hab jetzt ein paar sachen ausprobiert. offenbar ist die einzige möglichkeit, dein problem zu lösen der vollständige verzicht auf die numerierungs-funktion über die formatvorlage. statt dessen kannst du zu beginn jedes absatzes, der numeriert werden soll, ein {autonumlgl} feld einfügen. da es sich dabei um ein feld und nicht um ein format handelt, ist es nicht an eine spezielle formatvorlage gebunden. es geht auch direkt auf die gliederungsebene los - unabhängig von der formatvorlage oder formatierung.
was mir aber immer noch nicht klar ist: deine formatvorlage und überschrift 4 soll fortlaufenden numeriert werden, deine formatvorlage soll aber nicht im inhaltsverzeichnis aufscheinen. es fehlen damit im verzeichnis aber einige nummern (nach 2.3.1.5 kommt dann z.b. 2.3.1.8). ist das wirklich beabsichtigt so?
das tool yum bearbeiten der formatierungen ist normalerweise unnötig - die formatvorlagen kann man ja eh über format->formatvorlagen komfortabel verwalten. lediglich die numerierungen machen stress.
das mit der normal.dot: word verwendet immer eine vorlage für dein dokument. wenn du die normal.dot löscht, wird sie beim nächsten start von word automatisch neu erzeugt. die einstellungen darinnen sind von der verwendeten word-version vorgegeben. alle globalen einstellungen werden in der normal.dot gespeichert.
hintergrund dazu: in früheren word-versionen konnten makros ausschließlich in einer dokumentvorlage abgelegt werden. die normal.dot wird beim start von word automatisch geladen - alle in ihr gespeicherten makros sind damit global verfügbar. generell sind alle in der normal.dot gespeicherten elemente (formatvorlagen, autotexte (=textbausteine), makros und symbolleisten) immer global verfügbar bzw. wirken sich auf alle dokumente aus. das verhalten kann man durch eigene vorlagen „überschreiben“. dabei geht word so vor:
zuerst werden die formate der normal.dot angewendet
dann die formate, die durch die im dokument referenzierte vorlage definiert sind (sofern nicht ohnehin die normal.dot verwendet wird)
dann alle formate, die direkt im dokument abgelegt sind.
zusätzlich gibt es die möglichkeit, vorlagen, die makros, symbolleisten, autotexte und formatvorlagen beinhalten, als add-ins zu laden. sie sind damit ebenfalls global verfügbar und können von jedem dokument aus genutzt werden.
apropos, zu genaueren erläuterung: was passiert, wenn man die normal.dot löscht?
einfache antwort: das kommt darauf an!
wenn du nicht an der normal.dot herumgefummelt hast, mit autotexten nichts am hut hast und auch sonst keine speziellen anpassungen der menüleiste oder symbolleiste vorgenommen hast, passiert praktisch nichts. beim start von word wird automatisch eine neue normal.dot generiert, die mit der alten praktisch ident sein dürfte.
hast du makros aufgezeichnet, so werden diese standardmässig in der normal.dot abgelegt. die sind damit futsch, wenn die normal.dot gelöscht wird. ebenso spezielle änderungen an der menüleiste.
hast du die formatvorlagen der normal.dot (standard, überschrift 1 etc.) verändert und danach dokumente erstellt, so kann es passieren, dass nach dem löschen der normal.dot plötzlich alle dokumente völlig anders aussehen.
hintergrund: die normal.dot definiert normalerweise für die formatvorlage „standard“ die schrift „times new roman“ mit grösse 10pt. erzeugst du ein neues dokument und schreibst einen text, so hat dieser automatisch auch die formatierung „standard“. formatierst du ein word fett, so bekommt dieses wort die formatierung „standard + fett“. änderst du nun in der normal.dot die formatvorlage „standard“ so, dass die zeichen fett und unterstrichen sind, so werden alle dokumente die nicht explizit anders formatiert sind, automatisch auf fett und unterstrichen ausgebessert. im obigen dokument wird allerdings das wort, das vorher fett war auf normal ausgebessert. warum? die eigenschaft „fett“ ist eigentlich ein ein/aus-schalter. die eigenschaft „standard + fett“ heisst nicht, dass fett immer eingeschaltet ist, sondern dass die fett-eigenschaft des textes den jeweils anderen zustand annehmen soll.
wenn du nun deine dokumente so estellst und dich an fett und unterstrichen gewöhnt hast und dann die normal.dot löscht, sind damit automatisch alle dokumente wieder „normal“. kann ziemlich verwirrend sein, wenn man da nicht aufpasst.
das mit den listnum-feld bzw. „listen nr felderliste“ war schon in word 2.0 mieserabelst dokumentiert - und die doku ist in den letzten jahren eher schlechter geworden. offenbar haben bereits die amerikanischen original-hilfe-schreiber schon wenig ahnung, was sie mit diesen funktionen tun sollen. und die deutschen übersetzer hatten noch weniger ahnung und haben vieles einfach wort-für-wort übersetzt. das ergebnis ist ziemlicher müll. manchmal hilft es, den text wortwörtlich ins englische zu übersetzen, damit man so halbwegs kapiert, was los ist.
de facto benötigt man die listnum-felder nicht wirklich - zumindest ist die sache damit so kompliziert, dass ich eigentlich keinen vorteil sehe. meiner meinung nach ist es so, dass die autonumxxx-felder aus alten word-versionen stammen und durch das vereinheitlichende listnum-feld ersetzt werden sollen. das listnum-feld hat aber keinen schalter, mit dem das format der numerierung angegeben werden könnte. also muss man im numerierungs-dialog eine spezielle numerierungsart mit dem listnum-feld „verbinden“, damit word weiss, wie das feld angezeigt werden soll. da die autonumxxx felder aber weiterhin funktionieren und leichter zu handhaben sind, solltest du diese verwenden.
grundsätzlich gibt es 3 autonumxxx felder:
autonum selbst vergibt einfach fortlaufende zahlen ohne berücksichtigung der gliederungsebene
autonumout (out für outline = gliederungsebene) vergibt eine numerierung abhängig von der gliederungsebene, allerdings in alphanumerischer schreibweise, d.h. word fängt in ebene 1 mit römischen ziffern zu zählen an, in ebene 2 wird dann mit buchstaben numeriern, ebene 3 mit ziffern, ebene 4 mit kleinbuchstaben etc.
autonumlgl schließlich numeriert mit dezimalzahlen im format:
1
1.1
1.2
1.2.1
1.2.2
2
2.1
2.2
2.3
…
das format kann man über schalter noch umstellen.
so, jetzt reichts aber fürs erste - schreib mir ja schon die finger wund.
alle klarheiten beseitigt?
erwin