Hilfe bei Kommasetzung

Hallo ihr lieben Wissenden,

ich benötige mal dringend Hilfe von jmd. der sich mit Kommasetzung besser auskennt als ich ^^. Bei folgende Sätzen für meine Hausarbeit bin ich mir nicht sicher mit der Kommasetzung. Vlt. erbamen sich ja ein Paar von euch :wink:… Bei Satz 29 bin ich mir mit dem „dass“ nach dem „oder“ auch nicht sicher? Habe die Sätze teilweise verkürzt und abgeändert, sodass der Sinn teilweise verloren geht aber das macht ja nix ^^

Eine Antwort wie Satz 1 ok Satz 2 falsch (Komma nach x) würde mir reichen :stuck_out_tongue: … Vielen lieben Dank! Und ja, ich weiß, dass sind viele Sätze. Aber je öfter ich mir das durchlese, um so mehr Kommas möchte ich setzen :smiley:

Lieben dank

Satz1: Schiebemechanismus und je nach Shell auch weitere Türen(,) sind bereits integriert.

Satz2: Damit wird der Vorgang eines Systems bezeichnet, Wissen zu erwerben.

Satz3: …und in erhältlichen Systemen, wenn überhaupt, nur teilweise vorhanden.

Satz4: Solch eine Klassifikation könnte von dem späteren System dazu verwendet werden, für ein gegebenes Problem eine passende Lösungsstrategie auszuwählen.

Satz5: Eine weiteres Problem (,) ist die Ausbildung qualifizierten Nachwuchses…

Satz6: Eine entscheidende Eigenschaft von Expertensystemen (,) ist die Trennung der anwendungsspezifischen Wissensbank und der …. .

Satz7: Eine weitere gebräuchliche Form zur Präsentation, ist die(,) den semantischen Netzen ähnliche(,) Darstellung als Tripel.

Satz8: Durch die Vielzahl, von am Markt verfügbaren Shells, ist die Auswahl eines passenden Werkzeuges nicht einfach.

Satz9: Dabei wird es unmöglich sein(,) ein Werkzeug zu finden, das allen Anforderungen gerecht wird.

Satz10: Neuentwicklung dieser und dadurch verbundener Mehraufwand oder gar die erneute Wahl eines Werkzeuges(,) können die Folge sein.

Satz11: Ziel im Einsatz von fallbasierten Systemen ist es(,) ein Problem zu lösen, indem ein ähnliches und bereits gelöstes Problem gesucht wird.

Satz12: Sind durch Suche eine Reihe von Fällen gefunden worden, werden diese zu einer(,) an das Problem angepassten(,) Lösung kombiniert.

Satz13: Mit den bisher angegebenen Komponenten ist es möglich, Lösungen durch eine Software zu ermitteln.

Satz14: Darstellung des Residuums von Abb. 3.2, als Differenz(,) zwischen realem
Messwert und Erwartungswert.

Satz15: Mittels einem in der Suite integriertem Tool(,) ist es möglich(,) Alarme anhand historischer Daten zu berechnen.

Satz16: Ziel dieser Marktanalyse war es, einen Einblick in die(,) am Markt verfügbaren(,) Systeme und deren Leistungsspektren zu geben.

Satz17: Bei Abweichung des Zustandsvektor von einem der Bezugswerte(,) wird dieser gespeichert und gegebenenfalls ein Alarm ausgelöst.

Satz19: Ein Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, warum…

Satz20: Eine Zentrale Erwartung der Experten, die durchweg Übereinstimmung findet, ist A, B und die Möglichkeit, bei einem Ausfall der Anlage, schnellstmöglich wieder zu starten.

Satz21: Eine aus dem Bereich X genannte Anwendungsmöglichkeit(,) war die des Fluss-Management.

Satz22: Welche Funktionen in einem ersten Prototypen Anwendung finden können(,) hängt von verschiedenen Kriterien(,) wie der Werkzeugwahl, dem Fachgebiet sowie der Systemart ab.

Satz22: Diese Punkte als auch weitere beschreitbare Wege und Ansätze für ein Musikstück werden in Kapitel 2 thematisiert. (Kap 5)

Satz23: Außerdem besteht die Möglichkeit(,) Regeln mit Objekten zu verbinden.

