Hilfe! Erkennung zum Mobbing!

Hallo,

seit zwei Jahren muss ich mir Mobbing-Attacken von meinen zwei bis drei Kolleginnen (Olga, Sabine und Christine) an tun.

Hier ein paar Beispiele:
Im November/Dezember 2009 habe ich mit meinen Kollegen meinen Urlaub vom 02.08.2010 - 13.08.2010 abgesprochen und sie hatten zugestimmt. Ich hatte für diesen Zeitraum eine Flugreise geplant und ihnen war bekannt, dass ich sonntags fliege. Während einer Abwesenheit haben Olga und Sabine im Kalender ihren Urlaub gleich ab Montag, den 16.08.2010 ohne Absprache mit mir eingetragen. So hätte montags jemand ihre Vertretung machen müssen. Da ich wie immer nach dem Urlaub noch einige Tage Erholung brauche und in diesem Fall erst einen Tag vor Arbeitsbeginn wieder in Deutschland landen würde, hatte ich vorgesehen, den 16.08.2010, auch noch freizunehmen. Da sich das allerdings mit dem freien Tag von Olga und Sabine überschneiden würde, habe ich Nadine aus Essen als Controlling-Vertretung vorgeschlagen. Die Vertretung willigte im Vorfeld über die Tätigkeiten von Olga und Sabine ein. Die Abteilungs-Assistentin, Christine, war anscheinend angesichts ihrer alleinigen Anwesenheit am Standort skeptisch und schlug mir vor für Nadine in Notfällen per Geschäftshandy erreichbar zu sein und das Notebook mitzunehmen, das für mich in Ordnung gewesen wäre. Danach waren Olga und Sabine stark darauf besessen, dass die Controllings doch erst von mir am Dienstag gemacht werden – so wäre die Vertretung von Nadine und meine Notfallbereitschaft aus meiner Sicht hinfällig gewesen, da auch gegenüber mir niemand mehr etwas bezüglich Heimarbeit erwähnte. So beantragte ich sorgenlos meinen Urlaub und ließ auch am letzten Arbeitstag mein Notebook auf Arbeit. Abends finde ich in meinem sozialen Netzwerk Nachrichten von Christine, dass sie gedacht hätte, ich wäre montags in der Heimarbeit und für Notfälle auf dem Geschäftshandy erreichbar – ich solle morgen Olga auf der Arbeit anrufen. Am nächsten Tag erreichte ich Olga auf dem Geschäftstelefon. Sie hat mich stets im lauten Ton angefahren und zig-mal „Hanna“ in das Telefon geschrien. Schon angesichts der Tatsache fühlte mich nicht wohl, da Olga im Sekretariat sitzt, sich immer Mitarbeiter dort aufhalten und auch das Chef-Zimmer daneben befindet. Sie schrie mich weiterhin an, ich könnte mir doch denken, dass eventuell dringende Sachen in die Outlookpostfächer kommen. Vorher ging es meinen Kolleginnen nie über die Aufgaben in den Postfächern und darüber hatte auch nie jemand etwas erwähnt, sondern es ging ihnen nur um die Sicherstellung der Controlling-Vertretung. Weiterhin sagte sie, dass ich meinen Rückflug hätte anders legen können und sie so oft auf meinen Urlaub Rücksicht nehmen würden. Dabei sah sie aber nicht, dass sie und Sabine ihren Urlaub ohne Absprache mit mir im Anschluss eintrugen und ich es nur durch Zufall sah. Sie motzte weiter, dass sie ihren Urlaubstag am Montag streichen würde. Ich erwähnte, dass ich bereits wissen würde, dass sie alle etwas gegen mich haben – daraufhin sagte sie im Gespräch und auch nach ihrem Urlaub nichts.

Weitere:

  • Unterstellung der Erfassung von falschen Arbeitszeiten
  • Nach Anmerkungen zu meinem Zwischenzeugnis drohte mir mein Chef mit einer Abmahnung
  • Hinter meinem Rücken wird erzählt, dass ich angeblich schlechte Leistungen erbringe – vom direkten Gerüchteverbreiter habe ich darüber kein Wort gehört
  • Werde nicht über das Einarbeiten von neuen Mitarbeitern informiert – werde eigentlich generell nicht informiert, bekomme immer alles durch Zufall mit
  • Über Abteilungsessen werde ich nicht informiert oder eingeladen – es wird sogar im Nebenzimmer gegessen und die Türe einfach geschlossen!

