Hallo, hat jemand ähnliche Erfahrungen und kann helfen mit Rat?
Mein Sohn ist 7 Jahre alt, in der 1. Klasse und überaus ehrgeizig. Das geht soweit, das er Dinge, von denen er glaubt (!) sie nicht „so gut“ zu können erst gar nicht versucht (auch in der Schule). Damit steht er sich ständig selbst im Weg und verpaßt die meisten Dinge, die eigentlich so richtig Spaß machen. Wie bringe ich ihm bei auch mal über sich selbst zu lachen, wenn mal was daneben geht und- daß man nicht überall der beste sein kann???
Hallo, hat jemand ähnliche Erfahrungen und kann helfen mit
Rat?
Mein Sohn ist 7 Jahre alt, in der 1. Klasse Wie bringe ich ihm bei auch mal über sich selbst zu
lachen, wenn mal was daneben geht und- daß man nicht überall
der beste sein kann???
hallo Pia
Ähnliche Erfahrungen wie du hab ich nicht(noch nicht?)
Meine Tochter, 4 1/2 wird von mir immer ordentlich beschwatzt, alles auszuprobieren, was sie dann meistens auch tut.
Glücklicherweise schaffe ich es ganz gut einzuschätzen was sie hinbekommen könnte und was nicht. So macht sie mit Papas Schnapsideen meist gute Erfahrungen.
Um ihr ihr Angst vor „Niederlagen“ und Fehlschlägen zu nehmen, achte ich darauf, das sie mitbekommt, was mir, ihren Papa, so alles passiert, das es nicht schlimm ist mal etwas nicht hinzubekommen, und man am besten darüber lacht.
( ist aber manchmal nicht leicht, kichernd irgendwo zu sitzen, wenn einem fürchterlich der Hintern weh tut )
Meinen Abflug beim Schittschuhlaufen im Winter erzählt sie noch immer mit Begeisterung, und der blaue Fleck vom Inleinern vor ein Paar Tagen sorgte auch für einige Erheiterung.
So, meine ich, lernt sie, dass all das nichts schlimmes ist, und man nicht gleich aufgeben darf. Fehlschläge eben dazugehören. Die muß man wegstecken und weitermachen, bis es klappt.
Grüße aus Göttingen
uwe
Spielen!
Hallo Pia,
ich hab damit keine Erfahrungen, aber mir ging grad folgende Idee durch den Kopf: vielleicht könntest Du mal versuchen, mit Deinem Sohn die Regeln auf den Kopf zu stellen und ein Spiel zu erfinden, bei dem es gerade darum geht, etwas nicht richtig, langsamer als die anderen o.ä. zu machen… Mir fällt jetzt nichts konkretes ein, aber vielleicht hat jemand anders noch eine Idee? Vielleicht gemeinsam eine Fortsetzungsgeschichte erfinden, bei der nichts der Realität entsprechen darf?
Sylvia
Hallo, hat jemand ähnliche Erfahrungen und kann helfen mit
Rat?
Mein Sohn ist 7 Jahre alt, in der 1. Klasse und überaus
ehrgeizig. Das geht soweit, das er Dinge, von denen er glaubt
(!) sie nicht „so gut“ zu können erst gar nicht versucht (auch
in der Schule).
Das hört sich aber nicht nach „ehrgeiz“ an, sondern eher nach „Unlust allgemein“.
Vielleicht versuchst Du ihm mal diejenigen Dinge die er nicht machen mag anders zu erklären als er sie angeboten bekommt.
Bsp.: Er soll zum Beispiel „Ö’s“ schreiben.
Dann sagt er vielleicht „nee, mag ich nicht!“ (Du denkst, vielleicht mag er sie nicht schreiben weil die Kuller immer schief werden…mütterliche Entschuldigung für das Verhalten Deines Sohnes)
dann sagst Du zu ihm: o. k. dann malen wir jetzt „achten“ also
„8“. Das könnte wenn theoretisch das mit den Ö’s wegen der Kuller nicht gut klappt, das besser klappen weil hier die Kuller einfacher bei entstehen.
Wenn er damit einverstanden ist, dann nehmt Ihr danach einen Radiergummi / oder Tipp-ex oder Tintenkiller und malt einfach den einen Kringel weg.
So. Nun habt Ihr schon „O’s“.
Tja, und die Pünktchen draufzusetzen ist ja nicht so schwer.
Das war jetzt ein wenig zu ausführlich, aber als Beispiel wie man was anders erklären kann geht es wohl.
Wenn er was nicht „machen“ möchte, kann das eben auch daran liegen, dass er’s einfach nicht richtig verstanden hat…
Und dann natürlich noch…
Wie bringe ich ihm bei auch mal über sich selbst zu
lachen, wenn mal was daneben geht und- daß man nicht überall
der beste sein kann…
Natürlich nur VORMACHEN! und nicht zuviel von ihm erwarten!.
Tschuess
Carmen
Selbsteinschätzung?
