Hilfe gesucht:
Ich habe eine Schwester, sie ist Mitte 20. Sie arbeitet hart wie ein Mann von morgens um 6 bis manchmal abends um 9, für gewöhnlich aber mindestens bis um halb 8. Ihre einzige beste Freundin ist vor Kurzem weggezogen, was für sie auch sehr schlimm sein muss. Nun geht sie nicht mal mehr ab und zu (so wie früher) am Wochenende weg. Ihr Alltag besteht aus Arbeiten und abends vor dem Fernseh sitzen. Ist das ein Leben, dass einen Menschen dazu bringt, es sich nehmen zu wollen? - Ich glaube ja. Würde ich mit ihr tauschen wollen? - Niemals.
Wir haben keinen guten Draht zueinander. Sie geht mir aus dem Weg. Ich will ihr aber helfen, sie ist meine Schwester und ich brauche sie trotz allem.
Helft mir, was kann ich für sie tun?
Huhu!
Gut dass du es sagst, ich hab so ein ähnliches Leben, ich wusste gar nicht, dass das so furchtbar ist! Ich werde mich dann schon mal nach einer geeigneten Methode umsehen.
So und nun anders: Leidet sie darunter? Macht sie Andeutungen? Oder ist es nur nicht deine Definition von „Leben“?
Für mich liest es sich so, als ob du gerne möchtest, dass sie mehr raus geht und nicht nur ein(e?) Couchpotato ist, weil du dir nicht vorstellen kannst, dass das ausfüllend ist. Ist es aber für manche Menschen durchaus. Und für manche ist es eine (erholsame) Phase nach den ganzen Jahren Party machen.
Ich denke, wenn du alleine diese Anhaltspunkte hast, also, dass sie viel arbeitet und ihre Freizeit zu hause verbringt, dann hast du bzw sie nichts zu befürchten. Und dass jemand traurig ist, weil eine Freundin wegzieht, ist nun auch erst mal nicht weiter bedenklich. Vielleicht telefonieren oder chatten sie jeden Abend, machen Faxen über die Webcam und amüsieren sich sehr?
Was sagt sie denn dazu?
Liebe Grüße
Lockenlicht
Hallo,
Ich habe eine Schwester, sie ist Mitte 20. I
Ihr Alltag besteht aus Arbeiten
und abends vor dem Fernseh sitzen.
Ist das ein Leben, dass
einen Menschen dazu bringt, es sich nehmen zu wollen? - Ich
glaube ja.
Du glaubst das - hast Du denn Anlass zu der Vermutung, dass Deine Schwester das auch so empfindet und tatsächlich suizidgefährdet ist?
Wir haben keinen guten Draht zueinander. Sie geht mir aus dem
Weg.
Das klingt nicht danach, als würdet Ihr Euch ausführlich und offen über Eure Befindlichkeiten austauschen.
Ich will ihr aber helfen,
Hat sie zu erkennen gegeben, dass sie Hilfe braucht/sucht, oder vermutest Du, dass dem so ist?
Würde sie sich von Dir helfen lassen wollen?
sie ist meine Schwester und ich
brauche sie trotz allem.
Helft mir, was kann ich für sie tun?
Wenn sie nicht den Wunsch hat, sich von Dir (oder überhaupt) helfen zu lassen - nichts. Du kannst ihr nur signalisieren, dass Du für sie da bist, falls sie Dich braucht.
Gruß
Kreszenz
Hallo AmericanDream,
Ich habe eine Schwester, sie ist Mitte 20. Sie arbeitet hart
wie ein Mann von morgens um 6 bis manchmal abends um 9, für
gewöhnlich aber mindestens bis um halb 8. Ihre einzige beste
Freundin ist vor Kurzem weggezogen, was für sie auch sehr
schlimm sein muss. Nun geht sie nicht mal mehr ab und zu (so
wie früher) am Wochenende weg. Ihr Alltag besteht aus Arbeiten
und abends vor dem Fernseh sitzen. Ist das ein Leben, dass
einen Menschen dazu bringt, es sich nehmen zu wollen? - Ich
glaube ja. Würde ich mit ihr tauschen wollen? - Niemals.
zunächst einmal: Ist sie überhaupt suizidgefährdet, oder vermutest du es nur vage?
Bei so langen Arbeitszeiten vermute ich, dass sie auf ein konkretes Ziel hinarbeitet (macht sie sich gerade selbstständig? Abitur neben dem Job? Nebenjob um auf etwas größeres zu sparen?), trifft das zu?
Am Wochenende wenig(er) weg zu gehen, bzw. bestimmte Freizeitbeschäftigungen einzuschränken, muss kein Symptom von Depressionen, Suizidgefährdung etc. sein. Bei ihrem Arbeitspensum finde ich es nur allzu verständlich, dass sie abends nicht noch in eine Disco, Kneipe etc. fahren will, „Action“ braucht o.ä.