So nun zu meiner Frage…
Ich hatte heute ein Zwischengespräch/Mitarbeitergespräch mit meinem ehemaligen Führenden aufgrund von Umstrukturierungen. Er meinte im Gespräch, dass er das Gefühl hat, dass zwischen meinem Team und mir die Kommunikation nicht passt. Später hat er konkret die Urlaubsüberschneidung im August genannt und es so hingestellt, dass ich die alleinige Schuldige wäre. Sorry, aber da konnte ich nicht mehr mit meinem Mobbinggeheimnis alleine bleiben. Ich habe ihm die Wahrheit erläutert (siehe ausführliches Mobbing oben) und zwischendurch musste ich sogar weinen. Mein ehemaliger Chef, mit dem ich das Zwischengespräch führte, meinte, dass er gerne meinen neuen Chef damit konfrontieren und man mich eventuell aus dem Team herausnehmen kann – das solle ich mir aber bis Montag noch überlegen. Ich will aber nicht, dass mein neuer Chef meine Kolleginnen zur Rede stellt – denn dann weiß es die gesamte Firma (sie können nichts für sich behalten). Klar würde ich gerne aus dem Team gehen, wenn es denn funktioniert.

Ich wollte immer vermeiden, dass es irgendjemand aus der Firma erfährt um den Gesprächen zur Problemlösung im Team aus dem Weg zu gehen. Denn dadurch wird das Ganze bestimmt erst noch schlimmer und in den Gesprächen würde ich immer als Einzelperson da stehen, die sich gegen mehrere Personen verteidigen muss. Vielleicht versteht ihr was ich meine.

Wie soll ich jetzt weiter verfahren? Ich bin momentan noch richtig down und weiß nicht, ob ich das alles nochmal meinen neuen Chef erzählen kann… das Thema bringt mir Tränen in den Augen.

Danke für Eure Hilfe.

Hallo,

es wäre sicher ungünstig, das team zu verlassen; besser ist es immer, die Probleme „vor Ort“ zu lösen. Es könnte sonst sein, dass Dich das wieder einholt.

Eine Möglichkeit wäre, wenn alle an einen Tissch kämen und ein moderiertes Gespräch entstehen könnte, um zu klären, wie Ihr wieder zusammen (statt gegeneinander) arbeiten könntet.
Vor allem, wenn Du schon 2 Jahre das Gefühl hast, dass die Kolleginnen Dich ausgrenzen, sollte wirklich endlich eine Klärung stattfinden… man wird ja empfindlich und interpretiert immer mehr aus einer solchen verletzten Position heraus, gießt also - ohne es zu wollen - auch selbst Öl ins Feuer?!

Was solche Üngereimtheiten bei Urlaubsgeschichten angeht: Wieso wird das nicht schriftlich festgehalten? Dukumentieren ist manchmal (manchmal auch öfers:smile: sinnvoll, um erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen?

Wie soll ich jetzt weiter verfahren?

Ruhig und besonnen, so schwer es auch sein mag.

Ich bin momentan noch
richtig down und weiß nicht, ob ich das alles nochmal meinen
neuen Chef erzählen kann… das Thema bringt mir Tränen in den
Augen.

Könnte sich merkwürdig ausnehmen, wenn Du den Neuen gleich damit behelligst, Du würdest seit zwei Jahren gemobbt?

Falls noch nicht geschehen: Wende Dich besser (zunächst) direkt an die Damen und spreche sie darauf möglichst sachlich an. Benutze nicht den Begriff „Mobbing“! Vielleicht fängst Du mit der Urlaubsverwirrung an… sage, Du würdest gerne nochmal klären, was da schief gelaufen sei, also eher vorerst die neutrale Ausdrucksweise:smile:
Wenn dann Kritik kommt, lass es erstmal geschehen und gehe darauf ruhig ein. Nur so kannst Du erwarten, dass sie auch bereit sein werden, Deine Sichtweise entgegen zu nehmen:smile:

MfG
Istiden

Korrektur:
Dukumentieren - „Dokumentieren“
Istiden

Hallo,

seit zwei Jahren muss ich mir Mobbing-Attacken von meinen zwei
bis drei Kolleginnen (Olga, Sabine und Christine) an tun.

