Hififragen

Hallo liebe Alle,
ich habe mir vor Jahren schon 2 3-Wege Boxen zusammengebaut (platine und die 3 chassis aus ca 30 Jahre alten Boxen, deren Gehäuse Asbest enthielten und deshalb ersetzt wurden), die ich seither an einem 30 jährigen marantz Verstärker betreibe.
Nun sieht das bei dem Verstärker so aus, dass, je kleiner das Eingangssignal ist, desto besser das Ausgangssignal ist (logisch, oder?). Deshalb drehe ich den Verstärker immer auf mindestens halbe Maximallautstärke auf. Dabei ist’s auch schön laut, das Problem ist aber, dass ein Störgeräusch (ein hohes, gleichmäßiges fiepen) entsteht, lauter je höher ich die Lautstärke des Verstärkers regle.
Wodurch kann ich das beheben? Brauche ich da eine „Rauschunterdrückungsschaltung“? Oder wie heisst das Teil was ich da brauche?

Ausserdem, wenn man den Verstärker anschaltet (der hat noch so einen tollen Schalter mit dem man komplett an/aus schaltet) hört man nach kurzer Zeit ein Knacken und dann pegelt sich anfängliches Brummeln auf des oben genanntes Störgeräusch ein. Mit dem Knacken kann ich leben, sooo oft schalte ich das Ding ja nicht ab, trotzdem würde mich interessieren, was für eine Schaltung zur zukünftigen Vermeidung vonnöten ist.

Nun zu den Boxen. Der Vorverstärker im Verstärker erlaubt mir, den Bass zu leveln. Speziell bei hohen Lautstärken muss ich den runterregeln, denn die Basschassis der Boxen krachen bei hoher Belastung.
Für mich ist klar, ich brauche wenigstens neue Basschassis (btw. is chassis eigentlich auch plural? oder hieße das dann chassi?). Ich habe auch schon welche hier (http://www.lautsprecher.de/index1.html?lautsprecher_…) gefunden. Ich frage mich, wo eingefleischte Audiofetischisten ihre Komponente erwerben? Ich werde wohl chassis nur um 100 € erwerben können, wobei weniger lieber ist, solange Ihr mir nicht tunlichst von der Qualität abratet. Ich habe bei einigen anderen shops auch chassis gesehen, die sind aber alle nach Firmen sortiert und sich da durch alles durchzuklicken um die basschassis zu finden, kann ja auch nicht der beste Weg sein.

Vielen Dank

lg
drmp

Hallo liebe Alle,
ich habe mir vor Jahren schon 2 3-Wege Boxen zusammengebaut
(platine und die 3 chassis aus ca 30 Jahre alten Boxen, deren
Gehäuse Asbest enthielten und deshalb ersetzt wurden), die ich
seither an einem 30 jährigen marantz Verstärker betreibe.

Den Frühschäden nach würde ich auf … steht weiter unten … tippen.

Nun sieht das bei dem Verstärker so aus, dass, je kleiner das
Eingangssignal ist, desto besser das Ausgangssignal ist
(logisch, oder?).

Hä? Warum sollte das sein? Ein „ordentlicher“ Verstärker macht einfach nur eine Spannungsmultiplikation innerhalb der Grenzen seiner Betriebsspannung (in erster Näherung). Egal wo der Lautstärkesteller steht.

Deshalb drehe ich den Verstärker immer auf
mindestens halbe Maximallautstärke auf. Dabei ist’s auch schön
laut, das Problem ist aber, dass ein Störgeräusch (ein hohes,
gleichmäßiges fiepen) entsteht, lauter je höher ich die
Lautstärke des Verstärkers regle.

Hört sich nach Rückkoppelung an. Entweder ist da ein Bauteil abgeraucht, oder es ist ein Schaltungsfehler (hatte ich mal in einem Zeck-Mischpult) oder irgendeine Strippe macht Kontakt wo sie nicht soll.

Wodurch kann ich das beheben? Brauche ich da eine
„Rauschunterdrückungsschaltung“? Oder wie heisst das Teil was
ich da brauche?

Na ja, eher so was wie ein fachmännischer Blick in das Gerät. Hatte ich mal vor 25 Jahren bei einem Freund. Ein Kondensator war arg schief und berührte mit dem Metallgehäuse einen Steckkontakt. Daher klang eine Hälfe (Kanal) des Verstärkers dumpf. A bissle weggebogen und alles war OK (außer dass der Verstärker sonst aus meiner heutigen Sicht eher Sondermüll als HiFi war).

