Hilfe beim verfassen eines Arbeitszeugnisses

Ein herzliches Hallo und schonmal ein Dankeschön an alle die sich hiermit befassen:smile:

Ich muss gerade ein Zeugniss für eine Angestellte bei uns schreiben und tue mich sehr schwer damit…Leider weiß ich auch nicht wo ich sonst noch hilfe bekommen kann…

Ich habe das zeugniss schonmal verfasst und möchte euch bitten dieses durchzulesen und zzu bewerten…es soll ein zeigniss sein das im Bereich der note 3 liegt ( manche dinge auch bisschen schlechter oder besser)

Dann mal hier das:

Arbeitszeugnis

Frau ****, geboren am *****,wohnhaft in *****,
im ***weg , absolviert in der Zeit vom *** bis *** über die Stiftung **** ein Praktikum im Kinderhaus****.

Das Kinderhaus bietet von Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr verschiedene Betreuungszeiten für Kinder von der 12. Woche bis zur 3. Klasse.

Der Aufgabenbereich von Frau * umfasste unter anderem:

 Mithilfe im Tagesablauf,
 Hilfeleistung bei Gruppenaktivitäten
 Mitgestaltung der Feste im Jahreslauf
 Pflegerische Versorgung der Säuglinge und Kleinkinder
 Durchführung von Angeboten in Kleingruppen
 Freizeitgestaltung
 Zusammenarbeit im Team
 Mithilfe im Haushalt

Durch ihre Zurückhaltende und ruhige Art der Kinder gegenüber benötigte Frau *** eine längere Anlaufzeit um eine Beziehung zum einzelnen Kind, sowie zur gesamten Gruppe aufzubauen.
Sie zeigte sich bei der Einarbeitung in neue Aufgabenbereiche flexibel und aufgeschlossen und führte alle Aufgaben im Großen und Ganzen umsichtig und engagiert aus. Dank ihrer guten Auffassungsgabe und ihres Fleißes konnte Frau *** sich verschiedene praktische Kenntnisse aneignen.

Ihre Erledigung der Aufgaben entsprach stets den Anforderungen.
Sie war gründlich, fleißig und Gewissenhaft.Gelegentlich brachte sie auch eigene Ideen mit ein.
Wir waren daher mit ihrer Leistung voll zufrieden.

Auch war Frau *** den üblichen Belastungen gewachsen.
Sie war vertrauenswürdig und regelmäßig bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war einwandfrei.

Frau *** wird uns am ***.2008 verlassen da ihr Vertrag befristet ist.

Wir bedanken uns bei ihr für die geleistete Arbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.

Hallo.

[…] es soll ein zeigniss
sein das im Bereich der note 3 liegt ( manche dinge auch
bisschen schlechter oder besser) […]

Was ich hier sehe, ist in Summa nach meinem Eindruck deutlich schlechter als 3.

Frau ****, geboren am *****,wohnhaft in *****,
im ***weg , absolviert in der Zeit vom *** bis *** über die
Stiftung **** ein Praktikum im Kinderhaus****.

Ist es ein Zwischenzeugnis? Ansonsten „absolvierte“.

Durch ihre Zurückhaltende und ruhige Art der Kinder gegenüber
benötigte Frau *** eine längere Anlaufzeit um eine Beziehung
zum einzelnen Kind, sowie zur gesamten Gruppe aufzubauen.

Abgesehen davon, dass da gleich mehrere Rechtschreib- und Grammatikfehler drin sind, geht dieser Satz m.E. gar nicht. EIn Zeugnis muss wohlwollend formuliert sein, und eine negative Darstellung, noch dazu gleich am Anfang, erfüllt dieses Kriterium nicht.

Sie zeigte sich bei der Einarbeitung in neue Aufgabenbereiche
flexibel und aufgeschlossen und führte alle Aufgaben im Großen
und Ganzen umsichtig und engagiert aus.

„im Großen und Ganzen“ ist eine lauwarme Vier - bestenfalls.

