Hilfe bei Hundeerziehung

Hey. ich habe seit wenigen Tagen einen Hund, einen Yorkie, sie ist knappe 2 monate alt!
Ich kenne mich in der erziehung nicht so gut aus und habe speziell folgende fragen:

1.wie bringe ich dem hund bei, alleine zu bleiben???

–> wenn ich sie in einem raum alleine lasse, dann jault und wimmert sie bis ich sie raushole (was ich nach 20 minuten auch gemacht habe) und dann zittert sie am ganzen leib!!! was kann ich machen damit sie lernt mal alleine zu sein oder ist es dafür noch zu früh???

  1. wie bringe ich dem hund bei, nachts nicht in die wohnung zu machen???
    –> tagsüber klappt das schon ganz gut, ziemlich selten das da noch was passiert! aber in der nacht (sie schläft bei uns im schlafzimmer,aber nicht im bett) macht sie mindestens zweimal klein und gelegentlich noch einmal groß, obwohl wir vor dem zu-bett-gehen noch draußen waren???

  2. wie bringe ich den hund dazu, in seinem körbchen zu schlafen???
    –> wenn wir sie nachts ins körbchen legen springt sie nach wenigen minuten wieder raus und läuft die ganze zeit durchs zimmer! erneutes reinlegen bringt auch nichts!! und von alleine geht sie schon garnicht rein! wie kriege ich das hin, dass sie ihr körbchen anerkennt???

vielen dank schon mal für ein paar antworten, die hoffentlich kommen werden :smile:

mfg
Christian

Hallo Christian,

nein, es ist nie zu früh, einem Hund beizubringen, auch mal allein zu bleiben. Es gibt nur ein „zu spät“.

1.) Raus aus dem Schlafzimmer: Der Hund bekommt einen festen Platz (mit Körbchen) in einem abgeschlossenen Raum. Nein, es ist kein „Wegsperren“, es wird ihr Platz sein, der ihr Ruhe und Sicherheit verschafft. Derzeit hat sie die ganze Wohnung und findet keinen Ruhepunkt.

2.) Wenn Du sie abends in diesen Raum bringst, kein großartiges Trara veranstalten: Da ist Dein Platz, Du bekommst noch ein Leckerlie und hier ist Dein Spielzeug. Diesen Raum wird sie dann auch annehmen, wenn Du tagsüber unterwegs bist. Sicherlich wird sie anfangs jaulen - da musst Du durch. Wenn sie ruhig ist, geh zu ihr und lob sie.

3.) Deine Hündin ist noch zu jung, als dass sie nachts grundsätzlich durchhalten kann. Das wird sich aber legen. Leg ihr Zeitungspapier hin.

Viele Grüße

Kathleen

Hallo,

zuerst einmal etwas, was Dir möglicherweise nicht klar ist: Dein Hund ist in etwa auf dem Level eines 2-4-jährigen Kindes. Würdest Du dieses alleine in der Wohnung lassen oder erwarten, dass es ohne Vorbereitung sauber ist?

1.wie bringe ich dem hund bei, alleine zu bleiben???

In ganz winzigen Schritten. Zuerst sollte der Hund einen festen Platz bekommen. Im Gegensatz zur Vorrednerin bin ich nicht dafür, den Hund nachts auszusperren - das Rudel schläft gemeinsam in seiner Höhle, d.h. der Hund hat sein Körbchen am Fußende oder in einer Ecke.

Ich würde nicht großartig mit strukturierten Übungen loslegen, dazu ist der Hund wirklich noch zu jung. Setz ihn ohne großes Trara in sein Körbchen (du solltest es mit einer Art Laufstall umgeben, damit der Hund Dir nicht sofort hinterherrennt). Dann gehst Du kommentarlos aus dem Zimmer. Nach 1 Minute kommst Du wieder und gibst dem Hund kommentarlos ein Leckerli, wenn er nicht gejault hat. Falls er jault, während Du draußen bist, versuche eine Jaulpause zu erwischen, wenn Du wieder ins Zimmer gehst.