Bist Du sicher, dass das Problem nur bei den anderen liegt? Ich kenne Euch ja alle nicht, aber beim Durchlesen klingt es mir eher nach Missverständnissen, Fehlkommunikation, also kurz: nach Problemen, die niemals nur bei einer Beteiligten liegen.

Schau mal:

Hier ein paar Beispiele:
Im November/Dezember 2009 habe ich mit meinen Kollegen meinen
Urlaub vom 02.08.2010 - 13.08.2010 abgesprochen und sie hatten
zugestimmt. Ich hatte für diesen Zeitraum eine Flugreise
geplant und ihnen war bekannt, dass ich sonntags fliege.
Während einer Abwesenheit haben Olga und Sabine im Kalender
ihren Urlaub gleich ab Montag, den 16.08.2010 ohne Absprache
mit mir eingetragen.

Der 13.8. war ein Freitag. Du hast bis zu diesem Tag Urlaub angemeldet. Am darauffolgenden Montag haben die nächsten ihren Urlaub angemeldet. Das ist doch ok? Wenn Du Deinen Urlaub bis zum 16.8. angemeldet hättest, hätten Deine Kolleginnen offenbar bis zum 17.8. warten müssen (was allerdings blöd wäre, denn meistens will man doch schon am Wochenende in den Urlaub starten.)

Aber egal, was wer jetzt lieber mag: Wenn Du ihnen sagst, dass Du Deinen Urlaub bis zum 13.8. nimmst, dann ist es völlig ok, wenn die nächsten ihren Urlaub dann unmittelbar im Anschluss nehmen.

So hätte montags jemand ihre Vertretung
machen müssen. Da ich wie immer nach dem Urlaub noch einige
Tage Erholung brauche und in diesem Fall erst einen Tag vor
Arbeitsbeginn wieder in Deutschland landen würde, hatte ich
vorgesehen, den 16.08.2010, auch noch freizunehmen.

Hattest Du ihnen das im Vorfeld gesagt? Oder dachtest Du, sie wüssten automatisch, dass, wenn du Urlaub bis zum 13.8. planst, dass Du dann noch einige Tage mehr brauchst? (–> falls ja, finde ich ganz persönlich, dass Du etwas zu viel verlangst.)

Da sich
das allerdings mit dem freien Tag von Olga und Sabine
überschneiden würde, habe ich Nadine aus Essen als
Controlling-Vertretung vorgeschlagen. Die Vertretung willigte
im Vorfeld über die Tätigkeiten von Olga und Sabine ein. Die
Abteilungs-Assistentin, Christine, war anscheinend angesichts
ihrer alleinigen Anwesenheit am Standort skeptisch und schlug
mir vor für Nadine in Notfällen per Geschäftshandy erreichbar
zu sein und das Notebook mitzunehmen, das für mich in Ordnung
gewesen wäre.

Gut, das klingt nach Notlösung, mit der wohl keiner so richtig glücklich war.

Danach waren Olga und Sabine stark darauf
besessen, dass die Controllings doch erst von mir am Dienstag
gemacht werden –

Heisst das, dass Nadine dann gar nicht kam und am Montag der Arbeitsplatz unbesetzt war? Oder heisst es, dass Nadine kam, um irgendetwas zu machen, den Arbeitsplatz zu besetzen (was auch immer dort anliegt: Hotline, Telefondienst, Routinearbeiten,etc.) ?

so wäre die Vertretung von Nadine und meine
Notfallbereitschaft aus meiner Sicht hinfällig gewesen, da
auch gegenüber mir niemand mehr etwas bezüglich Heimarbeit
erwähnte.

Könnte ein einfaches Missverständnis sein. sie erwähnen es nicht mehr, weil sie davon ausgehen, dass es ausgemachte Sache ist. Du schliesst daraus, dass die Verabredung somit rückgängig gemacht wurde. Sollte man nicht das Rückgängig-machen extra verabreden? Ich würde immer denken, dass Verabredungen solange gelten, bis alle Beteiligten explizit verabreden, dass sie nicht mehr gelten.

