Hilfe bei Bescheinigung/Arbeitszeugnis(?)

Hallo!

Ich bräuchte etwas Hilfe und einige Sachen hören sich vielleicht blöd an, aber ich habe noch nie einen festen Job gehabt und bisher nur einzelne Bilder verkauft bzw. eine Tutorenstelle an der Uni gehabt, die aber auch von selbst lief…

  1. Ich habe in diesem Monat ehrenamtlich bei einer Ausstellung gearbeitet, normalerweise erhalte ich dafür ein Zertifikat über die Schulungen die ich für den Job gemacht habe. Ich habe mich sehr angestrengt und mein Chef hat nun gesagt, ich könne mir das noch einmal bescheinigen lassen (Führungen, Vorträge etc.), ich glaube er meint eine Art Arbeitszeugnis.
    1.a) Ist so eine Bescheinigung ähnlich wie ein Arbeitszeugnis? Nur halt auf sehr kurze Zeit bezogen?

  2. Der Chef ist ein vielbeschäftigter Mann und ich soll diese Bescheinigung selbst schreiben, er schaut dann nochmal drüber und ich bekomme das ganze dann zurück.
    Ich habe aber keinerlei Erfahrung damit und weiß gar nicht, was ich da schreiben soll.
    Was kommt denn da rein?
    Von dem, was ich hier gelesen habe habe ich an folgenden Aufbau gedacht:

  • Einleitung Frau X hat im Zeitraum blubb bei Y gearbeitet
  • Y ist soundso und hält folgende Ausstellungen…
  • Schulungen im Vorfeld
  • Aufgaben und Tätigkeiten
  • Allgemeines Verhalten ?
  • Bewertung der bisherigen Mitarbeit und Schlusswort?
    Was muss ich sonst noch beachten?

lg
Kate

Auch hallo

1.a) Ist so eine Bescheinigung ähnlich wie ein Arbeitszeugnis?
Nur halt auf sehr kurze Zeit bezogen?

Vermutlich, aber das gute Werkzeug kann man zumindest als Anregung für die Struktur verwenden: http://www.hr-manager.de/hr_man/html/zeugnis_gen_net… (Inhalte müsste man entsprechend anpassen)

Was muss ich sonst noch beachten?

Die äussere Form z.B.

mfg M.L.

Testzeugnis, bitte bewerten!
Hi

Mit untem genannten Generator und etwas basteln habe ich erstmal folgendes zustande bekommen. Jetzt muss es nur wasserdicht werden.
Als Note ist eine 1 angestrebt.
Zum Zeitraum ist zu sagen, dass die Ausstellung nur einen Monat dauert, ich also gar nicht länger beschäftigt werden könnte.

Zeugnis für den Zeitraum vom 01.09.2008 bis zum 01.10.2008

Qualifiziertes Zeugnis

Frau X, geboren am 06.12.1986 war vom 01.09.2008 bis zum 01.10.2008 im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses als Referentin im Bereich der Ausstellung „Blubb“ unserer Gesellschaft tätig.

Die ehrenamtliche Tätigkeit von Frau X umfasste im Wesentlichen folgende Aufgaben:

  • Einleitende Führungen von Schulklassen und privaten Gruppen durch die Ausstellung
  • Vorstellen und referieren von Ausstellungsgegenständen
  • Bereitstellung von Fachwissen für interessierte Besucher im Rahmen
    der Beantwortung von spontan aufkommenden Fragen
  • Moderation von Gruppendiskussionen
  • Vorstellung von aktuellen religiösen und ethischen Diskussionsthemen
  • Referat in einem Abend begleitenden Rahmenprogramm mit
    anschließender Diskussion

Frau X besitzt ein äußerst solides Fachwissen, das sie zur Lösung ihrer Aufgaben stets sehr sicher und erfolgreich einsetzte. Daher war Frau X in unserem Hause eine allseits geschätzte Ansprechpartnerin bei allen fachlichen Problemstellungen.

Sie verfügt über ein außerordentlich hohes Maß an Eigeninitiative, Selbständigkeit und Einsatzbereitschaft und war jederzeit bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Frau X war eine äußerst zuverlässige Mitarbeiterin. Ihr Arbeitsstil zeichnete sich stets durch eine sehr sorgfältige Planung, Systematik und klare Strukturierung aus.

