Hilfe bei Dauerschwindel

Liebe/-r Experte/-in,
Liebe/-r Experte/-in,
ich frage an für meinen Bruder (68). Er lebt alleinstehend , 80 km entfernt von mir und ist z. Zt. kaum in der Lage, sein Leben hinreichend selbst zu organisieren. Daher meine Sorge und Fragen zu seinem Zustand: Vor 7 Wochen wurde er bettlägerig krank ( Erkältung ? ) und es stellte sich mehr und mehr ein Schwindelgefühl ein. Schließlich wurde dieser Schwankschwindel so stark, dass ich ihn telefonisch motovieren konnte, sich in einem Düsseldorfer Krankenhaus aufnehmen zu lassen. Dort hat man ihn in der Neurologie gründlich untersucht. Kreislauf, MRT-Hirnaufnahmen und weitere Organuntersuchugen brachten keine Hinweise auf den sich steigernden Schwindel.Er wurde nach 8 Tagen zurück in seine Wohnung entlassen. Dort ging es weiter bergab: Zum ständigen Schwindel war eine Abneigung gegen Essen und Trinken gekommen, so dass er ziemlich abgemagert ist.Die Hausärztin hat es nun geschafft, ihn in einer Rehaklink anzumelden. Dies ist nun seine ganze Hoffnug, dass man ihn dort nachhaltig therapiert.
Meine Frage: Wie lange kann so ein „Schwankschwindel“ eigentlich anhalten ? Lässt sich diese Krankheit überhaupt heilen ? Und wenn ja, durch welche Maßnahmen ? Ich bin sehr in Sorge,weil mein Bruder vor 2 Monaten noch körperlich sehr fit war und sich nun in seiner gesamten Persönlichkeitsstruktur so zusammengebrochen ist. Für eine hilfreiche Antwort wäre ich Dir / Ihnen sehrdankbar.
Mit freundlichem Gruß
Rolfedi

Sehr geehrter Herr,
als FAcharzt für HNO-Heilkunde habe ich u.a. auch mit der Praxistätigkeit aufgehört, weil die sog. „Schwindel-Patienten“ für den HNO-Arzt ein so unerfreuliches, ja frustrierendes Thea sind. 1. Die Diagnosefindung ist bereits schwierig und langwierig (HNO, Neurologie, Innere Medizin, Orthopädie wg. Halswirbelsäule, Zahnarzt wg. Kiefergelenksanomalie, Psychatrie, weil psychosomatisch…))
2. Entsprechend ist die Therapie weitreichend bis unbefriedigend (für beide Seiten!!)
Zwei Sachen haben sich aber in der letzten Zeit als immer wirksamer herausgestellt (auch wenn die Pharmaindustrie nicht daran verdient und dies Wissen daher „klein“ gehalten wird!) ==>

  1. Kompensation, d.h. Ihr Bruder soll sich möglichst viel bewegen und zwar so, dass der Schwindel noch provoziert wird. Ergebnis wird sein, dass der Gleichgewichtssinn „neu lernt“ sich einzustellen und dann der Schwindel unterbleibt (Schwindel ist nur ein Symptom, dass es sich widerstreitende Informationen von Ohr, Auge und Muskeln gibt!!!)
  2. Zur Durchblutungsförderung hat sich Vital-Astin (die Rotalge, d.h. ein natürliches Produkt) hervorragend bewährt. Das empfehle ich auf www.ph.zellshop.com sich zu besorgen (sehr gute Qualität und schnelle, zuverlässige Lieferung), davon dann 2 Kapseln pro Tag jeweils zum Essen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. med. Boos

Sehr geehrter Herr Dr. Boos,

vielen Dank für Ihre Antwort. Dass es einen solchen krankmachenden Dauerschwindel gibt, war mir ( 74 J. ) bis dato überhaupt nicht bekannt. Bin erst durch das massive Leiden meines Bruders darauf aufmerksam geworden. Den Rat , sich trotz Schwindels zu bewegen, habe ich ihm schon mehrfach gegeben. Aber beim Gehen schwankt er wie ein Betrunkener durch sein Zimmer, beim Sitzen bekommt er Magenschmerzen und Übelkeit .Er kann dann nichts essen oder trinken. Die Folge: rapide Gewichtsabnahme ( 10 kg ),faltiges schmales Gesicht (Dehydrierung ?), Angstzustände, kein Interesse, sein Leben in irgendeiner Form selbständig zu organisieren. Am liebsten legt er sich nach kurzen Sitzpausen oder nach einem Toilettengang wieder ins Bett. Die Kur mit Vitalastin werde ich ihm empfehlen und ihm die Kapseln besorgen,falls er zustimmt.
Hoffentlich gibt es eine Rettung.

Mit freundlichen Grüßen
Rolf Kerger

Sehr geehrter Herr Kerger,

wenn ihr Bruder einen solch heftigen Dauerschwindel hat, sollte für die Akut-Situation (Nahrungsaufnahme und soziales Leben) auch die medikamentöse Therapie erwägt werden (da kann sein Haus- oder HNO-Arzt etwas verschreiben). Nachteil ist, dass es nicht heilt sondern kurzfristig nur den Schwindel unterdrückt und starke Nebenwirkungen hinsichtlich Schläfrigkeit hat. Ich denke aber, diese MEdikammente sollte ihr Bruder bereits erhalten haben bzw. hoffe es für ihn! Alles Gute!
Dr. med. Boos

Hi!

Ohne Kenntnis der Ursache kann man nichts über die Dauer der beschwerden sagen. Ohrprobleme sind in der Regel relativ rasch rücklaufig, so Schwankschwindelbeschwerden sind oft psychogen bedingt und deshalb oft auch anhaltend.

Nützlich ist Schwindeltraining (einfach googlen, dann findet man übungsanleitungen)

Gruß & Gute besserung für Deinen Bruder
Peter