Hilfe!

Meine liebe Josefine.
Der Fritz hat an einigen Stellen recht frei übersetzt und ich weiß nicht ob Dein Lehrer das so akzeptiert.
Und von wegen fertig! Ich habe von Dir noch keine überzeugende Übersetzung gesehen. Tut mir leid.
Gehe in Zukunft wie folgt an so eine Aufgabe:
Satz für Satz.
Vokabeln nachprüfen, ggf. nachschlagen.
Herausfinden, in welchem Fall die Substantiva und die Adjektive stehen.
Abfragen; Was ist Subjekt, was Objekt.
Erst dann versuchen einen Sinnvollen deutschen Satz zu bilden.
Grüße
Eckard.

Naja, Fritz,
Begeistert war ich von Deinem „Spoiler“ nicht. Außerdem ist er an einigen Ecken nicht ganz wortgetreu übersetzt. Wenn man so schwimmt wie unsere junge Freundin, sollte man wirklich hautnah am Urtext bleiben, sonst geht man unter!
Außerdem hatten wir ja, so glaube ich jedenfalls, die Übereinkunft, keine Hausaufgaben zu machen sondern bestenfalls bei der Lösung zu helfen.
Aber ok, Du bist hier der Boss.
Außerdem gebe ich zu, für Nachhilfeunterricht ist hier auch nicht der rechte Platz (confiteor peccavi)
Grüße
Eckard.

Hallo nochmal.
So,jetzt hab ich mich hingesetzt und die Übersetzung komplett neu geschrieben.Ich hoffe,dass es jetzt endlich stimmt,weil ich morgen ne gute Note brauche!

Lucius zeigt phillip Rom.Auf den Straßen tragen Sklaven Sänften,aber auf den Straßen gibt es keine Wagen.Denn Bauern dürfen nur nachts mit ihren Wagen kommen.
„Dort“,sagt Lucius,„trägt ein Mann Wasser in die mietshäuser und verkauft es an die Bewohner.“
Phillipus:„Das sind riesige Mietshäuser,aber sie gefallen mir nicht.Sie sind nicht schön.“
Darauf Lucius:„Schön sind sie nicht,aber gewinnbringend für ihre Besitzer.Jetzt komm!Ich werde dir das Amphietheater zeigen.“

Josephine
Ps.:Eckard,bist du Lateinlehrer oder wieso kannst du das so gut?:smile:

Aber ok, Du bist hier der Boss.

Aber, Eckard, soo doch nicht. Ich habe mich hinreißen lassen und ohne viel zu denken losgemacht.
Also wäre es an mir zu sagen: Pater, peccavi!

Außerdem gebe ich zu, für Nachhilfeunterricht ist hier auch
nicht der rechte Platz

Naja, schon auch wahr, aber wenn mans so macht wie du, hat nicht nur Josephine was davon. Hoffe ich.

Also Schnee pro nonbonum! :wink:

Beste Grüße Fritz

Das heißt,der Text ist immernoch falsch?*heul*
Kanst du mir vielleicht noch sagen,welche Stellen genau falsch sind?Ich brauch echt ne gute Note!:smile: :frowning:
Josephine
Ps.:smiley:anke für den Tipp,mit der Rangehensweise!

Na, siehste,

Lucius zeigt phillip Rom.Auf den Straßen tragen Sklaven
Sänften,aber auf den Straßen gibt es keine Wagen.
Denn Bauern dürfen nur nachts mit ihren Wagen kommen.

Das darfst Du aber nur dann so übersetzen, wenn Du weißt, dass es eigentlich heißt: „denn die Bauern müssen (debere!) mit ihren Wagen nachts kommen“ Dann kann man so frei sein und Deine Fassung verwenden, weil sie natürlich sinngemäß richtig ist.

„Dort“,sagt Lucius,„trägt ein Mann Wasser in die mietshäuser
und verkauft es an die Bewohner.“
Phillipus:„Das sind riesige Mietshäuser,aber sie gefallen mir
nicht.Sie sind nicht schön.“

"Die Mietshäuser sind groß - heißt es eigentlich. dabei würde ich bleiben.

Darauf Lucius:„Schön sind sie nicht,aber gewinnbringend für
ihre Besitzer.Jetzt komm!Ich werde dir das Amphietheater
zeigen.“

„Finito libro gaudet scriptor paede laeto!“
Also hast Du es geschafft. Prima. Und ich hoffe, Du hast auch etwas gelernt. (Es hätte Dir sicher nichts gebracht wenn Du selbst nichts dran getan hättest!) Jetzt kann ich Dir nur noch die Daumen für eine gute Note halten :smile:
Lieben Gruß
Eckard

Ps.:Eckard,bist du Lateinlehrer oder wieso kannst du das so
gut?:smile:

Nein, beileibe nicht, ich habe vor 50 Jahren mal Latein gelernt und seitdem damit eigentlich nichts mehr zu tun. (schau in meine ViKa :smile:

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Salvete sodales,

ich bin wieder da und stelle fest, dass Ihr sehr fleißig gewesen seid. Gratuliere.

Das heißt,der Text ist immernoch falsch?*heul*
Kanst du mir vielleicht noch sagen,welche Stellen genau falsch
sind?