Auch erhöhtem Arbeitsaufwand war sie gut gewachsen.
Die Arbeit von Frau X war stets von ausgezeichneter Qualität. Sie hat ihre beruflichen Fähigkeiten zu unserem Nutzen voll entfaltet.

Die ihr übertragenen Aufgaben erfüllte sie stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.
Aufgrund ihres hilfsbereiten und freundlichen Wesens erfreute Frau X sich bei Vorgesetzten und Kollegen hoher Wertschätzung. Ihr Verhalten war einwandfrei.

Wir bedanken uns für die wertvolle Mitarbeit und wünschen ihr sowohl für ihre beruflichen als auch privaten Ziele in Zukunft weiterhin viel Erfolg und alles Gute.


Passt das?

lg
Kate

Hallo Frau X aus der Ausstellung Blubb, :wink:

ob ein derartiges Zeugnis nach einer Tätigkeit in einer Ausstellung üblich ist kann ich nicht beurteilen. Falsch wird es aber nicht sein, insofern…

Als Note ist eine 1 angestrebt.

Im Arbeitsleben setzt man einen normal guten Mitarbeiter auf eine 3. Wer eine 2 bekommt, muss schon überdurchschnittlich hell gestrahlt haben. Eine 1 wird so gut wie nie vergeben - oder wenn doch, ist das fast so unglaublich, dass es Fragen aufwirft. Oft passiert es dass man besonders naseweise Typen mit einem 1±Zeugnis versieht, um das Schriftstück in gewisser Weise wieder lächerlich und unglaubwürdig zu machen. Man kann lange darüber nachdenken warum es keine „ehrlichen Einsen“ mehr gibt, aber so ist es eben.

Insofern ist eine 2 besser und glaubwürdiger als eine 1. Ich würde an deiner Stelle, auch wenn man einem Zeugnis für eine einmonatige ehrenamtliche Tätigkeit nicht denselben Stellenwert gibt wie einem Zeugnis über 10 Jahre Betriebszugehörigkeit in einem Vollzeit-Beschäftigungsverhältnis, also nicht zu dick auftragen.

Zu den Äußerlichkeiten:

Das Zeugnis muss…

  • auf offiziellem Firmenpapier geschrieben sein
  • darf nur geknickt sein wenn man es kopieren kann ohne dass die Knicke auf den Duplikaten sichtbar sind
  • das Adressfeld darf nicht, wie bei einem Brief, ausgefüllt sein
  • das Datum SOLLTE (ist aber nicht einklagbar) auf den Tag des Ausscheidens aus dem Unternehmen datiert sein (nicht etwa auf das Datum, an dem der Text geschrieben wurde)
  • die Unterschrift muss von einem hochrangigen Vertreter der Firma (Chef, Leiter Personalabteilung, …) persönlich geleistet worden sein. „I. A. Müller, Sekretärin des Abteilungsleiters“ reicht nicht
  • unter der Unterschrift müssen Name und Funktion des Unterzeichnenden nochmal in Maschinenschrift stehen.

Nun zum Inhalt.

Zeugnis für den Zeitraum vom 01.09.2008 bis zum 01.10.2008

Qualifiziertes Zeugnis

ZU viel. „ZEUGNIS“ oben drüber schreiben - fertig.

Frau X, geboren am 06.12.1986

Komma nach „1986“ nicht vergessen!

war vom 01.09.2008 bis zum
01.10.2008 im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses
als Referentin im Bereich der Ausstellung „Blubb“ unserer
Gesellschaft tätig.

