Hilfe beim Erstellen eines Fragebogens

Hallo, liebe Experten,

im Rahmen meiner Semesterarbeit im Fach Germanistik / Seminar: „Die Aufsässigkeit der Aufsätze - Wege zur Veränderung schulischer Schreibrituale“ möchte ich einen Fragebogen entwickeln, wie Schüler ihren Schreibunterricht / Aufsatzunterricht empfinden.

Leider fällt mir die Konzipierung recht schwer, da ich nicht nur fragen will „Gefällt dir dein Aufsatzunterricht - ja / nein“, das wäre zu plakaktiv.

Habe mir folgendes überlegt:

  1. Was fällt Ihnen / Dir zum Thema „Schreiben“ ein?

  2. Was fällt Ihnen / Dir zum Thema „Aufsatzunterricht in der Schule“ ein?

  3. Welche der nachfolgenden Aufsatzformen kennen Sie / kennst Du

bzw.

Welche von denen haben Sie / hast du in der Schule behandelt / behandeln Sie / behandelst du?

  • Erörterung, Interpetation, Analyse etc. (Ankreuzaufgabe)
  1. ?

Ich weiß nicht, ob dieses Forum das richtige ist, würde mich aber über Antworten echt freuen. Vielleicht auch, dass obige Fragen zu doof sind, :wink:.

Danke schon mal und Grüße, Julia

Hi,

Habe mir folgendes überlegt:

  1. Was fällt Ihnen / Dir zum Thema „Schreiben“ ein?
  2. Was fällt Ihnen / Dir zum Thema „Aufsatzunterricht in der
    Schule“ ein?

Zu Allgemein, Du stirbst beim Auswerten eines elenden Todes :wink:Du wirst viele nicht auswertbare informationen bekommen, weil Schüler (egal welchen Alters) nicht über das schreiben abstrahieren. Du wirst sachen zu hören kriegen wie „Das is langweilig“ Ich mach das eben" " das macht Spaß" und in einem Glücksmoment „Das is ja eh immer das gleiche“

  1. Welche der nachfolgenden Aufsatzformen kennen Sie / kennst
    Du

Besser. Hier ist die Frage konkret formuliert und es sind auswahlmöglichkeiten vorgegeben.
Du musst Dir vorher überlegen, was du hören willst, und dann präzise Fragen stellen und Antwortmöglichkeiten vorgeben.
Das kann eine Skala sein, auf der 1 shr gut und 5 sehr schlecht bedeutet, und danach läßt du zB beurteilen, wie viel Spaß ihnen das Aufsatzschreiben im Unterricht macht.
Oder du fragst sie, welche Methoden verwendet wurden, um ihnen Aufsatzschreiben beizubringen, und gibst eine liste vor (Fachbegriffe erläutern, Mehrfachnennungen erlauben). Etc. pp.
Je mehr arbeit du dir vorher machst, desto weniger hast du beim Auswerten und desto nützlicher sind die Ergebnissse, die du bekommst.
Hat das geholfen?

die Franzi

Hallo Franzi,

danke für die schnelle Antwort. Auf die Idee mit den Methoden bin ich noch gar nicht gekommen!!! Werde mir wohl nochmal arg den kopf zerbrechen müssen, :wink:.

DANKE, Julia

Hi,

kein Problem :smile:

Stell Dir die Unterrichtsstunde(n) vor. Was muss der Lehrer wissen, wenn er die Stunde hält? Was geht in dem Schüler vor, der in der Stunde sitzt und etwas lernen soll? Welche Bedürfnisse und Ansprüche haben beide?

Die Franzi

Hallo,
wenn du von dem Methoden "keine " Ahnung hast, wird das mit der Auswertung echt schwer… zum einlesen kann ich dieses Buch empfehlen: http://www.amazon.de/Empirische-Sozialforschung-Grun…
Gruß Backs

Hallo liebe Helfenden,

mir ging es vornehmlich „nur“ um das Entwerfen der Fragen, :wink:. Was Methodik und auf der anderen Seite Didaktik ist, weiß ich (arbeite seit 3 Jahren ind der Biologiedidaktik). Dachte, dass ihr evt. noch gute Ideen zwecks Fragenstellung habt. Fand daher die Idee mit den Methoden gut, denn es gibt ja „langweilige, immer wiederkehrende“ (wie ich leider gerade in meinem Praktikum erfahren muss) und „neue, auffrischende“ Methoden und ich bin der festen Überzeugung, dass die SchülerInnen, welche die langweiligen Methoden im Aufsatzunterricht erfahren, auch eher die negativen Einstellungen zu und weniger Interesse am Schreiben haben (ich denke da nur zu gern an meine eigene Schullaufbahn zurück, :wink:).

LG, Julia

Hallo Julia,

vorneweg, ich hab weder von Pädagogik noch von Didaktik den leisesten Schimmer, aber ich bin jemand, der gerne schreibt, der mit Aufsätzen in der Schule aber immer herzlich wenig anfangen konnte.

Ich bin der Auffassung man sollte rausfinden wie die Kinder/Jugendlichen ticken, insbesondere, wieso sie wie arbeiten. Ich habe es gehasst, wenn ich zu einem Thema eine kreative Idee hatte und diese dann in irgendeine vorgegebene Form pressen musste.

Daher würde ich nicht nach der Einstellung zum Schreiben oder Aufsatzformen fragen. Was bringen die Ergebnisse rein praktisch. Allenfalls kann man daran erkennen, was im Unterricht bisher mit welchem Erfolg behandelt wurde.

Ich würde Fragen stellen wie:

Welche Aufsatzform würdest du für das Thema X Y wählen und weshalb?

Vorstellen könnte ich mir auch, dass man eine Gliederung für eine Erörterung zu einem bestimmten Thema vorgibt und diese von den Schülern verbessern lässt. Daran sieht man meiner Meinung nach sehr gut, wie sie ihre Gedanken ordnen und strukturieren und vor allem warum.

Mich hat nie jemand gefragt, warum ich welche Struktur gewählt habe. Das einzige Feedback was man erhalten hat war gut oder schlecht bzw. richtig oder falsch. Und aas ist mit Verlaub gesagt extrem frustrierend.

Wenn du Fragen zum Schreiben allgemein stellen möchtest kämen mir Fragen wie:

  • Was glaubst du ist einfacher zu schreiben
    a) Kinderbuch
    b) Sachbuch
    c) Jugendbuch
    d) Roman
    e) …

Bitte begründe deine Entscheidung und beziehe bei deinen Überlegungen die Punkte
a) Sprache
b) Recherche
c) …

mit ein.

Oder auhc

Zu welchem Thema würdest du am liebsten Schreiben, in welcher Form und weshalb.

Das sind so Dinge, die mir als Laien, der gerne hin und wieder was schreibt einfallen würden und was ich gerne von denen die vor mir sitzen wissen möchte, wenn ich einen Vortrag über das Schreiben halten sollte.

Viele Grüße
Bernhard

Hi Julia,

ich bin der festen Überzeugung, dass die
SchülerInnen, welche die langweiligen Methoden im
Aufsatzunterricht erfahren, auch eher die negativen
Einstellungen zu und weniger Interesse am Schreiben haben

Ist das die Hypothese, die du belegen willst?

Grüße,
JPL