Hilfe - Beziehungsprobleme

Hallo an Alle,

brauche dringend Hilfe und komme einfach nicht weiter.

Mein Freund sagte vor ca. 2 Wochen, er weiss nicht, ob er mich noch liebt. Ich hätte ihn ja so entäuscht (da ich sehr geklammert habe und furchtbar unordentlich sei und so nörgelig).

Dagegen stehen mitlerweile folgende Aussagen:
es würde ihm weh tun, wenn ich ginge
er will die Beziehung
er will weiterhin mit mir aufwachen/einschlafen
er hat Angst, mich zu verlieren
Berührungen sind im Moment nicht dasselbe wie früher
auf Sex hat er im Moment keine Lust

Er hat sich völlig festgefahren. Ich denke wirklich, daß er mich noch liebt. Er sagt auch, daß er nicht gegen seine Entäuschung ankämpft sondern sie nur verdrängt. Nun denke ich, daß er dadurch auch seine positiven Gefühle mit verdrängt.

Wie kann ich ihm da raus helfen. Viel reden will er nicht. Das würde ihm auf die Nerven fallen er wüßte halt selber nicht usw.

Wenn ich ihm sage: das kriegen wir schon hin - kommt ein: schaun wir mal - darauf ich : willst Du das den überhaupt - ja

Er plant auch mit mir die Zukunft und alles aber ich habe bald keine Kraft mehr zum kämpfen.

Wo bleibe ich den bei der ganzen Sache? Um ihm Kraft zu geben, muß ich mich offen für Gefühle halten und darf mich nicht abschotten aber genau das macht mich um so mehr verletzbar. Schotte ich mich aber ab, bin ich nicht fähig, die Kraft zu haben und zu geben. Dann ist alles zu Ende.

Ich könnte nur noch heulen. Meine Arbeit leidet. Nichts funktioniert richtig. Ich kann überhaupt nicht abschalten und möchte ihn am liebsten ständig fragen, ob wir noch zusammen sind und ob er mich noch will. Aber das wäre auch wieder falsch.

Er kapselt sich ab und es muß doch einen Weg geben, um an ihn ranzukommen.

Bitte helft mir.

Gruß
Yvonne

Hallo Yvonne,

ich bin keine Psychologin, aber die Situation scheint im Moment wirklich etwas sehr festgefahren. Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, gemeinsam eine ‚Therapie‘ zu machen? Damit meine ich natürlich nicht eine Psychoanalyse sondern ein Gespräch mit einem Psychologen. Manchmal dreht man sich halt im Kreis und kommt allein keinen Schritt weiter. Wenn ein Dritter (dazu noch ein Fachmann) das Gespräch in die richtigen Bahnen lenkt, kann es Wunder wirken und es kommt nicht selten zu dem ‚Aha!-Effekt‘ (‚oooh, so habe ich es noch nie gesehen…‘ oder ‚nanu, ich wußte ja gar nicht, daß du dich zurückgesetzt fühlst…‘).

Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es nicht einfach ist, sich dazu durchzuringen, wenn Euch aber die Beziehung wirklich etwas bedeutet, ist es sicherlich einen Versuch wert. Wenn ich es richtig sehe, haben weder Du noch Dein Freund im Moment den richtigen Durchblick (‚was will ich überhaupt?!‘). Wenn Ihr nicht zum Psychologen wollt, vielleicht wäre eine Freundin oder ein Freund eine Alternative. Außenstehende sehen die Sache nun einmal emotionsloser und nüchterner als Ihr beiden.

Liebe Grüße

Tessa

Hallo TessaVance,

er will leider nicht. Er hat noch mit keinem Anderen darüber gesprochen. Habe schon alles versucht. Bin auch der Meinung, daß wir Impulse von außen brauchen. Weiss aber nicht, wie ich ihn dazu bekommen soll.

Aber trotzdem vielen Dank für deinen Tip.