OK

Die ehrenamtliche Tätigkeit von Frau X umfasste im
Wesentlichen folgende Aufgaben:

„im Wesentlichen“ streichen

  • Einleitende Führungen von Schulklassen und privaten Gruppen
    durch die Ausstellung
  • Vorstellen und referieren von Ausstellungsgegenständen

„referieren über…“

  • Bereitstellung von Fachwissen für interessierte Besucher im
    Rahmen

„Bereitstellung“ klingt komisch. Besser: „Erklärungen … für interessierte Besucher“

der Beantwortung von spontan aufkommenden Fragen

Da würde ich eher als Oberbegriff „Betreuung von Besuchern“ oder sowas schreiben

  • Moderation von Gruppendiskussionen
  • Vorstellung von aktuellen religiösen und ethischen
    Diskussionsthemen
  • Referat in einem Abend begleitenden Rahmenprogramm mit
    anschließender Diskussion

Mein Standard in JEDER Tätigkeitsbeschreibung: letzter Punkt der Aufzählung ist immer „administrative Tätigkeiten“. Das sagt alles und nichts, klingt aber gut und deckt all die Kleinigkeiten ab, die man so nebenher erledigt. :smile:

Im Folgenden ist die Gliederung dann zunächst der Abschnitt „Fachliches“ und danach „Führung“, also das Sozialverhalten.

Frau X besitzt ein äußerst solides Fachwissen, das sie zur
Lösung ihrer Aufgaben stets sehr sicher und erfolgreich
einsetzte.

Also entweder „besass… einsetzte“ oder „besitzt… einsetzt“. Ansonsten hatte ich ja schon geschrieben, Vorsicht mit allzu dick aufgetragenen Verstärkungen wie „äußerst“ etc. Manchmal ist weniger mehr. Ich würde das streichen und dafür das „stets sehr sicher“ lassen, das reicht dann aber auch.

Wenn du so gut warst reicht es auch nicht nur zu erwähnen „Hey, die Frau X war toll“, sondern dann müssen auch besondere Verdienste genannt werden. Hier sollte dann also sowas kommen wie „gerade im Bereich „Blubb-Blubb“ beeindruckten ihre Detailkenntnisse“, „Insbesondere…“ oder es sollten sonstige, über das Wissen einer Museumswärterin hinausgehende Sachen genannt werden.

Daher war Frau X in unserem Hause eine allseits
geschätzte Ansprechpartnerin bei allen fachlichen
Problemstellungen.

Das ist nichtssagender Blabla. Da sollte dann schon fundiert genannt werden für was du die Expertin bist und wo die besonderen Stärken liegen. Dieser Satz, den du da hast, ist der typische „ich hab’s einfach vom Zeugnisgenerator abgeschrieben“-Aufdecker. :smile:

Sie verfügt über ein außerordentlich hohes Maß an
Eigeninitiative, Selbständigkeit und Einsatzbereitschaft und
war jederzeit bereit, Verantwortung zu übernehmen.

„außerordentlich“ streichen, „Verantwortung übernehmen“ etwas genauere ausführen, siehe oben. Wenn’s soll toll war müssen Details her, die dich aus der Masse der anderen hervorgehoben haben.

Frau X war eine äußerst zuverlässige Mitarbeiterin.

„Äußerst“ weg, dafür „stets“ einfügen!

Ihr
Arbeitsstil zeichnete sich stets durch eine sehr sorgfältige
Planung, Systematik und klare Strukturierung aus.

Das ist auch nur Blabla, der in JEDEM Zeugnis stehen könnte. Egal ob Straßenprostituierte oder Bundeskanzlerin, der sagt könnte bei beidem im Zeugnis stehen. Deswegen: entweder detaillierter auf deinen Job eingehen oder streichen, denn das da ist nur heiße Luft. Sowas schreibt man nur, wenn man nichts sagen kann, aber denjenigen bewusst über alle Maßen loben will - und das ist immer heikel, wie ich ja schon erklärt habe.
Also „Fakten, Fakten, Fakten“ oder weg lassen. Bei einer so kurzen Tätigkeit erwartet keiner ein langes, ausführliches Zeugnis.

Auch erhöhtem Arbeitsaufwand war sie gut gewachsen.
Die Arbeit von Frau X war stets von ausgezeichneter Qualität.
Sie hat ihre beruflichen Fähigkeiten zu unserem Nutzen voll
entfaltet.

Ebenfalls absolut allgemeiner Blabla.

Die ihr übertragenen Aufgaben erfüllte sie stets zu unserer
vollsten Zufriedenheit.

„Übertragene Aufgaben“ bekommen nur Leute, die nicht eigeninitiativ sind. Hier steht es im Widerspruch zu der angeblich guten Selbstorganisation und der ach so tollen Motivation. Also nur: „Ihre Aufgaben erfüllte sie…“

Aufgrund ihres hilfsbereiten und freundlichen Wesens erfreute
Frau X sich bei Vorgesetzten und Kollegen hoher Wertschätzung.