Satz24: Aufgabe des Projektes war es, das Entwickeln, Überarbeiten und Testen eines(,) auf X basierenden(,) Systems wesentlich benutzerfreundlicher zu gestalten.

Satz25: Die Regeln können aber auch mit Hilfe eines einfachen Texteditors(,) wie Notepad(,) verfasst werden.

Satz26: Zusätzlich kann eine Komponente namens X benutzt werden, die Expertenwissen z.B. über Erhitzer, Kompressoren und Instrumente(,) in Form von Bibliotheken(,) enthält.

Satz27: Die Inferenzmaschine arbeitet mit einem(,) von Exsys eigens entwickelten(,) Algorithmus.

Satz28: Die vollständige Integration in die Eclipse-IDE bietet zudem die Verwendung des, in der Entwicklungsabteilung von SPPA-T3000 verwendeten, Softwareentwicklungswerkzeugs.

Satz29: Ist die Wahl getroffen, kann sich der Entwicklungsaufwand vergrößern, wenn erst zu einem späten Zeitpunkt festgestellt wird, dass diverse Prozeduren nicht praktikabel sind oder das(s) eine benötigte Funktion nicht verfügbar ist.

Satz30: So könnten beispielsweise in diesen(m) ersten genannten Prototypen nur notwendige Funktionen realisiert werden

Satz31: In einer Feldstudie könnten beispielsweise die für einen Teilbereich in einem Kraftwerk, wie der Pumpendiagnose oder der Prozessgüteüberwachung, bekannten Problemlösungsansätze mit den, in Kapitel X aufgeführten, Methoden zusammengetragen werden.

Satz32: Durch das Generieren von Folgefragen, das Kombinieren möglicher Ursachen oder Weiterverstricken von möglichen Ansätzen(,) wäre solch ein System in der Lage(,) den Zeitaufwand zu optimieren.

Hi rust.rene, also:
(aufpassen, auch nicht eingeklammerte Kommata wurden teilweise entfernt, auch 4-5 Rechtschreibfehler, genau lesen!)

Satz1: Schiebemechanismus und je nach Shell auch weitere Türen sind bereits integriert.

Satz2: Damit wird der Vorgang eines Systems bezeichnet, Wissen zu erwerben.

Satz3: …und in erhältlichen Systemen, wenn überhaupt, nur teilweise vorhanden.

Satz4: Solch eine Klassifikation könnte von dem späteren System dazu verwendet werden, für ein gegebenes Problem eine passende Lösungsstrategie auszuwählen.

Satz5: Ein weiteres Problem ist die Ausbildung qualifizierten Nachwuchses…

Satz6: Eine entscheidende Eigenschaft von Expertensystemen ist die Trennung der anwendungsspezifischen Wissensbank und der …. .

Satz7: Eine weitere gebräuchliche Form zur Präsentation ist die den semantischen Netzen ähnliche Darstellung als Tripel.

Satz8: Durch die Vielzahl von am Markt verfügbaren Shells ist die Auswahl eines passenden Werkzeuges nicht einfach.

Satz9: Dabei wird es unmöglich sein, ein Werkzeug zu finden, das allen Anforderungen gerecht wird.

Satz10: Neuentwicklung dieser und dadurch verbundener Mehraufwand oder gar die erneute Wahl eines Werkzeuges können die Folge sein.

Satz11: Ziel im Einsatz von fallbasierten Systemen ist es, ein Problem zu lösen, indem ein ähnliches und bereits gelöstes Problem gesucht wird.

Satz12: Sind durch Suche eine Reihe von Fällen gefunden worden, werden diese zu einer an das Problem angepassten Lösung kombiniert.

Satz13: Mit den bisher angegebenen Komponenten ist es möglich, Lösungen durch eine Software zu ermitteln.

Satz14: Darstellung des Residuums von Abb. 3.2, als Differenz zwischen realem Messwert und Erwartungswert.

Satz15: Mittels eines in der Suite integrierten Tools ist es möglich, Alarme anhand historischer Daten zu berechnen.

Satz16: Ziel dieser Marktanalyse war es, einen Einblick in die auf dem Markt verfügbaren Systeme und deren Leistungsspektren zu geben.