Gruß
Yvonne

Hallo Yvonne,

ich bin keine Psychologin, aber die Situation scheint im
Moment wirklich etwas sehr festgefahren. Habt Ihr schon mal
darüber nachgedacht, gemeinsam eine ‚Therapie‘ zu
machen? Damit meine ich natürlich nicht eine Psychoanalyse
sondern ein Gespräch mit einem Psychologen. Manchmal dreht man
sich halt im Kreis und kommt allein keinen Schritt weiter.
Wenn ein Dritter (dazu noch ein Fachmann) das Gespräch in die
richtigen Bahnen lenkt, kann es Wunder wirken und es kommt
nicht selten zu dem ‚Aha!-Effekt‘ (‚oooh, so habe ich es noch
nie gesehen…‘ oder ‚nanu, ich wußte ja gar nicht, daß du
dich zurückgesetzt fühlst…‘).

Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es nicht einfach ist,
sich dazu durchzuringen, wenn Euch aber die Beziehung wirklich
etwas bedeutet, ist es sicherlich einen Versuch wert. Wenn ich
es richtig sehe, haben weder Du noch Dein Freund im Moment den
richtigen Durchblick (‚was will ich überhaupt?!‘). Wenn Ihr
nicht zum Psychologen wollt, vielleicht wäre eine Freundin
oder ein Freund eine Alternative. Außenstehende sehen die
Sache nun einmal emotionsloser und nüchterner als Ihr beiden.

Liebe Grüße

Tessa

Ach je, noch verfahrener…
Hi Yvonne,

das ist dann wohl wirklich komplizierter, als ich dachte… Gut, Du wirst ihm wohl kaum die Augen verbinden, ihn in die Praxis eines Psychologen schleppen und dann ‚Überraschung!‘ rufen können. Da macht er garantiert komplett dicht. Hat er vielleicht einen Freund, den Du auf ihn ‚ansetzen‘ könntest und der ihm so nebenbei bei einem Bierchen o. ä. auf den Zahn fühlt (‚sag mal, was ist denn bei euch los?‘)?

Schau mal, Du schreibt:

Ich könnte nur noch heulen. Meine Arbeit leidet.
Nichts funktioniert richtig.
Ich kann überhaupt nicht abschalten und möchte ihn am liebsten ständig fragen,
ob wir noch zusammen sind und ob er mich noch will.
Aber das wäre auch wieder falsch.

Durchaus verständlich - aber kein Dauerzustand! Vielleicht solltest erst einmal Du allein mit einem Psychologen sprechen und zunächst Deine Gefühle ordnen. Möglicherweise fällt es Dir dann leichter bzw. wird es Dir überhaupt möglich sein, an ihn heranzukommen. Nur so als Idee… Vielleicht wäre auch Wegfahren (auch wenn es nur über’s Wochenende ist) eine Möglichkeit. In einer neutralen Umgebung redet es sich leichter. Habt Ihr es auch schon mal mit Briefen versucht? Auch das geht wesentlich leichter, als von Angesicht zu Angesicht zu reden. Damit wäre ich mit meinem Latein aber auch schon am Ende…

Ciao

T.

Hallo Yvonne,

leider kann ich auch nicht mit fundierten Psychologie-Kenntnissen aufwarten, aber mir kommt die Situation bekannt vor, so dass ich Dir nur erzählen kann, wie ich aus solch ähnlich festgefahrenen Situation gekommen bin.

