N’Abend,
Cheffe war jedenfalls mit mir äußerst zufrieden und genau das
soll rüberkommen…
OK, verstanden.
Zeugnis
Frau Kate, geboren am 06.12.1986, war vom 01.09.2008 bis zum
01.10.2008 im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses
als Referentin im Bereich der Ausstellung „Blubb“ unserer
Gesellschaft tätig.
In Ordnung, ich würde allerdings den Satzbau noch optimieren: „… war im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses vom 01.09.2008 bis zum 01.10.2008 als Referentin…“
Die ehrenamtliche Tätigkeit von Frau Kate umfasste folgende
Aufgaben:
- Einleitende Führungen von Schulklassen und privaten Gruppen
durch die Ausstellung
- Referieren über Ausstellungsgegenstände
- Betreuung der Besucher
- Moderation von Gruppendiskussionen
- Vorstellung von aktuellen religiösen und ethischen
Diskussionsthemen
- Referat in einem Abend begleitenden Rahmenprogramm mit
anschließender
Diskussion
- Administrative Tätigkeiten
Ist so OK. Man könnte jetzt noch an den Worten schleifen und das etwas allgemeiner fassen also z. B. "Gruppenführungen durch die Ausstellung, Betreuung von Schulklassen und Besuchern; „Referieren über Ausstellungsgegenstände“ streichen weil sich das schon durch den Rest erklärt etc… Aber das muss andererseits nicht sein, kann ohne Abstriche in der Aussagequalität auch so stehen bleiben.
Sie besitzt ein solides Fachwissen, das sie zur Lösung ihrer
Aufgaben stets sehr sicher und erfolgreich einsetzt.
Nur zur Lösung ihrer Aufgaben? Gute Mitarbeiter tun das immer!
Also: „… solides Fachwissen, das sie stets sicher einsetzt.“ Dass das erfolgreich ist versteht sich dann von selber.
Gerade im
Bereich der chinesischen Religionen waren ihre Kenntnisse
beeindruckend. Dieses setzte sie mit einem besonderen
Engagement auch im Rahmenprogramm ein.
Wir bleiben auch an dieser Stelle weiter im Hier und Jetzt, also „sind ihre Kenntnisse…“ Ansonsten stört mich das „beeindruckend“. Alles, was dir an grundsätzlichen Kompetenzen immer zur Verfügung steht, würde ich im Präsens schreiben, und nur die vergangenen Leistungen in der Ausstellung in der Vergangenheitsform.
Zwar soll das Zeugnis positiv sein, aber dennoch in sachlichem Tonfall. Also anstatt „beeindruckend“ lieber etwas dezenter, ich würde hier schreiben „Besonders gute Kenntnisse besitzt sie im Bereich der chinesischen Religionen, was sie im Rahmenprogramm erfolgreich einsetzte um nähere Hintergründe zu erklären“… oder so in der Art.
Daher war Frau Kate in unserem Hause eine geschätzte
Ansprechpartnerin bei allen fachlichen Problemstellungen
betreffend der chinesischen Religion, des Hinduismus und
Buddhismus, als auch des modernen religiösen Lebens und der
interreligiösen Kommunikation zwischen ostasiatischer und
abrahamitischer Religion.
Jawoll, sehr gut.
Frau Kate verfügt über ein hohes Maß an Eigeninitiative,
Selbständigkeit und Einsatzbereitschaft.
OK, Punkt.
Beim Folgenden wird es dann insofern zu detailliert als es zu sehr um dein konkretes Verhalten in bestimmten Situationen geht. Besser ist wenn das „allgemeiner“ gehalten ist, denn der nächste potentielle AG mag natürlich Leute, die nicht in der einen oder anderen Situation einen lichten Augenblick hatten, sondern grundsätzlich gewisse Kompetenzen anbieten können. Also:
„Sie reagierte immer flexibel auf terminliche Engpässen und engagierte sich jederzeit für den positiven Erfolg der Ausstellung.“
Frau Kate war eine stets zuverlässige Mitarbeiterin. Ihr
Arbeitsstil zeichnete sich stets durch eine
„… zeichnet sich…aus“, und das „stets“ streichen, es steht schon im vorhergehenden Satz.
sehr sorgfältige
Planung und Systematik aus, bezüglich der ausgestellten
Themengebiete recherchierte sie zusätzliche oder
ausführlichere Informationen. Durch ihre klare Strukturierung
wurden die Führungen durch die Ausstellung für die Gruppen in
Sinnabschnitte unterteilt und somit leichter verständlich."
Das ist erst nur der Blabla, danach kommen die eigentlich greifbaren Sachen. Ich würde es deswegen so schreiben: „Sie verstand es immer ihre Erklärungen interessant zu gestalten und den Bedürfnissen der Besucher anzupassen. Ihre Führungen wurden von den Teilnehmern gelobt weil sie gut strukturiert und spannend waren.“
Ihre Aufgaben erfüllte sie stets zu unserer vollsten
Zufriedenheit.
OK.
Aufgrund ihres hilfsbereiten und freundlichen Wesens erfreute
Frau Kate sich [Satzbau - erfreute Frau Kate sich…] bei Vorgesetzten, Kollegen und
Ausstellungsbesuchern hoher Wertschätzung. Mit Geduld bemühte
sie sich erfolgreich auch einzelnen Besuchern Zusammenhänge zu
erklären und komplizierte Sachverhalte verständlich
darzustellen.