Satz17: Bei Abweichung des Zustandsvektors von einem der Bezugswerte wird dieser gespeichert und gegebenenfalls ein Alarm ausgelöst.

Satz19: Ein Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, warum…

Satz20: Eine zentrale Erwartung der Experten, die durchweg Übereinstimmung findet, ist A, B und die Möglichkeit, bei einem Ausfall der Anlage schnellstmöglich wieder zu starten.

Satz21: Eine aus dem Bereich X genannte Anwendungsmöglichkeit war die des Fluss-Managements.

Satz22: Welche Funktionen in einem ersten Prototypen Anwendung finden können, hängt von verschiedenen Kriterien wie der Werkzeugwahl, dem Fachgebiet sowie der Systemart ab.

Satz22: Diese Punkte als auch weitere beschreitbare Wege und Ansätze für ein Musikstück werden in Kapitel 2 thematisiert. (Kap 5)

Satz23: Außerdem besteht die Möglichkeit, Regeln mit Objekten zu verbinden.

Satz24: Aufgabe des Projektes war es, das Entwickeln, Überarbeiten und Testen eines auf X basierenden Systems wesentlich benutzerfreundlicher zu gestalten.

Satz25: Die Regeln können aber auch mit Hilfe eines einfachen Texteditors, wie Notepad, verfasst werden.

Satz26: Zusätzlich kann eine Komponente namens X benutzt werden, die Expertenwissen z.B. über Erhitzer, Kompressoren und Instrumente in Form von Bibliotheken enthält.

Satz27: Die Inferenzmaschine arbeitet mit einem von Exsys eigens entwickelten Algorithmus.

Satz28: Die vollständige Integration in die Eclipse-IDE bietet zudem die Verwendung des in der Entwicklungsabteilung von SPPA-T3000 verwendeten Softwareentwicklungswerkzeugs.

Satz29: Ist die Wahl getroffen, kann sich der Entwicklungsaufwand vergrößern, wenn erst zu einem späten Zeitpunkt festgestellt wird, dass diverse Prozeduren nicht praktikabel sind oder dass eine benötigte Funktion nicht verfügbar ist.

Satz30: So könnten beispielsweise in diesen ersten genannten Prototypen nur notwendige Funktionen realisiert werden.

Satz31: In einer Feldstudie könnten beispielsweise die für einen Teilbereich in einem Kraftwerk, wie der Pumpendiagnose oder der Prozessgüteüberwachung, bekannten Problemlösungsansätze mit den in Kapitel X aufgeführten Methoden zusammengetragen werden.

Satz32: Durch das Generieren von Folgefragen, das Kombinieren möglicher Ursachen oder Weiterverstricken von möglichen Ansätzen wäre solch ein System in der Lage, den Zeitaufwand zu optimieren.

Gruß, Susanne (die tagtäglich eine Tageszeitung Korrektur liest…)

Hi Susanne,

ich habe noch zwei Korrekturen und drei Anmerkungen:

Satz14: Darstellung des Residuums von Abb. 3.2, als Differenz
zwischen realem Messwert und Erwartungswert.

Das Komma muss weg.

Satz25: Die Regeln können aber auch mit Hilfe eines einfachen
Texteditors, wie Notepad, verfasst werden.

Dieser Satz wird lesbarer, wenn man statt der Kommata Klammern oder Gedankenstriche benutzt:

Die Regeln können aber auch mit Hilfe eines einfachen Texteditors (wie Notepad) verfasst werden.

Die Regeln können aber auch mit Hilfe eines einfachen Texteditors ‒ wie Notepad ‒ verfasst werden.

Überdies müssen die Kommata nicht gesetzt werden. Ich finde den Satz auch ohne Kommata übersichtlich genug, aber das ist Geschmackssache.

Satz30: So könnten beispielsweise in diesen ersten genannten
Prototypen nur notwendige Funktionen realisiert werden.