Ich habe allmählich angefangen meine Tage und Wochenenden ohne meinen damaligen Freund zu gestalten, ihn durch mein Tun aus der beengenden Zweisamkeit entlassen. Ich habe einfach nichts mehr erwartet. Bin alleine ins Kino gegangen, habe mich verabredet, mir mal einen Campingbus für einen Wochenendtrip ausgeliehen usw.
Irgendwann war ich nicht mehr richtig sauer auf ihn, sondern habe ich mich darüber gefreut, dass ich mich auch ohne ihn amüsieren kann.
Und schließlich habe ich ihn gefragt, ob er die Trennung will oder mit mir zusammenbleiben. Bei letzterem galt es zu klären, ob man regelmäßig etwas alleine unternimmt, und ob man festgefahrene Tages-Riten nicht ein wenig aufweicht. Und ich habe mich heimlich gefragt, ob ich bisher zu rücksichtsvoll war, zu wenig egoistisch. Das Maß für Nähe und Distanz ist halt schwer herauszufinden.
Ich kann Dir empfehlen, dass Du ab jetzt anfängst auf Dich selbst zu besinnen. Dich gefühlsmäßig nicht so sehr auf die Schwierigkeiten Deines Freundes beziehst. Das ist (kalt gesagt) sein Problem. Ich glaube, dass Du auch gekränkt bist. Pflege ein bisschen diese Kränkung, das macht Dich mobil. Laß Dir etwas einfallen, überlege Dir was Dir Spaß macht, mache Dich für Dich hübsch.
Somit habe ich festgestellt, dass ich gar nicht so sehr von meinem Freund abhängig bin (bin ich hübsch genug, genug nett und tüchtig usw. - weiß jetzt nicht, ob das bei Euch zutrifft?!), und irgendwie - wohl durch meine Lockerheit - fühlte er sich durch mich nicht mehr so eingeengt. Und dann wird es Zeit für ein gutes, ausgiebiges Gespräch (worauf man sich ja heimlich vorbereiten kann).
Noch etwas. Nach meiner Erfahrung sind solche Krisen eine Chance die Qualität einer Beziehung aufzumöbeln. Manche Paare zoffen sich nie, keine Reibungen, kein Frust. Aber ich glaube, dass man sich selber dann nicht weiterentwickelt, sondern immer nur die Hälfte einer harmonischen Zweisamkeit ist, kein sich weiterentwickelndes Individuum.
Was nicht einen umbringt macht einen stark. :wink:

viele Grüße
Claudia

Hi Yvonne,

das ist dann wohl wirklich komplizierter, als ich dachte…
Gut, Du wirst ihm wohl kaum die Augen verbinden, ihn in die
Praxis eines Psychologen schleppen und dann ‚Überraschung!‘
rufen können. Da macht er garantiert komplett dicht. Hat er
vielleicht einen Freund, den Du auf ihn ‚ansetzen‘ könntest
und der ihm so nebenbei bei einem Bierchen o. ä. auf den Zahn
fühlt (‚sag mal, was ist denn bei euch los?‘)? Er hat einen guten Freund - aber den halte ich dafür für nicht fähig. Die anderen die ich kenne, wohnen hunderte von Kilometern weg und das hilft auch nicht. Er will aber auch nicht reden. Habe ihm ja vorgeschlagen mal mit meiner Mum zu reden - hört sich doof an aber die ist verdammt ehrlich in ihrer Meinung und wenn sie meint, daß ich Unrecht habe, sagt sie das auch. Habe manchmal das Gefühl, daß er ganz dringen jemanden zum reden braucht aber… Männer eben.

Schau mal, Du schreibt:

Ich könnte nur noch heulen. Meine Arbeit leidet.
Nichts funktioniert richtig.
Ich kann überhaupt nicht abschalten und möchte ihn am liebsten ständig fragen,
ob wir noch zusammen sind und ob er mich noch will.
Aber das wäre auch wieder falsch.

Durchaus verständlich - aber kein Dauerzustand! Vielleicht
solltest erst einmal Du allein mit einem Psychologen
sprechen und zunächst Deine Gefühle ordnen. Habe ich vor - aber das geht ja alles nicht so schnell und bis dahin verzweifel ich völlig.

Lebe nur noch in Angst und Sorge - verdammt.