Wie gehst Du an Probleme ran, machst Du alles möglichst perfekt, mäkelst rum, wenn was nicht genau so ist wie Du es haben willst?
Kinder kopieren die Eltern, auch die nicht so schönen Seiten.
Mein Großer (4) schimpfte gerne laut und ausdauernd, wenn was nicht klappt. Als meine Frau mir sagte: „ganz der Herr Papa“ wollte ichs nicht wahrhaben. Aber als ich in einer ruhigen Minute in mich gegangen bin, mußte ich mir zugeben, daß dem so ist.
Da hab ich mir meinen Großen genommen und wir haben zusammen beschlossen, in Zukunft nicht mehr so viel zu fluchen. Bisher klappts und wenn es bei mir durchgeht, kriege ich einen grinsenden Verweis vom Sohn.
Gandalf
Oje, Selbsteinschätzung ist immer schwierig. Aber grundsätzlich magst du schon Recht haben. Wir sind z.B. alle völlig chaotisch veranlagt, und ich bin immer die erste, die es nicht mehr erträgt. Ehrgeiz sagt man mir auch nach- aber ich kann auch über mich selbst lachen.
Da muß ich mal den Rest der Familie fragen…
Danke Gandalf-
Gruß
Pia
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Hallo Carmen,
daran liegt´s nicht. Er ist völlig kopflastig, hat sich das Lesen selbst beigebracht (KiGa), meldet sich für Schachkurse in den Ferien an usw.
Es gelingt ihm eigentlich alles (wenn er es versucht)- aber er traut sich nicht, weil er Angst hat die anderen lachen ihn aus-das sind dann die eher körperlichen Aktionen wie z.B.Bundesjugendspiele.
Hinzu kommt, das er Dinge mit sich herumschleppt und man wirklich schon sehr lange an ihm arbeiten muß bis er solche Sachen wie mit der Angst, überhaupt zugibt.
Ich lach selbst übrigens sehr gerne und meine Familie auch immer gerne über mich. Bin wirklich gut im Kleckern…
Gruß
Pia
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gute Idee, das probier ich…da machen die Anderen bestimmt auch mit.
Ciao Pia
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Um ihr ihr Angst vor „Niederlagen“ und Fehlschlägen zu nehmen,
achte ich darauf, das sie mitbekommt, was mir, ihren Papa, so
alles passiert, das es nicht schlimm ist mal etwas nicht
hinzubekommen, und man am besten darüber lacht.
Ja, das mach ich auch immer.(Sehr zur Freude der beiden jüngeren, die dann denken alles sei komisch, z.B auch die Essenschlacht oder so…)
-Es ist ein sehr ernsthaftes Kind,ein absoluter Logiker und immer in Gedanken mit kniffligen Rätseln, offenen Fragen- halt Wissenserweiterung- beschäftigt.
Aber das was du sagst hilft auf jeden Fall. Grundsätzlich- Letztendlich ist es so, daß man (oder frau natürlich)
umso mehr lachende und freundliche Gesichter um sich hat je mehr man über sich selbst lachen kann, oder?
Ciao,
Pia
Hallo Pia.
Dann ist es doch ganz klar, dann ist er ein „Begabten-Fall“ mir fällt jetzt grad das passende Wort nicht ein, (ist das Hochbegabte?)aber da gibt es doch auch Gruppen und soweit ich weiß extra Schulklassen für Begabte, die schon vieles können und im Lernen viel weiter sind.
Dadurch ist das Kind dann unterfordert was ja mindestens genauso schlimm ist wie überfordert…
Erkundige Dich mal in der Richtung, vielleicht weiß jemand hier den Ausdruck dafür?!
Gruss Carmen
Hi Pia,
ich glaube, dass Carmen Recht haben könnte, nämlich, dass dein Sohn Hochbegabt ist. Ich habe zwar selbst keine Erfahrung mit Hochbegabten Kindern, aber ich habe schon einiges darüber gelesen.
Hier ist eine Checkliste:
Checkliste „Hochbegabung“
Ein kleiner Ratgeber für Eltern und Lehrer
Mein Kind …
hat einen ungewöhnlich großen Wortschatz.
hat in einzelnen Bereichen ein sehr hohes Detailwissen.
denkt schnell und selbständig und löst gerne Rätsel.
denkt kritisch, unabhängig und wertend.
kann außergewöhnlich gut beobachten.
ist bei Routineaufgaben leicht gelangweilt.
geht nicht um jeden Preis mit der Mehrheit.
sucht sich seine Freunde häufig unter Älteren.
Ist mein Kind …
… hochbegabt?
Ich bin mir nicht ganz sicher …
Kurze Checkliste für Eltern und Lehrer
Lernen und Denken
Das Kind hat in einzelnen Bereichen ein sehr hohes Detailwissen.
Sein Wortschatz ist für sein Alter ungewöhnlich groß.
Es kann sich Fakten schnell merken.