OK, sehr gut.
Fragen wurden nie übergangen und in schwierigen
Fällen an die entsprechende Literatur oder die in der
Ausstellung zur Verfügung gestellte CD-Rom verwiesen.
Ihr Verhalten war jederzeit einwandfrei.
Komplett streichen, das ist zu speziell. Du hast wahrscheinlich auch die Fenster eigeninitiativ geschlossen wenn es hereinregnete - aber das muss im Zeugnis dann nicht so genau erwähnt werden… 
Wir bedanken uns für die wertvolle Mitarbeit und wünschen ihr
sowohl für ihre berufliche als auch private Zukunft und Ziele
weiterhin viel Erfolg und alles Gute.
Entweder Zukunft oder Ziele - ist nicht falsch, klingt aber sonst holprig.
* Mir wurde sogar gesagt, sie wären sonst aufgeschmissen
gewesen aber das hat a) nichts im Zeugnis zu suchen und b)
wäre das mehr als übertrieben.
b) vielleicht nicht *g* aber a) stimmt. Ein guter Mitarbeiter würde immer fehlen…
Deswegen gehört in ein Zeugnis auch grundsätzlich der Ausdruck des Bedauerns. Da deine Stelle von vorneherein befristet war kann man schlecht schreiben „Wir bedauern ihr Ausscheiden und wünschen für die berufliche und private Zukunft…“
Ich würde aber vor dem Schlußsatz noch einfügen „Aufgrund ihrer guten fachlichen Leistung und ihrer freundlichen Persönlichkeit werden wir Frau Kate bei weiteren Veranstaltungen sehr gerne wieder als Miatrbeiterin einsetzen.“
Insofern ist eine 2 besser und glaubwürdiger als eine 1. Ich
würde an deiner Stelle, auch wenn man einem Zeugnis für eine
einmonatige ehrenamtliche Tätigkeit nicht denselben
Stellenwert gibt wie einem Zeugnis über 10 Jahre
Betriebszugehörigkeit in einem
Vollzeit-Beschäftigungsverhältnis, also nicht zu dick
auftragen.
Und genau da brauch ich dein erfahrenes Auge, da es mein
erstes Zeugnis dieser Art ist, kenn ich die Grenze nicht.
Selbstgeschriebene Zeugnisse tendieren schnell zu Übertreibungen. „Positives Zeugnis“ heißt nicht „nur noch Superlative“, sondern kommt eher dadurch zustande dass Dinge besonders genannt werden, „immer“ „stets“, oder „erfolgreich“ auftauchen etc.
Und ein wirklich gutes Zeugnis ist besser eine 2 als eine 1, weil man die 1 eher als „Gefälligkeit“ - im schlimmeren Fall als Lächerlich-machen - sehen wird.
Das hört sich so gut an, dass ich mir bei Muttern
(selbstständig) erstmal Rat geholt habe, was darunter fällt XD
Joah, sagt nix aber klingt wichtig…
Das darf dann mal sein, im weiteren Text solllte man die Rumlaberei eher sparen.
Reicht das wie oben? Oder sollte noch auf Punkte aus einzelnen
Führungen eingegangen werden?
(Der Vorteil lag grade darin, das ich mich, mit Ausnahme des
Judentums, in fast allen Ausstellungsbereichen gut auskenne
(im Projekt gibts noch mehr Bereiche), andere nur mit
Christentum oder Islam, aber asiatische sind mein
Spezialgebiet)
Es geht darum dass, wenn besondere Kenntnisse oder Erfolge attestiert werden, diese - oder die Bedeutung für den AG - erwähnt werden. Man muss deswegen nicht alles einzeln durchkauen.
Ich war sozusagen Springer… wir hatten nicht mit so viel
Besucheransturm gerechnet und ich habe mehr Führungen und
Diskussionen übernommen als die anderen. Außerdem fehlte uns
im Rahmenprogramm für einen Abend über chinesische Religion
ein Experte, da bin ich eingesprungen und es waren alle sehr
zufrieden…(was eher mich erstaunt hat, ich hatte viel mehr
Material vorbereitet und mich darauf eingestellt eine
Literaturliste herumzugeben…)
Bei dir liegt der Fall anders, aber bei einem langjährigen Mitarbeiter kann man natürlich nicht auf solche Detailschilderungen eingehen. Es geht mehr darum die besonderen Verdienste zu erwähnen, zu sagen warum der Mitarbeiter besonders wichtig war, man muss das aber nicht in den Einzelheiten auflisten.
In deinem Fall fehlte es ein wenig an Details, was sich denn hinter den Worthülsen verbirgt bzw. was denn die besonderen Leistungen waren, wenn sie vorher erwähnt werden. Ganz genau zu schreiben was man du wie gemacht hat, muss natürlich nicht sein.
Das ist mein Fehler, ich war mir nicht sicher ob
Ausstellungsbesucher als Kunden zu klassifizieren sind…
*drop*
Es ging einfach darum dass Besucher = Kundschaft erfasst werden, damit die 3 Bereiche Vorgesetzte - Mitarbeiter - Kunden/Besucher abgedeckt sind, denn zu deren Bespaßung warst du ja dort.
Besser? ^^°
Ja, jetzt ist es fast perfekt. 
Gruß,
MecFleih