Hilfe!?

Liebe/-r Experte/-in,
vor 5 Wochen wurde bei mir (24) eine 3 Stufen-Thrombose mit kleineren Lungenembolien festgestellt. Ich nehme jetzt Marcumar und muss den Thrombosestrumpf tragen. Ist bei mir aber wohl schon die 2. Thrombose gewesen und ich habe im Moment panische Angst vor weiteren Thrombosen. Seit ich wieder mehr laufe und arbeiten gehe, spüre ich gerade abends oder nach längerem sitzen in beiden Beinen ein Ziehen, Kribbeln usw. es fühlt sich so an als würde es tüchtig in den Beinen arbeiten…ist dies normal? Weiter habe ich totale Angst vor weiteren Lungenembolien und mach mich total kirre weil ich denk, schlecht Luft zu kriegen…ist sicher viel beklopptmacherei aber wie würde ich weitere Embolien merken?
Schonmal vorab vielen Dank für jede Rückantwort!
Rebekka Krauße

Liebe Rebekka, Du bist ja mit 24 eigentlich noch nicht so die Zielgruppe für Thrombosen.

vor 5 Wochen wurde bei mir (24) eine 3 Stufen-Thrombose mit
kleineren Lungenembolien festgestellt.


Was arbeitest Du? Stehst oder sitzt Du den ganzen Tag? Hast Du Übergewicht? Rauchst Du und nimmst gleichzeitig die Pille?

seit ich wieder

mehr laufe und arbeiten gehe, spüre ich gerade abends oder
nach längerem sitzen in beiden Beinen ein Ziehen, Kribbeln
usw. es fühlt sich so an als würde es tüchtig in den Beinen
arbeiten…ist dies normal?


Das es nach längerem Sitzen in Deinen Beinen zieht und Kribbelt liegt meiner Meinung nach daran, dass die Beckenvenen, die im Sitzen ja geknickt sind und je nach Sitzposition und Körperfülle auch abgeknickt werden, jetzt wieder das Blut ganz normal und ohne Stau durchlassen. Auch die ganz kleinen Gefässe entstauen sich und hier entsteht dann, so denke ich, das Kribbeln. Der Körper bildet bei Krampfadern oft sogen. Anastamosen aus, das sind Umgehungswege.
Daran arbeitet der Körper schon etwas länger und dieses ‚Arbeiten‘ spüren empfindliche Leute auch sehr.

Weiter habe ich totale Angst vor

weiteren Lungenembolien und mach mich total kirre weil ich
denk, schlecht Luft zu kriegen…ist sicher viel
beklopptmacherei aber wie würde ich weitere Embolien merken?


Fast Immer Schmerzen beim Einatmen in dem Bereich, der betroffen ist, also im gesamten Lungenbereich bis Oberbauch möglich.
Meistens bekommt man Beklemmungsgefühle, Atemnot, Husten, auch blaue Lippen (Sauerstoffmangel), es kann sein, dass man ein Lungenoedem bekommt (Wasser in der Lunge) - dann gurgelt und brodelt es und der Auswurf kann schaumig sein. Obendrein Schweissausbruch, schneller Puls, evtl Übelkeit, Blutdruckabfall.
Alles kann, muss aber nicht sein.
Bevorzugt werden die rechte Lunge und dort die unteren Bereiche befallen.
Bei venösen Thrombosen ist die grösste Emboliegefahr innerhalb der ersten 6 Tage, sagt man.

Was eine 3-Stufen Thrombose ist, weiss ich beim besten Willen nicht. Den Ausdruck kenne ich nicht.

Bei rezidiv. Lungenembolien kann man manchmal chirurgisch etwas machen, einen sogen. Clip setzen (gibt auch andere Ausdrücke dafür). Davon habe ich aber überhaupt keine Ahnung, da müsstest Du mal einen Arzt fragen.

LG und alles Gute
Schneckenkorn

Hallo und vielen Dank für die Antwort!
Ich rauche nicht, habe sehr viel Sport getrieben und seit letztem Jahr sehr viel abgenommen. Aber die Pille habe ich 6 Jahre lang genommen. Dazu recht wenig getrunken. Bin ein riesen Fan von Blumenkohlgewesen, was ja (wie ich erfahren hab) viel Vitam K enthält, was das Blut dicker macht…

Liebe Rebekka,

bitte entschuldige, dass ich mich ert jetzt melde. Natürlich bist Du mit Deiner Aussage wahrscheinlich ein sogenannter „Risikopatient“ und solltest Dich regelmäßig von Deinem Hausarzt untersuchen lassen.

Eine Einschätzung des persönlichen, individuellen Thromboserisikos kann durch eine Blutuntersuchung, die die genetischen Faktoren einschließt, sehr genau vorgenommen werden. Das Thrombotrac-Verfahren der Laborpraxis Dr. Pachmann zum Beispiel gibt Aufschluss über das Thromboserisiko. Es beinhaltet die 30 wichtigsten Faktoren und wird durch den wissenschftlichen Beirat, ständig aktuell gehalten.

Schöne Grüße

Peter Pachmann
SIMFO GmbH

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