Und wo sind da die Kunden / Museumsbesucher, für die du zuständig warst??? Werden die nicht erwähnt weil man lieber schweigt anstatt zu schreiben „Tja mit denen konnte die Fachidiotin gar nicht umgehen.“?

Die Reihenfolge lautet Vorgesetzte - Mitarbeiter - Kunden, die müssen aber unbedingt erwähnt werden und dann sollten sogar noch ein paar mehr Worte zu deinem positiven Umgang mit den Leuten kommen, den für die wurdest du ja angestellt!

Wenn das fehlt ist das Zeugnis für die Tonne, und wenn es dann noch viel zu gut klingt schon drei Mal.

Also widme den Besuchern einen eigenen kleinen Satz, dass du in der Lage warst gut und verständlich zu erklären, Fragen beantwortet hast, immer ansprechbar warst etc.

Ihr Verhalten war einwandfrei.

Hier fehlt ein „immer“, „stets“, „jederzeit“. Ausgegangen weil schon im Vorfeld zu oft benutzt - obwohl es da aber weniger wichtig war als hier, in diesem Satz…?

Wir bedanken uns für die wertvolle Mitarbeit und wünschen ihr
sowohl für ihre beruflichen als auch privaten Ziele in Zukunft
weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

OK.

Passt das?

Ich fürchte du musst nochmal ran…

Gruß,

MecFleih

1 „Gefällt mir“

Hi!

Erstmal Danke, du hast mir da sehr weitergeholfen :smile:
Ich hatte mich jetzt nach dem gehalten was Herr Generator sagte :wink: und es sollte ja gut werden. Wie gesagt, null Erfahrung.
Mir war/ist das mit den Füllwörtern ein wenig unangenehm, weil ich mich nicht gern selber über den Klee lobe. Darum habe ich das erstmal so angenommen, runterstutzen geht ja immer.
Cheffe war jedenfalls mit mir äußerst zufrieden und genau das soll rüberkommen…

Im Anschluss die überarbeitete Version, wäre schön, wenn du dich noch einmal meldest, darunter sind noch Fragen/Erklärungen…

Zeugnis

Frau Kate, geboren am 06.12.1986, war vom 01.09.2008 bis zum 01.10.2008 im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses als Referentin im Bereich der Ausstellung „Blubb“ unserer Gesellschaft tätig.

Die ehrenamtliche Tätigkeit von Frau Kate umfasste folgende Aufgaben:

  • Einleitende Führungen von Schulklassen und privaten Gruppen durch die Ausstellung
  • Referieren über Ausstellungsgegenstände
  • Betreuung der Besucher
  • Moderation von Gruppendiskussionen
  • Vorstellung von aktuellen religiösen und ethischen Diskussionsthemen
  • Referat in einem Abend begleitenden Rahmenprogramm mit anschließender
    Diskussion
  • Administrative Tätigkeiten

Sie besitzt ein solides Fachwissen, das sie zur Lösung ihrer Aufgaben stets sehr sicher und erfolgreich einsetzt. Gerade im Bereich der chinesischen Religionen waren ihre Kenntnisse beeindruckend. Dieses setzte sie mit einem besonderen Engagement auch im Rahmenprogramm ein.
Daher war Frau Kate in unserem Hause eine geschätzte Ansprechpartnerin bei allen fachlichen Problemstellungen betreffend der chinesischen Religion, des Hinduismus und Buddhismus, als auch des modernen religiösen Lebens und der interreligiösen Kommunikation zwischen ostasiatischer und abrahamitischer Religion.

Frau Kate verfügt über ein hohes Maß an Eigeninitiative, Selbständigkeit und Einsatzbereitschaft und war jederzeit bereit, Verantwortung zu übernehmen sowohl auch in Dingen, die über die vorgesehenen Aufgaben hinausgehen, als auch bei terminlichen Engpässen in denen sie flexibel einsprang. Ohne ihren Einsatz wären einige Aufgaben nur schwer zu bewältigen gewesen*. Dementsprechender erhöhter Arbeitsaufwand war kein Hindernis für sie.

