschen?

Gleichzeitig würde ich das Renteneinstiegsalter in mehreren
Stufen (über mindestens 15 Jahre) auf fünfzig Jahre absenken.
Denn mit einem Vorzug des Renteneinstiegsalters hätten wir
auch gleich das nächste dringende Problem gelöst - nämlich

so bei steigender durschschnittsalterserwartung kämen bei einem Rentenbeginn von 50 fast 40 Jahre rentenalter raus, bei gleichzeitiger durchscnittlicher Arbeitslebenszeit von ca. 30 Jahren? Entschuldige bitte, Also zahlen dann 4 Arbeiter 3 Rentner und behalten selber nix?

  1. Die Arbeitslosigkeit. Wenn alle über fünfzig ihre
    Arbeitsplätze frei machen würden (denn schließlich wären die
    heute 30-jährigen Arbeitsnehmer ja alle in spätestens 30
    Jahren Millionäre), dann gäbe es auch wieder genug
    Arbeitsplätze für alle anderen.

Bei der Rechnung fehlen aber 10 Jahre wo die Millionäre werden können. 30 + 30 = 60 aber mit 50 in Rente. Was ist mit den 10 Jahren dazwischen?

  1. Abschaffung der Krankenversicherungspflicht. Eine
    gravierende Änderung des Gesundheitssystems, sicher, das räume
    ich ein. Jeder bekäme unabhängig von seinem Einkommen das
    Recht, sich privat zu versichern. Für die Krankenversicherer
    gäbe es einen Annahmezwang, gleichzeitig müßte ein Risikopool
    gebildet werden. Aus diesem Pool, in den alle Versicherer
    einen Teil ihrer Beitragseinnahmen zahlen dürften, würden dann
    Rückstellungen für die Finanzierung von besonders
    Risikoträchtigen Patienten gebildet.

Das haben wir doch heute schon! Würde alle „privat“ versichert sein, hätten wir die GKV!!!

Seitens des Staates sollte ein (steuerfinanziertes) System
aufgebaut werden, das lediglich eine absolute
Minimalabsicherung der Krankenbehandlung absichert. Will
heißen: Wer nicht versichert ist und mit Kopfschmerzen ins
Krankenhaus kommt, der bekommt halt ein Aspirin und darf nach
Hause gehen. Wenn er genau untersucht werden will, ob er nicht
vielleicht doch einen Tumor im Kopf hat, der muß sich halt
versichern.

also Selektion der sozial Schwachen? Wer arm ist stirbt und somit erledigt sich das Problem der schlechten Risiken.

Ansonsten fallen mir sicher noch ein paar mehr Dinge ein. Aber
für den Anfang und eine gute Diskussionsgrundlage dürfte dies
erstmal reichen.

Und, was sagst Du nun dazu? Bin ich ein Genie? Sollte ich
Politiker werden?

Bleib am Stammtisch sitzen, da ist die Stimmung auch besser.

gruss
winkel

Tach, Post Chris!

gut, daß ich hier während des Schreibens des Antwortsartikels
noch mal reingeschaut habe, da kann ich mir ne Menge sparen.

Na Du bist mir ja einer. Sparst sogar beim Schreiben *g*
Dann brauchst Du vielleicht doch nicht mehr Geld, was?

Ein Punkt noch: Vernünftiges Finanzmanagement unter Einsatz
der üblichen Instrumente, die jedes mittelgroße Unternehmen
schon heute kennt.

Sicher. Sollte selbstverständlich sein. Aber das einzige Selbst, das die große, deutsche Politik zu kennen scheint, stellt den Anfang des Wortes Selbstbedienung dar.

Aber vielleicht bringt es ja die neue
Finanzagentur.

Ist mir da jetzt was entgangen? Was soll´n das sein? Ich hab ja schon gehört, das es künftig eine Sklavenverleihstation unter dem Namen Personal-Service-Agentur geben soll. Aber Finanzagentur? Kannst Du mich mal aufklären (in diesem Punkt *g*) ?

Und, was sagst Du nun dazu? Bin ich ein Genie? Sollte ich
Politiker werden?

Unbedingt.

Och nee, Du, lass mal. Ist zwar eine Ehre, das von Dir zu hören, aber den Versuch hab ich schonmal gestartet. Um in der Politik an bestimmende Stelle zu kommen, fehlen mir die wesentlichen Grundvoraussetzungen. Ich kann nicht tief genug kriechen, ich kann nicht ununterbrochen lügen und ganz wichtig, ich kann mein Gehirn nicht ausschalten.
Meine eigenen Erfahrungen in der Politik haben mich dann doch bewogen, es bleiben zu lassen. Ist ein dreckiges Geschäft…

Gruß vom

Dicken MD.

