Hilfe bezahlen lassen?

Hallo :smile:

Mein Anliegen hat eigentlich, wenn überhaupt, nur indirekt was mit Feiern zu tun. Ich habe aber kein wirklich passendes Brett gefunden, drum probier ich´s halt mal hier.
Gute Bekannte feiern heute ihre silberne Hochzeit im recht grossen Familienkreis. Vor ein paar Wochen wurde ich gefragt, ob ich bei den Vorbereitungen helfen würde und was ich denn da für einen Stundenlohn nehmen würde . Ich sagte meine Hilfe zu, und zwar kostenlos, weil ich der Meinung bin, dass man Bekannten eigentlich unentgeltlich mal was hilft. Gestern und heute nun haben wir also alles zusammen vorbereitet, kochen, backen, Deko usw., insgesamt habe ich ca. 10 h dort Hand angelegt. Beim Verabschieden bekam ich prompt einen Briefumschlag in die Hand gedrückt, den anzunehmen ich genötigt wurde. Zu hause geöffnet, 120,- € drin. Das gefällt mir gar nicht. Ich würde das am Liebsten mit der Post zurückschicken, persönliche Rückgabe würden sie sicher nicht akzeptieren. Mir ist das aber sehr unangenehm, so viel Geld für einen Freundschaftsdienst zu nehmen. Wie soll ich damit nur umgehen, ich bin völlig Rat- und Hilflos :frowning:
Bin sehr gespannt, was Ihr dazu meint…

Barbara

Hallo, Barbara,
nimm es einfach. Deine Bekannten hatten wohl den Betrag schon von vornherein eingerechnet.

Mir ist es immer unangenehm, wenn ich von jemanden in solchem Umfang unentgeltlich annehmen muss, denn das würde mich im Gegenzug zu ähnlichem Engagement verpflichten und da bin ich weder sicher ob ich das kann oder will. Da ist dann mit einem (Geld-)Geschenk die Sache sauber vom Tisch.

Natürlich ist man immer bereit in der Nachbarschaft zu helfen, aber 10 stunden Arbeitsleistung gehen ja wohl über das übliche Maß hinaus.

Grüße
Eckard
(über Deine Bemerkung in der Vika habe ich herzlich lachen müssen!)

Hi,

Zu hause geöffnet, 120,- € drin. Das gefällt
mir gar nicht. Ich würde das am Liebsten mit der Post
zurückschicken, persönliche Rückgabe würden sie sicher nicht
akzeptieren. Mir ist das aber sehr unangenehm, so viel Geld
für einen Freundschaftsdienst zu nehmen. Wie soll ich damit
nur umgehen, ich bin völlig Rat- und Hilflos :frowning:

ich kann dich verstehen, würde auch kein Geld haben wollen und das auch so deutlich sagen wie du (freundlich natürlich). Wenn der Gegenüber aber nun absolut was geben will, würde ich es nehmen. Sonst wäre das auch wieder unhöflich, :wink: vielleicht geben sie auch gerne was! Sie wissen ja auch, dass du im Wissen nix zu kriegen geholfen hast.
Behalte es oder falls du es nun wirklich nicht willst, spende es doch einfach. Z.B. an eine der Nachbarschaftshilfen, das hat dann auch einen direkten Bezug.
http://www.google.de/search?num=100&hl=de&safe=off&q…

Grüße,
J~

Hallo Barbara, helfender Engel.

Nicht um alles in der Welt
hätte ich irgendwelche Kohle, Briefchen schon erst garnicht, … angenommen.

Nu isses passiert, und ich würde sie zurückbringen,
und darauf bestehen, dass die Hilfe -egal in welchem Umfang- als reiner Freundschaftsdienst geschehen ist.
Als Anrede würd ich sagen, daß ich mit 10 Euro höchstens gerechnet haette
als Fahrgeld gewissermaßen -
aber DAS übersteigt nun schon diese Summe erheblich,
und ich würde mich ob des Geldes garnicht wohlfühlen.

Eine Ausnahme: wenn ‚man weiß‘, daß Du knapp bist, dann behalt es.

KEINESFALLS mit der Post zurückschicken !!!
Das wäre die Beleidigung des Monats.

Aloha - digi

Hallo Barbara,

ich würde auch kein Geld annehmen wollen, 10 Stunden sind für ein einmaliges Event auch nicht übertrieben viel, Du hast es ja gerne gemacht. Wenn, wie micro geschrieben hat, Du knapp bist, und Deine Bekannten das wissen, dann ist es ok. Wenn nicht, dann würde ich das Geld zusammen mit den Bekannten wieder ausgeben, Essen gehen und weg ist es, mit der Einladung hierzu dann auch ganz klar betonen, daß auch Du mal eines Tages Hilfe benötigen wirst, und dann auf sie zukommen wirst. Das Geld direkt zurückgeben wäre sicher für alle Beteiligten peinlich und Ihr hättet für einige Zeit einen Knopf in Eurer Beziehung.

Grüße, Antje

Hallo Barbara,

hilfreich finde ich bei der Frage, zwischen „Bekannten“ und „Freunden“ zu unterscheiden.
Sind es wirklich „nur“ Bekannte, also Leute, die man hin und wieder trifft, denen man sich aber nicht inniger verbunden fühlt als guten und angenehmen Nachbarn, bei denen man sich gern mal ein Ei oder eine Tasse Zucker leiht und dafür die Blumen gießt, dann finde ich 10 Stunden Arbeit reichlich genug, um dafür Geld zu nehmen.

Von Freunden, denen ich oder die mir innerlich nahestehen, die aus meinem und aus deren Leben ich nicht wegzudenken bin, würde ich kein Geld annehmen wollen (es sei denn, sie schlafen auf Rosen und ich auf Dornen - unter Freunden sollte dann aber vorher darüber gesprochen werden).

LG,
MrsSippi