Ausserdem, wenn man den Verstärker anschaltet (der hat noch so
einen tollen Schalter mit dem man komplett an/aus schaltet)
hört man nach kurzer Zeit ein Knacken und dann pegelt sich
anfängliches Brummeln auf des oben genanntes Störgeräusch ein.

Hmm. Ich tippe einfach mal blindlings darauf, dass irgendeiner der Elektrolytkondensatoren da drin faul ist und mit der Zeit irgendeine Verstärkerstufe im Arbeitspunkt wegläuft.

Mist, im Flur wartet noch ein Vox AC 30 darauf, dass ich den selben Fehler daran finde und behebe.

Mit dem Knacken kann ich leben, sooo oft schalte ich das Ding
ja nicht ab, trotzdem würde mich interessieren, was für eine
Schaltung zur zukünftigen Vermeidung vonnöten ist.

Eine Reparatur, ist meine Meinung.

Nun zu den Boxen. Der Vorverstärker im Verstärker erlaubt mir,
den Bass zu leveln. Speziell bei hohen Lautstärken muss ich
den runterregeln, denn die Basschassis der Boxen krachen bei
hoher Belastung.

Ich weiss zwar jetzt nicht, was bei Dir LAUT ist, aber wenn bei mir die Basschassis, bei dem was ich unter LAUT verstehe, Geräusche machen, dann kann ich sicher darauf tippen, dass die Sicken an den Membranen gerissen sind (ist bei einem der Fall => Sondermüll - ach ja, in 2 Wochen ist ja Sperrmüll) oder wg. thermischer Überbelastung die Schwingspule verzogen ist.

ihre Komponente erwerben? Ich werde wohl chassis nur um 100 €

Bevor du IRGENDEINEN Schallwandler, der in das vorhandenen Gehäuse akustisch nicht passt und nicht korrekt mit der existierenden Frequenzweiche zusammenarbeitet (siehe ziemlich unten), kaufst du dir besser auf dem Gebrauchtmarkt was nettes. Ich habe mir jetzt 4 Päärchen wohlklingende und bis auf Kratzer guterhaltene Canton Nestor 352/303 (baugleich) ersteigert (wo wohl) und dabei jeweils ca. 50 Euronen incl. Versand ausgegeben. Mein Tipp für den kleinen Geldbeutel und ich biete auch in Zukunft nicht mehr mit, hab ja genug.

basschassis zu finden, kann ja auch nicht der beste Weg sein.

Nein, der richtige Weg wäre mit Reverse Engineering das Design deiner Lautsprecher herauszufinden, dann die Thiele-Small-Parameter auszurechnen und damit einen Schallwandler gezielt auszusuchen.

Ein guter Einstieg in die Physik der Bewegung. *g* Nein, ich mache das auch nicht.

Gruß

Stefan

Danke für die Antwort.
Ich werde also einen neuen Verstärker ranschaffen (was hältst du von dem Hifi Academy Amp? nicht dass ich so viel ausgeben könnte, trotzdem interessant, eine Meinung dazu zu erhalten. Natürlich würde ich mich über Empfehlungen freuen. Ich brauche eigentlich nur Stereo mit Ein/Ausschalter).

Das mit dem kleinen Signal das verstärkt besser klingt, basiert auf meinem Halbwissen um „small signal analysis“, bei der ein MOSFET ein kleines Signal verzerrungsfreier verstärkt wird als ein grosses.

Dieses Halbwissen habe ich übrigens aus einem MIT OCW Kurs „Engineering Electronical Circuits“ (neuerdings „Circuits and Electronics“ genannt).

Natürlich kann der bessere Klang eines verstärkten kleinen Signals auch mit der Minderwertigkeit der Quelle zusammenhängen (momentan eine onboard Soundkarte… sollte vielleicht mal meine Audigy 2 einbauen…).

Zu den Boxen:
egal ob Membran oder Spule, ein Austausch sollte das Problem ja beheben, oder?
Momentan steckt alles in einem Gehäuse mit ungefähr demselben Volumen wie das Original, gefüllt mit Schafswolle.
Bei dem chassis handelt sich um einen 80 Watt rms Tieftöner mit Übertragungsbereich 20-2000 Hz, 4 Ohm Nennwiderstand, 20 Hz Resonanzfrequenz, 10000 Oersted magnet. Feldstärke und 93000 magnet. Fluss (laut Datenblatt).
Könnte es sein, dass ich die Lautsprecher über die 80 Watt auslaste (nennt man das nicht übersteuern?)? Ich kenne den Wirkungsgrad (nennt man das so bei Boxen?) nicht, weiss also nicht, wie nach ich an die 80 Watt bei wievielen db(A) ich rankomme.
Die Weiche hat eine Übergangfrequenz von 350/1000/4000 Hz, Ein-/Ausgangsimpedanz 4-8/4-6 Ohm, Musikbelastbarkeit 200 Watt und Flankensteilheit 18 dB /Oktav.
Ich habe keine Ahnung was die Hälfte zu bedeuten hat.
Welche Kriterien muss das chassis erfüllen (ausser den richtigen Einbaumassen)?

lg
drmp

Moment, da habe ich glatt die Daten der falschen Weiche geschrieben. Die richtigen Daten sind Übergangsfrequenz bei 800/3500 Hz und Musikbelastbarkeit bei 160 Watt (in Klammern steht dahinter 80 Watt, ich nehme an, das ist der rms Wert).