PS: Aber naja, vielleicht doch. Wollen wir vielleicht ´ne eigene Partei gründen? Dann könnte ich nochmal drüber nachdenken… :smile:

Hallo Dicker MD,

Mahlzeit!

Schon?:smile:

Wie wäre es beispielsweise gleich zu Anfang mit der
Abschaffung der staatlichen Finanzierung solch unsinniger
Superprojekte wie Transrapid und ähnlichem? Dürfte die eine
oder andere Milliarde sparen.

Hurra! (Wobei wir dann natürlich ein paar mehr hochbezahlte Arbeitslose haben, da solche sinnlosen Projekte ja eigentlich auch unter ABM für Hitech-Kräfte laufen kann…)

  1. Einführung eines Pauschalen Einkommensteuersystems mit
    wenigen Steuerstufen. Beispielsweise 15, 25, 35 Prozent, in
    Abhängigkeit vom Gesamthaushaltseinkommen, wobei alle
    Einkommensarten gleich zu berücksichtigen wären.
    Die Einkommenshöhen für die einzelnen Steuersätze sollten sich
    in Abhängigkeit von der familiären Situation gestalten.
    Beispiel? Bis zu einem Einkommen von 40.000€ p.A. sind 15%
    fällig. Darüber bis zu 80.000€ p.A. sind es dann 25%. Und ab
    120.000€ p.A. wären es dann 35%. Freibeträge gäbe es dann
    nicht mehr. Statt der bisherigen Kinderfreibeträge gäbe es ein
    Kindergeld von maximal 600€ (monatlich pro Kind), dieses
    könnte in Abhängigkeit vom Einkommen sinken. Bis zu einem
    Einkommen von 40.000€ p.A. die volle Höhe, danach dann je
    10.000€ Jahreseinkommen eine Absenkung des Kindergeldes um
    100€.

Grins:smile: Schau mal im Thread weiter unten meinen Vorschlag an!

  1. Abschaffung sämtlicher Steuerprivilegien und
    Sonderabschreibungsmöglichkeiten.

s.o.

  1. Einführung eines Kapitalgedeckten
    Rentenversicherungssystems. Das würde bedeuten, das die
    Rentenversicherungsträger künftig die Beiträge der einzelnen
    Versicherten nicht mehr einsammeln und an die derzeitigen
    Rentner weitergeben. Stattdessen würde das Geld genommen und
    personengebunden festverzinslich angelegt. Das bisherige
    System der paritätischen Pflichtversicherung sollte
    beibehalten, nur eben das Anlageprinzip eingeführt werden.
    Wenn dies so gehandhabt würde, hätten wir in dreißig Jahren
    ein Volk von Millionären.

Ehrlich? Dann hoffen wir mal, dass es keine mehr Inflation gibt (aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt)

Für eine gewissen Übergangszeitraum von sagen wir 20 Jahren
könnte für alle, bei denen die Zeit nicht ausreicht, einen
Deckungsstock aufzubauen, über eine (eindeutig fest befristete
und vor allem Zweckgebundene) Erhöhung beispielsweise der
Märchensteuer um zwei bis fünf Prozentpunkte die bisherige
Rentenleistung finanziert werden.

Upps, 2-5%punkte. Na, wenn das mal gutgeht vom Konsum her…

Gleichzeitig würde ich das Renteneinstiegsalter in mehreren
Stufen (über mindestens 15 Jahre) auf fünfzig Jahre absenken.
Denn mit einem Vorzug des Renteneinstiegsalters hätten wir
auch gleich das nächste dringende Problem gelöst - nämlich

Oh Gott, lauter quicklebendige „arbeitslose“… Ob da nicht unser Aussenhandelsüberschuss urlaubstechnisch leidet…

