Unser Kind ist vor einiger Zeit als hochbegabt ausgetestet worden.Wir als Eltern sind diesem Test sehr skeptisch entgegengetreten und haben außer ein paar Stunden in einer Hochbegabtengruppe, nicht viel getan. Unser Sohn ist 13 Jahre alt, entspricht den Leistungen in der Schule nur mäßig. Neuerlich wurden wir von einem Psychologen noch einmal über die Dringlichkeit aufgeklärt etwas zu unternehmen. Es bleiben viele Fragen was zu tun ist. Wäre ein neuer Test erforderlich? Wer hat Erfahrung: Computer-Software, Selbsthilfegruppen, Literatur usw.?
Es ist schwierig an das Kind heranzukommen, da er schon seit langer Zeit ein introvertiertes Verhalten an den Tag legt.
Hi,
ich bin zwar nicht selbst „betroffen“, aber ich habe hier ein paar Links, die dir vielleicht weiterhelfen:
http://www.klugekinder.bwk.at/klukidateien/literatur…
http://www.dghk.de/litlist.html
http://tate.at/
http://www.talenta-schule.de/
http://members.tripod.de/PfiffiKids/
ich hoffe, sie sind noch aktuell. Du kannst auch selbst bei http://www.google.de nach den Suchwörtern „hochbegabt, hochbegabte“ suchen, da findest du sicher noch mehr.
Hier ist noch ein Text, den ich auch aus dem Internet habe:
TATE FÜR ELTERN
22 PUNKTE FÜR ELTERN
HOCHBEGABTER KINDER
PUNKT 1
Auch begabte Kinder sind und bleiben Kinder. Sie
benötigen Liebe, aber auch Kontrolle; Aufmerksamkeit,
aber auch Disziplin; Unterstützung der Eltern, aber auch
Training zu Selbständigkeit und Verantwortungsgefühl.
PUNKT 2
Vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen Kindern,
denn das verpflichtet das begabte Kind geradezu dazu,
immer dem Idealbild zu entsprechen. Alle Kinder sind
einzigartig und etwas Besonderes auf ihre eigene Art.
PUNKT 3
Stellen Sie realistische Erwartungen und
Anforderungen, die das Kind beflügeln… Setzen Sie das
Ziel nicht zu hoch, damit es nicht den Mut verliert, aber
auch nicht zu niedrige, weil es sich sonst nicht ernst
genommen fühlt.
PUNKT 4
Hören Sie Ihrem Kind zu. Das Essen mag gerade kurz
vor dem Anbrennen sein und das Telefon läuten - aber
achten Sie trotzdem darauf, was das Kind fragt, denn diese
Frage könnte wichtig sein. Ignorieren Sie sie, könnte die
Freude am Fragen verschwinden.
PUNKT 5
Besuchen Sie mit Ihrem Kind Museen, Kunstgalerien,
Bildungseinrichtungen und andere, geschichtsträchtige,
Orte, an denen Sammlungen der verschiedensten Art es
ermöglichen, Hintergrundinformationen zu lernen.
PUNKT 6
Die wichtige Rolle von guten Büchern, Magazinen und
anderen Hilfen für das Lernen zu Hause, wie Lexika, Charts
oder diversen Sammlungen sollte zu Hause betont werden.
PUNKT 7
Erlauben Sie es dem Kind, sich früh zu spezialiseren,
wenn es das gerne möchte. Es hat auch Vorteile, mit
Dinosauriern zu leben: Das Kind lernt zu forschen, lernt,
wie man Notizen macht und aufbewahrt, wie man
Tonbandaufnahmen macht, und entdeckt vielleicht das
Dezimalsystem gemeinsam mit Tyrannosaurus Rex.
PUNKT 8
Begabte Kinder interessieren sich für gewöhnlich für ein
breites und vielseitiges Interessensgebiet, aber sie sind
manchmal nicht in der Lage, sich für längere Zeit auf einen
Bereich zu konzentrieren. Eltern sollten ihre Kinder dazu
ermutigen, daß sie sich ihren Hobbies länger
widmen, daß sie ein umfangreiches Wissen und echtes
Können anstreben, anstatt in kurzer Zeit eine ganze Reihe
von Hobbies auszuprobieren oder mehrere Sammlungen
anzufangen.