Das sagt Eckard bloß, weil er Wert auf die notwendige Sturheit legt, ohne die man im Umgang mit Lateintexten aufgeschmissen ist. Wenn Du seine Visitenkarte anschaust, darfst Du feststellen, dass ihm diese Sturheit gepaart mit Phantasie (am richtigen! Ort) zu einer ersten Lebenshälfte verholfen hat, mit der man zufrieden sein kann.

Es ist nicht soo arg. In Deiner letzten Version finde ich bloß im vierten Satz „die mietshäuser“ im Plural, wo im Original Singular steht. Ob man den ; mit „und“ wiedergeben soll oder nicht, kann man diskutieren. Ich persönlich würde ihn stehen lassen.

Schöne Grüße, hoffentlich hat Dich die Sitzung nicht abgeschreckt: Wenn Du mal wieder mit einem Text vorbeikommst, kriegen wir einschließlich Dir selber noch Spaß am Latein, das seh ich kommen.

MM

„Finito libro gaudet scriptor paede laeto!“
Also hast Du es geschafft. Prima. Und ich hoffe, Du hast auch
etwas gelernt.

Ps.:Eckard,bist du Lateinlehrer oder wieso kannst du das so
gut?:smile:

Nein, beileibe nicht, ich habe vor 50 Jahren mal Latein
gelernt und seitdem damit eigentlich nichts mehr zu tun.
(schau in meine ViKa :smile:

Solche Lehrkräfte sollten wir aber dringend haben! Als Sprachlehrerin und -kursleiterin kann ich nur sagen: Chapeau!! So macht Lernen Spass, und Hausaufgaben werden lustvolle Herausforderungen. Danke fürs Exempel! Vale
Susette (Nichtlateinerin, habe mir mit beider Hilfe schrittweise den ganzen Text (mit viel Vergnügen) angeeignet!)

Und wo war Eckard und Konsorten und dieses Forum vor 25 Jahren, als ich vor Latein kapitulierte und letztendlich deswegen das Gymnasium hinschmiss, weil keiner der Lehrer in der Lage war, irgendetwas so rüberzubringen, wie es jetzt hier geschah? Hätten wir Pädagogen in einer Güteklasse, wie ich sie hier im Forum mit „rumstöbern“ gesehen habe, hätten meine Kinder nicht das gleiche Problem gehabt…
Dies mal nur so am Rnde bemerkt

Grüße, Fritz

Noch ne Frage zum Schluß:
Ein Arbeitskollege benutzt öfters die Floskel „Gaudeamus igitur“.
Das ist keine Hausaufgabe, kann mir also jemand einfach sagen, was das bedeutet?

GreeZ

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo NaSowas,

dieses sind die ersten Worte eines zwar im Kommersbuch enthaltenen, aber dazumal nicht nur bei Korporierten populären Studentenliedes:

Gaudeamus igitur
Iuvenes dum sumus!
Post iucundam iuventutem,
Post molestam senectutem,
Nos habebit humus.

wörtlich, ohne Anspruch auf ein ordentliches Deutsch:

Lasst uns also fröhlich sein,
solange wir jung sind!
Nach der angenehmen Jugend,
Und nach dem lästigen Alter
Wird uns der Boden haben.

(Humus = ein ziemlich robuster Ausdruck, im Sinn von Brel/Hofmann: „wenn man mich untern Rasen pflügt“)

Mit dieser ersten Strophe reichts für jetzt

Schöne Grüße

MM, intra iuventutem et senectutem…

…für die schnelle Antwort!

Grüße, Fritz

„Finito libro gaudet scriptor paede laeto!“

Hätten wir Pädagogen in einer Güteklasse,

Hallo Suzette und Fritz,
ich glaube solche Lehrer gibt es zuhauf.
Bedenkt aber bitte folgendes:

  • ich hatte hier nur eine Schülerin, zumal eine hochmotivierte
  • ich mache so etwas nicht täglich von 8 bis 13 Uhr
  • ich war für den Erfolg nur mir selbst verantwortlich.
  • es handelte sich um einen sehr leichten Text.
    Es sieht wohl ein wenig anders aus, wenn man 25 - 30 heftig pubertierenden Halbwüchsigen so etwas wie minimales Interesse abringen muß. Es sieht noch einmal anders aus, wenn man, in einen Stoffplan eingezwängt, die eigene Motivation mühsam aufrechterhalten muß, wenn man vielleicht auf der Uni zu einem hervorragenden Altphilologen getrimmt wurde, aber Pädagogik, Didaktik, Psychologie nur mehr oder weniger nur zur linken Hand kennenlernen konnte.
    Aber das gehört eher ins Brett Unterricht weiter oben.

Schuldig bin ich noch den Spruch ganz oben geblieben: Es ist ein Spruch den Mönche früher unter ihre Abschriften setzten: „Das Buch ist fertig, fröhlich hüpft der Schreiberling!“

Grüße Eckard.

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Hallo Josephine

„insula“ heißt hier „Wohnblock“
„lectica“ – „Sänfte“
„vacare“ – „frei sein“
„lucrosus“ – „gewinnbringend“

Ich nehme an, daß damit die meisten Probleme behoben sind.