Frau Kate war eine stets zuverlässige Mitarbeiterin. Ihr Arbeitsstil zeichnete sich stets durch eine sehr sorgfältige Planung und Systematik aus, bezüglich der ausgestellten Themengebiete recherchierte sie zusätzliche oder ausführlichere Informationen. Durch ihre klare Strukturierung wurden die Führungen durch die Ausstellung für die Gruppen in Sinnabschnitte unterteilt und somit leichter verständlich.

Ihre Aufgaben erfüllte sie stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.
Aufgrund ihres hilfsbereiten und freundlichen Wesens erfreute Frau Kate sich bei Vorgesetzten, Kollegen und Ausstellungsbesuchern hoher Wertschätzung. Mit Geduld bemühte sie sich erfolgreich auch einzelnen Besuchern Zusammenhänge zu erklären und komplizierte Sachverhalte verständlich darzustellen, Fragen wurden nie übergangen und in schwierigen Fällen an die entsprechende Literatur oder die in der Ausstellung zur Verfügung gestellte CD-Rom verwiesen.
Ihr Verhalten war jederzeit einwandfrei.

Wir bedanken uns für die wertvolle Mitarbeit und wünschen ihr sowohl für ihre berufliche als auch private Zukunft und Ziele weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

* Mir wurde sogar gesagt, sie wären sonst aufgeschmissen gewesen aber das hat a) nichts im Zeugnis zu suchen und b) wäre das mehr als übertrieben.

Insofern ist eine 2 besser und glaubwürdiger als eine 1. Ich
würde an deiner Stelle, auch wenn man einem Zeugnis für eine
einmonatige ehrenamtliche Tätigkeit nicht denselben
Stellenwert gibt wie einem Zeugnis über 10 Jahre
Betriebszugehörigkeit in einem
Vollzeit-Beschäftigungsverhältnis, also nicht zu dick
auftragen.

Und genau da brauch ich dein erfahrenes Auge, da es mein erstes Zeugnis dieser Art ist, kenn ich die Grenze nicht.

Zu den Äußerlichkeiten:

Mein Standard in JEDER Tätigkeitsbeschreibung: letzter Punkt
der Aufzählung ist immer „administrative Tätigkeiten“. Das
sagt alles und nichts, klingt aber gut und deckt all die
Kleinigkeiten ab, die man so nebenher erledigt. :smile:

Das hört sich so gut an, dass ich mir bei Muttern (selbstständig) erstmal Rat geholt habe, was darunter fällt XD aber das passt wohl. Sie ist was AZs angeht nur nichtmehr auf dem neusten Stand.

Wenn du so gut warst reicht es auch nicht nur zu erwähnen
„Hey, die Frau X war toll“, sondern dann müssen auch besondere
Verdienste genannt werden. Hier sollte dann also sowas kommen
wie „gerade im Bereich „Blubb-Blubb“ beeindruckten ihre
Detailkenntnisse“, „Insbesondere…“ oder es sollten
sonstige, über das Wissen einer Museumswärterin hinausgehende
Sachen genannt werden.

Das ist nichtssagender Blabla. Da sollte dann schon fundiert

genannt werden für was du die Expertin bist und wo die
besonderen Stärken liegen.

Reicht das wie oben? Oder sollte noch auf Punkte aus einzelnen Führungen eingegangen werden?
(Der Vorteil lag grade darin, das ich mich, mit Ausnahme des Judentums, in fast allen Ausstellungsbereichen gut auskenne (im Projekt gibts noch mehr Bereiche), andere nur mit Christentum oder Islam, aber asiatische sind mein Spezialgebiet)

„außerordentlich“ streichen, „Verantwortung übernehmen“ etwas
genauere ausführen, siehe oben. Wenn’s soll toll war müssen
Details her, die dich aus der Masse der anderen hervorgehoben
haben.