PUNKT 9
Kinder müssen nicht jede Minute, in der sie wach sind,
gewinnbringend beschäftigt werden. Es sollte auch Zeit
zum Tagträumen, Albernsein, Fernsehen, Comics
lesen und auf dem ungemachten Bett herumzuliegen und
die Decke anzustarren sein. Hochbegabte Kinder sind für
gewöhnlich kreative Kinder - und es ist schwieirig, nach
Stundenplan kreativ zu sein.
PUNKT 10
Loben Sie Ihr Kind für seine Leistungen. Loben Sie es
für die wundervollen Dinge, die es macht, und wenn ein
Versuch nicht wie erhofft funktioniert hat, loben Sie es
dafür, daß es es versucht hat. Hinterfragende Geister
müssen intellektuelle Risiken eingehen, und das Eingehen
von Risiken muß ermutigt und unterstützt werden.
PUNKT 11
Disziplin ist für ein harmonisches Familienleben
notwendig und betrifft alle Geschwister gleichermaßen.
Hochbegabung ist keine Entschuldigung für ein
unmögliches Benehmen. Sprechen Sie mit dem Kind so oft
wie möglich über seine disziplinären Fehltritte.
Hochbegabte Kinder sind viel zugänglicher für rationale
Argumente als die meisten anderen Kinder und haben für
gewöhnlich einen gut entwickelten Sinn für Pflichten.
PUNKT 12
Helfen Sie Ihrem Kind, körperliche und soziale
Fähigkeiten zu entwickeln. Herumlaufen, Springen und
Ballspielen sind für ein Kind ebenso wichtig wie
intellektuelle Stimulation.
PUNKT 13
Erwarten Sie von Ihrem hochbegabten Kind nicht, daß es
all Ihren unerfüllten Sehnsüchten gerecht wird. Sie
mögen ja vielleicht von „meinem Sohn, dem Arzt“
träumen, aber er mag andere Wünsche und Helden haben.
PUNKT 14
Lassen Sie Ihr hochbegabtes Kind jene Dinge machen, von
denen es behauptet, daß es sie kann, denn es könnte
recht haben. War seine Beurteilung falsch, hat es wieder
etwas gelernt.
PUNKT 15
Ermuten Sie Originalität. Helfen Sie dem Kind, seinen
Weg zu gehen und loben Sie es dafür, „das einzige auf der
ganzen Welt“ produziert oder gemacht zu haben. Fördern
Sie seinen Stolz auf originelle und kreative Arbeiten.
PUNKT 16
Beachten Sie die feine Grenze zwischen Ermutigen
und Pushen, die den Unterschied zwischen einem
glücklichen und produktiven und einem unerfüllten,
unglücklichen Kind ausmacht.
PUNKT 17
Respektieren Sie das Kind und sein Wissen, das
manchmal besser als Ihr eigenes sein mag, und seine
Ungeduld mit Autoritäten. Nehmen Sie an, daß es davon
ausgeht, das Richtige zu tun, und eventuelle Entgleisungen
nicht absichtlich sind. Beharren Sie nicht auf Ihrer
Autorität als Eltern - außer in einer Krise. Erlauben Sie
vielmehr bei unwichtigen Dingen viel Freiheit.
PUNKT 18
Beginnen Sie früh damit, Ihr Kind in die
Familienentscheidungen einzubeziehen. Sprechen Sie
über Entscheidungen und die Konsequenzen.
Entscheidungen zu treffen hat etwas Kreatives - Kinder
können dazu angeregt werden, Ideen hervorzubringen und
zu versuchen, familiäre Probleme von mehreren
Gesichtspunkten zu betrachten.
PUNKT 19
Hochbegabte Kinder sind oft hinsichtlich Konventionen
ungeduldig. Haben Sie mit dem Kind ein offenes
Gespräch über die Wichtigkeit von Konventionen wie
Fahren auf der rechten Seite, sodaß das Kind die Vorteile
sieht, und heben Sie dann hervor, daß andere
Konventionen wie Höflichkeit, gutes Benehmen und
Respekt gegenüber anderen aus ähnlichen Erfahrungen
heraus entstanden sind. Machen Sie Ihrem Kind klar, daß
es in einer größeren sozialen Einheit lebt als nur in der
Familie.
