Hallo!
Meine Freundin macht mir Sorgen.
Sie ist 22 Jahre alt, und neigt irgendwie zu solchen Problemen.
Sie schleppt sich schon seit Jahren damit herum, aber jetzt in der „dunklen“ Jahreszeit wird es scheinbar wieder schlimmer.
Sie macht gerade eine Berufsausbildung im medizinischen Bereich, und hat sich wohl auch im Internet darüber belesen.
Sie sagte gestern zu mir:
„Meine Depressionen werden immer schlimmer, helfe mir mal bitte. Mach mal einen Termin bei einem Arzt, der mir helfen kann.“
Das will ich morgen tun.
Kann das ein Hausarzt? Oder wer sonst?
Ich habe mir bei Wiki. mal alles durchgelesen, zwecks Depri,
aber auch nur teilweise verstanden.
Es scheint sich bei meiner Freundin wohl nur um einen der leichteren Fälle zu handeln,
bedingt durch Zukunftsängste, Arbeitslosigkeit und Probleme mit Ihren Eltern.
Ich habe ihr vorhin erstmal ausgiebig erklärt, dass sie froh sein kann, dass sie körperlich völlig gesund ist, und sich das alles nur in ihrem Kopf abspielt. Das hat erstmal für eine Stunde geholfen …
Bin dankbar für jede Hilfe !
Grüße, Steffen!
Hi,
vielleicht hilft dir ja das FAQ:237 weiter…
Ansonsten denke ich, dass der Hausarzt eine erste vermittelnde Anlaufstelle sein kann. Auch in einer Psychosozialen-Beratungsstelle gibt es bestimmt Informatinen, wie man bei einer solchen Problemlage am besten vorgeht.
LG
Chris
Team: Artikel für Verschiebung bearbeitet
Hi Steffen!
Kauf deiner Freundin doch einfach mal eine Großpackung eines Johanniskrautpräparates!
Bei „leichten Depressionen“ braucht man 600 bis 1200 mg wirksamen Konzentrats, also z.B. bei „FELIS 400“ zwei bis drei Tabletten pro Tag.
Gruß
BT
Servus,
Kann das ein Hausarzt? Oder wer sonst?
Das kann u.U. ein Hausarzt, wenn er seine Patientin kennt. Der wird sie allerdings seriöserweise an einen niedergelassenen Facharzt für Neurologie und Psychiatrie überweisen.
Dort lässt sich leicht eruieren, ob eine psychotherapeutische Behandlung angezeigt ist, oder ob es zunächst (oder ausschließlich, das gibts auch) mit einer geeigneten Medikation getan ist.
Psychiater sind heute keine Feinde der Psychologen und Psychotherapeuten mehr. Wenn jemand in einer Depression gefangen und selbst in diesem Zustand noch um Hilfe bitten kann - das ist in dieser Situation eine ganz enorme Anstrengung -, dann ist es u.U. lebensgefährlich, mit Johanniskrautteelein (die allenfalls unterstützend und auch das nur nach einer ziemlich langen Zeit, bis der Wirkstoffspiegel aufgebaut ist, wirksam sind) rumzuexperimentieren. Wenn jemand mal vor der Eisenbahn liegt, ists ziemlich gleichgültig, ob ihm rein pflanzlich oder mit der bösen bösen Chemie hätte geholfen werden können - die Frage hat sich dann schon erledigt.
Ich bin kein Medizinmann, aber ich bin Betroffener, und ich glaube zu wissen, wie wenig andere u.U. davon mitkriegen, wenn man in einer depressiven Verstimmung hängt. Umgekehrt: Wie sehr schlecht es einem gehen muss, damit andere überhaupt etwas davon mitkriegen. Einen möglicherweise lebensbedrohlichen Zustand kann ein Psychiater relativ am besten beurteilen, schon allein, weil er ständig mit akuten Zuständen zu tun hat - das ist bei Psychotherapeuten nicht unbedingt der Fall.
In einem solchen Zustand ist es übrigens relativ schlecht erträglich, wenn da jemand anders aus dem Stand in irgendwelchen Seelentiefen rummacht.
Daher zuerst die Beurteilung eines Facharztes betreffend vielleicht notwendige Medikation, dann Entscheidung, wie es therapeutisch weitergeht.
Schöne Grüße
MM
Hallo Steffen
Ich möchte mich Martin May anschließen und Deiner Freundin dringend zu einem Besuch beim Facharzt für Psychotherapie raten, egal oib es ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist ode ein Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Diese beiden relativ neuen Fachärzte (kreiert in den 90er Jahren) dürften also die richtige Anlaufstelle sein.
