Hallo Einshoch:
Ich bin jetzt 22Jahre alt, seit einen halben Jahr verheiratet
und habe einen kleinen Sohn von 2Jahre.
ich brauch unbedingt mal eine neutrale
Beratung wo mir keiner was verkaufen will.
Such dir einen vertrauensvollen Versicherungsfachmann - ein guter Vertreter unserer Branche wird dich ehrlich und umfangreich über alle Möglichkeiten (nicht nur bei der eigenen Gesellschaft!) informieren.
Ich hab mir vor 2 Jahren, kurz nachdem ich nach Hamburg
umgezogen bin und zur Haspa gewechselt bin, von meiner
Beraterin eine Volksrente andrehen lassen. ( 30€+ jährlich 3%
mehr im Monat zahle ich da ein.
Wenn du die Volksrente fortsetzen willst, aber nicht die jährliche Steigerung (Dynamik) nutzen willst, musst du dem Schreiben, das dich jeweils zu Anfang des Jahres über die Beitragsanpassung informiert, widersprechen.
Diese hat mir denn eine Riesterrente angedreht und hatte mir
auch gesagt das die Volksrente gar nicht so toll is aber ich
sollte diese trotzdem weiter führen. Dort zahle ich auch nur
30€ ein, sollte eigendlich dieses Jahr noch angehoben werden.
Zunächst einmal Glückwunsch - super, dass du schon in so jungen Jahren vorsorgst.
Ich habe jetzt grade letzte Woche, womit ich noch vor einem
halben Jahr nie gerechnet hätte, eine unbefristete
Festanstellung von meinem Arbeitgeber erhalten. Von meiner
Firma wird auch eine Betriebsrente unterstützt (metal-rente
heißt diese).Unser Betriebratvorsitzennder hatte mit mir vor
kurzem geredet und mir dazu geraten diese abzuschließen.
Grundsätzlich ist die betriebliche Altersvorsorge eine gute Sache. Leider weiß ich nicht, wie hoch dein Bruttoeinkommen ist. Die Metallrente als betriebliche Altersvorsorge ist deshalb interessant, weil du die Beiträge zu ihr von deinem Bruttoarbeitslohn zahlst, der Nettounterschied zu deinem bisherigen Einkommen also geringer ist. Du sparst Steuern und Sozialversicherungsabgaben für den Beitrag. Falls du vermögenswirksame Leistungen bekommst, kannst du diese auch mit in die betriebliche Altersvorsorge fließen lassen - ansonsten musst du hierauf nämlich auch Sozialversicherungsabgaben und Steuern zahlen. Allerdings solltest du dich, bevor du dich zur Metallrente entschließt, genau informieren lassen, welchen Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge dein Arbeitgeber nutzt. Dies ist wichtig, falls du z.B. mal den Arbeitsplatz wechseln solltest. Bietet dein Arbeitgeber z.B. eine Direktversicherung an, kannst du deinen Vertrag problemlos zum anderen Arbeitgeber mitnehmen, bei anderen Durchführungswegen könnte es schwieriger werden. Also INFORMIEREN LASSEN und NACHFRAGEN!
Seit einiger Zeit wird uns jedesmal wenn wir bei unser
Hasperberaterin sind immer Schrott angeboten zb. Zusatz
Krankenversicherung, Risikoversicherung und
Unfallversicherung. Mit sehr schlechten Konditionen. Ich frag
mich langsam, ob meine beiden Zusatzrentenversicherungen auch
so schlecht sind, da ich damals garnicht mit anderen Anbietern
verglichen habe.
Du kannst dir Riesterangebote von anderen Anbietern einholen und wenn du möchtest, dein bisheriges Guthaben zu einem anderen Anbieter wechseln. Allerdings fallen dafür Kosten an. Da dein Riestervertrag noch nicht allzu lange läuft, kann es sich unter Umständen lohnen, die Kosten in Kauf zu nehmen, wenn die Rendite später viel besser ist. Immerhin läuft dein Vertrag noch ganz schön lange. Dieser Schritt sollte aber IMMER gut überlegt werden.