PUNKT 20
Hochbegabte Kinder haben oft ein außerordentliches
Bewußtsein für Probleme der Erwachsenen wie Sex, Tod,
Krankheit, Finanzen, Krieg und Zukunft, die sie aufgrund
ihrer mangelnden Erfahrungen nicht lösen können. Sie
könnten in diesen Bereichen Beruhigung von Ihrer
Seite benötigen.
PUNKT 21
Helfen Sie Ihrem Kind mit seinen Lern-Angelegenheiten.
Helfen Sie ihm nicht nur dabei, seine Schulaufgaben zu
planen, sondern auch beim Planen seiner eigenen
Projekte und Aufgaben zu Hause und in der
Gemeinschaft.
PUNKT 22
Eltern von hochbegabten Kindern sind auch
Menschen. Sie benötigen Hilfe und Unterstützung
hinsichtlich des Verstehens und Anerkennens der
speziellen Bedürfnisse ihrer hocbbegabten Kinder, ohne
sich dabei geringerwertig oder eifersüchtig zu fühlen.
Feindselige Gefühle könnten zu Abschirmung,
Beherrschung oder Ausbeutung führen.
Ich hoffe, du findest irgendwo Hilfe zu deinem Problem!
Liebe Grüße
Magenta
Hallo,
heute abend kann ich nicht mehr ausführlich antworten, aber es wäre hilfreich wenn du mir mehr über die Interessen des hochbegabten Kindes erzählen würdest. Was macht er gern? Was nicht? usw.
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Ergänzung
Es auch eine Broschüre zu dem Thema, die du hier bestellen kannst:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
„Begabte Kinder finden und fördern“
Ein Ratgeber für Eltern und Lehrer
1999, 96 Seiten, kostenlos
[email protected]
Hallo,
es gibt die Moeglichkeit, hochbegabte Kinder in ein Sommercamp zu schicken, in dem sie endlich lernen duerfen. Es werden Faecher durchgenommen, die nicht in der Schule drankommen! Die Kinder koennen sich intensiv mit den Themen befassen, une muessen abends den anderen erzaehlen, was sie gemacht haben. Da die anderen ebenfalls hochbegabt sind, interessieren die sich auch dafuer, was Dein Kind erzaehlt, da sie es naemlich verstehen. Die Kontaktadresse ist in Viersen; wenn Du willst kann ich sie Dir gerne schicken. Nach dem Camp sind die hochbegabten Kinder richtig froehlich. Dort lernen sie auch im Fach Kommunikationslehre, wie sie mit gleichaltrigen oder auch mit Lehrern umgehen. Es hilft!
Als Futter zu Hause kann ich nur empfehlen, das Kind zu fragen, fuer was es sich gerade interessiert, und dann entsprechene Buecher zu kaufen (Hochschulliteratur!). Auch Lexikon wird gerne gelesen!
Mit der Introvertiertheit musst Du Dich wohl abfinden. Der Kontakt bleibt zwischen den Teilnehmern der Camps immer recht gut und lange erhalten. Klassenkameraden dagegen „taugen“ immer nur fuer gewisse Ausschnitte des Lebens. Meistens haben die hochbegabten Kinder nach der Schule genug davon. Dann wollen sie sich naemlich endlich die Zeit fuer das nehmen, was sie interessiert. Das kann auch fuer andere wie „traeumen“ aussehen.
Falls Du noch spezielle Fragen hast, kannst Du mich direkt anmailen.
Schoene Gruesse
von Sabine, deren Kind jetzt erwachsen ist
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Nachgefragt
Hallo, Michael!