Möglicherweise fällt es Dir dann leichter bzw. wird es Dir
überhaupt möglich sein, an ihn heranzukommen. Nur so als
Idee… Vielleicht wäre auch Wegfahren (auch wenn es nur
über’s Wochenende ist) eine Möglichkeit. In einer neutralen
Umgebung redet es sich leichter. Geht nicht, er hat eine 6-Tage Woche und im Moment keine Chance freizunehmen Habt Ihr es auch schon mal
mit Briefen versucht? Auch das geht wesentlich leichter, als
von Angesicht zu Angesicht zu reden. Damit wäre ich mit meinem
Latein aber auch schon am Ende… Und ich erst - habe jeden Trick aus der Kiste geholt um ihm zu helfen und zur Seite zu stehen. Klappt aber irgendwie nicht. Beim reden kommt halt dann: immer diese stundenlangen Diskussionen (ja verdammt man muss aber reden).

Grüße
Yvonne

Ciao

T.

Hallo Yvonne,

leider kann ich auch nicht mit fundierten
Psychologie-Kenntnissen aufwarten, aber mir kommt die
Situation bekannt vor, so dass ich Dir nur erzählen kann, wie
ich aus solch ähnlich festgefahrenen Situation gekommen bin.

Ich habe allmählich angefangen meine Tage und Wochenenden ohne
meinen damaligen Freund zu gestalten, ihn durch mein Tun aus
der beengenden Zweisamkeit entlassen. Ich habe einfach nichts
mehr erwartet. Bin alleine ins Kino gegangen, habe mich
verabredet, mir mal einen Campingbus für einen Wochenendtrip
ausgeliehen usw. (nichts mehr zu erwarten ist verdammt schwer - und mit dem Verabreden und weggehen auch. ich bin für ihn hier hoch gezogen und daher noch recht alleine - habe zwar meine Pferde aber zum ersten Mal in meinem Leben bringen mir sogar die Beiden keinen Trost mehr.

Irgendwann war ich nicht mehr richtig sauer auf ihn, sondern
habe ich mich darüber gefreut, dass ich mich auch ohne ihn
amüsieren kann.
Und schließlich habe ich ihn gefragt, ob er die Trennung will
oder mit mir zusammenbleiben.

Er will ja die Beziehung zu mir ist aber nicht fähig aus seinem Kreislauf zu kommen

Bei letzterem galt es zu klären,

ob man regelmäßig etwas alleine unternimmt, und ob man
festgefahrene Tages-Riten nicht ein wenig aufweicht. Und ich
habe mich heimlich gefragt, ob ich bisher zu rücksichtsvoll
war, zu wenig egoistisch. Das Maß für Nähe und Distanz ist
halt schwer herauszufinden.
Ich kann Dir empfehlen, dass Du ab jetzt anfängst auf Dich
selbst zu besinnen. Dich gefühlsmäßig nicht so sehr auf die
Schwierigkeiten Deines Freundes beziehst. Das ist (kalt
gesagt) sein Problem. Ich glaube, dass Du auch gekränkt bist.
Pflege ein bisschen diese Kränkung, das macht Dich mobil. Laß
Dir etwas einfallen, überlege Dir was Dir Spaß macht, mache
Dich für Dich hübsch.
Somit habe ich festgestellt, dass ich gar nicht so sehr von
meinem Freund abhängig bin (bin ich hübsch genug, genug nett
und tüchtig usw. - weiß jetzt nicht, ob das bei Euch
zutrifft?!), und irgendwie - wohl durch meine Lockerheit -
fühlte er sich durch mich nicht mehr so eingeengt. Und dann
wird es Zeit für ein gutes, ausgiebiges Gespräch (worauf man
sich ja heimlich vorbereiten kann). Er ist nicht gesprächsfähig und Lockerheit bekomme ich irgendwie überhaupt nicht hin. Fahre zwar mehr zu den Pferden als sonst aber ich fühle mich im Moment so furchtbar einsam. Ich telefoniere zwar täglich mit meiner Freundin und meiner Mum aber die können mich halt auch nicht in den Arm nehmen.

