Hallo, ich habe eine sehr gute Freundin der ich leider nicht mehr weiterhelfen kann… Sie(ich nenn sie mal Britt) war vor ca 11 Jahren mit Ihrer großen Liebe (ich nenn Ihn mal Bert) zusammen, es folgte eine Trennung. Seit dem haben beide ständigen Kontakt, Britt sagt das Bert nicht nur Ihre große Liebe sei sondern auch der beste Freund… Okay… Bert verhält sich aber nicht immer wie ein bester Freund und verletzt Britt immer wieder… Britt und Bert haben zwischen durch immer mal wieder Bettgeschichten miteinander… Britt will mehr als Bert, doch er sagt ganz klar das er keine Beziehung will… Ich habe Britt geraten nach dem sie wieder einmal am Boden zerstöt war, Bert anzurufen und Ihm zu sagen das sie den Kontakt/Freundschaft beenden soll, mit Nummer löschen und so… Seit 11 Jahren lebt Britt jetzt vor sich her, hatte zwischendurch mal 2 Beziehungen die aber alle an der liebe zu Bert scheiterten… Ich denke sie sollte prof. Hilfe annhemen, da ich denke das es krankhaft ist. Hat jemand von euch Erfahrung? Sie lebt in Bochum kennt jemand eine Praxis im Raum Bochum Ich wäre euch Dankbar wenn jemand einen Lösungsansatz hätte, es ist sehr schwierig einen Menschen den man sehr lieb hat leiden zusehen… Danke Jazzy
Hallo.
Zunächst mal halte ich Freundschaften zwischen Mann und Frau, wenn beide sexuell anziehend sind und kein Gegenpol in Form eines anderen Sexualpartners vorhanden ist, für schwierig, wenn nicht unmöglich.
Die Freundschaft ist gewöhnlich zu Ende, wenn man miteinander in die Kiste steigt, weil man den anderen dann eben nicht mehr neutral sehen kann.
Was aber nun die beiden verbindet, ist eindeutig eine Beziehung.
Vergleichbar einem Ehepaar, wo er immer wieder fremd geht und sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht den Mut zum Absprung findet.
Der einzige Weg wäre tatsächlich, dass sie sich radikal von ihm trennt.
Sie müsste sich innerlich frei machen, für eine neue Beziehung, oder was auch immer. Das kann sie aber nicht.
Also wäre eine Therapie, bzw. der Besuch einer Selbsthilfegruppe eventuell wirklich angebracht. Wobei natürlich längst nicht alle „Verhaltensstörungen“ therapierbar sind.
Zum Therapeuten selbst kann man wenig sagen, weil es auch immer darauf an kommt, wie sich Therapeut und Patient verstehen.
Der Weg dahin führt über den Hausarzt bzw. die Krankenkasse, die aber kaum die Kosten übernehmen wird.
Wirklicher Leidensdruck scheint ja kaum vorhanden zu sein.
Unglücklich in ihrer Beziehung sind leider viel zu viele.
Wenn die alle zum Arzt rennen würden…
Gruß, Nemo.