Warum wurde euer Sohn getestet? Hat es Auffälligkeiten in der Schule gegeben? Haben seine Lehrer auf die Möglichkeit einer HB hingewiesen? Das Eltern diesen Tests (und auch deren Ergebnissen) skeptisch gegenüberstehen, ist gar nicht so selten. HB wird ist eine Chance für das Kind, es bedeutet nicht automatisch schulische (oder andere) Höchst-Leistungen. Warum hat euch nun ein Psychologe erneut auf den Handlungsbedarf hingewisen? War es der Schulpsychologe? Und in welcher Hinsicht sollt ihr etwas unternehmen? Du schreibst, euer Sohn sei sehr introvertiert - hat er Schwierigkeiten mit anderen Kindern, mit den Lehrern, mit euch? Danach wird es sich richten, was ihr tun könnt, um ihm zu helfen. Weißt du, welcher Test durchgeführt wurde?
An Literatur kann ich dir folgende Bücher empfehlen:
Michael Hollenbach: Die unbeachteten Genies ISBN 3-596-14086-2 Buch anschauen
Ein eher populärwissenschaftliches Buch, in dem anhand vieler Einzelschicksale Probleme und Hilfestellungen aufgezeigt werden.
Bettina Mähler/Gerlinde Hofmann: Ist mein Kind hochbegabt?
ISBN 3-499-60499-X Buch anschauen
Auch dieses ein leicht verständliches Buch über Chancen und Hilfen bei Hochbegabung
Barbara Feger/Tania M. Prado: Hochbegabung ISBN3-89678-097-2
Beide Autorinnen kommen aus der HB-Forschung. Gut verständlich geschrieben, mit vielen Querverweisen auf zusätzliche Literatur und Studien
Gruß vom
Sams
Noch mehr Fragen… (vorsicht lang)
Moin…
Also… erst mal Willkommen im Club… 
Deine Infos reichen nicht wirklich aus, um mehr als eine oberflächliche Antwort zu geben. Aber ich versuchs trotzdem mal…
Dir wurden einige Seiten empfohlen, davon kann ich Dir nur wenige aus eigener Erfahrung auch wirklich empfehlen. Eigentlich wissen nur bertoffene Eltern, um was für ein komplexes Thema es hier wirklich geht…
Hb-Kinder denken einfach anders, als normalbegabte Kinder (daher auch die Abkapselung - keiner Versteht ihn)
Ein Beispiel…
Das Attentat auf das WTC… der Sohn einer Bekannten sagte als aller ester… jetzt muss das Guinnesbuch umgeschrieben werden… (weil… war ja da höchste Gebäude) Mein Sohn…
warum heit das Pentagon den Pentagon? (Alle Lexikas durchgearbeitet… keine aktzeptable Antwort gefunden)
Sie sehen erst mal ein logisches Problem in allem, was sie tun und sagen. Aber wenn was unlogisches passiert… sind sie unsicher und kapseln sich ab. Das gleiche auch im Umgang mit anderen Kindern… Mitschüler sind meist gleichalt, denken aber anders… also bekommt das hb-Kind vom ersten Tag an mit, dass es anders ist… Auch wenn alle so tun, als wäre es nicht so…
Es muss sich immer und überall anpassen, in einem Buch habe ich mal folgendes Beispiel gefunden:
„Anpassung ohne Ende - und keiner sieht es!
vieles in der Welt kommt ihnen irrationnal vor, und viele Menschen, mit denen sie zu tun haben, denken vergleichsweise langsam und scheinen töricht zu handeln. Dies trifft auch auf Autoritäten des gesellschaftlichen Lebens zu.
Nun Weiß das begabte Kind bei einem Problem oft schneller, wie es sich vernünftig lösen läßt. Es erschreickt, wenn es sieht, dass die Geschicke der Welt anscheinend in den Händen dieser bisweilen inkompetenten Erwachsenen liegen. Und keiner hört hin!
Wenn wir uns dafür öffnen, wie sich die Welt in den Augen eines hochbegabten Kindes darstellt, wird uns vielleicht klarer, dass es für hochbegabte Kinder schon früh zu einer Existenskriese kommen kann.
Eine nicht eben leichte Aufgabe besteht für das hb-Kind darin, dass es lernen muss, auf andere zu warten, bis sie nachgekommen sind. Hochbegabte Kinder erkennen bald, dass sie in ihrem Leben viel warten müssen diese Kinder lernen zu warten und „die Thorheit der anderen mit einem Lächeln zu ertragen“ eine Pflicht, die sie ein Leben lang nicht mehr loswerden.