Mein Freund sagt, ich wirke momentan sehr angestrengt. Klar, was denn sonst. Es steht so viel auf dem Spiel. Ich habe so viel hinter mir und versuche mir gerade hier ein neues Leben aufzubauen und dann kommt er mit diesem blöden Satz - ich weiss nicht ob ich dich noch Liebe. Verdammt klar tut er das noch aber er sieht das nicht.

Noch etwas. Nach meiner Erfahrung sind solche Krisen eine
Chance die Qualität einer Beziehung aufzumöbeln. Manche Paare
zoffen sich nie, keine Reibungen, kein Frust. Aber ich glaube,
dass man sich selber dann nicht weiterentwickelt, sondern
immer nur die Hälfte einer harmonischen Zweisamkeit ist, kein
sich weiterentwickelndes Individuum.
Was nicht einen umbringt macht einen stark. :wink:

viele Grüße
Claudia

Viele Grüße
Yvonne *fürdiehoffentlichnochbesseretagekomme*

laß es Dir gut gehen
Hallo Yvonne,

ist es so, dass man einsamer mit jemanden sein kann, der sich von einem abwendet, als wenn man alleine leben würde?

nichts mehr zu erwarten ist verdammt schwer - und mit dem :Verabreden und weggehen auch. ich bin für ihn hier hoch gezogen :und daher noch recht alleine - habe zwar meine Pferde aber zum :ersten Mal in meinem Leben bringen mir sogar die Beiden keinen :Trost mehr.

Ist es nicht so, dass er Dir jetzt mit seinen Aussagen so eine Art Loch in Dir gerissen hat, und Du glaubst dadurch Deine Standfestigkeit verloren zu haben? Wahrscheinlich ein betäubender Schmerz, der einem sehr viel Kraft nimmt. Man hockt nicht nur körperlich sondern auch seelischer herum.
Aber ich glaube, dass Du mit der Zeit Dich ausgehockt hast. Dass es keinen Grund mehr gibt nichts mehr zu tun. Denn Dein Freund mag für Dich zwar sehr wichtig sein, aber er bedeutet nicht Deine Existenz. Irgenwann einmal mußt Du von seinen Unsicherheiten emotionellen Abstand bekommen. Eigentlich geht es doch darum, dass er sich ganz klar für Dich oder wenn es sein muß gegen Dich entscheidet. Ein „weiß-ich-nicht“ reicht nicht, das macht jede Beziehung sinnlos. So ist es an Dir für Dich auch innerliche Entscheidungen zu treffen: willst Du bei ihm bleiben, unter welchen Voraussetzungen, was machst Du wenn er nicht mehr weiter will…
Wenn ich gefühlsmäßig platt wie Pizzateig bin, dann rüttle ich meinen Verstand wach, mache Pläne, flicke mein lädiertes Seelenhemdchen und beschließe diese Flachheit nach einer Weile aufzugeben. Und aus eigener Kraft nach einer Weile wieder hochzukommen, verleiht einem Flügel.

Er will ja die Beziehung zu mir ist aber nicht fähig aus
seinem Kreislauf zu kommen

Er wird es müssen!

Er ist nicht gesprächsfähig und Lockerheit bekomme ich :irgendwie überhaupt nicht hin. Fahre zwar mehr zu den Pferden :als sonst aber ich fühle mich im Moment so furchtbar einsam. :Ich telefoniere zwar täglich mit meiner Freundin und meiner Mum :aber die können mich halt auch nicht in den Arm nehmen.
Mein Freund sagt, ich wirke momentan sehr angestrengt. Klar,
was denn sonst. Es steht so viel auf dem Spiel. Ich habe so
viel hinter mir und versuche mir gerade hier ein neues Leben
aufzubauen und dann kommt er mit diesem blöden Satz - ich
weiss nicht ob ich dich noch Liebe. Verdammt klar tut er das
noch aber er sieht das nicht.