Es durchschaut sehr genau Ursache-Wirkung-Beziehungen und kann leicht
gültige Verallgemeinerungen herstellen.
Es kann außergewöhnlich gut beobachten.
Es liest viel von sich aus.
Es gibt zu erkennen, dass es kritisch, unabhängig und wertend denkt.
Arbeitshaltung und Interessen
Es interessiert sich für viele „Erwachsenenthemen“ wie Philosophie,
Umweltfragen, Sexualität, Gerechtigkeit in der Welt etc.
Es arbeitet gerne unabhängig, um ausreichend Zeit für das eigene
Durchdenken eines Problems zu haben.
Es löst Aufgaben mit einem Minimum an Anleitung und Hilfe durch
Erwachsene.
Es geht in bestimmten Problemen völlig auf.
Es ist mit seinem Tempo oder Ergebnis nicht schnell zufriedenzustellen.
Es ist selbstkritisch.
Soziales Verhalten
Es beschäftigt sich viel mit Begriffen wie Recht/Unrecht, Gut/Böse.
Es akzeptiert keine Meinung von Autoritäten, ohne sie einer kritischen
Prüfung zu unterziehen.
Es geht nicht um jeden Preis mit der Mehrheit.
Es sucht sich seine Freundschaften bevorzugt unter Gleichbefähigten, oft
Älteren.
Es neigt schnell dazu, über Situationen zu bestimmen.
Es kann sich in andere einfühlen und ist daher politischen/sozialen
Problemen gegenüber aufgeschlossen.
Achtung:
Natürlich handelt es sich bei solchen Checklisten nur um bescheidene und nicht
immer zufriedenstellende Hilfsmittel. So kommen etwa diese Merkmale
gelegentlich nicht zum Tragen, wenn Umwelt und Motivation beeinträchtigt sind,
oft sind nicht alle diese Eigenschaften ausgeprägt usw.
(Quelle: Mensa, Österreich)
gefunden auf http://members.tripod.de/PfiffiKids/
Außerdem gibt es auch eine Broschüre zu dem Thema, die du hier bestellen kannst:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
„Begabte Kinder finden und fördern“
Ein Ratgeber für Eltern und Lehrer
1999, 96 Seiten, kostenlos
[email protected]
Weitere Literatur findest du hier:
http://www.dghk.de/litlist.html
Ciao
Magenta
P.S. Ich bin zwar nicht hochbegabt, aber ich kenne das Problem von mir selbst, dass ich Sachen oft gar nicht erst anfange, weil ich Angst habe, dass sie nicht so perfekt werden, wie ich es gerne hätte. Das ist so ein Hang zum Perfektionismus, mit dem ich mir oft selbst den Weg verbaue. Einen guten Tip kann ich aber leider auch nicht geben!
kenne ich - habe auch so eine tochter…die hatte in der grundschule ähnliche probleme „sich selbst im weg zu stehen“ vor lauter eigenem ehrgeiz
bei uns hat es geholfen, immer wieder dazu zu ermuntern es auszuprobieren… wenn nicht in der schule, dann eben zuhause…„komm lass es uns gemeindsam versuchen…“ und dann einfahc nur dazusetzen und dabeisein!
es ist einfach ein erfahrungswert, den die kinder machen -im laufe der zeit- und je mehr sie erfahren um so erfahrener werden sie…also einfach weiter machen und probieren lassen UND vor allem viel,viel loben auch bei sog.„nur“ Teilerfolgen…liebe und lob ist das A und O in der Erziehung…
Wie bringe ich ihm bei auch mal über sich selbst zu
lachen, wenn mal was daneben geht und- daß man nicht überall
der beste sein kann???
SORRY-aber darüber kann (so) ein kind nicht lachen…
warum auch?!
ist es denn lächerlich wenn ich etwas versuche und es nicht ganz hinhaut???
LACHT viel und ordentlich über alle lustigen Sachen…die sonst so passieren - aber in so einer Situation ist doch eher ein liebevoller Knutscher angesagt…mit den Worten „das wird schon werden - irgendwann packst du es…(aufmunternd und mutmachend gesprochen)“
ich hoffe ich habe dir und deinem „seelchen“ ein wenig hilfestellung geben können…ansonsten mail mich an
Hallo Magenta,
sorry für das späte feedback,hab´s nicht eher geschafft…
Danke für die ausführliche Beschreibung!
In der Tat die Punkte treffen alle 100% zu. Ich werde mich jetzt mal mit deinen links beschäftigen.
Lieben Gruß
Pia
kenne ich - habe auch so eine tochter…die hatte in der
grundschule ähnliche probleme „sich selbst im weg zu stehen“
vor lauter eigenem ehrgeiz
Wie alt ist deine Tochter jetzt?
Ist es besser geworden?
SORRY-aber darüber kann (so) ein kind nicht lachen…
warum auch?!
Wahrscheinlich hast du recht, ist vielleicht zuviel verlangt
Vielen Dank für deine Tipps!
Gruß
Pia