Stellen Sie sich ein Leben in einer Welt vor, in dem der mittlere IQ bei 50 oder 60 ist, und die meisten anderen eigentlich retardiert sind! Bedenken Sie, dass es keine andere Welt gibt, in der Sie leben können und dass die Welt ja meist nur mittelmaß hervorbringt! Die große Frage lautet also, ob wir lernen könnten, gerne in dieser Welt zu leben, persönlich zufrieden, teilhabend und freudig, oder ob wir zornig, niedergestimmt und unglücklich wären… und Schließlich zu der Überzeugung gelangten, ein solches Leben sei nicht lebenswert…“
Quelle: Hochbegabte Kinder, ihre Eltern, ihre Lehrer - Ein Ratgeber Verlag Hans Huber ISBN 3-456-82951-5 Buch anschauen
Also… vielleicht rät der Psychologe zum handeln, weil dein Sohn Anzeichen von Depressionen zeigt?
Was habt Ihr denn bislang zur Förderung vom Kind gemacht?
Schulnoten haben übrigens gar nix mit einer Hochbegabung zu tun!!!
Einstein war übrigens der berühmteste Schulversager (er hat nicht mal einen Hauptschulabschluss geschafft)
So…
das wars für den Anfang…
Gruß
Gerlinde
Pentagon (off topic)
Moin, Gerlinde!
Wie - keine Antwort auf das Pentagon gefunden? Schau mal, was Mr.Check dazu sagt, die Erklärung ist ganz einfach. (Sollte auch Basti einleuchten - wir hatten hier nämlich die gleiche Frage. *g*)
Pen|ta|gon, das; -s, -e [griech. pentág?x14D;nos = fünfeckig]: 1. [[penta’go:n] ] (Geom.) Fünfeck. 2. [['pentagon]]
auf einem fünfeckigen Grundriss errichtetes amerikanisches Verteidigungsministerium;
Quelle: DUDEN - Deutsches Universalwörterbuch
Lieben Morgen-Gruß vom
Sams
Danke(off topic)
Moin, Sams
Wie - keine Antwort auf das Pentagon gefunden? Schau mal, was
Mr.Check dazu sagt, die Erklärung ist ganz einfach. (Sollte
auch Basti einleuchten - wir hatten hier nämlich die gleiche
Frage. *g*)
Doch… das hatten wir auch gefunden, aber du kennst ja die Kids… wenn da nicht wenigstens ein Einführungskurs in Latein und Grichisch erfolgt, ist die Antwort unbefriedigend…
Was mir gerade auffält… mir wird immer erklärt, dass mein Kind nur wegen meiner unqualifizierten Erziehungsmethoden solche Fragen stellt… Deinen kenn ich nicht mal *kicher*
Gruß
Gerlinde
Möglicherweise… (nicht ganz off topic)
…ähneln sich unsere Erziehungsmethoden *grübel*?
Nochmal hallo, Gerlinde,
klar - im Zweifel sind immer die Mütter verantwortlich mit ihrer falschen Erziehung. *lach* Damit sind wir aber wieder ziemlich am topic in diesem Brett, oder?
Aber ernsthaft: Pentagon bedeutet halt nichts anderes als Fünfeck, und in der Geometrie werden vielfach z.B. griechische Bezeichnungen für die Formen genutzt. (Bei uns hat diese Erklärung gereicht…)
Schönen Tag dir,
Anja
P.S. Severin ist grad auf Klassenfahrt - den ersten Ärger hat es gestern wohl auch gegeben. Ich denke mit Gruseln an deine Geschichten zurück… )c;
Einstein (off topic)
Einstein war übrigens der berühmteste Schulversager (er hat
nicht mal einen Hauptschulabschluss geschafft)
Halle Gerlinde,
das ist eine Legende…
Albert Einstein war entgegen anderer Behauptungen nie ein Schulversager. Er hasste bloß den barschen „Kasernenton“ in den deutschen und liebte die Methoden in den Schweizer Schulen. Als pädagogische Todsünde empfand Einstein " … das Erdrosseln der Freude und der heiligen Neugierde des Forschens".
