Hierarchische numerierung ohne Ebenen

Mit meinen fortgeschrittenen Word Kenntnissen gelingt es mir nicht, eine Numerierung mit Gliederungsebene zu erzeugen. Am besten zeige ich mal, was das Ziel sein soll:

3.2.1 Überschrift (Ebene 3)
… Fließtext
3.2.1.1 … ( numerierung, keine Ebenen
3.2.1.2 …
3.2.1.3 … )

Die Numerierung soll dabei weder im Inhaltsverzeichnis auftauchen, noch die Formatvorlage „Überschrift 4“ verwenden. Im Prinzip suche ich eine Art der Numerierung, der der aktuelle Gliederungsabschitt vorangestellt wird. Im Obigen Beispiel ist das 3.2.1, wenn sich die Überschrift ändert, dann soll sich die Numerierung entsprechend anpassen.
U.a. möchte ich die Vorlage „Überschrift 4“ nicht verwenden, da ich hier eine andere Formatierung (Font/Einrückung) verwenden möchte. Passe ich die Vorlage an, so ändern sich an anderer Stelle ich die Überschriften. Das soll vermieden werden.
Ich habe beriets versucht, eine Dokument-Variable einzubauen. Leider scheint dasnicht zu funktionieren, statt dem Inhalt sehe ich immer den Variablen-Namen.

Markus

hallo markus

geht ganz einfach: definiere einfach mal eine neue formatvorlage. dieser formatvorlage weise bei format->absatz die gliederungsebene 4 zu. und auch sonst jene formate, die du brauchst. dann stelle die einfügemarke auf einen absatz der ebene 3 und gehe in den numerierungsdialog (format->numerierung und aufzählungszeichen). die aktuell verwendete numerierungsart sollte damit bereits ausgewählt sein. klicke auf anpassen und dann auf erweitern. suche dir links oben die ebene 4 raus. links unten kannst du nun diese ebene mit deiner zuvor erzeugten formatvorlage verbinden (anstatt mit überschrift 4). klick auf ok und alle absätze, die deine formatvorlage verwenden, werden korrekt numeriert. beim einfügen des inhaltsverzeichnisses klicke auf die optionen. im folgenden dialog kannst du deine formatvorlage explizit vom inhaltsverzeichnis ausnehmen (einfach den wert für die inhaltsverzeichnisebene entfernen). das sollte eigentlich den von dir gewünschten effekt bringen - solange du nicht parallel eine überschrift 4 verwendest, die unabhängig numeriert werden soll.

erwin

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo markus

geht ganz einfach: definiere einfach mal eine neue
formatvorlage. dieser formatvorlage weise bei
format->absatz die gliederungsebene 4 zu. und auch sonst
jene formate, die du brauchst. dann stelle die einfügemarke
auf einen absatz der ebene 3 und gehe in den
numerierungsdialog (format->numerierung und
aufzählungszeichen). die aktuell verwendete numerierungsart
sollte damit bereits ausgewählt sein. klicke auf anpassen und
dann auf erweitern. suche dir links oben die ebene 4 raus.
links unten kannst du nun diese ebene mit deiner zuvor
erzeugten formatvorlage verbinden (anstatt mit überschrift 4).
klick auf ok und alle absätze, die deine formatvorlage
verwenden, werden korrekt numeriert. beim einfügen des
inhaltsverzeichnisses klicke auf die optionen. im folgenden
dialog kannst du deine formatvorlage explizit vom
inhaltsverzeichnis ausnehmen (einfach den wert für die
inhaltsverzeichnisebene entfernen). das sollte eigentlich den
von dir gewünschten effekt bringen - solange du nicht parallel
eine überschrift 4 verwendest, die unabhängig numeriert werden
soll.

Funktioniert soweit prima. Allerdings muss die Gliederung eine Ebene höher mit „Überschrift 3“ verbunden werden. Andernfalls ist die numerierung fortlaufend und wird nach einer Überschrift nicht bei 1 begonnen.

Vielen Dank für den Tipp,

Markus

Funktioniert soweit prima. Allerdings muss die Gliederung eine
Ebene höher mit „Überschrift 3“ verbunden werden. Andernfalls
ist die numerierung fortlaufend und wird nach einer
Überschrift nicht bei 1 begonnen.

