Hallo,
Ich möchte für unseren Verein einen Schriftzug machen lassen und benötige dazu Hilfe in der Rechtschreibung sowie in der Grammatik. Da meine Kenntnisse in Rechtschreibung und Grammatik nicht gerade von Akademischer Brillanz zeugen und ich mich auch deswegen ein wenig Schäme, frage ich ob dieser Satz richtig geschrieben wurde:
Andere rennen raus - wir rennen rein!
Ich habe schon einiges im www. erfahren, nur jeder schreibt es anders und komme da jetzt durcheinander welches nun die richte Schreibweise ist.
Hoffe Ihr könnt mir Helfen.
Mfg Andreas
Hallo,
Andere rennen raus - wir rennen rein!
Das ist der Satz? Da gibt’s doch eigentlich gar keinen Spielraum in der Schreibung. Du hast ihn auch völlig korrekt geschrieben, einzig den Bindestrich in der Mitte würde ich durch einen Gedankenstrich (der ist etwas länger) ersetzen:
Andere rennen raus — wir rennen rein!
Viele Grüße,
Guten Tag,
danke für die Hilfe. Ja der Satz ist sehr kurz das stimmt. Wollte da wirklich Sicher sein das alles stimmt da ich auch folgendes schon zur Anwort bekommen habe:
Andere rennen raus, Wir rennen rein?
Also mit „,“ und „W“ (großgeschrieben).
Danke nochmals für die schnelle Hilfe
Mfg Andreas
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[BigBu]
Andere rennen raus, Wir rennen rein?
Also mit „,“ und „W“ (großgeschrieben).
Nach einem Komma müsste es hier klein weitergehen. Fünf richtige Varianten:
Andere rennen raus, wir rennen rein.
Andere rennen raus – wir rennen rein.
Andere rennen raus; wir rennen rein.
Andere rennen raus. Wir rennen rein.
Andere rennen raus! Wir rennen rein!
[André Müller]
einzig den Bindestrich in der Mitte würde ich
durch einen Gedankenstrich (der ist etwas länger) ersetzen:
Andere rennen raus — wir rennen rein!
Den im Deutschen üblichen Gedankenstrich, ›–‹, bezeichnet man als Halbgeviertstrich oder ›en dash‹ (wobei beides sachlich nicht unbedingt korrekt ist). Man setzt ihn mit einem ganzen Leerraum zu beiden Seiten. Kommt der Gedankenstrich einzeln vor, wie in dem hier besprochenen Satz, sollte das Leerzeichen davor ein geschütztes sein; so wird verhindert, dass der Gedankenstrich im Umbruchfall am Zeilenanfang zu stehen kommt. Wird er paarig verwendet, benutzt man ihn wie Klammern, sodass der erste der beiden Striche auf derselben Zeile steht wie das folgende und der zweite auf derselben Zeile wie das vorangehende Wort.
Der sogenannte Geviertstrich, ›—‹, auch ›em dash‹ genannt, ist der Strich, den du verwendet hast, André. In der deutschen Typografie hat er traditionell keine oder bloß eine marginale Funktion. Im angloamerikanischen Raum wird er als Gedankenstrich verwendet – und zwar meist kompress gesetzt, also mit nur geringem oder ganz ohne Abstand nach rechts und links. Es ist zu beobachten, dass die Verbreitung des ›em dash‹ zugunsten eines wie in deutschen Publikationen gebrauchten ›en dash‹ zurückzugehen scheint. Der ›em dash‹ ist zwar deutlicher, was den trennenden Effekt angeht, aber bei häufigem Gebrauch reißt er erhebliche Löcher in den Text.
So viel dazu …
Gruß
Christopher
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Guten Tag,
danke für die Hilfe. Ja der Satz ist sehr kurz das stimmt.
Wollte da wirklich Sicher sein das alles stimmt da ich auch
folgendes schon zur Anwort bekommen habe:
Andere rennen raus, Wir rennen rein?
Also mit „,“ und „W“ (großgeschrieben).
Das Komma ist natürlich auch möglich, aber meiner Meinung nach zu wenig kontrastiv. Der Gegensatz kommt durch einen Gedankenstrich mehr zur Geltung.
Ein großgeschriebenes W dort wär aber wirklich falsch.
Grüße,
Ah, vielen Dank, Christopher. Ich hatte das mal so gelernt, dass man den m-Dash als einzelnen Gedankenstrich benutzt — so wie hier. Den kürzeren n-Dash – so hieß es – setze man bei solchen eingeklammerten Einschüben.
Das war mal eine Konvention für eine Publikation, an die ich mich auch gerne gehalten hab, weil mir das sehr zusagte.
Viele Grüße,
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Ah, vielen Dank, Christopher. Ich hatte das mal so gelernt,
dass man den m-Dash als einzelnen Gedankenstrich benutzt — so
wie hier. Den kürzeren n-Dash – so hieß es – setze man bei
solchen eingeklammerten Einschüben.
Das war mal eine Konvention für eine Publikation, an die ich
mich auch gerne gehalten hab, weil mir das sehr zusagte.
Lustig, das habe ich noch nie gehört. Was war das für eine Publikation?
Lg,
Max
Lustig, das habe ich noch nie gehört. Was war das für eine
Publikation?
Eine linguistische:
Wohlgemuth, Jan & Tyko Dirksmeyer (2005): Bedrohte Vielfalt — Aspekte des Sprach(en)tods / Aspects of language death. Berlin: Weißensee-Verlag. ISBN 3-89998-041-7 Buch anschauen.
Das war eine Sammlung einzelner Hausarbeiten von uns damals und da hieß es, Einklammerungen mit n-Dash, einzelne Gedankenstriche als m-Dash. Ich dachte früher, das wäre generell so üblich und ich halte mich auch immer noch daran. 
Grüße,
Wow, ich bin beeindruckt!
Hallo Christopher,
Deine Zeilen musste ich direkt mehrmals lesen.
Darf man eigentlich noch Anreden wie: Du, Dich etc., in Briefen groß schreiben? Oder ist das out?
Hilf mal bitte einer etwas älteren Dame auf die Sprünge…
FG aus LE von mg6358
Hallo,
Darf man eigentlich noch Anreden wie: Du, Dich etc., in
Briefen groß schreiben? Oder ist das out?
ja, man darf, siehe § 66 E der amtlichen Regelung http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Amtlich… :
"In Briefen können die Anredepronomen du und ihr mit ihren Possessivpronomen auch großgschrieben werden:
Lieber Freund,
ich schreibe dir/Dir diesen Brief und schicke dir/Dir eure/Eure Bilder … ".
Gruß
Kreszenz