Sie sagte gestern zu mir:
„Meine Depressionen werden immer schlimmer, helfe mir mal
bitte. Mach mal einen Termin bei einem Arzt, der mir helfen
kann.“
Ich gehe aber trotzdem davon aus, dass sie gesagt hat „HILF“ statt „HELFE“, auch wenn dieses falsche Deutsch sich inzwischen sogar in den Fernseh-Unterhaltungen breit macht. 
Nix für ungut und Glück für Euch beide
wünscht Branden
völlig ot
Moin Branden,
Ich gehe aber trotzdem davon aus, dass sie gesagt hat „HILF“
statt „HELFE“, auch wenn dieses falsche Deutsch sich
inzwischen sogar in den Fernseh-Unterhaltungen breit macht.
bist du jetzt von Helge angesteckt worden? 
Gruß
Demenzia
Liebe Gerry
bist du jetzt von Helge angesteckt worden? 
Dein Bruderherz steckt uns doch alle an mit seinen guten Ideen. 
In diesem Falle aber ist das auf meinem Mist gewachsen, oder besser: Auf meiner Überempfindlichkeit bezüglich Sprachverlotterung.
Es grüßt Dich
Branden
Hallo,
Sie sagte gestern zu mir:
„Meine Depressionen werden immer schlimmer, helfe mir mal
bitte. Mach mal einen Termin bei einem Arzt, der mir helfen
kann.“
Das will ich morgen tun.
Kann das ein Hausarzt?
im Prinzip ja. Aus diversen Gründen wäre jedoch ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie oder ein Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie eine bessere Anlaufstelle.
Oder wer sonst?
Psychologische Psychotherapeuten. Die haben aber meistens längere Wartezeiten. Deshalb würde ich zunächst einen Arzt kontaktieren und mich dann ggf. um eine psychologische Psychotherapie bemühen.
Weitere Infos zu „Wie finde ich einen Psychotherapeuten?“ gibt es hier:
http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychotherapie/…
Infos zu Depression gibt es hier:
http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Psy…
Beste Grüße
Hallo Steffen,
noch ein anderer Denkansatz:
Ich habe ihr vorhin erstmal ausgiebig erklärt, dass sie froh
sein kann, dass sie körperlich völlig gesund ist, und sich das
alles nur in ihrem Kopf abspielt.
Aua - damit wertest du die Krankheit deiner Freundin ab.
Mit solchen Aussagen tust du ihr keinen Gefallen, du nimmst ihre Depression nicht ernst.
Ich habe mich auch in meiner Einschätzung der Schwere der Erkrankung deiner Freundin vielleicht vertan, dein Posting las ich erst mal so, als ob deine Freundin „über ihrer Erkrankung steht“, weil sie sie benennen und damit schon Jahre lang umgehen kann. Auch dass es in der dunklen Jahreszeit „schlimmer“ wird, sprach für mich für eine schwache Depresion.
Es ist aber möglich, dass sie wirklich ärztlich behandlungsbedürftig ist, weil deine Freundin sich anscheinend jetzt „erst“ mit dem Hilfeersuchen an dich wendet!
Ihr Leidensdruck ist also inzwischen so stark, dass sie von sich aus aktiv nach Hilfe sucht.
Gerade weil sie selber aktiv geworden ist, halte ich es aber nicht für optimal, wenn du für deine Freundin einen Arzt aussuchst und einen Termin vereinbarst.
Besser wäre es m.E. wenn sie es alleine macht, sie muss ja mit dem Arzt klarkommen. Du kannst ihr aber ruhig Adressen und Telefonnummern raussuchen!
Gruß
BT
nicht mehr ot…
Huhu,
In diesem Falle aber ist das auf meinem Mist gewachsen, oder
besser: Auf meiner Überempfindlichkeit bezüglich
Sprachverlotterung.
aber unter psychologischen Aspekten könnte man so was auch als Zwangsneurose bezeichnen? 
Gruß zurück
Demenzia
aber unter psychologischen Aspekten könnte man so was auch als
Zwangsneurose bezeichnen? 
Noch lange nicht, liebe Gerry, noch lange nicht.
Dazu gehört dann doch eine rigidere, beharrendere Art und Weise, möchte ich sprechen, die mit meinen spielerischen Anmerkungen nichts mehr gemein hat.