Ich habe auch mal eine Zeit lang so viel gearbeitet, und mir war (nur aufgrund dessen, nicht aufgrund irgendwelcher Probleme) am Abend und am Wochenende absolut nicht nach irgendwelchen anstrengenden Aktivitäten zumute - ich war froh, wenn ich mich ab und zu abends mit 'nem Buch hinsetzen und dann ins Bett fallen konnte, am Wochenende evl. mal Besuch, wenn ich denn Zeit hatte (und nicht Liegengebliebenes von in der Woche zu erledigen hatte). Gerade wenn man auf ein größeres Ziel hinarbeitet, kann man das (häufig) auch recht gut verkraften.
Ich will da nix beschönigen, so ein Arbeitspensum tut zuallermeist auf die Dauer nicht gut, aber deshalb ist man noch lange nicht automatisch depressiv, suizidgefährdet etc., auch wenn man seine Freizeitbeschäftigungen einschränkt (einschränken muss) und andere Leute nicht freiwillig so leben wollten bzw. man selbst auch ein Ende dieser Phase herbeisehnt.
Viele Grüße,
Nina
@Nina: Kann man jemals von jemandem 100% behaupten ob er suizidgefährdet ist? Natürlich ist es nur eine Vermutung.
Meine Schwester hat keine Ziele. Sie ist bereits so gut wie selbstständig da sie mit meinem Vater zusammen arbeitet. Sie leiten beide eine Firma, aber sie sind nur zu zweit deshalb müssen beide hart arbeiten.
Als ihre Freundin hier noch gewohnt hat, hat sie genau so viel gearbeitet und ist trotzdem ab und zu mit ihr weggegangen. Das Problem ist, sie hat GAR KEINE richtigen Freunde mehr. Sie wird diesen Job bis ans Ende ihres Lebens machen müssen, das ist vorhersehrbar. Sie möchte sich keinen Lehrling o.ä. nehmen. Einen Mann an ihrer Seite hatte sie auch noch nie,…
Hallo,
Ich habe eine Schwester, sie ist Mitte 20. I
Ihr Alltag besteht aus Arbeiten
und abends vor dem Fernseh sitzen.
Ist das ein Leben, dass
einen Menschen dazu bringt, es sich nehmen zu wollen? - Ich
glaube ja.
Du glaubst das - hast Du denn Anlass zu der Vermutung,
dass Deine Schwester das auch so empfindet und
tatsächlich suizidgefährdet ist?
Wir haben keinen guten Draht zueinander. Sie geht mir aus dem
Weg.
Das klingt nicht danach, als würdet Ihr Euch ausführlich und
offen über Eure Befindlichkeiten austauschen.
Das stimmt, die tauscht sich mit niemandem über ihr Befinden aus. Wenn sie ein Problem hat, redet sie nicht mit jemandem darüber sondern zieht sich zurück.
Ich will ihr aber helfen,
Hat sie zu erkennen gegeben, dass sie Hilfe braucht/sucht,
oder vermutest Du, dass dem so ist?
Würde sie sich von Dir helfen lassen wollen?
Meine Schwester würde nie zugeben, dass sie Hilfe braucht. Sie würde mir den Vogel zeigen, wenn ich ihr anbieten würde mit mir über ihre Sorgen zu reden. Meine Eltern und ich haben uns schon darüber unterhalten und sind uns einig dass nur eine Psychologe ihr helfen kann, da sie sich sonst niemandem offenbart.
sie ist meine Schwester und ich
brauche sie trotz allem.
Helft mir, was kann ich für sie tun?
Wenn sie nicht den Wunsch hat, sich von Dir (oder
überhaupt) helfen zu lassen - nichts. Du kannst ihr nur
signalisieren, dass Du für sie da bist, falls sie Dich
braucht.
Gruß
Kreszenz
Hallo, ich denke, ich habe die Situation nicht ausführlich genug erklärt.
Ja, meine Schwester leidet darunter. Sie redet manchmal mit keinem von uns, hat ständige Stimmungsschwankungen, weint wegen kleinigkeiten,…
Meine Schwester ist erst zur, wie du so schön sagtest „couchpotato“ geworden, dadurch dass ihr einzige Freundin nun weg ist. Sie liebt es zu feiern und Alkohol zu konsumieren. Sie hat einfach keine Gelgenheit mehr dazu, weil niemand mehr da ist. Sie haben natürlich noch ab und zu Kontakt, aber das trägt sie eben auch nicht aus ihrer Arbeitswelt hinaus.
Findest du wirklich, dass von 6:00 Uhr bis frühestens 19:30 Uhr täglich arbeiten ein tolles Leben ist? Ohne Mann an ihrer Seite, keine Freunde,… nichts…?