Meine Frau und ich haben vor kurzem uns entschlossen in den
nächsten 2-3 Jahren ein Haus zu bauen(haben 2 Immobilien
geerbt). Ich habe mit einigen Mitarbeitern, bei mir in der
Firma gesprochen und gefragt ob sie den auch diese Metal-rente
haben. Ich bekam überall die gleiche Antwort, das ein Haus
doch die beste Altervorsorge ist. Den der große Nachteil
bleibt ja wenn man vorzeitigt stirbt ist das Geld weg, bei der
Zusatzrentenversicherung meine Frau würde nix bekommen.
Wenn du versterben solltest und deine Frau auch einen Riestervertrag hat, kann dein Guthaben aus deinem Vertrag auf sie übertragen werden. Wichtig ist dafür, dass sie selbst auch schon einen kleinen Vertrag hat. Den gibts ja schon ab 10€ im Monat und sie bekommt dann auch jährlich die 154€ Zulage. Mit dem Riester kannst du eigentlich gar nichts falsch machen, weil du mittlerweile dank des Eigenheimrentengesetzes sogar die Möglichkeit hast, ein Darlehn mit den Riesterbeiträgen und Zulagen zu finanzieren.
Bei der betrieblichen Altersvorsorge gibt es die Möglichkeit, einen Todesfallschutz mit einzubauen (Direktversicherung). Erkundige dich da doch mal genau.
Zu allen Überfluss, habe ich grade heute in der ZDF-mediathek
beim Frontal 21 gucken (vom 11.11.08), einen Beitrag gesehen
wo erklärt wird wie schlecht die Riesterrenten eigendlich
sind. Das man mindestens 87 Jahre alt werden muss um keine
Verluste zu machen und 94 Jahre alt um den garanterten Zins zu
bekommen.
In Frontal wurde als Beispiel ein bereits 50jähriger Mann für die Berechnung genommen. Tatsache ist, dass du momentan für 360 € im Jahr eine Zulage vom Staat (für dich und deinen Sohn) von 339 € erhälst. Allerdings musst du beachten, dass du die volle Zulage nur bekommst, wenn du mindestens 4% von deinem Bruttojahreseinkommen im Jahr abzüglich der Zulage sparst. Das heißt für dich, wenn du jetzt in deiner Festanstellung mehr als 17475 € im Jahr verdienst, reichen die 30€ im Monat nicht, um die vollen 339 € Zulage zu bekommen. Auch hier solltest du dich nochmal beraten lassen.
Nun weiß ich nicht mehr was ich machen soll. Ich war schon am
überlegen die Volksrente in die Tonne zu schmeißen und zu
kündigen. Mir dann die Betriebsrente zu holen, da hier mein
Arbeitgeber noch einiges reinsteckt. Oder halt nachdem was ich
jetzt gehört habe die beiden bestehen Verträge auf Sparflamme
mit ca. 60€ monatlich weiterlaufen zu lassen und mehr in das
Eigenheim zu investieren.
Mein Tipp: Behalte die Riester und passe sie evt. deinem Bruttoeinkommen an oder schließe einen kleinen Riester für deine Frau (ist sie berufstätig?) ab und gib ihr die Zulage für euren Sohn - vielleicht auch bei einem anderen Anbieter. Darüber hinaus solltest du - wenn es deine finanzielle Situation zulässt - die betriebliche Altersvorsorge nutzen (vor allem, wenn dein Arbeitgeber auch noch was dazu tut!)am besten mit deinen Vermögenswirksamen Leistungen zusammen. Um unsere spätere Rente zu sichern muss man leider früh anfangen zu sparen und dabei alles an staatlichen Förderungen mitnehmen, was geht.
Ich würd mich sehr darüber freuen wenn mir jemand hierzu einen
Rat geben könnte.
Für eine individuelle Beratung bräuchte ich noch mehr Angaben von dir (Bruttoarbeitslohn etc.). Ist nur die Frage, ob das in einem öffentlichen Forum Sinn macht. Also: Such dir einen kompetenten Berater deines Vertrauens!!!