Ich war sozusagen Springer… wir hatten nicht mit so viel Besucheransturm gerechnet und ich habe mehr Führungen und Diskussionen übernommen als die anderen. Außerdem fehlte uns im Rahmenprogramm für einen Abend über chinesische Religion ein Experte, da bin ich eingesprungen und es waren alle sehr zufrieden…(was eher mich erstaunt hat, ich hatte viel mehr Material vorbereitet und mich darauf eingestellt eine Literaturliste herumzugeben…)

Aufgrund ihres hilfsbereiten und freundlichen Wesens erfreute
Frau X sich bei Vorgesetzten und Kollegen hoher Wertschätzung.

Und wo sind da die Kunden / Museumsbesucher, für die du
zuständig warst??? Werden die nicht erwähnt weil man lieber
schweigt anstatt zu schreiben „Tja mit denen konnte die
Fachidiotin gar nicht umgehen.“?

Das ist mein Fehler, ich war mir nicht sicher ob Ausstellungsbesucher als Kunden zu klassifizieren sind… *drop*

Also widme den Besuchern einen eigenen kleinen Satz, dass du
in der Lage warst gut und verständlich zu erklären, Fragen
beantwortet hast, immer ansprechbar warst etc.

s.o. ich habe auch eine öffentliche Führung übernommen (für die wir ehrenamtlichen eigentlich nicht zuständig waren) und dort ein wenig länger gemacht, weil Bedarf da war.

Ihr Verhalten war einwandfrei.

Hier fehlt ein „immer“, „stets“, „jederzeit“. Ausgegangen weil
schon im Vorfeld zu oft benutzt - obwohl es da aber weniger
wichtig war als hier, in diesem Satz…?

richtig… nun ergänzt.

Besser? ^^°
(v.a. unter dem Gesichtspunkt das es bisher mein einziges Zeugnis ist. Ich bekomme zwar voraussichtlich bald ein zweites, das aber aus einem ganz anderen Arbeitsbereich stammt).

lg
Kate

N’Abend,

Cheffe war jedenfalls mit mir äußerst zufrieden und genau das
soll rüberkommen…

OK, verstanden.

Zeugnis

Frau Kate, geboren am 06.12.1986, war vom 01.09.2008 bis zum
01.10.2008 im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses
als Referentin im Bereich der Ausstellung „Blubb“ unserer
Gesellschaft tätig.

In Ordnung, ich würde allerdings den Satzbau noch optimieren: „… war im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses vom 01.09.2008 bis zum 01.10.2008 als Referentin…“

Die ehrenamtliche Tätigkeit von Frau Kate umfasste folgende
Aufgaben:

  • Einleitende Führungen von Schulklassen und privaten Gruppen
    durch die Ausstellung
  • Referieren über Ausstellungsgegenstände
  • Betreuung der Besucher
  • Moderation von Gruppendiskussionen
  • Vorstellung von aktuellen religiösen und ethischen
    Diskussionsthemen
  • Referat in einem Abend begleitenden Rahmenprogramm mit
    anschließender
    Diskussion
  • Administrative Tätigkeiten

Ist so OK. Man könnte jetzt noch an den Worten schleifen und das etwas allgemeiner fassen also z. B. "Gruppenführungen durch die Ausstellung, Betreuung von Schulklassen und Besuchern; „Referieren über Ausstellungsgegenstände“ streichen weil sich das schon durch den Rest erklärt etc… Aber das muss andererseits nicht sein, kann ohne Abstriche in der Aussagequalität auch so stehen bleiben.

Sie besitzt ein solides Fachwissen, das sie zur Lösung ihrer
Aufgaben stets sehr sicher und erfolgreich einsetzt.

Nur zur Lösung ihrer Aufgaben? Gute Mitarbeiter tun das immer! :wink: Also: „… solides Fachwissen, das sie stets sicher einsetzt.“ Dass das erfolgreich ist versteht sich dann von selber.

Gerade im
Bereich der chinesischen Religionen waren ihre Kenntnisse
beeindruckend. Dieses setzte sie mit einem besonderen
Engagement auch im Rahmenprogramm ein.

Wir bleiben auch an dieser Stelle weiter im Hier und Jetzt, also „sind ihre Kenntnisse…“ Ansonsten stört mich das „beeindruckend“. Alles, was dir an grundsätzlichen Kompetenzen immer zur Verfügung steht, würde ich im Präsens schreiben, und nur die vergangenen Leistungen in der Ausstellung in der Vergangenheitsform.