Hier kannst du sogar sein Zeugnis sehen (Achtung: in der Schweiz ist 6 die beste Note!)
http://www.comfort.de/zubehoer/grafiken/einstein-bil…
Gruß
Uschi
…ähneln sich unsere Erziehungsmethoden *grübel*?
meinste???
Du denkst auch, dass Kinder trotzdem Mensch sind???
klar - im Zweifel sind immer die Mütter verantwortlich mit
ihrer falschen Erziehung. *lach* Damit sind wir aber wieder
ziemlich am topic in diesem Brett, oder?
Stimmt auch wieder… und ein vorutreil meinerseits bestätigt sich auch schon… es gibt immer und überall Menschen, die alles besser wissen, aber nix besser machen…
Aber ernsthaft: Pentagon bedeutet halt nichts anderes als
Fünfeck, und in der Geometrie werden vielfach z.B. griechische
Bezeichnungen für die Formen genutzt. (Bei uns hat diese
Erklärung gereicht…)
Hir nicht wirklich… weil… es fehlt ja jetzt eine Ecke…
wie muss das Teil denn jetzt heißen?
es ist ja kein Quadrat… auch kein Rechteck… ich konnte ihn jetzt mit Polygon beruhigen, mal sehen, wie lange (hoffentlich ist die Ecke bis dahin wieder aufgebaut)
P.S. Severin ist grad auf Klassenfahrt - den ersten Ärger hat
es gestern wohl auch gegeben. Ich denke mit Gruseln an deine
Geschichten zurück… )c;
Ach was… wird ganz normaler Kinderkrach sein… wie bei Geschwistern…*daumendrück*
Gruß
Gerlinde
Hallo,
das ist eine Legende…
stimmt.
Hier kannst du sogar sein Zeugnis sehen (Achtung: in der
Schweiz ist 6 die beste Note!)
Vielleicht ist diese Legende ja ein Ergebnis deutscher Missdeutungen der Zensuren. Weißt du zusätzlich etwas über die Entstehungsgeschichte dieser Legende?
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Hallo,
Hier kannst du sogar sein Zeugnis sehen (Achtung: in der
Schweiz ist 6 die beste Note!)Vielleicht ist diese Legende ja ein Ergebnis deutscher
Missdeutungen der Zensuren. Weißt du zusätzlich etwas über die
Entstehungsgeschichte dieser Legende?
vielleicht liegt das an seiner Biographie???
http://www.comfort.de/galerie/biographie/bio2.html
ich hätte den Zusatz in DEUTSCHLAND nicht vergessen sollen…
Gruß
Gerlinde
Hallo Michael,
zuerst mal, ich bin 17 und selber hb und durch verständnislose Lehrer nicht aufs Gymnasium gekommen…
Hochbegabte sind nun mal nicht die typischen „Wunderkinder“.
Sie haben zwar häufigst dieses hohe Potential, aber sie sind auch sehr sensibel. Und die ganzen Schularten passen einfach nicht auf ihr Profil…
ich empfehle dir unbedingt die Seite
http://members.tripod.de/PfiffiKids/
Da gibt es diverse Foren und sehr kompetente Antworten.
Schwache Schulleitungen trotz überdurchschnittlicher Begabung - kommt sehr oft vor. Wenn die Kinder/Jugendlichen in der Schule nicht gefördert werden, verlieren sie die Lust am Unterricht (weil der Unterricht zu langsam voranschreitet, vieles schon bekannt ist et cetera…). Die mangelhaften Schulleistungen sind dann ein Extrem der „Flüchtigkeitsfehler“. Oft kommt es auch vor, dass Hochbegabte in vielen Dingen ganz andere Lösungswege bevorzugen als die meisten Kinder/Jugendlichen.