Hier kommt es auf den Zusammenhang an: Ich dachte spontan: Wie kann man denn auf „in diesen … Prototypen“ kommen, es muss natürlich „in diesem … Prototypen“ heißen, ist schließlich Dativ! Allerdings stelle ich gerade fest, dass der Singular von „Prototyp“ nur im Genitiv eine Flexionsendung annimmt. Nun ist also die Frage, ob der UP denselben Fehler wie ich begang und dem Prototyp(en) noch eine Endung gab, oder ob er annahm, das Pronomen „diesem“ könnte einen Plural qualifizieren.

Fakt ist: Handelt es sich um einen Prototyp, so heißt es „in diesem … Prototyp“, bei mehreren Prototypen ist es „in diesen … Prototypen“.

Satz31: In einer Feldstudie könnten beispielsweise die für
einen Teilbereich in einem Kraftwerk, wie der Pumpendiagnose
oder der Prozessgüteüberwachung, bekannten
Problemlösungsansätze mit den in Kapitel X aufgeführten
Methoden zusammengetragen werden.

Hier gilt das Gleiche wie in Satz 25: Übersichtlicher wären Gedankenstriche oder Klammern. Wieder Geschmackssache.

Aber worauf bezöge sich denn der Einschub „wie der Pumpendiagnose …“, dass er im Genitiv oder Dativ stehen sollte? Da böte sich höchstens „in einem Kraftwerk“ an, aber „in einem Kraftwerk wie der Pumpendiagnose“ ergibt schlicht keinen Sinn.
Wahrscheinlich sind Pumpendiagnose und Prozessgüteüberwachung zwei der erwähnten „Teilbereich(e)“, aber die stehen hier im Akkusativ: „für einen Teilbereich … wie die Pumpendiagnose oder die Prozessgüteüberwachung“ muss es also richtig heißen.

Liebe Grüße
Immo

Hi ihr beiden,

vielen lieben DANK! Werd mich gleich mal an die Korrektur machen :smile:

Viele Grüße!
René

So hab das alles eingearbeitet und die Rechtschreibfehler auch nochmal verbessert. Jetzt habe ich nochmal eine Frage zu folgenden Schreibweisen und was die „korrekteste“ wäre :wink:

„Brennerzuschaltungsreihenfolge“ oder „Brennerzuschaltungs-Reihenfolge“ : beides richtig?
_______________________________________________

„Die höher prioren Regeln werden als erstes ausgeführt.“: höher prioren oder höherprioren oder höher-prioren ?
_______________________________________________

…X, das sich weg von fixen Wartungsintervallen, hin zu „nur wenn nötig“ Wartungen bewegt.

„nur-wenn-nötig“-Wartung oder „nur-wenn-nötig“ Wartung oder „nur wenn nötig“ Wartung ??
_______________________________________________

Aber ich vermute, dass die Schreibweisen nach belieben vorgenommen werden können, außer bei der Geschichte mit den Prioritäten?

NOchmals Danke und

Liebe Grüße

Hallo!

„Brennerzuschaltungsreihenfolge“ oder
„Brennerzuschaltungs-Reihenfolge“ : beides richtig?

Ja. Aber mit Bindestrich übersichtlicher.

„Die höher prioren Regeln werden als erstes ausgeführt.“:
höher prioren oder höherprioren oder höher-prioren ?

„prior“ als Adjejktiv ist mir und meinem Duden nicht bekannt. Ist das fachsprachlich? Wenn, dann wäre es „höher prioren“. Ich würde Schreiben: "Die Regeln mit höherer Priorität … "

„nur-wenn-nötig“-Wartung oder „nur-wenn-nötig“ Wartung oder
„nur wenn nötig“ Wartung ??

Es heißt:

„Nur-wenn-nötig“-Wartung

oder

Nur-wenn-nötig-Wartung.

Beide mit Großschreibung am Anfang.
Alle anderen Varianten sind nicht korrekt.

Aber ich vermute, dass die Schreibweisen nach belieben
vorgenommen werden können

Nein, nicht unbedingt. :smile:

Gruß,
Max

ah ok, super danke dir!

)

ok, das mit dem prioren wahr vlt. doch ein Schuss in den Ofen, irgend meine ich das mal so gehört zu haben ^^…

die höchst priorisierte Regel oder nieder priorisierte Regel ist wohl korrekt?