Für die zukünftigen Tieftöner und den Fall dass ich die jetzigen einfach nur übersteuere, möchte ich gerne welche mit höherer Leistung bei Wirkungsgrad 93 dB nehmen (speziell http://www.lautsprecher.de/index1.html?lautsprecher_…).
Würde das zusammen funktionieren? Und was würdest du mit begrenztem Budget tun?

lg
drmp

Ich werde also einen neuen Verstärker ranschaffen (was hältst
du von dem Hifi Academy Amp?

Link dazu? Google spuckt mir für den schnellen Blick zu viele Ergebnisse aus.

nicht dass ich so viel ausgeben könnte, trotzdem interessant, eine Meinung dazu zu erhalten.
Natürlich würde ich mich über Empfehlungen freuen. Ich brauche
eigentlich nur Stereo mit Ein/Ausschalter).

Hmm. Eigenbau? Z.B. den von http://schuro.de mit den TDA7293? Und dann einfach ein logarithmisches 22 kOhm Stereopotentiometer davor.

Das mit dem kleinen Signal das verstärkt besser klingt,
basiert auf meinem Halbwissen um „small signal analysis“, bei
der ein MOSFET ein kleines Signal verzerrungsfreier verstärkt
wird als ein grosses.

Stimmt. Für einen einzelnen Transistor. Aber ein Verstärker besteht nicht nur aus einem einzigen, sondern in der heutigen Funktionsweise (Operationsverstärker) aus mindestens 5 davon, die so verschaltet sind, dass genau diese Kennlinieneffekte unhörbar gemacht werden.

Natürlich kann der bessere Klang eines verstärkten kleinen
Signals auch mit der Minderwertigkeit der Quelle
zusammenhängen (momentan eine onboard Soundkarte… sollte
vielleicht mal meine Audigy 2 einbauen…).

Kein schlechter Gedanke.

Zu den Boxen: egal ob Membran oder Spule, ein Austausch sollte das Problem ja beheben, oder?

Momentan steckt …

Oh je. Da bin ich überfordert. Ich habe mich nie mit Lautsprecherentwicklung befasst und einfach mal einen sehr gut klingenden Bauvorschlag vor 25 Jahren gebaut. Ich weiss nur, dass diese Parameter zwar elektrisch sind, aber die akustisch wirksamen Thiele-Small-Parameter sind es immer noch nicht.

auslaste (nennt man das nicht übersteuern?)? Ich kenne den
Wirkungsgrad (nennt man das so bei Boxen?) nicht, weiss also
nicht, wie nach ich an die 80 Watt bei wievielen db(A) ich
rankomme.

Bei üblichen HiFi-Kisten darf man mit 88 dB für 1 Watt rechnen.

Die Weiche hat eine Übergangfrequenz von 350/1000/4000 Hz,

4-Wege? Ach du dickes Ei. Ich glaube kaum, dass die „feinfühlig“ entwickelt worden sind.

Ein-/Ausgangsimpedanz 4-8/4-6 Ohm,

Ausgangsimpedanz? Bei einem Lautsprecher? Allein die schwachmatische Angabe (ja ich weiss, Canton macht das auch so, und die bauen gutes Zeug) ist schon … Es sind 4-Ohm-Lautsprecher. (punkt)

und Flankensteilheit 18 dB /Oktav.

Bauteileschlacht auf der Frequenzweiche. Oder nötig, weil die Einzelchassis zu viele Resonanzen haben.

Ich habe keine Ahnung was die Hälfte zu bedeuten hat.

Hälfte?

Welche Kriterien muss das chassis erfüllen (ausser den richtigen Einbaumassen)?

Nun ja, wie gesagt, elektrisch und akustisch passend.

Gruß

Stefan

Und was würdest du mit begrenztem Budget tun?