Leider funktioniert die Numerierung nun doch nicht so einwandfrei, wie ich anfangs dachte. Wenn ich eine neue Formatvorlage mit einer Gliederungsebene verbinde, dann funktioniert die entsprechende Überschriften-numerierung auf gleicher Ebene nicht mehr. Verbinde ich also meine neue Vorlage mit Ebende 4, so ist plötzlich die Überschrift 4 nicht mehr verbunden, sie beginnt eine neue numerierung ab 1.1.1.1.

Mir ist auch nicht ganz klar, wie Word die Gliederung verwaltet. Wenn ich in den Konfigurationsdialog der Gliederung wechsele (über die Formatvorlage), dann gibt es hier ja 8 Felder zur Auswahl. Links oben steht ohne Formatierung, die weiteren kann ich auswählen. Gehe über die Überschrift1 in diesen Dialog, so ist Feld 2 ausgewählt. Gehe ich über Überschrift3 in diesen Dialog, so ist Feld 8 (rechts unten) ausgewählt. Der Inhalt über die Ebenen ist gleich, warum erscheint die Auswahl aber an einer anderen Position?

Im gleichen Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass innerhalb dieser 8 Felder eine Voransicht unter Verwendung des Namens der Formatvorlage erscheint. Nach einigen Experimentieren kommt nun in jedem der Felder 'Überschrift X" vor. Ich bin mir sicher, niemals diese Felder bearbeitet zu haben. Irgendwie fehlt mir da der Durchblick!

Markus

ähäm - möglicherweise solltest du nochmal genau schildern, was du eigentlich haben willst. aus dem gesammelten infos reime ich mir mal folgendes zusammen:

  • du hast in deinem dokument überschriften bis mind. ebene 4

  • alle diese überschriften sollen mit einer gliederungsnumerierung versehen sein

  • zusätzlich zur überschrift 4 möchstes du auf der selben gliederungsebene eine zusätzliche formatvorlage haben, die zwar auch mit gliederungsnumerierung versehen ist, aber nicht im inhaltsverzeichnis aufscheint

soweit glaube ich ist alles klar. nun die alles entscheidende frage:

soll die numerierung über überschrift 4 und deiner speziellen formatvorlage hinweg fortlaufend sein oder sollen die beiden formatvorlagen unabhängig voneinander numeriert werden?

solange diese frage nicht näher geklärt ist, hat jede weitere diskussion nicht viel sinn…

zu deinem verständnisproblem mit den numerierungsdialog: wundert mich gar nicht. ich denke, niemand mit logischem denkvermögen wird das zeug auf anhieb verstehen - ist einfach zu abstrus.

ich wollte mir mal eine intelligente vorlage inkl. makros basteln, die die numerierung start vereinheitlichen und vor allem vereinfachen sollte. nach ein paar tests mit dem makrorekorder habe ich dann doch begonnen, die doku genauer zu studieren. problem der ganzen sache: word kann nur eine genau definierte anzahl an numerierungen (um genauer zu sein: genau 3*7 = 21 numerierungs- bzw. aufzählungsformate) verwalten. für jeden typ werden 7 standard-formate zur verfügung gestellt, die man dann anpassen darf. üblicherweise werden benutzerdefinierte formate eher hintan gestellt. d.h. nimmt man sich das 3. format vor und ändert es, so wandert es im dialog normalerweise auf platz 8 (platz 1 ist immer unformatiert). es sei den, das dokument ist zwischendurch nicht geschlossen worden. dann „merkt“ sich word offenbar, welchen platz man verwendet hat. ausnahme: der dialog wird in einem anderen kontext geöffnet. üblicherweise werden im dokument nur die veränderten formate, die auch tatsächlich verwendet werden, gespeichert. ist kein freier platz mehr wird einfach ein bestehendes format über bord geworfen und mit dem zuletzt bearbeiteten format ersetzt. das ergibt interessante effekte, wenn man in einer dokumentvorlage schon ein paar standardnumerierungen abgelegt hat und dann ein dokument lädt, dass auf einer älteren version dieser vorlage basiert und selbst ein paar formatierungen gespeichert hat. im extremfall erkennt man sein dokument nicht wieder… allerdings scheint word nicht immer mit der selben strategie vorzugehen - oder ich hab’s doch nicht verstanden (was nicht so unwahrscheinlich ist) - jedenfalls ist es mir bis jetzt noch nie gelungen, das verhalten von word was die numerierungen betrifft zu 100% vorherzusagen.