Leider gibt es Lehrer, die diese alternativen Lösungswege nicht akzeptieren und auf die speziellen Denkweisen nicht eingehen… Das fällt oft Außenstehenden (auch Eltern) nicht auf, für den/die Betroffene/n ist es allerdings sehr schlimm - und dann wird häufig resigniert… Vor allem, weil ja (meist) auch keine „richtigen“ Freunde, d.h. Freunde auf dem gleichen Level da sind… Denk mal daran: die allermeisten Kinder haben eine Clique, Freunde,…bei denen sie sich bei Problemen ausreden können. Hochbegabte haben das häufig nicht, weil sie niemand versteht…
Noch etwas:
Wie auch schon Sabine von Zombory sagte:
Als Futter zu Hause kann ich nur empfehlen, das Kind zu fragen,
fuer was es sich gerade interessiert, und dann entsprechene
Buecher zu kaufen (Hochschulliteratur!). Auch Lexikon wird
gerne gelesen!
Die „Hobbies“ laufen einfach auf einem ganz anderen Niveau ab…
Dies bitte, bitte nicht als „Angeberei“ oder so auffassen: Bin math-naturw. begabt und wenn du in meine Visitenkarte schaust, kannst du dir vielleicht denken, was für eine Art der Lektüre bei mir angesagt war/ist…
Liebe Grüße
und alles Gute für deinen Sohn,
Nina
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallöchen,
ich versuche es mal anders, als meine Vorgänger. Im Prinzip ist eine Entscheidung zu treffen: Soll Dein Kind optimal gefördert werden? Dann helfen die untenstehenden Tips, wobei ich das mit dem Sommercamp für erstmal beste Lösung halte (wobei das mit dem Sommer hier ein bicßhen schwierig ist). Wird Dein Kind jedoch optimal gefördert, evtl. sogar in einer Hochbegabtenschule, besteht massiv die Gefahr der Isolierung von „normalen“ Menschen. Ein Leben in der Welt des Wissens ist zwar spannend, ersetzt aber keine unbeschwerte Jugend oder ein Leben mit normalen sozialen Kontakten.
Die andere Variante ist, Begabung ignorieren und einfach laufen lassen. Dann besteht die Gefahr, daß Dein Kind in der Schule unterfordert ist, und aufgrund unseres nahezu perfekten Bildungssystems mit der Zeit aufgrund schlechter Noten aussortiert wird.
Oder aber, Du versuchst einen Mittelweg. Ich habe das 22 Punkte-Programm unten nicht komplett gelesen, aber es waren ein paar gute Sachen dabei, z.B. die Museumsbesuche. D.h. Interessen wecken und fördern, aber gleichzeitig auf „normales Kindsein“ achten. Im Notfall unter Prügelandrohung zu den anderen Kindern spielen schicken (nagut, er ist schon 13, aber was weiß denn ich, was heute Dreizehnjährige machen) und auch versuchen, Interesse an Sport zu wecken (ganz wichtig).
Das ganze wird aber eine Gratwanderung und ein ganzes Stück Arbeit. Du mußt dann sehr genau beobachten, wofür Dein Kind wirkliches Interesse aufbringt, oder sich jetzt nur mit etwas beschäftigt, weil es denkt, Du wolltest das. Du wirst erleben, wie auf einmal eine irrsinnige Begeisterung auftritt, die sich auf einmal nach kurzer Zeit erledigt hat. Das ist nicht zwangsläufig Sprunghaftigkeit, sondern evtl. ist das Thema durch, d.h. bis zur Zufriedenheit ergründet. Anstrengend für Dich, weil Du Dich oft in ein neues Thema eindenken mußt und viel Zeit mit Beobachtung verbringen wirst. Du mußt ständig aufmerksam sein. Wenn Fragen kommen, muß darüber geredet werden können.
Gruß
Christian
Hallo,
ich das mit dem Sommercamp für erstmal beste Lösung halte
(wobei das mit dem Sommer hier ein bicßhen schwierig ist).
Sommercamps finden oder fanden, als sie uns betrafen, waehrend der Sommerschulferien in Arnsberg und Salurn (Italien)statt. Mein Sohn fand auch die nachher nicht mehr haerasufordernd genug und war dann in der Naehe von Boston im Camp (durch Vermittlung Prof. Kluges). Alle Camps haben ihm jewils viel Spass gemacht!
Wird Dein Kind jedoch optimal gefördert, evtl. sogar in einer
Hochbegabtenschule, besteht massiv die Gefahr der Isolierung
von „normalen“ Menschen.