Gruß,
Branden
Depressionen sind nicht ursächlich sondern umstandshalber bedingt. Es wäre doch zu einfach, wenn Depressionen mit einem Hebel beizukommen wäre, der einfach nur umgelegt werden braucht. Die Ursachen sind anderswo zu suchen. Vermutlich hast Du eine Verstimmung; ´wäre nicht verwunderlich. Jedenfalls: Therapeuten kassieren nur Lebenzeit und Geld, ohne sich auch nur im entferntesten wirklich zu verrenken.
Deiner Freundin ist nicht zu helfen; zumindest solange sie Ihre Bedfindlichkeit davon abhängig macht, wie weit ihr die anderen helfen. Du solltest Dir jedenfalls zu schade dafür sein, dich von ihr ausnutzen zu lassen, wenn du nicht selbst für Dich einen strategischen Vorteil siehst. Wenn nicht? Dann kann langfristig daraus nichts werden, ehrlich. Hab einzig Dein eigenes Ego im Sinn und zwar mit Herz und Verstand.
Gruß
guvo
Hallooöchen!!
Na, ihr zwei, Branden und Demenzia habt ihr heute frei oder könnt ihr euch den Luxus des rumsurfens während der Arbeitszeit leisten, weil Freiberufler??
Fragt etwas neidischrüberguckend Jo, die immer schnell mal morgens oder in der Mittagspause hiereinschaut…
was hast du denn genommen?
Mahlzeit,
Jedenfalls:
Therapeuten kassieren nur Lebenzeit und Geld, ohne sich auch
nur im entferntesten wirklich zu verrenken.
Du hast da ja vielleicht persönliche Erfahrungswerte… aber Depressionen verschlingen noch viel mehr Lebenszeit!
Deiner Freundin ist nicht zu helfen; zumindest solange sie
Ihre Bedfindlichkeit davon abhängig macht, wie weit ihr die
anderen helfen.
aha - DU hast Depressionen als ganz allein vertrieben, ja? Verrat doch bitte das Geheimrezept, damit niemand mehr unnötig zum Irrenarzt rennt wegen solch nichtiger Verstimmungen…
Gespannt,
Demenzia
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Hei Martin
In einem solchen Zustand ist es übrigens relativ schlecht
erträglich, wenn da jemand anders aus dem Stand in
irgendwelchen Seelentiefen rummacht.
Daher zuerst die Beurteilung eines Facharztes betreffend
vielleicht notwendige Medikation, dann Entscheidung, wie es
therapeutisch weitergeht.
Gefällt mir ein * von hier zu dir
Jo
1 „Gefällt mir“
könnt ihr euch den Luxus des rumsurfens während der
Arbeitszeit leisten, weil Freiberufler??
Wenn ich schon mal für mich antworten darf, Joanna:
Ich genieße das Privileg, meine Praxis im eigenen Haus zu haben und kann daher sowohl morgens (vor Praxisbeginn), mittags (in der Mittagspause) als auch abends und schnell mal wischendurch ein bißchen im www rumhacken. 
Gruß,
Branden
Hei Branden, war ich doch gar net falsch mit meiner Vermutung…
Na ja, wenn schon nicht so viel Schotter wie allgemein vermutet, dann wenigstens paar Freiheiten als Freiberufler. sei dir ja gegönnt.
Jo
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Hi…
Therapeuten kassieren nur Lebenzeit und Geld, ohne sich auch
nur im entferntesten wirklich zu verrenken.
Kannst du nicht verallgemeinern.Man muss nur lange genug suchen um den passenden zu suchen(bei mir waren es drei(!) Jahre damals)…Das ist eben das Hauptproblem wenn man depressiv ist und kein Gefühl mehr hat für sich; vor allem aber keine Kraft.Da wurde ich allerdings von Vater und Bruder stark unterstützt; die haben immer wieder mich bestärkt wenn ich mal wieder an komische Therapeuten geraten und hoffnungslos war.
Wenn ich meinen damaligen Therapeuten nicht gehabt hätte wäre ich verloren gewesen…
gruss
Hallo!
Ohne die anderen Antworten gelesen zu haben: bei leichten Depressionen (Winterdepression) hilft hochdosiertes Johanniskraut sehr gut. Dies wäre auch die erste Wahl des Arztes.
http://web4health.info/de/answers/bipolar-hypericum-…
http://www.vnr.de/vnr/besserleben/gesundlaengerleben…
http://community.netdoktor.com/ccs/de/depression/fac…
Alles Gute!
Gruß, c.