langer rede kurzer sinn - versuche immer, mit möglichst einer einzigen formatierung auszukommen.

apropos: was zum in der hilfe nachschlagen: absätze kann man auch mit den feldern {seq } und { autonumout } numerieren. es gibt etliche optionen, mit denen man die numerierung den eigenen wünschen anpassen kann. allerdings muss man diese felder manuell einfügen - mit automatisch einer formatvorlage zuweisen geht da gar nix.

erwin

ähäm - möglicherweise solltest du nochmal genau schildern, was
du eigentlich haben willst. aus dem gesammelten infos reime
ich mir mal folgendes zusammen:

  • du hast in deinem dokument überschriften bis mind.
    ebene 4

  • alle diese überschriften sollen mit einer
    gliederungsnumerierung versehen sein

  • zusätzlich zur überschrift 4 möchstes du auf der
    selben gliederungsebene eine zusätzliche formatvorlage haben,
    die zwar auch mit gliederungsnumerierung versehen ist, aber
    nicht im inhaltsverzeichnis aufscheint

soweit glaube ich ist alles klar. nun die alles entscheidende
frage:

soll die numerierung über überschrift 4 und deiner speziellen
formatvorlage hinweg fortlaufend sein oder sollen die beiden
formatvorlagen unabhängig voneinander numeriert werden?

Ersteres! Die Überschriften sollen wie gewohnt, weiter funktionieren. Zusätzlich möchte ich an verschiedenen Punkten meines Dokuments numerierungen einführen. Diese fangen mit der Kapitel-Nummer an und haben auf derletzten Stelle den sich ändernen Wert. Die ÜberschriftX(4) macht im Prinzip genau das, was ich möchte. Lediglich soll die Schrift und Absatzformatierung eine andere sein.

zu deinem verständnisproblem mit den numerierungsdialog:
wundert mich gar nicht. ich denke, niemand mit logischem
denkvermögen wird das zeug auf anhieb verstehen - ist einfach
zu abstrus.

Diese Aussage verschafft mir jetzt wirklich eine Erleichterung!

ich wollte mir mal eine intelligente vorlage inkl. makros
basteln, die die numerierung start vereinheitlichen und vor
allem vereinfachen sollte. nach ein paar tests mit dem
makrorekorder habe ich dann doch begonnen, die doku genauer zu
studieren. problem der ganzen sache: word kann nur eine genau
definierte anzahl an numerierungen (um genauer zu sein: genau
3*7 = 21 numerierungs- bzw. aufzählungsformate) verwalten. für
jeden typ werden 7 standard-formate zur verfügung gestellt,
die man dann anpassen darf. üblicherweise werden
benutzerdefinierte formate eher hintan gestellt. d.h. nimmt
man sich das 3. format vor und ändert es, so wandert es im
dialog normalerweise auf platz 8 (platz 1 ist immer
unformatiert). es sei den, das dokument ist zwischendurch
nicht geschlossen worden. dann „merkt“ sich word offenbar,
welchen platz man verwendet hat. ausnahme: der dialog wird in
einem anderen kontext geöffnet. üblicherweise werden im
dokument nur die veränderten formate, die auch tatsächlich
verwendet werden, gespeichert. ist kein freier platz mehr wird
einfach ein bestehendes format über bord geworfen und mit dem
zuletzt bearbeiteten format ersetzt. das ergibt interessante
effekte, wenn man in einer dokumentvorlage schon ein paar
standardnumerierungen abgelegt hat und dann ein dokument lädt,
dass auf einer älteren version dieser vorlage basiert und
selbst ein paar formatierungen gespeichert hat. im extremfall
erkennt man sein dokument nicht wieder… allerdings scheint
word nicht immer mit der selben strategie vorzugehen - oder
ich hab’s doch nicht verstanden (was nicht so unwahrscheinlich
ist) - jedenfalls ist es mir bis jetzt noch nie gelungen, das
verhalten von word was die numerierungen betrifft zu 100%
vorherzusagen.

