Hilfe bei Gelenkschmerzen

Hallo, meine Tochter(21) hat sichin der Arbeit vor 2Ja. an einer HIV infiz.Nadel gestochen,hat dann sofort HIV-Medika. bekommen, auf die sie einen Anaphylaktischen Schock bekommen hat.Fast übergreifend bekam sie unerträg. Gelenkschmerze bekommen,die Schleimbeutel von den Knie, Archillissehne uind den Händen waren geschwol.Kein Arzt weiß was sie hat.Auf Rheuma passen die Blutwerte nicht 100%. Sie wurde auf Yersinien und HLAB13 posi. getestet, BKS,CRP,CD8,ACE und Leukosyten sind erhöt.Wer hat ähnliche Symptome oder Erfahrung damit gemacht und kann uns helfen? Wir wären sehr dankbar!!!

Es ist schwierig dir darauf zu antworten. Sicher gibt es viele Möglichkeiten und auch noch 400 verschiedene Rheumarten. Wenn man Yersinien gefunden hat, dann könnte man z.B. an eine infektreaktive Arthritis denken. Die Symtome sind ähnlich, aber beweisen kann man es nicht, da es hierfür keine positven Rheumawerte gibt. Es ist eine seronegative Art. Entzündungswerte CRP und BKS können da nat.erhöht sein. Was mich etwas stutzig macht, sind die erhöten ACE-Werte und dieser Medikamentenschock. Erhöhte ACE-Werte findet man z.B. bei der Sarkoidose (da gibts auch keine spezifischen Rhemawerte)und die wird von toxischen od. anderen Stoffen, die man aber alle nicht so genau kennt, ausgelöst.Da wären aber dann die Leukos erniedrigt. Aber ich gehe davon aus, dass man diese Möglichkeiten ja alle schon in Erwägung gezogen hat. Eigentlich wird ja bei allen entzündlichen Erkrankungen mit erhöhten Entzündungswerten getestet, ob Cortison eine Verbesserung bringt. Hat man das schon mal versucht?

Hallo, Danke erst mal fürs Interesse…
Ja, die Möglichkeiten wurden alle schon überprüft, auch Sarkoidose, hat aber auch nichts gebracht, und die Leukos sind bei meiner Tochter ja erhöt.Cortison hat sie vor 1 1/2 Jahren in Form einer mehrwöchigen Kur bekommen. Seitdem sind die Schmerzen absolut erträglich geworden. Schmerzen hat sie noch immer in der Archillissehne und den Knien,das Handgelenk schwillt manchmal noch an, auf Cortison möchte sie aber
so lange wie möglich verzichten.

Wenn deine Tochter vor einem Jahr mal Cortison bekommen hat, so war das keine Basistherapie. Cortison ist heutzutage kein Dauermedikament mehr. Man nutzt es meistens um rauszufinden, ob es wirkt, weil man dann eher in die Nähe der Diagnose kommt (man weiss dann, dass es was rheumatisches ist) und in Notfallsituationen bei einem starken Schub zusätzlich zu dem Basismedikament. Manchmal reichen auch nach anfänglich höherer Dosis ganz kleine Mengen aus,z.B. 1-2mg pro Tag die man dann längere Zeit unbedenklich nehmen kann, ohne ein zusätzliches Medikament. Ich denke, dass man, was man in den meisten Fällen auch so handhabt, bei guter Wirkung schon gleichzeitig ein Basismedikament hätte einsetzen können. Die Wirkung eines Basismedikaments kann manchmal 2-6 Monate dauern und man kann dann das Cortison ständig runtersezten und ganz aussschleichen. Das heisst aber nicht, dass man dann immer Medikamente nehmen muß, aber es kann schonmal jahrelang dauern, bis man es wieder ganz absetzt. Aber danach kann man jahrelang und vllt. sogar für immer beschwerdefrei werden. Sehr sinnvoll, wenn z.b. wirklich eine infektreaktive Arthritis dahintersteckt. Die kann abflachn und auch oft ganz ausheilen. Eine fertige Diagnose hat auch nicht jeder. Manche haben die Diagnose undifferenzierte Arthritis und werden medikamentös genau so behandelt wie die „Differenzierten“.