  1. Die Arbeitslosigkeit. Wenn alle über fünfzig ihre
    Arbeitsplätze frei machen würden (denn schließlich wären die
    heute 30-jährigen Arbeitsnehmer ja alle in spätestens 30
    Jahren Millionäre), dann gäbe es auch wieder genug
    Arbeitsplätze für alle anderen.
  1. Abschaffung der Krankenversicherungspflicht. Eine
    gravierende Änderung des Gesundheitssystems, sicher, das räume
    ich ein. Jeder bekäme unabhängig von seinem Einkommen das
    Recht, sich privat zu versichern. Für die Krankenversicherer
    gäbe es einen Annahmezwang, gleichzeitig müßte ein Risikopool
    gebildet werden. Aus diesem Pool, in den alle Versicherer
    einen Teil ihrer Beitragseinnahmen zahlen dürften, würden dann
    Rückstellungen für die Finanzierung von besonders
    Risikoträchtigen Patienten gebildet.
    Seitens des Staates sollte ein (steuerfinanziertes) System
    aufgebaut werden, das lediglich eine absolute
    Minimalabsicherung der Krankenbehandlung absichert. Will
    heißen: Wer nicht versichert ist und mit Kopfschmerzen ins
    Krankenhaus kommt, der bekommt halt ein Aspirin und darf nach
    Hause gehen. Wenn er genau untersucht werden will, ob er nicht
    vielleicht doch einen Tumor im Kopf hat, der muß sich halt
    versichern.

Heieiei, ob das noch ethisch ist?

Ansonsten fallen mir sicher noch ein paar mehr Dinge ein. Aber
für den Anfang und eine gute Diskussionsgrundlage dürfte dies
erstmal reichen.

Und, was sagst Du nun dazu? Bin ich ein Genie? Sollte ich
Politiker werden?

Auf jeden Fall! Meine Stimme hast Du! (Vielleicht sollte wir (mit Christian zusammen) eine Partei gründen?)

Nein, Spass beiseite, mit dem meisten gehe ich absolut mit. Kritisch sehe ich vor allem die „Märchensteuer“-Erhöhung, die ja erstmal nicht durch Mehreinnahmen des Einzelhaushaltes gedeckt wird und vor allem die Schwachen im System höherbelastet und das Gottvertrauen in die Stabilität unseres Wirtschaftssystem.

Grüße
Jürgen

ich das Bier bezahlen kann um an meinem Stammtisch weiter
große Politik diskutieren zu können. :wink:

Moin, Winkel!

Auch wenn ich mich eher selten bis gar nicht an Stammtischen aufhalte, ist diese Bemerkung Deinerseits durchaus mit einem leichten Humoristischen Anstrich versehen.
Doch ich fand meine Ausführungen eher wenig komisch, ich meinte das schon ernst.

Wie wäre es beispielsweise gleich zu Anfang mit der
Abschaffung der staatlichen Finanzierung solch unsinniger
Superprojekte wie Transrapid und ähnlichem? Dürfte die eine
oder andere Milliarde sparen.

um dann hinzugehen und zu mnieren, daß in deutschland zuwenig
für Zukunftstechnologien und forschung getan wird.

Hab ich noch nie moniert, echt nicht. Würde mir im Traum nicht einfallen.

Außerdem
tut xdie Budnesregierung nichts, daß deutsche Hochtechnologie
anwendung und Verbreitung findet.

Warum sollte das auch die Regierung tun? Meines Erachtens nach kann es nicht die Aufgabe des Staates sein, das die Industrie ihre Entwicklungen gewinnbringend umsetzt.
Aus meiner bescheidenen Sicht der Dinge ist es so, das jemand, der etwas vernünftiges entwickelt hat, dies auch selbst vermarkten sollte. Findet er keinen Markt dafür, dann war die Entwicklung wohl eher nicht so super.

Als der Adler in Nürnberg
losfahren sollte, hielten das auch alle Stammtische für reine
Geldverschwendung.

Mag schon sein. Doch die Frage ist, ob es sich damals um vermeintliche Verschwendung privaten Geldes oder um die vermeintliche Verschwendung von Steuergeldern handelte.

Das scheint ein Grundsätzliches Problem zu sein. In Deutschland ruft zunächst mal jeder nach Staatsgeld, wenn er meint, sich etwas tolles ausgedacht zu haben. Wenn die deutsche Industrie, die zugegeben mit dem Transrapid etwas nicht schlechtes entwickelt hat, diese Entwicklung für profitabel halten würde, dann würden sie das Ding auch bauen. Aber nein, stattdessen läßt man sich vom Staat den Bau bezahlen.
Der Hintergrund ist doch, das es sich bei den geplanten Verwendungen des Transrapid in D um unprofitable Investitionen handelt. Um dennoch einen Gewinn daraus zu ziehen, baut man ihn halt nur, wenn der Staat für den Gewinn sorgt. Das ist schlicht Verschwendung von Steuergeldern.