Man bräuchte einTool, welches dir Formatierungen aus dem Dokument extrahiert, ordentlich darstellt und Bearbeitungen zulässt. So etwas scheint es aber wohl nicht zu geben.

Kann man eigentlich die Word eigenen Vorlagen löschen? Ich stelle mir da ein Word Dokument vor, in welchem alle Vorlagen gelöscht werden (inklusive normal.dot). Theoretisch müsste man dann von 0 anfangen können, oder? Aber irgendwie scheint normal.dot eine Sonderrolle zu spielen, ich habe mich dieser Datei nicht gänzlich entledigen können.
Und einfach löschen geht mir dnn doch zu weit, wer weiss, welche Effekte dann zu Tage treten!?

apropos: was zum in der hilfe nachschlagen: absätze kann man
auch mit den feldern {seq } und { autonumout } numerieren. es
gibt etliche optionen, mit denen man die numerierung den
eigenen wünschen anpassen kann. allerdings muss man diese
felder manuell einfügen - mit automatisch einer formatvorlage
zuweisen geht da gar nix.

Hört sich interessant an, ich werde mir mal die Hilfe dazu ansehen. Aber in diesem Zusammenhang kommt mir noch eine Frage auf: zurück in der Gliederung gibt es (=>erweitert) doch die Punkte „mit Vorlage verbinden“, „danach Tabstopp“ und als letztes „Listen Nr Felderliste“ - hast du eine Ahnung, worum es sich bei dem letzten handelt? Ist das vielleicht die Verbindung zwischen {seq} bzw {autonumout} und einer Vorlage? Der Tool-Tipp ist ziemlich abstrakt, in der Hilfe habe ich zu ListNum nichts finden können …

Danke und Gruß Markus

hab jetzt ein paar sachen ausprobiert. offenbar ist die einzige möglichkeit, dein problem zu lösen der vollständige verzicht auf die numerierungs-funktion über die formatvorlage. statt dessen kannst du zu beginn jedes absatzes, der numeriert werden soll, ein {autonumlgl} feld einfügen. da es sich dabei um ein feld und nicht um ein format handelt, ist es nicht an eine spezielle formatvorlage gebunden. es geht auch direkt auf die gliederungsebene los - unabhängig von der formatvorlage oder formatierung.

was mir aber immer noch nicht klar ist: deine formatvorlage und überschrift 4 soll fortlaufenden numeriert werden, deine formatvorlage soll aber nicht im inhaltsverzeichnis aufscheinen. es fehlen damit im verzeichnis aber einige nummern (nach 2.3.1.5 kommt dann z.b. 2.3.1.8). ist das wirklich beabsichtigt so?

das tool yum bearbeiten der formatierungen ist normalerweise unnötig - die formatvorlagen kann man ja eh über format->formatvorlagen komfortabel verwalten. lediglich die numerierungen machen stress.

das mit der normal.dot: word verwendet immer eine vorlage für dein dokument. wenn du die normal.dot löscht, wird sie beim nächsten start von word automatisch neu erzeugt. die einstellungen darinnen sind von der verwendeten word-version vorgegeben. alle globalen einstellungen werden in der normal.dot gespeichert.

hintergrund dazu: in früheren word-versionen konnten makros ausschließlich in einer dokumentvorlage abgelegt werden. die normal.dot wird beim start von word automatisch geladen - alle in ihr gespeicherten makros sind damit global verfügbar. generell sind alle in der normal.dot gespeicherten elemente (formatvorlagen, autotexte (=textbausteine), makros und symbolleisten) immer global verfügbar bzw. wirken sich auf alle dokumente aus. das verhalten kann man durch eigene vorlagen „überschreiben“. dabei geht word so vor:

zuerst werden die formate der normal.dot angewendet
dann die formate, die durch die im dokument referenzierte vorlage definiert sind (sofern nicht ohnehin die normal.dot verwendet wird)
dann alle formate, die direkt im dokument abgelegt sind.