So übst Du ein paar Mal am Tag und kannst die Wegbleibzeit ganz langsam steigern. Bedenke, dass dieser Hund noch nie in seinem Leben allein war, es waren immer Mutter und/oder Geschwister da. Er erleidet existenzielle Angst, wenn Du weggehst! Daher ganz langsam anfangen und mit viel Geduld in winzigen Schritten steigern.

  1. wie bringe ich dem hund bei, nachts nicht in die wohnung zu
    machen???

Dazu ist sie körperlich noch nicht in der Lage. Du kannst ihr eine Schlafbox machen, aus der sie eigenständig nicht rauskann. Dann wird sie unruhig werden wenn sie muss, weil Hunde nicht gern ihr Körbchen beschmutzen. Du musst sie dann natürlich auch hören und schnell mit ihr rausgehen. In ein paar Wochen wird sie durchhalten.

  1. wie bringe ich den hund dazu, in seinem körbchen zu
    schlafen???

Mach die Schlafzimmertür zu, damit sie nicht die ganze Wohnung zur Verfügung hat. Welpen werden schnell müde, also spiel vor dem Schlafengehen kurz mit ihr und geht dann ins Schlafzimmer. Sie wird vermutlich fast von selbst hineingehen. Wenn sie im Zimmer umherläuft und schnüffelt, würde ich das ignorieren, sie wird dann sicher bald müde und geht schlafen.

Ein Yorkie ist zwar klein, hat aber prinzipiell dieselben Bedürfnisse wie ein Schäferhund. Unterschätzt den Hund nicht - eine gut geführte Welpenstunde macht dem Hund Spaß und gibt Euch Gelegenheit, nötoges Wissen zu erwerben und Kontakte zu knüpfen.

Gruß,

Myriam

Hallo,

Hey. ich habe seit wenigen Tagen einen Hund, einen Yorkie, sie
ist knappe 2 monate alt!

Heißt das sie ist Minutenweise und zwar im einstelligen Bereich. Dazu gibts auch Beiträge im Archiv
http://www.google.de/search?as_q=hund%2Balleine%2Bse…
http://www.google.de/search?hl=de&newwindow=1&as_qdr…

  1. wie bringe ich dem hund bei, nachts nicht in die wohnung zu
    machen???

Du gehst tagsüber alle 2 Stunden mit ihr zu einem ihr zugewiesenen Löseplatz und wenn sie dort ihr Geschäftchen machst, dann lobst Du sie was das Zeug hält. Du beginnst um 6 Uhr und machst den letzten Gassigang um 0:00 Uhr
Weite Strecken muß sie in diesem Alter noch nicht zurücklegen.
Wenn der Welpe nach dem Spaziergang totmüde in sich zusammenfällt, wars zu viel.
Macht sie in die Wohnung und Du erwischat sie dabei schimpfst Du (sie muß die Unterschiede in der Tonlage begreifen)und bringst sie stante pede zu ihrem Löseplatz, wenn sie dort etwas macht wieder lobenlobenloben. Erwischst Du sie nicht, wischst Du das Malheur kommentarlos weg.

  1. wie bringe ich den hund dazu, in seinem körbchen zu
    schlafen???

Sie ist unsicher und will dort schlafen wo die Anderen schlafen. Diese Unsicherheit mußt Du ihr nehmen in dem Du Sicherheit vermittelst. Das kannst Du aber nur, wenn Du das nötige know how hast. Deshalb empfehle ich ich dringend den Besuch einer Welpenschule und geeignete Lektüre zum Thema Hund.
Für den Anfang hilft ihr vielleicht eine Transportbox, die man verschliessen kann, damit sie Ruhe findet. So hörst Du evtl. auch wenn sie nachts muß, denn kein Hund beschmutzt gerne sein eigenes „Nest“
Aber es bleibt der dringende rat eine Welpenstunde zu besuchen, da lernen nämlich nicht nur die Welpen viel Neues dazu ;o)

Gruß
Maja

Welpenstundentipps hier!
Hi Christian
nachdem dir immer wieder zu Welpengruppen hier geraten wurde.
Ein wichtiger Hinweis aus der Praxis

Bekam gerade einen Border Collie rein der alles angreift was sich ihm nähert.
Der Hund war vor der Welpengruppe lt des trainierenden Kollegen ruhig und gelassen.
In der Welpengruppe änderte er sein Verhalten dramatisch.
Heute mit einem Jahr bissig ohne Ende.

