Hifi-Verstärker Reparatur

Hallo Hifi Techniker,

ich habe zwei kaputte AVM M1(Monoblock) erstanden, einen habe ich reparieren können, den zweiten auch soweit daß er geht, nur hat er einen Offset von ca 80mV. Das ist eigentlich zuviel für einen guten Hifi Verstärker. Ich habe schon zig Stunden zugebracht damit, ich finde den Fehler nicht. Wenn ich zB im eingang am OP (5534) ein Pot anbringe für Offset, kann ich einstellen, der verstärker regelt aber sofort wieder nach. Das gleiche in der Endstufe selbst (ist alles DC gekoppelt), beim ändern von Wid. zB ist es das Gleiche, der Verstärker regelt sofort wieder nach.
Wie kann ich am besten vorgehen um diesen Fehler einzukreisen, ich denke schon kreuz und quer.

Danke für jede Hilfe
Gruß Hans

Hallo Hans!

…der verstärker regelt aber sofort wieder nach. Das
gleiche in der Endstufe selbst (ist alles DC gekoppelt)…

DC-gekoppelte Verstärker arbeiten tatsächlich als Regelkreis. Eine Gegenkopplung über mehrere Stufen, im Idealfall über den gesamten Verstärker, sorgt für die DC-Nullage und gute Linearität des Verstärkers.

Die Fehlersuche in einem geschlossenen Regelkreis kann ohne weiteres nicht gelingen. Deshalb öffnest Du die Gegenkopplung, die vom Ausgang des Verstärkers auf den Eingang führt. Das zum Eingang führende geöffnete Ende der Gegenkopplung legst Du auf Null, das vom Ausgang kommende Ende des geöffneten Kreises läßt Du offen. Bei geöffneter Rückkopplung steigt die Verstärkung des gesamten Verstärkers auf die Leerlaufverstärkung und ist damit um Zehnerpotenzen zu hoch. Die Bandbreite wird mäßig sein und der Verstärker wird stark verzerren. Macht alles nichts, es geht nur darum, am Ausgang des Verstärkers die Nullage zu messen (wird bei geöffneter Gegenkopplung extrem daneben liegen) und jetzt Stufe für Stufe durchzugehen und zu gucken, an welcher Stelle die Nullage grob abweicht. Wenn Du die fehlerhafte Stufe gefunden und den Fehler behoben hast, so daß die Nullage am Ausgang wenigstens ungefähr stimmt, schließt Du die Gegenkopplung wieder und der Verstärker wird dann einwandfrei laufen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

eigentlich logisch was du da schreibst, na dann werde ich mich wieder drübermachen über diesen Schinken.

Danke Hans

…der verstärker regelt aber sofort wieder nach. Das
gleiche in der Endstufe selbst (ist alles DC gekoppelt)…

DC-gekoppelte Verstärker arbeiten tatsächlich als Regelkreis.
Eine Gegenkopplung über mehrere Stufen, im Idealfall über den
gesamten Verstärker, sorgt für die DC-Nullage und gute
Linearität des Verstärkers.

Die Fehlersuche in einem geschlossenen Regelkreis kann ohne
weiteres nicht gelingen. Deshalb öffnest Du die Gegenkopplung,
die vom Ausgang des Verstärkers auf den Eingang führt. Das zum
Eingang führende geöffnete Ende der Gegenkopplung legst Du auf
Null, das vom Ausgang kommende Ende des geöffneten Kreises
läßt Du offen. Bei geöffneter Rückkopplung steigt die
Verstärkung des gesamten Verstärkers auf die
Leerlaufverstärkung und ist damit um Zehnerpotenzen zu hoch.
Die Bandbreite wird mäßig sein und der Verstärker wird stark
verzerren. Macht alles nichts, es geht nur darum, am Ausgang
des Verstärkers die Nullage zu messen (wird bei geöffneter
Gegenkopplung extrem daneben liegen) und jetzt Stufe für Stufe
durchzugehen und zu gucken, an welcher Stelle die Nullage grob
abweicht. Wenn Du die fehlerhafte Stufe gefunden und den
Fehler behoben hast, so daß die Nullage am Ausgang wenigstens
ungefähr stimmt, schließt Du die Gegenkopplung wieder und der
Verstärker wird dann einwandfrei laufen.

Gruß
Wolfgang

hallo,

imho ist der 5534 nur als eingangsverstärker geschaltet, hat aber keine dc-kopplung zum eigendlichen endstufenteil. desshalb ists egal was du beim ne 5534 als offset einstellst, die endstufe „findet“ immer wieder zu ihren 80mV offset am ausgang.
ich kann mich leider nur noch sehr vage an die schaltungsdetails des amps erinnern, aber falls die endstufe serlbst nicht mit nem offset-trimmer ausgestattet ist, kontrollier mal die einganstransistoren (imho bc546 + bc556), und den beiden stromspiegelschaltungen bestehend aus imho: 1xled + bd139 ; 1xled + bd140.
wenn diese bauteile durch alterung ihre arbeitspunkte „verloren“ haben, könnten sie zu dem von dir beschriebenen fehler führen.

gruss wgn

Hallo
der 5534 ist natürlich Dc-gekoppelt sonst käme ich nicht auf die Idee dran den Offset zu verstellen.

Gruß Hans

hallo,

Hallo
der 5534 ist natürlich Dc-gekoppelt sonst käme ich nicht auf
die Idee dran den Offset zu verstellen.

sorry, aber deine vika sagt nix aus, desshalb bin ich erstmal von laienwissen ausgegangen -(.

was passiert denn am ausgang der endstufe wenn du mittels deiner offsetschaltung -1v; +1v; ±0v am ausgang des ops einstellst?
bzw kannst du diese spannungen am ausgang des ops überhaupt „halten“, oder regelt der op-ausgang auch immer auf einen „lieblingswert“ ?

gruss wgn

ps: haste bei avm mal nachgefragt?

Gruß Hans