zusätzlich gibt es die möglichkeit, vorlagen, die makros, symbolleisten, autotexte und formatvorlagen beinhalten, als add-ins zu laden. sie sind damit ebenfalls global verfügbar und können von jedem dokument aus genutzt werden.

apropos, zu genaueren erläuterung: was passiert, wenn man die normal.dot löscht?
einfache antwort: das kommt darauf an!

wenn du nicht an der normal.dot herumgefummelt hast, mit autotexten nichts am hut hast und auch sonst keine speziellen anpassungen der menüleiste oder symbolleiste vorgenommen hast, passiert praktisch nichts. beim start von word wird automatisch eine neue normal.dot generiert, die mit der alten praktisch ident sein dürfte.

hast du makros aufgezeichnet, so werden diese standardmässig in der normal.dot abgelegt. die sind damit futsch, wenn die normal.dot gelöscht wird. ebenso spezielle änderungen an der menüleiste.

hast du die formatvorlagen der normal.dot (standard, überschrift 1 etc.) verändert und danach dokumente erstellt, so kann es passieren, dass nach dem löschen der normal.dot plötzlich alle dokumente völlig anders aussehen.

hintergrund: die normal.dot definiert normalerweise für die formatvorlage „standard“ die schrift „times new roman“ mit grösse 10pt. erzeugst du ein neues dokument und schreibst einen text, so hat dieser automatisch auch die formatierung „standard“. formatierst du ein word fett, so bekommt dieses wort die formatierung „standard + fett“. änderst du nun in der normal.dot die formatvorlage „standard“ so, dass die zeichen fett und unterstrichen sind, so werden alle dokumente die nicht explizit anders formatiert sind, automatisch auf fett und unterstrichen ausgebessert. im obigen dokument wird allerdings das wort, das vorher fett war auf normal ausgebessert. warum? die eigenschaft „fett“ ist eigentlich ein ein/aus-schalter. die eigenschaft „standard + fett“ heisst nicht, dass fett immer eingeschaltet ist, sondern dass die fett-eigenschaft des textes den jeweils anderen zustand annehmen soll.

wenn du nun deine dokumente so estellst und dich an fett und unterstrichen gewöhnt hast und dann die normal.dot löscht, sind damit automatisch alle dokumente wieder „normal“. kann ziemlich verwirrend sein, wenn man da nicht aufpasst.

das mit den listnum-feld bzw. „listen nr felderliste“ war schon in word 2.0 mieserabelst dokumentiert - und die doku ist in den letzten jahren eher schlechter geworden. offenbar haben bereits die amerikanischen original-hilfe-schreiber schon wenig ahnung, was sie mit diesen funktionen tun sollen. und die deutschen übersetzer hatten noch weniger ahnung und haben vieles einfach wort-für-wort übersetzt. das ergebnis ist ziemlicher müll. manchmal hilft es, den text wortwörtlich ins englische zu übersetzen, damit man so halbwegs kapiert, was los ist.

de facto benötigt man die listnum-felder nicht wirklich - zumindest ist die sache damit so kompliziert, dass ich eigentlich keinen vorteil sehe. meiner meinung nach ist es so, dass die autonumxxx-felder aus alten word-versionen stammen und durch das vereinheitlichende listnum-feld ersetzt werden sollen. das listnum-feld hat aber keinen schalter, mit dem das format der numerierung angegeben werden könnte. also muss man im numerierungs-dialog eine spezielle numerierungsart mit dem listnum-feld „verbinden“, damit word weiss, wie das feld angezeigt werden soll. da die autonumxxx felder aber weiterhin funktionieren und leichter zu handhaben sind, solltest du diese verwenden.

grundsätzlich gibt es 3 autonumxxx felder:
autonum selbst vergibt einfach fortlaufende zahlen ohne berücksichtigung der gliederungsebene
autonumout (out für outline = gliederungsebene) vergibt eine numerierung abhängig von der gliederungsebene, allerdings in alphanumerischer schreibweise, d.h. word fängt in ebene 1 mit römischen ziffern zu zählen an, in ebene 2 wird dann mit buchstaben numeriern, ebene 3 mit ziffern, ebene 4 mit kleinbuchstaben etc.
autonumlgl schließlich numeriert mit dezimalzahlen im format:
1
1.1
1.2
1.2.1
1.2.2
2
2.1
2.2
2.3

das format kann man über schalter noch umstellen.

