eine gute Freundin von mir hat vor ca. einem halben Jahr eine Abtreibung vornehmen lassen und leidet nun unter großen psychischen Problemen (Schuldgefühle usw.). Inzwischen hat sie sich dazu entschlossen sich professionell helfen zu lassen. Es soll Therapeuten geben, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben. Leider haben wir bisher dazu nichts näheres finden können. Nur auf pro familia sind wir gestoßen, die u. a. auch dieses Thema aufführen.
Kann mir jemand seine Erfahrungen damit schildern oder einen Tipp geben? Danke!
Bei Pro familia beraten lassen wegen Schuldgefühlen bei
Abtreibung? Das ist wie wenn man sich zum Thema Geldanlage bei
Bankräubern beraten lässt.
Ein Problem lässt sich nie mit der Denkweise lösen, durch das
es entstanden ist.
Grüße Bellawa.
Bei pro familia hatte ich nur gelesen, dass man sich auch mit dieser Problematik dort melden könnte. Da wir bisher wie gesagt auf der Suche nach einer Möglichkeit sind, die ihr helfen könnte, bitte ich nur um Erfahrungsberichte. Also ob pro familia helfen könnte bzw. wenn nicht, ob jemand eine andere Anlaufstelle empfehlen kann.
Bei pro familia hatte ich nur gelesen, dass man sich auch mit
dieser Problematik dort melden könnte.
Okay, das ist möglicherweise ein Missverständnis. Hier in Österreich ist pro familia mit der katholischen Kirche verbandelt, und deren „Beratungen“ zum Thema kannst du dir vorstellen. Vielleicht ist pro familie in Deutschland was ganz anderes. Dann bitte meinen Beitrag einfach zu ignorieren und evt. zu löschen.
Vielleicht ist pro familie in Deutschland was ganz anderes.
vermutlich. Zitat: Ob Sie eine ungewollte Schwangerschaft fortsetzen oder ob Sie Ihre Schwangerschaft abbrechen lassen, ist eine Entscheidung, die Sie selbst treffen. Weder Partner, Familie, Ärzte oder Ärztinnen oder staatliche Behörden dürfen Ihre Entscheidung durch Druck, Einschüchterung, Bevormundung oder gar Strafdrohungen beeinflussen. (Quelle http://www.profamilia.de/erwachsene/ungewollt-schwan…)
Aus persönlicher Erfahrung kann ich zumindest für meine Region bestätigen, dass pro familia zwar Beweggründe hinterfragt, aber sachlich berät.
Hier in Österreich ist pro familia mit der katholischen Kirche verbandelt
In Deutschland ist das Verhältnis zwischen pro Familia und katholischer Kirche so ziemlich das genaue Gegenteil. Pro Familia steht dort in dem Ruf, Abtreibungen zu befürworten, was faktisch nicht stimmt. Pro Familia berät nach meiner Erfahrung sehr wertneutral, schließt aber natürlich eine Abtreibung als mögliche Lösung nicht aus.
Aus diesem Grund hat hier die Kirche schnell „Donum vitae“ gegründet, bei dem der Name schon das Programm erkennen lässt.
Aus diesem Grund hat hier die Kirche schnell „Donum vitae“
gegründet,
das ist nicht richtig. Dieser Verein wurde nicht von „der“ Kirche gegründet. Es gab sogar Konflikte zwischen Papst und „Donum vitae“: Die Ausstellung eines Beratungsscheins war den katholischen Beratungsstellen 1999 durch Papst Johannes Paul II. untersagt worden, da dieser Schein eine Voraussetzung für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch ist. Dadurch war das Beratungsangebot nicht mehr ergebnisoffen, d. h. die Rat suchende Schwangere hätte bei einer Entscheidung gegen die Schwangerschaft eine weitere Beratungsstelle (mit Bescheinigung) aufsuchen müssen. http://de.wikipedia.org/wiki/Donum_vitae
Pro Familia berät nach meiner
Erfahrung sehr wertneutral,
Und unterhält eigene „Medizinische Zentren“, in denen
Abtreibungen vorgenommen werden.
angenommen das ist richtig, wo siehst du da einen Widerspruch bzw. eine Motivation von Pro Familia das Beratungsergebnis in Richtung Abtreibung zu drängen? Als eV macht es doch gar keinen Sinn wirtschaftlich zu handeln.
Pro Familia berät nach meiner
Erfahrung sehr wertneutral,
Und unterhält eigene „Medizinische Zentren“, in denen
Abtreibungen vorgenommen werden.
angenommen das ist richtig, wo siehst du da einen Widerspruch
bzw. eine Motivation von Pro Familia das Beratungsergebnis in
Richtung Abtreibung zu drängen?
Ich habe nichts von Widerspruch gesagt weil ich keinen Widerspruch darin sehe. Mein Hinweis war nur als „Ergänzung“ gedacht.