Desweiteren hätte ich ganz einfache Vorschläge, um die
Situation des normalen Arbeitenden Bürgers zu verbessern.

  1. Einführung eines Pauschalen Einkommensteuersystems mit
    wenigen Steuerstufen. Beispielsweise 15, 25, 35 Prozent, in
    Abhängigkeit vom Gesamthaushaltseinkommen, wobei alle
    Einkommensarten gleich zu berücksichtigen wären.

Klingt ja wie Guido, und was machste in der Übergangszeit um
die Verpflichtungen des Staates zu bezahlen?

Also der Vergleich mit der Fönwelle ist schon ganz schön tief unter Gürtellinie, oder?
Aber um Deine Frage zu beantworten - Wenn gleichzeitig alle Steuerprivilegien gestrichen werden würden, dann bliebe unter Strich nicht weniger in der Staatskasse als heute. Damit stellt sich dann auch nicht die Frage nach dem Woher nehmen.

Die Einkommenshöhen für die einzelnen Steuersätze sollten sich
in Abhängigkeit von der familiären Situation gestalten.
Beispiel? Bis zu einem Einkommen von 40.000€ p.A. sind 15%
fällig. Darüber bis zu 80.000€ p.A. sind es dann 25%. Und ab
120.000€ p.A. wären es dann 35%. Freibeträge gäbe es dann
nicht mehr. Statt der bisherigen Kinderfreibeträge gäbe es ein
Kindergeld von maximal 600€ (monatlich pro Kind), dieses
könnte in Abhängigkeit vom Einkommen sinken. Bis zu einem
Einkommen von 40.000€ p.A. die volle Höhe, danach dann je
10.000€ Jahreseinkommen eine Absenkung des Kindergeldes um
100€.

Wieviel sind eigentlich 40000 Euro brutto im Jahr?

Ganz einfach, das wären 3.333,33 € im Monat - Brutto. Das entspricht (bei einer durchschnittlichen 40-Stunden-Woche) etwa 18 bis 19€ pro Stunde - Brutto. Abzüglich Steuern (dann 15%) und SV-Verpflichtungen verblieben davon Netto dann etwa 12 bis 13€. Also monatlich Netto etwa 2.100 bis 2.200€. Das ist so schlecht nicht, oder? Wenn man davon allerdings vier Personen ernähren muß, dann ist es aber auch nicht soviel, das es für den Altersruhesitz auf Mallozze reichen würde. Es reicht allerdings, um halbwegs vernünftig leben zu können.

Weiß von
euch eigentlich jemand, wieviel der durchschnittliche
Arbeitnehmer verdient?

Oh Ja, das ist mir wohl bekannt. Wenn es Dich beruhigt, ich bin von den 40.000€ p.A. ein ganzes Ende weg. Nach unten versteht sich. Und trotzdem muß ich davon vier Personen ernähren.

Stundenlöhne von unter 10 Euro sind
sehr sehr häufig, dann rechnet mal.

Mir sind genügend Leute bekannt, die mit weniger auskommen müssen.

  1. Abschaffung sämtlicher Steuerprivilegien und
    Sonderabschreibungsmöglichkeiten.

das fände ich auch an der Zeit. Höre aber auch schon die
Industrie wieder brüllen.

Ja und?

  1. Einführung eines Kapitalgedeckten
    Rentenversicherungssystems. Das würde bedeuten, das die
    Rentenversicherungsträger künftig die Beiträge der einzelnen
    Versicherten nicht mehr einsammeln und an die derzeitigen
    Rentner weitergeben. Stattdessen würde das Geld genommen und
    personengebunden festverzinslich angelegt. Das bisherige
    System der paritätischen Pflichtversicherung sollte
    beibehalten, nur eben das Anlageprinzip eingeführt werden.
    Wenn dies so gehandhabt würde, hätten wir in dreißig Jahren
    ein Volk von Millionären.