Vielleicht fühlt er sich durch Deine Anstrengungen überfordert, es nimmt ihm mehr mit als ihm lieb ist. Kannst Du ihn nicht eine Weile aus Deinen Angelegenheiten herauslassen - einfach andere um Rat fragen, um Anteilnahme bitten usw.? Ihn einfach nicht mehr informieren, höchstens wenn er von sich aus fragt?
Wenn er Dich liebt und doch nicht, dann würde ich sagen, dass er Deine Person sehr schätzt und viele Seiten an Dir findet, die ihm lieb und vertraut sind. Aber das Drumherum um Dich empfindet er zur Zeit erdrückend.
Von einander Distanz zu nehmen bedeutet nicht die Beziehung komplett zu kündigen. In meinem Bekanntenkreis haben die Eheleute getrennte Schlafzimmer, weil sie nachts ihre Gewohnheiten querlaufen. In unserem Verwandtenkreis sind Leute selbstständig und fahren seit Jahren getrennt in den Urlaub, weil sie die 3-4Wochen Auszeit für einander brauchen, um sich die restlichen 47 Wochen ertragen zu können.
Es ist für Eure Beziehung alles möglich, Ihr müßt irgendwann darüber reden und Euch einigen.
Bis dahin lasse ihn einfach eine Weile in Ruhe (ich würde mir innerlich eine Zeit setzen, wann mit Ruhe lassen Schluß ist), und versuche irgendwie wieder hochzukommen. Vielleicht kannst Du mal Kurzurlaub machen, hock Dich in der Spätsaison ins Auto und fahre nach Bayern in die Berge, Urschrei vom Gipfel, irgensowas.
Du bist so wertvoll, wie Du Dich selber einschätzt. Und wenn Dein Freund sich für Dich nicht entscheiden kann, dann kann ich nur sagen, selber Schuld.
Und traurig sein in solch Situation ist auch normal. Aber es geht ganz sicher wieder aufwärts, was eben von Dir selber abhängt.
viele Grüße
Claudia

Viele Grüße
Yvonne *fürdiehoffentlichnochbesseretagekomme*

gaaaaaanz sicher *großesGlasChiantiundTaschentuchrübereich*

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Hallo Claudia,

das Taschentuch kann ich gut gebrauchen. Ich wünsche mir halt im Moment jemanden der mich mal in den Arm nimmt. Meine Familie und meine Freunde wohnen doch alle so weit weg und ich habe im Moment nicht die Zeit dorthin zu fahren. Manchmal ist es halt einfacher, wenn man seine Traurigkeit mit jemanden teilen kann und der zu einem steht. Vor allem vermisse ich die Menschen, die mich so lieben und nehmen wie ich halt bin. Mit all meinen Fehlern. Hört sich nach Selbstmitleid an aber ich glaube ein bischen darf ich jetzt auch haben und es tut auch gut darüber zu weinen.
Schon komisch, das alles hier im Internet auszubreiten aber es hilft doch.

Ich habe mir schon meine Gedanken gemacht, wohin ich gehen würde, wenn es doch nicht mehr hinhaut. Nach Hause. Zu meiner Mum. Einen Job würde ich schon finden und meine Tiere bekomme ich auch unter. Dann könnte ich erst mal meine Wunden lecken *g* und wieder zu mir selber finden.

Aber noch bin ich nicht bereit die Beziehung aufzugeben. Ich habe Donnerstag einen Termin bei einer Psychologin. Vielleicht hilft das ja was. Wenigstens tue ich damit was für meine Psyche und finde dadurch auch die Kraft die ich für diese Situation brauche. Und dann ist meine Kraft am Ende ja vielleicht auch seine.

Vielen Dank für deine Antwort. Hat mich zwar erst zum weinen gebracht. (was momentan ja nicht so schwer ist) aber es tut einfach verdammt gut, wenn man sein Leid teilen kann.