Mein Sohn kannte Leute, die in Braunschweig waren. Er wollte keinesfalls dorthin, weil er von sehr schlechtem Sozialverhalen gehoert hatte.
Ein Leben in der Welt des Wissens ist
zwar spannend, ersetzt aber keine unbeschwerte Jugend oder ein
Leben mit normalen sozialen Kontakten.
Was macht eine unbeschwerte Jugend aus? Doch eigentlich u.a., dass man mit Freude seinen Hobbies nachgehen kann. Und das ist fuer Hochbegabte, was neues zu lernen. Ein Leichtathlet trainiert, um immer schneller zu werden. Diese Leistung ist allgemein anerkannt, und wenn das Training nicht allzu exzessiv ist, nimmt man an, dass da Kind Spass hat. Man laesst es uebrigens auch nicht immer gegen viel langsamere Kinder laufen.
Ich halte soziale Kontakte auch fuer wichtig. Wir alle suchen unsere Freunde aber auch danach aus, dass sie aehnliche Interessen haben wie wir. Die Hochbegabten finden in ihrer Umgebung und Altersklasse nicht allzuviele Gleichgesinnte, so dass sie fruehzeitig lernen muessen, auf andere nicht ueberheblich zu wirken, damit sie im normalen Umfeld zurechtkommen (uebrigens 1 der Themen im Hochbegabtencamp).
Die andere Variante ist, Begabung ignorieren und einfach
laufen lassen. Dann besteht die Gefahr, daß Dein Kind in der
Schule unterfordert ist, und aufgrund unseres nahezu perfekten
Bildungssystems mit der Zeit aufgrund schlechter Noten
aussortiert wird.
Es wird unterfordert sein und dann ueberhaupt nicht mehr zuhoeren und gar nichts vom Schulstoff lernen. Um das zu lernen, was es interessiet, wird es immer einen Weg finden.
Im Notfall unter Prügelandrohung zu den :anderen Kindern spielen schicken
Meiner Erfahrung nach tun hochbegabte Kinder alles, was ihnen plausibel erscheint aber nur schwierig das, was ihnen nicht einleuchtet. Ich wuerde meine Kraft (die sehr notwendig ist 
fuer wichtigere Dinge als diese Art Zwang aufwenden. Klar, normales, hoefliches Verhalten, wie z.B. einer Geburtstagseinladung nachkommen, sollte man auf jeden Fall durchsetzen. Kann man aber auch gut erklaeren. Man sollte andere Menschen halt nicht verletzten. Da Hochbegabte sensibel sind und einen ausgesprochen hohen Gerechtigkeitssinn haben, werden solche Erklaerungen gut angenommen.
Interesse an Sport zu wecken (ganz wichtig).
Stimme ich voll zu. Evtl. ist es sogar gut, dass Kind eine Sportart ausueben zu lassen, in der es nicht besonders gut ist, selbst wenn es sich anstrengt. Dann kann es auch leichter Klassenkameraden verstehen, die den ganzen Tag ueben und den Unterrichtsstoff immer noch nicht kapiert haben.
Wichtig ist vielen Kindern auch die Musik!
Du mußt dann sehr genau beobachten, wofür Dein Kind
wirkliches Interesse aufbringt, oder sich jetzt nur mit etwas
beschäftigt, weil es denkt, Du wolltest das.
Ich glaube mit 13 kann ein hochbegabtes Kind wirklich alleine ueber seine Interessen entscheiden und die Einflussnahme der Eltern kann sich darauf beschraenken, zu klaeren, ob die Dinge finaziell machbar sind. Organisatorisch muesste der 13jaehrige das schon alleine schaffen. Also besser direkt fragen als nur beobachten.
Anstrengend für
Dich, weil Du Dich oft in ein neues Thema eindenken mußt und
viel Zeit mit Beobachtung verbringen wirst. Du mußt ständig
aufmerksam sein. Wenn Fragen kommen, muß darüber geredet
werden können.
Kann aber auch wahnsinnig interessant sein, sich selbst mit immer neuen Themen zu beschaeftigen, ueber die man ohne Kind niemals nachgedacht haette.
Schoene Gruesse von der Mutter mit inzwischen erwachsenem hochbegabten Sohn
Sabine