Zwar soll das Zeugnis positiv sein, aber dennoch in sachlichem Tonfall. Also anstatt „beeindruckend“ lieber etwas dezenter, ich würde hier schreiben „Besonders gute Kenntnisse besitzt sie im Bereich der chinesischen Religionen, was sie im Rahmenprogramm erfolgreich einsetzte um nähere Hintergründe zu erklären“… oder so in der Art.

Daher war Frau Kate in unserem Hause eine geschätzte
Ansprechpartnerin bei allen fachlichen Problemstellungen
betreffend der chinesischen Religion, des Hinduismus und
Buddhismus, als auch des modernen religiösen Lebens und der
interreligiösen Kommunikation zwischen ostasiatischer und
abrahamitischer Religion.

Jawoll, sehr gut.

Frau Kate verfügt über ein hohes Maß an Eigeninitiative,
Selbständigkeit und Einsatzbereitschaft.

OK, Punkt.

Beim Folgenden wird es dann insofern zu detailliert als es zu sehr um dein konkretes Verhalten in bestimmten Situationen geht. Besser ist wenn das „allgemeiner“ gehalten ist, denn der nächste potentielle AG mag natürlich Leute, die nicht in der einen oder anderen Situation einen lichten Augenblick hatten, sondern grundsätzlich gewisse Kompetenzen anbieten können. Also:

„Sie reagierte immer flexibel auf terminliche Engpässen und engagierte sich jederzeit für den positiven Erfolg der Ausstellung.“

Frau Kate war eine stets zuverlässige Mitarbeiterin. Ihr
Arbeitsstil zeichnete sich stets durch eine

„… zeichnet sich…aus“, und das „stets“ streichen, es steht schon im vorhergehenden Satz.

sehr sorgfältige
Planung und Systematik aus, bezüglich der ausgestellten
Themengebiete recherchierte sie zusätzliche oder
ausführlichere Informationen. Durch ihre klare Strukturierung
wurden die Führungen durch die Ausstellung für die Gruppen in
Sinnabschnitte unterteilt und somit leichter verständlich."

Das ist erst nur der Blabla, danach kommen die eigentlich greifbaren Sachen. Ich würde es deswegen so schreiben: „Sie verstand es immer ihre Erklärungen interessant zu gestalten und den Bedürfnissen der Besucher anzupassen. Ihre Führungen wurden von den Teilnehmern gelobt weil sie gut strukturiert und spannend waren.“

Ihre Aufgaben erfüllte sie stets zu unserer vollsten
Zufriedenheit.

OK.

Aufgrund ihres hilfsbereiten und freundlichen Wesens erfreute
Frau Kate sich [Satzbau - erfreute Frau Kate sich…] bei Vorgesetzten, Kollegen und
Ausstellungsbesuchern hoher Wertschätzung. Mit Geduld bemühte
sie sich erfolgreich auch einzelnen Besuchern Zusammenhänge zu
erklären und komplizierte Sachverhalte verständlich
darzustellen.

OK, sehr gut.

Fragen wurden nie übergangen und in schwierigen
Fällen an die entsprechende Literatur oder die in der
Ausstellung zur Verfügung gestellte CD-Rom verwiesen.
Ihr Verhalten war jederzeit einwandfrei.

Komplett streichen, das ist zu speziell. Du hast wahrscheinlich auch die Fenster eigeninitiativ geschlossen wenn es hereinregnete - aber das muss im Zeugnis dann nicht so genau erwähnt werden… :smile:

Wir bedanken uns für die wertvolle Mitarbeit und wünschen ihr
sowohl für ihre berufliche als auch private Zukunft und Ziele
weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

Entweder Zukunft oder Ziele - ist nicht falsch, klingt aber sonst holprig.

