Hilfe, bin Bipolar und Depressiv, soll gekündigt

werden. Dieses hat mir mein Chef gestern mitgeteilt, ich habe ein Fax an eine andere Gesellschaft gefaxt (Versicherungsbranche). Ich bin seit der Trennung von meiner Frau bipolar, kaufe kaum ein, da kein Geld vorhanden, der medizinische Dienst hat mich nach 14 Wochen KH als voll berufsfähig eingestuft. Arbeite wieder seit dem 01.01.2010, mache permanente Fehler und stehe kurz vor der Kündigung. Ich bin in ein so tiefes Loch gefallen, dass ich weder ein noch aus weiss. Traue mich auch kaum zu sprechen, weil ich doch nur Fehler mache, ehrlich. Bitte helft mir. Das Gehalt kommt auch immer unpünktlich, meist mit einem bis zwei Monaten Verspätung, z.Zt. habe ich das November Gehalt nicht einmal. Ich bin extrem vergessslich und habe vor allem Angst, traue es mich jedoch nicht zuzugeben. Ich darf auch nichts mehr schreiben, soll die Kunden „über den Tisch ziehen“, ich kann das aber nicht so gut wie er, das möchte ich auch nicht. Frage nun ist: kann man sich zunächst einmal krank schreiben lassen ? geht das, bitte ? oder dem arzt alles erzählen ? oder ich traus mich kaum , auszusprechen, was kann ich noch ? bin ich es mir wert, so weiter zu leben ? hilfe, ich bin verzweifelt, bitte…danke, für eure zuschriften…gruss r.

Hallo!

Ich rate dir, zum Arzt zu gehen und über deine Probleme zu sprechen. Er wird dir höchstwahrscheinilch Medikamente verschreiben und dich zu einer Therapie schicken. Das solltest du auch machen, meiner Meinung nach.

Gruß
Dani

Hi,

bist Du in Behandlung wegen Deiner Probleme? Wenn nicht - begib Dich dorthin.

Evtl. ist eine stationäre Behandlung in einer Psychosomatischen Fachklinik der Weg, der Dir aus Deiner Misere hilft. Aber das kann nur ein Facharzt beurteilen - hier übers Internet wird Dir keiner helfen können - auch arbeitsrechtlich nicht. Das ist eh eine andere Baustelle.

Gruß,
Anja

Hallo,

Dein Post beinhaltet zwei Probleme

  1. ein medizinisches und

  2. ein arbeitsrechtliches

wobei das zweite offenbar mit dem ersten ursächlich zusammenhängt.

Arbeitsrechtlich hast Du eigentlich nur eine Chance, wenn Deine Erkrankung „aktenkundig“ wird. Solange das nicht ist, bringst Du schlicht und ergreifend Deine Leistung nicht und das berechtigt den Chef (bei Beachtung des Verfahrensweges) letztlich, Dich zu entlassen . . .

Du musst also zum Arzt - und zwar zum „richtigen“, also zu einem Arzt, der sich mit Deiner Erkrankung auskennt und der somit in der Lage ist, den Schergen des MD (Amtsarzt) Paroli zu bieten.

Geh´ also zu Deinem Hausarzt, schildere ihm Dein Leiden und bitte um Überweisung zu einem fähigen Facharzt. Dem gegenüber solltest Du ausführlich schildern, was (mit Dir und am Arbeitsplatz) los ist. Unter Umständen wird er Dir einen stationären Klinikaufenthalt oder eine ambulante psychiatrische Therapie vorschlagen - Du solltest ihm vertrauen (eine andere Wahl hast Du m. E. auch gar nicht) und seinen Empfehlungen folgen . . .

Wenn du bipolar bist…
…bist du logischerweise auch depressiv, denn bipiolar bedeutet, dass man depressive und manische Phasen hat.
Gruß,
Branden

Schade…
dass Ihro Gnaden oft mit seinem fachlichem Rat so hinterm Berge hält!

…bist du logischerweise auch depressiv, denn bipiolar
bedeutet, dass man depressive und manische Phasen hat.
Gruß,
Branden

Gruß, Flaschenpost

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…bist du logischerweise auch depressiv, denn bipiolar
bedeutet, dass man depressive und manische Phasen hat.

Hi,

möglicherweise würdest Du dem UP mehr helfen, wenn Du Dich etwas ausführlicher ausdrücktest?

Gruß S

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Hallo,

woher weißt Du, dass Du seit der Trennung bipolar bist? Alles was Du beschreibst ist lediglich depressiv.

Gruß, Niels

Hallo,
bezüglich der arbeitsrechtlichen Dimension Deiner Probleme solltest Du Dich dringend an den für Dich örtlich zuständigen Integrationsfachdienst wenden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Integrationsfachdienst

Die können Dich auch bereits vor bzw. während einer Antragstellung auf Schwerbehinderung bei beruflichen Problemen beraten und begleiten.
Der Antrag auf Schwerbehinderung ist bei Dir ebenfalls dringendst notwendig, falls noch nicht geschehen.

Im Übrigen kann Dich Dein AG nicht so ohne Weiteres krankheitsbedingt kündigen, solange er nicht seinen Präventionspflichten aus § 84 Abs. 2 SGB IX nachgekommen ist:
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/__84.html
(Es wird gerne übersehen, daß diese Vorschrift für alle AN gilt, nicht nur für Schwerbehinderte)

dass Ihro Gnaden oft mit seinem fachlichem Rat so hinterm
Berge hält!

Mir ist hier auch schon das Gegenteil vorgeworfen worden.
Es grüßt dich
Branden

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Hallo!

Gehe bitte sofort zu Deinem Hausarzt und erkläre ihm alles.

Er/Sie wird Dir helfen, Dich an einen Facharzt überweisen.

Ich wünsche Dir viel Mut und Kraft.

Liebe Grüße
Sin

Mir ist hier auch schon das Gegenteil vorgeworfen worden.

aber nicht vom Fragesteller oder? !!!

Grüße

Elmar