Was war passiert! Der Hund wurde in der Gruppe gemobbt und der Trainer griff nicht ein.

Wenn du eine Gruppe suchst,

schau erstmal ohne Hund zu, schau ob der Trainer eingreift wenn ein Hund gedrückt wird. Wenn nein, weggehen.

Ist ein sehr gut sozialisierter Althund mit anwesend? Wenn ja, greift dieser ein wenn es Stress in der Gruppe gibt. Wenn nein, wechseln

Kommt der Kommentar: Das müssen die Welpen unter einander ausmachen,das machen alle im Rudel auch so… sofort Wechseln.
Das müssen sie eben nicht! Denn es bildet sich kein Rudel sondern ein loser Spielverband in dem keine Rangordnung oder sonstiges entstehen muss. Auch muss der Halter eingreifen dürfen, um seinem Hund zu zeigen daß er zu ihm Vertrauen haben kann und bei ihm, nix passiert.

Klar muss der Welpe lernen wie weit er gehen darf, aber er muss nicht eine Rangordnung aufbauen und sich nicht dominieren lassen. Dadurch entstehen gerne Angstbeißer!!! oder Kopfhunde, je nachdem wer was macht.

Alle obigen Kriterien führen zu Problemen im späteren Alter!

Daher, Gruppen genau prüfen und ggfs Erlebnisse hier schildern bevor du irgendwo hingehst und deinen Hund dort versauen läßt.
(Vergleiche auch Günther Bloch´s, und aktuelleren Aussagen anderer Experten zu diesem Thema)

Gruß Steffen

hallo,

1.wie bringe ich dem hund bei, alleine zu bleiben???

jetzt noch gar nicht - der ist ja viel zu jung für so was anstrengendes. du musst dir mal vorstellen, was vorher war - mutter, geschwister und von jetzt an nur noch er alleine - ja wo sind die denn alle ??? nimm dir 3 wochen frei und lebe mit dem hund - alles braucht seine zeit…

  1. wie bringe ich dem hund bei, nachts nicht in die wohnung zu
    machen???

wenn ich welpen habe, dann mach ich das immer so: abends nach der letzten fütterung nach so ca. 30-50 minuten ( wenn ich die anzeichen sehe !!!) ab nach draussen zu dem platz, wo er hin soll zum pipi machen etc. ja und dann wecker stellen und so alle 2-3 stunde raus nach draussen. ist 'ne woche stress, ab funktioniert auch mit mehreren welpen. und braucht alles seine zeit - nicht jeder welpe ist gleich.

bleibt ein welpe bei mir, dann wie vor bis nach der letzten fütterung. dann nehme ich den welpen mit ins schlafzimmer - sein körbchen, platz oder was auch immer neben meinem bett und mein arm bleibt draussen bei dem welpen - der welpe ist relativ kurz am bettpfosten mit ner leichten leine angebunden, denn das eigene lager wird nicht besudelt - welpe meldet sich, wird unruhig wenn er muss und dann stress und ab nach draussen - dauert ne weile, aber alles braucht seine zeit und je älter er wird um so länger kann er es halten und du schlafen.

  1. wie bringe ich den hund dazu, in seinem körbchen zu
    schlafen???

wie unter 2 beschrieben - dein arm - die hand - bringt sicherheit und geborgenheit und mit der zeit geht das alles von alleine.

und zum schluss: böse worte evtl. haue oder so, das bringt nichts - alles über belohnung und viele liebe worte schenkt vertrauen und vielleicht macht er dann , was er soll - nicht ungeduldig werden - alles braucht seine zeit.