Dank ihrer guten
Auffassungsgabe und ihres Fleißes konnte Frau *** sich
verschiedene praktische Kenntnisse aneignen.

Besser: „sie hat sich … angeeignet“. Wenn sie nur gekonnt hätte, bedeutet das, dass sie sich nicht zu wollen traute, was sie dürfen gesollt haben müsste.

Ihre Erledigung der Aufgaben entsprach stets den Anforderungen.

Auch keine richtige Drei.

Sie war gründlich, fleißig und Gewissenhaft. Gelegentlich
brachte sie auch eigene Ideen mit ein.

„gewissenhaft“ hier klein schreiben. Und „gelegentlich“ heißt: „wenn am Rosenmontag im Schaltjahr der Vollmond schien“. Im Umkehrschluss „eine Mitarbeiterin ohne Eigeninitiative“.

Wir waren daher mit ihrer Leistung voll zufrieden.

Nun ja - nach dem, was vorher steht, ist dieser Satz nicht glaubwürdig.

Auch war Frau *** den üblichen Belastungen gewachsen.

Sie schaffte es also, selbständig zu atmen.

Sie war vertrauenswürdig und regelmäßig bereit, Verantwortung
zu übernehmen.

Aber wir waren natürlich nicht so blöd, ihr diese auch zu übertragen - siehe oben.

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war
einwandfrei.

„Stets einwandfrei“, außer, es gab mindestens einen gravierenden Disziplinarvorfall!

Also, zur Vermeidung eines eventuellen Nachspiels würde ich mir ein Zeugnis vom Profi ausstellen lassen. Die dafür erforderlichen Euronen sind bestimmt gut angelegt, denn wenn es sich bei der Mitarbeiterin um jemanden im Dreier- Bereich gehandelt hat, kannst Du das Zeugnis so nicht stehen lassen; das wird Dir ein Arbeitsrichter um die Ohren hauen.

Aber es gibt hier bedeutend kompetentere Experten als mich, also warte mal auf weitere Meinungen.

Gruß Eillicht zu Vensre

Note 6!
So wie es geschrieben steht, ist es derart vernichtend, daß ich eine solche Person nicht zum Vorstellungsgespräch einladen würde.

Man denke daran, dass man nichts explizit Negatives schreiben darf und damit schon ein implizit negatives Statement als „glatt durchgefafllen“ interpretiert wird.
Explizit negative Aussagen können gerichtlich angefochten werden.

Der Aufgabenbereich von Frau * umfasste unter anderem:
 Mithilfe im Tagesablauf,
 Hilfeleistung bei Gruppenaktivitäten
 Mitgestaltung der Feste im Jahreslauf
 Pflegerische Versorgung der Säuglinge und Kleinkinder
 Durchführung von Angeboten in Kleingruppen
 Freizeitgestaltung
 Zusammenarbeit im Team
 Mithilfe im Haushalt

Waren das echt, in dieser Reihenfolge, die Prioritäten der Aufgabe? Als Aller-Allerwichtigstes „Mithilfe im Tagesablauf“ und auch noch „Zusammenarbeit im Team“ als explizite Anforderung? Oh weh… also so eine Stelle ist ohnehin schon ein Armutszeugnis für den, der sie annimmt. Und dann noch nichtmal dabei glänzen - dann bleibt nur Sozialamt oder Strick!

Durch ihre Zurückhaltende und ruhige Art der Kinder gegenüber A| benötigte Frau *** eine längere (Anm: Länger als WAS?) Anlaufzeit um eine Beziehung B|zum einzelnen Kind, sowie zur gesamten Gruppe aufzubauen.

Kurzum: Sie hat’s versaut, kommt nicht wirklich mit Kindern klar. Die Bälger sind zuviel für sie. Und das sogar schon einzeln: Beruf verfehlt.

Das mit der „längeren Anlaufzeit“ ist explizit negativ und muß hieb- und stichfest bewiesen werden, und bleibt selbst dann noch angreifbar!