Liebe Grüße
Yvonne *diejetztnocheinbischenweiterweinenwird*

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Yvonne,

das mit dem Besuch bei der Psychologin ist eine gute Idee. Die kann detailiert auf Deine/Eure Schwierigkeiten eingehen.
Siehste, irgendwie geht es schon weiter. Und jetzt mußt Du nur noch an Dein happyend glauben. In ein paar Jahren wirst Du mit einem mildem Lächeln Deinen Enkelnkindern von Deinen Liebeskummern erzählen: „es war einmal…“

viele Grüße
Claudia (*diesichauchgerademitIhremOllengezoffthat*)

Hallo Yvonne,
ich habe Deine Mail gelesen und frage mich ständig: Was willst Du denn (überhaupt)? Fragst Du Dich das auch (manchmal)?

Hi Yvonne,

mir fällt auf daß Du nur auf ihn reagierst und Dir Gedanken darüber machst was ihn bewegt.
Solange er das nicht offenbart ist das aber letztlich ein müßiges Thema.

Jetzt ist angesagt selber aktiv zu werden: eine erste Maßnahme könnte z. B. sein ein Ultimatum zu setzen: ist bis zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Klärung erfolgt wirst Du - zum Beispiel - die Beziehung beenden.

Ich denke abwarten und gar nichts tun bringt nix. Zumindest nicht mehr lange…

MecFleih

Hallo Gunter,

klar habe ich mich das schon gefragt. Ihn. Muß nur höllisch aufpassen, mich nicht selber aufzugeben. Habe meinem Freund gestern noch ein paar Tackte dazu gesagt. Daß es eben so nicht weitergehen kann usw. Jetzt schaun wir mal. Um selber klarer zu werden gehe ich am Do. zum Psychologen.

Liebe Grüße
Yvonne

Hallo Yvonne,
ich habe Deine Mail gelesen und frage mich ständig: Was willst
Du denn (überhaupt)? Fragst Du Dich das auch (manchmal)?

Hallo MecFleih,

Hi Yvonne,

mir fällt auf daß Du nur auf ihn reagierst und Dir Gedanken
darüber machst was ihn bewegt.
Solange er das nicht offenbart ist das aber letztlich ein
müßiges Thema.

Jetzt ist angesagt selber aktiv zu werden: eine erste Maßnahme
könnte z. B. sein ein Ultimatum zu setzen: ist bis zu einem
bestimmten Zeitpunkt keine Klärung erfolgt wirst Du - zum
Beispiel - die Beziehung beenden. Ein Ultimatum ist bei ihm tödlich.

Ich denke abwarten und gar nichts tun bringt nix. Zumindest
nicht mehr lange…

Habe ihm gestern noch was dazu gesagt. Hoffe er hat es endlich begriffen. Wenn nicht kann ich auch nichts mehr tun.

Liebe Grüße
Yvonne

MecFleih

Hallo Yvonne,

es ist der Lauf der Dinge, daß Beziehungen nicht immer und auf
Dauer funktionieren. Wenn Dein Freund den Dreh nicht findet,
kannst Du mit Engelzungen auf ihn einreden ohne was zu
erreichen. Da hilft Dir auch kein Psychologe weiter, denn das
eigentliche Problem bist ja wohl nicht Du. Er kann auch kein
Ersatz für ein gepflegtes Gespräch mit echten Freunden sein und
da liegt wohl DEIN Hauptproblem. So ohne Freundeskreis und liebe
Menschen, mit denen man plaudern kann ist das ja auch nix. Schon
garnicht bei Bezieehungsproblemen, für deren Lösung ich Dir alle
verfügbaren Daumen drücke. Ich wünsche Dir die Kraft, die
richtigen Entscheidungen zu treffen.