Wenn alle dasselbe tun (rentierlich ansparen) verleirt das
ganze seine Wirkung. außerdem müßte der Staat dann noch mehr
Schulden machen, damit es genug festverzinsliche Papiere gibt
*gröl*

Was gibt es da zu gröhlen? Muß ich das jetzt verstehen?
Warum sollte der Staat dafür Schulden machen? Geld kann global investiert werden. Heutzutage passiert doch nichts anderes. Mit Geldinvestitionen wird Geld verdient. Sei es über Beteiligungen, über Finanzierungen oder über Spekulationen. Auch heute bekommt jeder Geldanlagen geboten, die eine garantierte Verzinsung bieten. Und die werden nicht zwingend nur vom Staat geboten.
Hast Du Dir mal den Spaß gemacht, hochzurechnen, was bei einem Monatlichen Rentenbeitrag von 700€ bei einer Verzinsung von 4% nach dreißig Jahren am Ende rüberkommt?

Für eine gewissen Übergangszeitraum von sagen wir 20 Jahren
könnte für alle, bei denen die Zeit nicht ausreicht, einen
Deckungsstock aufzubauen, über eine (eindeutig fest befristete
und vor allem Zweckgebundene) Erhöhung beispielsweise der
Märchensteuer um zwei bis fünf Prozentpunkte die bisherige
Rentenleistung finanziert werden.

also 18 bis 21 % MWSt… Hab ich da nicht an anderer Stelle die
Brüller gehört, daß Steuererhöhungen überhaupt schädlich sind?
Meinste die kämen bei diesem Scenario mit Glückwünschen?

Ich hab auch schon mal irgendwo vernommen, das die Ökosteuer eine positive Lenkungswirkung hätte. Und das unterm Strich niemand durch die Ökosteuer höher belastet werden würde als vorher. Und? War es deswegen wahr?
Ich bin mir sicher, das jeder verstehen würde, das eine derartige Steuererhöhung zumindest einen Sinn machen würde.

Gleichzeitig würde ich das Renteneinstiegsalter in mehreren
Stufen (über mindestens 15 Jahre) auf fünfzig Jahre absenken.
Denn mit einem Vorzug des Renteneinstiegsalters hätten wir
auch gleich das nächste dringende Problem gelöst - nämlich

so bei steigender durschschnittsalterserwartung kämen bei
einem Rentenbeginn von 50 fast 40 Jahre rentenalter raus, bei
gleichzeitiger durchscnittlicher Arbeitslebenszeit von ca. 30
Jahren? Entschuldige bitte, Also zahlen dann 4 Arbeiter 3
Rentner und behalten selber nix?

Hast Du vergessen, das wir bis dahin alle Millionäre sind?
Nach heutigem Prinzip wäre eine derartige Lösung unmöglich. Soweit hast Du selbstverständlich recht. Aber es ist aus meiner Sicht genauso unmöglich, das ich heute schon weiß, das mir zwar jede Menge an Rentenbeiträgen aus der Tasche gezogen wird, ich aber als Gegenleistung einen feuchten Furz erwarten darf. Bis ich mal in Rente gehen darf, ist nach der heutigen Politik das Renteneinstiegsalter sicher bei 75 Jahren angekommen. Sofern ich diesen Tag überhaupt noch erleben werde, kann ich davon ausgehen, das ich dann im Höchstfall eine Rente aus Sozialhilfeniveau erwarten darf. Und da kann mir jeder Politiker was anderes versprechen, ich kann zumindest die Grundrechenarten noch nachvollziehen.
Aus meiner Sicht ist die staatliche Rentenversicherung in der heutigen Form staatlich unterstützter Betrug in Reinkultur. Man nimmt, obwohl man genau weiß, die Gegenleistung dafür nie bringen zu können. Manch einer ist für vergleichbares schon im Bau gelandet.

  1. Die Arbeitslosigkeit. Wenn alle über fünfzig ihre
    Arbeitsplätze frei machen würden (denn schließlich wären die
    heute 30-jährigen Arbeitsnehmer ja alle in spätestens 30
    Jahren Millionäre), dann gäbe es auch wieder genug
    Arbeitsplätze für alle anderen.

Bei der Rechnung fehlen aber 10 Jahre wo die Millionäre werden
können. 30 + 30 = 60 aber mit 50 in Rente. Was ist mit den 10
Jahren dazwischen?

Daher sprach ich von einer Übergangszeit. Wir müssen halt alle Opfer bringen. Warum soll auch nur die Junge Generation die Opfer bringen? Wenn ich sehe, das mein Kollege, der im nächsten Jahr in Rente geht, zumindest schon weiß, das er von seiner Rente ganz gut leben kann, dann frage ich mich, warum der überhaupt noch über die unsicheren Renten jammert. Die Generation derjenigen, die zwischen heute und in zehn Jahren in Rente geht, wird zumindest noch eine nennenswerte Rente bekommen. Für Leute wie mich, bei denen es bis zur Rent noch weit über dreißig Jahre dauert, sieht die Zukunft da eher besch… aus. Oder willst Du allen Ernstes etwas andere behaupten?