Hallo Rene,
nach meinem Verständnis ist ein Bindestrich absolut überflüssig, wenn ein Fugen-S vorhanden ist:

Brennerzuschaltungsreihenfolge" oder "Brennerzuschaltungs-Reihenfolge

Somit brauche ich wohl meine Meinung - wo ich mich mit Bastian Sick mit einer Meinung weiß - nicht weiter zu erörtern. Siehe: http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,293…

Gruß, Susanne

Hallo Susanne!

nach meinem Verständnis ist ein Bindestrich absolut
überflüssig, wenn ein Fugen-S vorhanden ist:

Eine dementsprechende Grammatikregel gibt es aber nicht. Die
Grammatik sagt nur: Ein Bindestrich kann gesetzt werden, wenn
eine Zusammensetzung unübersichtlich ist.

Das entsprechende Kapitel im Duden 9 trägt übrigens die Überschrift Stadtverwaltungs-Oberinspektorin …

Der Bindestrich und das Fugen-S haben zwei völlig unterschiedliche Funktionen - die eine auf graphematischer Ebene, die andere auf phonetischer. Wie sollte da das eine den anderen überflüssig machen?

Somit brauche ich wohl meine Meinung - wo ich mich mit Bastian
Sick mit einer Meinung weiß - nicht weiter zu erörtern. Siehe:
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,293…

In dem Text geht es um Fugen-S - etwas über Bindestriche habe
ich nicht gefunden. Wie schließt du aus diesem Text, daß
Bastian Sick Fugen-S und Bindestrich ausschließt?

Gruß,
Max

Hallo,

jetzt gebe ich auch noch meinen Senf zur Brennerzuschaltungsreihenfolge:

Die Schreibung ohne Bindestrich ist natürlich, wie mehrfach erwähnt, vollkommen richtig.
Wenn Du nun die Übersichtlichkeit erhöhen willst, setzt Du einen Bindestrich - aber dann auch dort, wo er die Übersichtlichkeit wirklich erhöht, und nicht unbedingt in der Mitte, weil’s dann so schön ausgewogen aussieht. Ich bevorzuge die

Brenner-Zuschaltungsreihenfolge.

Ich habe auch eine Begründung dafür: Die Brennerzuschaltungs-Reihenfolge ist (ausformuliert) die Reihenfolge der Brennerzuschaltungen. Nun frage ich mich erst einmal: Was genau ist eine Brennerzuschaltung? Gut, sicher die Zuschaltung von Brennern. Aber ergibt diese Zusammensetzung Sinn?

Als zweites frage ich mich: Was für Wörter kann man mit „Reihenfolge“ zusammensetzen, und was kommt dabei heraus? Nun, zunächst einfache Substantive, die einfach angeordnet werden, z.B. Wortreihenfolge (d.h. 1. Wort, 2. Wort …) oder Aktionsreihenfolge (d.h. 1. Aktion, 2. Aktion …). Diese Variante ist aber nicht schön, da würde man wohl „-reihen-“ auslassen (Wortfolge, Aktionsfolge).
Klassischerweise wird „Reihenfolge“ nämlich mit Verbalsubstantiven zusammengesetzt, und zwar von Verben, die eine Reihenfolge auch zulassen. Bei der Einlaufreihenfolge beim Pferderennen geht es nicht um „1. Einlauf, 2. Einlauf …“, sondern um „1. Pferd (das zuerst eingelaufene), 2. Pferd (das als zweites eingelaufene …“. In diese Kategorie fällt auch die Zuschaltungsreihenfolge: „zuerst zugeschaltet, als zweites zugeschaltet …“.

Nun fragt man sich natürlich: Was wird da zugeschaltet? und bekommt zur Antwort: Brenner. Es geht um die Zuschaltungsreihenfolge von Brennern, also die Brenner-Zuschaltungsreihenfolge; und nicht um die Reihenfolge der Brennerzuschaltungen, was die Brennerzuschaltungs-Reihenfolge beschriebe.

Ein Beispiel aus derselben Kategorie ist der in vielen Kellern vorhandene Wasser-Hauptabsperrschieber, der glücklicherweise kein Wasserhaupt-Absperrschieber und schon gar kein Wasserhaupt(-)ab-Sperrschieber ist.

Liebe Grüße
Immo