die letzten drei welpen aus dem letzten wurf konnte ich sogar stubenrein übergeben - na ja, die waren nicht 2 monate alt - ich hab’ mir da zeit gelassen, weil sie ja so lieb waren und erst mit 14 - 17 monaten dem neuen besitzer übergeben ( schweren herzens )


viele grüße und viel erfolg


die letzten drei welpen aus dem letzten wurf konnte ich sogar
stubenrein übergeben - na ja, die waren nicht 2 monate alt -
ich hab’ mir da zeit gelassen, weil sie ja so lieb waren und
erst mit 14 - 17 monaten dem neuen besitzer übergeben (
schweren herzens )

korrektur: 14 - 17 wochen natürlich - !!!

viele grüße und viel erfolg

also, damit er nachts nicht in die wohnung macht kann man den hund auch über nacht in einem käfig schlafen lassen. Da hunde nicht in ihre schlafstelle machen wird er sich melden sobald er mal muß.

und wenn du ihn alleine läßt, muß du darauf achten ihn nicht zu belohnen wenn du jault und bellt. wenn du ihn streichelst und versuchst zu beruhigen fast der hund das als lob auf. dadurch verstärkst du eher sein verhalten.

was soll ich sagen, mit so kleinen tieren ist es wie mit kleinen menschen. sie brauchen wärme und zuwendung. sie müssen sich auch erst an die gegebenheiten gewöhnen. das ist wie mit einen kind was du in eine einrichtung wegbringst. tja und mit dem pipi: alle 2 stunden raus gehen, so schwer dir das auch fällt. es dauert einige tage.
mit dem allein sein: immmer in kurzen zeitabständen, der hund muss wissen- du kommst immer wieder zurück, erwarte nichts unnormales, du bist die ersatzmutter oder der ersatzvater. der hund ruft einfach nur nach dir, so wie babys schreien. so, und das der hund im körbchen bleiben soll und muss und wird, dauert auch seine zeit.
„geduld“ heißt das eine wort, „wiederholung“ das andere wort.
ich merke immer wieder, man erwartet dinge von kleinen, als wären sie schon groß, egal ob mensch oder tier. lg konstanze

Hallo Christian,

ich kann auch nur bestätigen, dass die kleine Maus noch sehr jung ist und da dauert es halt alles etwas länger.

Aus unseren eigenen Erfahrungen als jahrzehntelange Dackelbesitzer. Also, als wir unsere Dackel bekamen waren sie auch sehr jung (max. 8 Wochen) damals war das normal, ob es heute auch noch so früh ist weiss ich nicht. Es hat halt immer geheissen Dackel müssten früh weg von der Mutter, teilweise wurden sie dann umgehend an die Arbeit als Jagdhund gewöhnt.

Wir hatten unsere Hunde immer mit im Schlafzimmer um eben aufmerksam zu werden wenn der Hund sich meldet und raus muss. Und dann heisst es aber fix runter. Von einsperren in eine Box halte ich nicht wirklich viel, wenn der kleine schier platzt macht er trotzdem rein, also heisst es auch hier sehr, sehr aufmerksam sein. Ich habe allerdings auch schon Leute getroffen die darauf schwören, aber hier war der Hund 5 Monate alt und dachte nicht daran stubenrein zu werden. Klar, draussen war es Winter, kalt und nass, warum dann nicht drinnen. Es hat mit der Methode geklappt den Hund sauber zu bekommen.

Wegen dem Alleinebleiben. Unsere Hunde mussten auch lernen, anfangs Minuten, dann immer etwas länger, alleine zu bleiben. Unser Rüde war damals mit was zum kauen abzulenken. Unserer Hündin hat es geholfen einen Wecker mit in den Korb zu legen. Das Tick-Tack erinnert an Herzschlag und zumindest unsere Hündin war dadurch sehr beruhigt.

Wir haben jetzt 3 Hunde, zwei als etwas ältere Welpen bekommen und ein Rüde der schon ausgewachsen war aus dem Tierheim. Unserem ersten Hund hat es geholfen, dass immer unser Kater zuhause war. Er war nie alleine. Der zweiten hat es dann geholfen das Ronja (die erste) da war und unseren Rüden interessiert nur wann wir gassi gehen und wanns was zu fressen gibt. Ansonsten ist der froh wenn er seine Ruhe hat.

Gib dem Wurm Zeit, er ist noch sehr sehr klein.

Grüße Ute