Hilfe bei Depression für Privatversicherte

Mein Freund leitet unter einer Depression. Nun hat er eingesehen, das er ohne professionelle Hilfe nicht mehr da raus kommt.

Nun meine Frage: Wo finde ich Hilfe? Er ist Privatversichert da er Selbstständig ist, jedoch ist eine psychologische Behandlung ausgeschlossen. Somit müsste er das alles selber bezahlen. Gibt es eine Möglichkeit, Hilfe zu finden die nicht soviel kostet?

Ich hoffe Ihr könnt mir einen Rat geben.

Schwierig - aber wer schließt denn so etwas als Leistung aus …

Vielleicht mal bei den Diakoniestationen versuchen.

Die Axa Krankenversicherung, er hätte die Leistung zusätzlich mit versichern müssen, das hat er aber nicht.

hi

Mein Freund leitet unter einer Depression.

Nun meine Frage: Wo finde ich Hilfe? Er ist Privatversichert
da er Selbstständig ist, jedoch ist eine psychologische
Behandlung ausgeschlossen. Somit müsste er das alles selber
bezahlen. Gibt es eine Möglichkeit, Hilfe zu finden die nicht
soviel kostet?

es ist ein Unterschied ob psychologische Behandlung oder phsychoterapeutische Behandlung - PT wird von vielen Kassen ungern gesehen, bzw. ausgeschlossen (teuer, langwierig) - pyschologische Behandlung/Beratung und die Medikamente dagegen ist/sind doch oft mit drin

Ich hoffe Ihr könnt mir einen Rat geben.

ich würde den Vertrag genauer durchlesen - evtl. mitnehmen zum Hausarzt und den fragen, wie ihr weiter vorgehen könnt… im Zweifelsfall „ist alles eine Frage der Begründung“ ob eine Kasse zahlt oder nicht

Gruß h.

Hallo Jumika,

ich hab mal die Versicherungsbedingungen der AXA überflogen. Wie Du ja schon geschrieben hast schließt die AXA ambulante Psychotherapie aus. Somit ergeben sich m.M. folgende Möglichkeiten für Deinen Freund:

  1. Abhängig von der schwere der Störung kann über eine (teil-)stationäre Behandlung nachgedacht werden, denn das wäre dann ja nicht ambulant.

  2. Eine medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva dürfte möglich sein (Hierfür am Besten mal beim niedergelassenen Psychiater vorstellen)

  3. Selbsthilfegruppen

  4. Selber zahlen: Abhängig vom Therapeuten und der Therapierichtung zwischen 60-80 € die Stunde. Mutmaßlich vereinzelt niedrige Tarife, wobei ich mir da genau überlegen würde, wem ich mich da anvertraue. Therapeut ist nämlich kein geschützter Begriff.

Ansonsten viel Erfolg!

TAndrija

Hallo,

er braucht bei einer Depression auch keinen Psychologen, sondern einen Arzt - und der wird sicherlich nicht ausgeschlossen sein. Also direkt einen Termin beim Psychiater machen und die Rechnung bei der KK einreichen.

Komplikationen gibt es aber, wenn er bereits schon vor der Anmeldung bei der Privatkasse unter Depressionen litt und diese nicht angegeben hat (Vorerkrankung).

Viele Grüße

Hallo,

Therapeut ist nämlich kein geschützter Begriff.

Nicht nur darum, sollte man hier wohl einen Psychotherapeuten aufsuchen.
Das ist nämlich eine geschützte Bezeichnung, die eine definierte Qualifikation vorraussetzt.

Gruß
Werner

mein Rat

rufe bei der KK an und stelle denen eine Kostenbilanz vor… was der Aufenthalt dort täglich kostet und was eine PT in etwa kosten würde… das bewegt JEDEN betriebswirtschaftlich halbwegserfahrenen Berater in die passende Richtung.

Wenn nicht, lass Dich gleich mit dem Chef verbinden und verweise auf die „Geldverschwendung“ seines Angestellten.

Bei der PT gibt es meist so erstmal glaub ich 25 Sitzungen die als Minimum (nach den ersten 5 die man ja immer vor Antragsstellung absoliveren muss = wie ne Schnupperphase :stuck_out_tongue:) zu beantragen sind. Rechne denen mal vor, was 25 Sitzungen kosten und was ein PT Aufenthalt für 4 Wochen kostet… DA RATTER DIE KASSE im letztern Fall aber erheblich… und das nicht bei der Kasse sondern bei der Klinik :wink:

GELD regiert die Welt… der Berater wird IMMER den günstigsten Weg bewilligen… alles andere ist betriebswirtschaftlicher Selbstmord.

PS: Ich hab mit BWL noch nie etwas zu tun gehabt, … logisches Denken + eigene Erfahrung (sowohl als Arbeitnehmer als auch Patient - bei mir war es nur die gesetzl. KK, aber auch die muss sparen)

GELD regiert die Welt… der Berater wird IMMER den
günstigsten Weg bewilligen… alles andere ist
betriebswirtschaftlicher Selbstmord.

Ja, aber das interessiert nicht - dort gelten Gesetze. Und die finden vielleicht eher noch eine Regelung, einen stationären aufenthalten aus psychischen Gründen nicht zu bezahlen.

Beispiel?
Ein Kind ist an Darmkrebs erkrankt - liegt im Krankenhaus. Die Mutter fährt täglich hin. Eine Anfrage bei der Kasse nach Zuschuss zu den Fahrtkosten mit dem PKW wurde abgelehnt - steht so in den Statuten.

Vorschlag der Kasse? (Nicht lachen!!) Fahren sie mit dem Taxi, die Kosten werden bezahlt. Wer denkt da betriebswirtschaftlich …

Gut, ist ein paar Jahre her, aber solche Fälle gibt es heute auch in Massen. Fürs denken wird dort keiner bezahlt!!

rufe bei der KK an und stelle denen eine Kostenbilanz vor…
was der Aufenthalt dort täglich kostet und was eine PT in etwa
kosten würde… das bewegt JEDEN betriebswirtschaftlich
halbwegserfahrenen Berater in die passende Richtung.

Wenn nicht, lass Dich gleich mit dem Chef verbinden und
verweise auf die „Geldverschwendung“ seines Angestellten.

PS: Ich hab mit BWL noch nie etwas zu tun gehabt, …
logisches Denken + eigene Erfahrung (sowohl als Arbeitnehmer
als auch Patient - bei mir war es nur die gesetzl. KK, aber
auch die muss sparen)

Vielleicht mal einen Tacken zurückdrehen. Privatkasse und gesetzliche sind grundsätzlich Zweierlei. Wenn die Privatkasse einen Tarif unter Einschluss ambulanter Therapie anbietet und einen Tarif unter Ausschluss und der Patient, Herr seiner Sinne, um Kosten zu sparen jenen wählt, der unter Ausschluss ist, dann ist das im Fall der Fälle bitter, aber völlig in Ordnung, wenn die Kasse die Zahlung ablehnt!

Die Konsequenz daraus ist nämlich, dass das zu Lasten der Patienten geht, die so deppert gewesen sind, mehr zu bezahlen!

Damit sind Ausnahme-Härtefälle, die es tatsächlich durch blöde Gesetzeslage gibt, ausdrücklich nicht gemeint. Es gibt aber viele Patienten, die in jungen Jahren die günstigen Tarife der PKV genutzt haben, nicht vorausschauend und obwohl sie anders gekonnt hätten, und später dann das Heulen anfangen.

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Hallo,

ich glaube du stellst dir das zu einfach vor.
Und außerdem weiss ich nicht warum du das auf meinen Beitrag erwiederst.

Gruß
Werner