  1. Abschaffung der Krankenversicherungspflicht. Eine
    gravierende Änderung des Gesundheitssystems, sicher, das räume
    ich ein. Jeder bekäme unabhängig von seinem Einkommen das
    Recht, sich privat zu versichern. Für die Krankenversicherer
    gäbe es einen Annahmezwang, gleichzeitig müßte ein Risikopool
    gebildet werden. Aus diesem Pool, in den alle Versicherer
    einen Teil ihrer Beitragseinnahmen zahlen dürften, würden dann
    Rückstellungen für die Finanzierung von besonders
    Risikoträchtigen Patienten gebildet.

Das haben wir doch heute schon! Würde alle „privat“ versichert
sein, hätten wir die GKV!!!

Wenn es denn mal so wäre. Eines können die Privaten Versicherer nämlich ganz gut -im Gegensatz zu den Gesetzlichen Kassen-, das ist mit Geld umgehen. Es kann nicht sein, das die Kohle in der Verwaltung versickert, während auf der anderen Seite an der Medizin immer mehr eingeschränkt wird.

also Selektion der sozial Schwachen? Wer arm ist stirbt und
somit erledigt sich das Problem der schlechten Risiken.

Was ist es denn heute? Aus meiner Sicht nix anderes. Als Kassenpatient bin ich heute schon Patient zweiter Klasse. Das bekommt man deutlich zu spüren - an jeder Ecke.
Man verlangt immer mehr Geld von mir, während ich immer weniger Leistung dafür geboten bekomme.
Wenn Du heute als Kassenpatient eine umfassende Vorsorge haben willst, muß Du sowieso sehen, das Du Dich nebenher privat absicherst. Ansonsten ist es eh Essig.

Und, was sagst Du nun dazu? Bin ich ein Genie? Sollte ich
Politiker werden?

Bleib am Stammtisch sitzen, da ist die Stimmung auch besser.

Nun gut, nun habe ich also festgestellt, das Dir meine Stammtischparolen nicht zusagen. Wie wäre es denn, wenn Du Deinerseits mal was zu dem Thema zum Besten gibst?

Welche Vorschläge sind denn Deiner Ansicht nach das Allheilmittel zur Gesundung des Deutschen Staates?

Gespannten Gruß vom

Dicken MD.

Kurzkommentar

um dann hinzugehen und zu mnieren, daß in deutschland zuwenig
für Zukunftstechnologien und forschung getan wird. Außerdem
tut xdie Budnesregierung nichts, daß deutsche Hochtechnologie
anwendung und Verbreitung findet. Als der Adler in Nürnberg
losfahren sollte, hielten das auch alle Stammtische für reine
Geldverschwendung.

Forschung ja, Subvention nein. Genauso wie Bergbau, Kernkraftwerke und Konsorten, buttert der Bund Mrd.-Beträge zu, aber die Gewinne gehen zu 100% (abzgl. Ertragsteuern) in die Unternehmenskasse.

Die Einkommenshöhen für die einzelnen Steuersätze sollten sich
in Abhängigkeit von der familiären Situation gestalten.
Beispiel? Bis zu einem Einkommen von 40.000€ p.A. sind 15%
fällig. Darüber bis zu 80.000€ p.A. sind es dann 25%. Und ab
120.000€ p.A. wären es dann 35%. Freibeträge gäbe es dann
nicht mehr. Statt der bisherigen Kinderfreibeträge gäbe es ein
Kindergeld von maximal 600€ (monatlich pro Kind), dieses
könnte in Abhängigkeit vom Einkommen sinken. Bis zu einem
Einkommen von 40.000€ p.A. die volle Höhe, danach dann je
10.000€ Jahreseinkommen eine Absenkung des Kindergeldes um
100€.

Wieviel sind eigentlich 40000 Euro brutto im Jahr? Weiß von
euch eigentlich jemand, wieviel der durchschnittliche
Arbeitnehmer verdient? Stundenlöhne von unter 10 Euro sind
sehr sehr häufig, dann rechnet mal.

Eben, und daher soll bei Einkommen bis zu 40.000 Euro das Kindergeld voll, danach nur noch teilweise gezahlt werden.