so, jetzt reichts aber fürs erste - schreib mir ja schon die finger wund.

alle klarheiten beseitigt?

erwin

was mir aber immer noch nicht klar ist: deine formatvorlage
und überschrift 4 soll fortlaufenden numeriert werden, deine
formatvorlage soll aber nicht im inhaltsverzeichnis
aufscheinen. es fehlen damit im verzeichnis aber einige
nummern (nach 2.3.1.5 kommt dann z.b. 2.3.1.8). ist das
wirklich beabsichtigt so?

Das passiert nur, wenn innerhalb der fortlaufenden Numerierung beide Vorlagen verwendet werden, also 2.3.1.5 (Überschrift4) 2.3.1.6 + 7 (meine Vorlage) 2.3.1.8 (Überschrift4).
Nacheiner Überschrift3 verwende ich entweder „meine vorlage“ oder überschrift 4. Es folgt wieder eine Überschrift 3 (oder 2 oder 1 )

das tool yum bearbeiten der formatierungen ist normalerweise
unnötig - die formatvorlagen kann man ja eh über
format->formatvorlagen komfortabel verwalten. lediglich die
numerierungen machen stress.

Es ist nicht wirklich komfortabel. Beispielsweise gibt es hierchische Beziehungen zwischen den Vorlagen (basiert auf), die könnten besser in Form
eines Baums angezeigt werden. Aber du hast recht, man kann prinzipiell alles bearbeiten.

[…]

hast du die formatvorlagen der normal.dot (standard,
überschrift 1 etc.) verändert und danach dokumente erstellt,
so kann es passieren, dass nach dem löschen der normal.dot
plötzlich alle dokumente völlig anders aussehen.

Wenn ich eine Vorlage direkt im Dokument und nicht in normal.dot ändere, dürfte das doch keine Auswirkungen haben, oder? Das betrifft ausschließlich auf Standardvorlagen basierende Dokumente und auch nur solche, die modifizierte Standardvorlagen verwenden!?

wenn du nun deine dokumente so estellst und dich an fett und
unterstrichen gewöhnt hast und dann die normal.dot löscht,
sind damit automatisch alle dokumente wieder „normal“. kann
ziemlich verwirrend sein, wenn man da nicht aufpasst.

[…]

so, jetzt reichts aber fürs erste - schreib mir ja schon die
finger wund.

Danke für dieses ausführliche Feedback!

alle klarheiten beseitigt?

Ich muß das jetzt erst einmal alles richtig verdauen. Richtig verinnerlichen kann ich so etwas nur, wenn ich es selbst mal ausprobiert habe.
Du bist in Sachen Word sehr fit und kannst wirklich gut und verständlich beschreiben, jetzt liegt es bei mir :o)

Danke, Markus

Wenn ich eine Vorlage direkt im Dokument und nicht in
normal.dot ändere, dürfte das doch keine Auswirkungen haben,
oder? Das betrifft ausschließlich auf Standardvorlagen
basierende Dokumente und auch nur solche, die modifizierte
Standardvorlagen verwenden!?

angenommen du definierst dir eine formatvorlage „wichig“, die das format „fett“ beinhaltet. implizit basiert diese vorlage auch auf der standard-vorlage. änderst du nun in der normal.dot die standard-vorlage so wirkt sich das natürlich auch auf das dokument und deine formatvorlage aus. es sei den, du definierst die vorlage explizit so, dass sie nicht auf „standard“ basiert.

die normal.dot wird immer geladen - egal welches dokument du verwendest.

formatvorlagen, die direkt im dokument gespeichert sind, haben grundsätzlich keine auswirkung auf andere dokumente. ausser du hast beim formatieren der vorlage die option „in dokumentvorlage speichern“ aktiviert. dann wird die vorlage zusätzlich in der vorlage gespeichert und gilt damit für alle dokumente, die auf der benutzten dokumentvorlage basieren.

erwin