Die Formulierung „Frau * war den üblichen Belastungen gewachsen“ im Bereich Arbeitspensum drückt etwas Ähnliches aus, ist aber weder angreifbar noch steht die Beweislast beim Zeugnissteller.

Sie zeigte sich bei der Einarbeitung in neue Aufgabenbereiche flexibel und aufgeschlossen und führte alle Aufgaben im Großen und Ganzen umsichtig und engagiert aus.

Im Feinen und Detail aber genau im Gegenteil: kurzsichtig und teilnahmslos?

Dank ihrer guten Auffassungsgabe und ihres Fleißes konnte Frau *** sich verschiedene praktische Kenntnisse aneignen.

Aber erstens nur sehr wenige und zweitens nicht anwenden!

Ihre Erledigung der Aufgaben entsprach stets den Anforderungen.

Die, wie wir durch die Stellenbeschreibung noch einmal betonen, bodenlos gering sind. Kurzum: Sie hat nichts, aber auch gar nichts getan, und noch nicht einmal das gut.

Sie war gründlich, fleißig und Gewissenhaft.

= Langsam und lahmarschig und bringt auch nach langer Zeit keine verwertbaren Ergebnisse?

Gelegentlich brachte sie auch eigene Ideen mit ein.

Die aber weder gut noch umsetzbar waren, sonst würden wir das erwähnen ( = Dummschwätzerin )

Wir waren daher mit ihrer Leistung voll zufrieden.

Das klingt jetzt wie Hohn!

Auch war Frau *** den üblichen Belastungen gewachsen.

Das allein reicht um ein Zeugnis in den schlechten 3er bis 4er Bereich abdriften zu lassen, da kann der Rest in ganz guten Tönen geschrieben sein.

Sie war vertrauenswürdig und regelmäßig bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Aber nicht immer? Anders gesagt: sie verbockt Dinge und leugnet dann auch noch ihre Verantwortung für den Schaden!

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war einwandfrei.

Manchmal zumindest… und die Pänz und deren Eltern erwähnen wir mal lieber gar nicht, denn es steht ja eh oben schon, daß sie mit denen nicht zu Potte kam.

Frau *** wird uns am ***.2008 verlassen da ihr Vertrag befristet ist.

Am besten am 20.04.?

Wir bedanken uns bei ihr für die geleistete Arbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.

Aber keinen Erfolg, schon gar nicht weiterhin… denn das würde voraussetzen, daß sie sowas schon mal hatte.

Das Zeugnis, wie es ist, ist einfach vernichtend und wenn ich es bekäme, würden wir beide uns vor Gericht wieder sehen.

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Es reicht, ein Zeugnis im 2er Bereich auszustellen und bei Arbeitspensum und Sozialverhalten in den 4er Bereich zu gehen.

Gruß,
Michael

Hallo,

Wow…ok das ich soweit daneben liege hätte ich nicht gedacht…aber um vorzubeugen:smile: wollte ich mir ja noch meinungen einholen, da
ich sowas noch nie geschrieben habe ( was man nun ja merkt) und jetzt ist esja umso besser das ich es hier nochmals reingeschriben habe…

das Problem ist das sie diesen Beruf nicht gelernt hatte sondern von so etwas wie einem Arbeitsamt zu uns kam und man oft gemerkt hat das sie nicht gerade motiviert war…Da sie eben von amt bei uns eingestellt war hatte sie wirklich nicht mehr Aufgaben…

nunja…danke euch auf alle fälle für die schnellen und hilfreichen antworten…mmh lieber finger weglassen davon…werde mir dann wohl jemand suchen der sich damit auskennt und es evtl für micht schreiben oder es mir erklären kann…denn als Laie bringen einem diese ganzen generatoren leider nichts…

> habe es größtenteils mit so einem generator gemacht aber in diesem falle stimmen diese generatoren auch gar nicht…also nicht weiter zu empfehlen…

Gruß und nochmals danke bei der hilfe