Liebe Grüße
Tommes

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Nimm so viel wie möglich Abstand von deinem Freund…deine Schilderung der Dinge kling für mich nach *Lagerkoller* auf beiden Seiten.

Wenn ein Paar erst kurze Zeit zusammenlebt ist die Umstellung für Mann und Frau sehr schwierig. Du Yvonne mußt erst abschätzen lernen wieviel *umsorgen* deinem Freund guttut. Seine unschlüssige Haltung ist ein *Warnschuß* und ein Hilfeschrei.
Nicht deine Selbstaufgabe macht dich zu einer guten Partnerin…sondern deine Ausgeglichenheit zwischen Ego und deiner Zuneigung zu deinem Partner. Du sollst auch nicht kämpfen müssen…dein Partner ist Mann genug eine richtige Entscheidung zu treffen…also laß locker und vertraue IHM…er hat dich geliebt…er liebt dich sicher noch…und wenn du ihm den Spielraum läßt…wird er dich immer lieben !

Nütze die nächste Zeit um dir einen Bekannent/Freundeskreis aufzubauen…gehe auf die Menschen zu…und nimm deinen Freund die Verantwortung… ALLEINE für dein Wohl zuständig zu sein.
Du darfst auch traurig und unausgeglichen deiner Umgebung entgegentreten. Ich habe tiefe Freundschaften geschlossen wenn ich das Gefühl hatte, nicht eine perfekte Puppe vor mir zu haben, sondern einen Menschen mit „Hochs und Tiefs“.

Also nicht verzweifeln…Kopf hoch !

Alles liebe wünscht dir
Kerbi

Hallo Yvonne,

ich kenne so etwas schon…

Mein Freund sagte vor ca. 2 Wochen, er weiss nicht, ob er mich
noch liebt. Ich hätte ihn ja so entäuscht (da ich sehr
geklammert habe und furchtbar unordentlich sei und so
nörgelig).

Ahaha… wenn man jemanden liebt, sieht man zwar seine Fehler, aber man akzeptiert sie udn weiss, man kann damit leben. Wenn er aber anfängt, sie vorzuwerfen…

Dagegen stehen mitlerweile folgende Aussagen:
es würde ihm weh tun, wenn ich ginge

Logisch, wem gefällt es, verlassen zu werden?

er will die Beziehung

Dann soll er was dafür tun

er will weiterhin mit mir aufwachen/einschlafen

schön bequem!

er hat Angst, mich zu verlieren

Das ist normal!

Berührungen sind im Moment nicht dasselbe wie früher
auf Sex hat er im Moment keine Lust

Das erste ist vor allem ein sehr schlechtes Zeichen!

Er hat sich völlig festgefahren.

Offensichtlich…

Ich denke wirklich, daß er
mich noch liebt.

Oder ist es ein Wunschdenken??

Wie kann ich ihm da raus helfen. Viel reden will er nicht. Das
würde ihm auf die Nerven fallen er wüßte halt selber nicht
usw.

Liebe Yvonne, ich sehe in dieser Situation nicht viele Chancen. Ich würde ihm klare Beduingungen stellen, falls er auch die Beziehung weiterführen will. er soll sich vor allem im Klaren sein, ob er dich WIRKLICH liebt.
An deiner Stelle würde ich dann, wenn er noch so schwankt, gehen. Ich weiss, dass es VIEL leichter gesagt ist als getan. Aber: willst du wirklich mit einem Mann zusammen sein, der NICHT weiss, OB er dich liebt??? Ich nicht.

Ich hoffe, dass es dir bald besser geht udn dass du deine Situation für dich positiv lösen kannst.

Liebe Grüße
Camilla

Nochmals hallo an Alle,

wollte mich auf diesem Weg mal kurz bei denen bedanken, die mir dazu geschrieben haben. Hat mir echt geholfen. Mal sehen wie es nun weitergeht. Werde aber nicht aufgeben (nicht mich und nicht die Beziehung).

Liebe Grüße
Yvonne