Das haben wir doch heute schon! Würde alle „privat“ versichert
sein, hätten wir die GKV!!!

Eben nicht. Bei der PKV suche ich mir meinen Tarif und damit meine Leistung aus. Bei der PKV sehe ich, was der Arztbesuch wegen ein bißchen Erkältung kostet.

Den Rest lasse ich mal unkommentiert. Bestimmte Arten von „Argumentation“ langweilen mich in letzter Zeit irgendwie.

Gruß
Christian

Finanzagentur
Hallo auch,

Aber
Finanzagentur? Kannst Du mich mal aufklären (in diesem Punkt
*g*) ?

das sollte helfen:
http://www.deutsche-finanzagentur.de/

PS: Aber naja, vielleicht doch. Wollen wir vielleicht ´ne
eigene Partei gründen? Dann könnte ich nochmal drüber
nachdenken… :smile:

Nun sind wir schon zu dritt. Mal überlegen…

Gruß
Christian

Naja, dann bin gestern zu meinem Chef und sach: „Hör mal, die
Kosten laufen mir davon, ich brauch´ mehr Gld.“ Da sagt der
Chef zu mir:" Du spinnst ja wohl. Los jetzt, wieder ran an die
Arbeit." Hei, war ich verduzt. Da hab´ ich mir gedacht:
Bekomm´ ich mal die Kosten in den Griff, wenn ich mal nicht
Geld in die Kasse bekomme.

Hi,

da hast du es ja noch gut erwischt. Uns wurde zuletzt mitgeteilt, dass ab einem Gehalt von EUR 3800,-- keine weiteren Lohnerhöhungen erfolgen können, da eine Bezahlung in dieser Höhe über jede tarifliche Festlegung liegt. Darüber hinaus sollten wir uns darauf einstellen, dass diese „überhöhten“ Gehälter um 10 -20% gekürzt werden könnten. Sonderzahlungen werden ausgesetzt und wir sollten unsere Ausgaben entsprechend kontrolliert verwenden…

In der Summe macht das dann für AG/AN (für den Fall, daß der
AN mehr als 5.000 Euro im Monat bekommt) zusammen 196,88 Euro
im Monat, also je zur Hälfte rd. 100 Euro. Für den
Arbeitnehmer kommt dann noch hinzu, daß die Gehaltserhöhung im
nächsten Jahr dann ausfällt, die hat sich der Staat mit den
Beitragserhöhungen schon einverleibt.

ich werde diese Geld eben irgendwie einsparen und einfach weniger ausgeben. Der Handel wird sich freuen… Da geht halt dann nichts mehr mit „Wirtschaft ankurbeln“. Ob dies alles nicht ein Eigentor wird?

Gruß + schönen Abend

Heli

Hi,

wenn wir schon mal vorrechnen sind.
Dann sollte man mal berechnen, daß der „Normalo“ vielleicht 40 Jahre im Erwerbsleben steht in denen er sich ein Haus anschaffen oder in Urlaub fahren kann. Dann kann er auch 40 jahre für seinen Ruhestand sparen.
Geht man mal davon aus daß die sog. Besserverdienenden vielleicht studiert haben, ihnen 5 - 10 jahre fehlen in den Sie kein Geld verdient haben. Außer den paar Kröten während des Studiums. Abgesehen davon, daß ich in meinem Bekanntenkreis niemanden kenne der nach 37,5 Std. in der Woche auf die Stechuhr haut und nach hause geht, so fängt man einfach 10 Jahre später an sich „Vermögen“ aufbauen zu können und die holt man nicht auf indem der Staat die „investition“ des Studiums oder dere guten Ausbildung auch noch abschöpft.

Rechne ich mein Nettogehalt aus, ziehe davon die Werbungskosten ab und teile dies durch meine geleisteten Arbeitsstunden, kommt auch in etwa ein „Normalogehalt“ raus.

Tzasssss!

Grüsse
Klaus

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Hi,

Geht man mal davon aus daß die sog. Besserverdienenden

vielleicht studiert haben, ihnen 5 - 10 jahre fehlen in den
Sie kein Geld verdient haben. Außer den paar Kröten während
des Studiums.

Hi,

aber mal abgesehen von den „Kröten“. Diese Studienjahre sind doch unbezahlbar. War/ist doch eine echt coole Zeit, die man bestimmt nicht missen will. :wink:))))

Gruß
Heli