* Mir wurde sogar gesagt, sie wären sonst aufgeschmissen
gewesen aber das hat a) nichts im Zeugnis zu suchen und b)
wäre das mehr als übertrieben.

b) vielleicht nicht *g* aber a) stimmt. Ein guter Mitarbeiter würde immer fehlen…

Deswegen gehört in ein Zeugnis auch grundsätzlich der Ausdruck des Bedauerns. Da deine Stelle von vorneherein befristet war kann man schlecht schreiben „Wir bedauern ihr Ausscheiden und wünschen für die berufliche und private Zukunft…“
Ich würde aber vor dem Schlußsatz noch einfügen „Aufgrund ihrer guten fachlichen Leistung und ihrer freundlichen Persönlichkeit werden wir Frau Kate bei weiteren Veranstaltungen sehr gerne wieder als Miatrbeiterin einsetzen.“

Insofern ist eine 2 besser und glaubwürdiger als eine 1. Ich
würde an deiner Stelle, auch wenn man einem Zeugnis für eine
einmonatige ehrenamtliche Tätigkeit nicht denselben
Stellenwert gibt wie einem Zeugnis über 10 Jahre
Betriebszugehörigkeit in einem
Vollzeit-Beschäftigungsverhältnis, also nicht zu dick
auftragen.

Und genau da brauch ich dein erfahrenes Auge, da es mein
erstes Zeugnis dieser Art ist, kenn ich die Grenze nicht.

Selbstgeschriebene Zeugnisse tendieren schnell zu Übertreibungen. „Positives Zeugnis“ heißt nicht „nur noch Superlative“, sondern kommt eher dadurch zustande dass Dinge besonders genannt werden, „immer“ „stets“, oder „erfolgreich“ auftauchen etc.

Und ein wirklich gutes Zeugnis ist besser eine 2 als eine 1, weil man die 1 eher als „Gefälligkeit“ - im schlimmeren Fall als Lächerlich-machen - sehen wird.

Das hört sich so gut an, dass ich mir bei Muttern
(selbstständig) erstmal Rat geholt habe, was darunter fällt XD

Joah, sagt nix aber klingt wichtig… :wink: Das darf dann mal sein, im weiteren Text solllte man die Rumlaberei eher sparen.

Reicht das wie oben? Oder sollte noch auf Punkte aus einzelnen
Führungen eingegangen werden?
(Der Vorteil lag grade darin, das ich mich, mit Ausnahme des
Judentums, in fast allen Ausstellungsbereichen gut auskenne
(im Projekt gibts noch mehr Bereiche), andere nur mit
Christentum oder Islam, aber asiatische sind mein
Spezialgebiet)

Es geht darum dass, wenn besondere Kenntnisse oder Erfolge attestiert werden, diese - oder die Bedeutung für den AG - erwähnt werden. Man muss deswegen nicht alles einzeln durchkauen.

Ich war sozusagen Springer… wir hatten nicht mit so viel
Besucheransturm gerechnet und ich habe mehr Führungen und
Diskussionen übernommen als die anderen. Außerdem fehlte uns
im Rahmenprogramm für einen Abend über chinesische Religion
ein Experte, da bin ich eingesprungen und es waren alle sehr
zufrieden…(was eher mich erstaunt hat, ich hatte viel mehr
Material vorbereitet und mich darauf eingestellt eine
Literaturliste herumzugeben…)

Bei dir liegt der Fall anders, aber bei einem langjährigen Mitarbeiter kann man natürlich nicht auf solche Detailschilderungen eingehen. Es geht mehr darum die besonderen Verdienste zu erwähnen, zu sagen warum der Mitarbeiter besonders wichtig war, man muss das aber nicht in den Einzelheiten auflisten.
In deinem Fall fehlte es ein wenig an Details, was sich denn hinter den Worthülsen verbirgt bzw. was denn die besonderen Leistungen waren, wenn sie vorher erwähnt werden. Ganz genau zu schreiben was man du wie gemacht hat, muss natürlich nicht sein.

Das ist mein Fehler, ich war mir nicht sicher ob
Ausstellungsbesucher als Kunden zu klassifizieren sind…
*drop*

Es ging einfach darum dass Besucher = Kundschaft erfasst werden, damit die 3 Bereiche Vorgesetzte - Mitarbeiter - Kunden/Besucher abgedeckt sind, denn zu deren Bespaßung warst du ja dort.

Besser? ^^°

Ja, jetzt ist es fast perfekt. :smile:

Gruß,

MecFleih

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Hi MecFleih!

Danke dir viiiielmals! *knuff*

Du hast mir wirklich sehr geholfen :smile: Jetzt habe ich auch kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich das Teil vorlege :smile:

lg
Kate