  1. mir ein gut erhaltenes Päärchen Cantons ersteigern (hab jetzt 4 x Nestor 352/303)

  2. a bissle sparen und da was neu kaufen http://nubert.de (4 Wochen Rückgaberecht)

  3. Ein paar Ausgaben „klang + ton“ kaufen und mich für einen Bausatz entscheiden. Schau dir da mal die „Cheap Tricks“ an. Für resonanzarme Gehäuse kannst du sie außen mit Teppich, Filz oder dickem Stoff bekleben. Und nimm auf jeden Fall dicke Spanplatten statt „normalem“ Holz, die sind von Hause aus resonanzärmer.

Gruß

Stefan

Link dazu? Google spuckt mir für den schnellen Blick zu viele
Ergebnisse aus.

hatte es falsch geschrieben :blush:
der Link lautet hifiakademie.de
der Amp ist hier http://hifiakademie.de/?id=1&si=MTIyMDcyMTMyNi4zMzU5….

Hmm. Eigenbau? Z.B. den von http://schuro.de mit den TDA7293?
Und dann einfach ein logarithmisches 22 kOhm
Stereopotentiometer davor.

also der Amp 200?
ist der Unterschied zwischen „Highend“ (ja, hier ohne Bindestrich) und Standard nur optisch oder auch klanglich?
Meinst Du, ich, als unbedarfter, unerfahrener Lötkolbennutzer, könnte das Teil zusammenbasteln? (Ich habe den kostenpflichtigen Schaltplan noch keiner Prüfung unterziehen, kann mir also kein Urteil bilden) Hast du den schon mal gebaut? Wie gut ist die Dokumentation? Ich muss ja dann wahrscheinlich mit irgendwelchen Oszilloskopen irgendwas justieren und rumprobieren, nur habe ich keine Ahnung von alledem und bräuchte daher Anleitung wie auf hifiakademie.
Entschuldige bitte meine Blauäugigkeit, aber wohin packe ich den Poti und wozu? Warum 22 kOhm und wieviele Watt soll der vertragen können?

Oh je. Da bin ich überfordert. Ich habe mich nie mit
Lautsprecherentwicklung befasst und einfach mal einen sehr gut
klingenden Bauvorschlag vor 25 Jahren gebaut. Ich weiss nur,
dass diese Parameter zwar elektrisch sind, aber die akustisch
wirksamen Thiele-Small-Parameter sind es immer noch nicht.

Meinst du, ein Chassis das einfach dieselbe Impedanz hat (mit den anderen Werten möglicherweise unterschiedlich) passt damit zusammen? Ich glaube, mein Gehäuse hat 80 L (müsste aber nachmessen um es mit Bestimmtheit sagen zu können), ich habe es mit Schafswolle gefüllt.

Bei üblichen HiFi-Kisten darf man mit 88 dB für 1 Watt
rechnen.

Ich weiss aber nicht wie laut die Boxen sind. Wenn ich wüsste dass ich auf 1 m 88 dB habe, wüsste ich, dass ich bei einem Watt angelangt bin. Dementsprechen könnte ich auch feststellen ob ich die 80 Watt überhaupt erreiche wenn ich wirklich aufdrehe. Wenn nicht, reichen 80 Watt rms und ich brauche keine 200 Watt rms chassis zu nehmen (laste ich ja sowieso nicht aus).

Bauteileschlacht auf der Frequenzweiche. Oder nötig, weil die
Einzelchassis zu viele Resonanzen haben.

dehalb

Ich habe keine Ahnung was die Hälfte zu bedeuten hat.

D

impedanz und frequenzen sind mir ja noch begreiflich.

Welche Kriterien muss das chassis erfüllen (ausser den richtigen Einbaumassen)?

Nun ja, wie gesagt, elektrisch und akustisch passend.

Ok… also ich habe mir dieses chassis ausgesucht das hat 180 Watt rms (jetziges 80 Watt, übersteuern also ausgeschlossen… obwohl… eine neue Weiche müsste dann auch her, die jetzige schafft nur 80 Watt), 26-5000 Hz (ich habe gelesen, Kinder zwischen 2 und 5 Jahren könnten noch 16 Hz wahrnehmen… auf die 6 Hz (verglichen zum jetzigen Chassis) die nicht damit wiedergegeben werden können kann ich glaube ich verzichten. oder hört man den unterschied zwischen 20 Hz und 26 Hz?), 93 dB Schalldruck (bei 1 m pro W), VAS 114 L (wohl empfohlenes Volumen oder so. momentan haben die Boxen je ~80 L. ist das problematisch? ich denke nur bei hoher Lautstärke), Qts 0,35 (?) und F-res: 29 Hz (wohl Resonanzfrequenz. die jetzigen haben 20 Hz. das ist wohl nah genug dran, oder?).

Gruss
drmp