Ok, die Bewertung hängt wohl davon ab, ob Nadine nun kam oder nicht, ob Dein Arbeitsplatz so gestrickt ist, dass er ohne Schäden für die Firma einen Tag unbesetzt sein kann, oder ob zwingend immer jemand da sein sollte.

So beantragte ich sorgenlos meinen Urlaub und ließ
auch am letzten Arbeitstag mein Notebook auf Arbeit. Abends
finde ich in meinem sozialen Netzwerk Nachrichten von
Christine, dass sie gedacht hätte, ich wäre montags in der
Heimarbeit und für Notfälle auf dem Geschäftshandy erreichbar
– ich solle morgen Olga auf der Arbeit anrufen.

Wollte Olga nicht ab 16.8. in Urlaub sein? Musste sie ihren Urlaub wegen Dir verschieben?

Am nächsten
Tag erreichte ich Olga auf dem Geschäftstelefon. Sie hat mich
stets im lauten Ton angefahren und zig-mal „Hanna“ in das
Telefon geschrien. Schon angesichts der Tatsache fühlte mich
nicht wohl, da Olga im Sekretariat sitzt, sich immer
Mitarbeiter dort aufhalten und auch das Chef-Zimmer daneben
befindet. Sie schrie mich weiterhin an, ich könnte mir doch
denken, dass eventuell dringende Sachen in die
Outlookpostfächer kommen.

Der Montag war also offenbar ein Chaos, weil Du wider der vorigen Verabredungen nicht erreichbar gewesen warst.

Vorher ging es meinen Kolleginnen
nie über die Aufgaben in den Postfächern und darüber hatte
auch nie jemand etwas erwähnt, sondern es ging ihnen nur um
die Sicherstellung der Controlling-Vertretung. Weiterhin sagte
sie, dass ich meinen Rückflug hätte anders legen können und
sie so oft auf meinen Urlaub Rücksicht nehmen würden.

Könnte Letzteres nicht stimmen?

Dabei
sah sie aber nicht, dass sie und Sabine ihren Urlaub ohne
Absprache mit mir im Anschluss eintrugen und ich es nur durch
Zufall sah.

Also ehrlich: das würde ich genauso machen, ohne Mobbing und jede böse Absicht. Wenn meine allerliebste Kollegin und persönliche Freundin mir sagt, dass sie bis Freitag, den 13.8. in Urlaub fahren will, dann würde ich immer davon ausgehen, dass ab Samstag, 14.8. die nächste in Urlaub kann. Du musst bedenken, dass Deine Kolleginnen nicht 1, sondern 3 Urlaubstage weniger haben, wenn sie nicht Samstag sondern erst Dienstag los kommen.

Sie motzte weiter, dass sie ihren Urlaubstag am
Montag streichen würde.

Trifft das meine Vermutung, dass sie eigentlich am Wochendende hatte losfahren wollen?

Ich erwähnte, dass ich bereits wissen
würde, dass sie alle etwas gegen mich haben – daraufhin sagte
sie im Gespräch und auch nach ihrem Urlaub nichts.

Was hätte sie sagen sollen? Dass sie etwas gegen Dich hat? dass sie nichts gegen Dich hat? Dass sie glücklich ist, ihren urlaub zu verkürzen? - Ganz ehrlich, ich könnte mir vorstellen, dass es tatsächlich schwierig ist, mit Dir zu arbeiten.

Weitere:

  • Unterstellung der Erfassung von falschen Arbeitszeiten
  • Nach Anmerkungen zu meinem Zwischenzeugnis drohte mir mein
    Chef mit einer Abmahnung
  • Hinter meinem Rücken wird erzählt, dass ich angeblich
    schlechte Leistungen erbringe – vom direkten
    Gerüchteverbreiter habe ich darüber kein Wort gehört

Vielleicht denkt er, dass Du ihm nur antwortest, dass sowieso alle immer etwas gegen Dich haben?

  • Werde nicht über das Einarbeiten von neuen Mitarbeitern
    informiert – werde eigentlich generell nicht informiert,
    bekomme immer alles durch Zufall mit
  • Über Abteilungsessen werde ich nicht informiert oder
    eingeladen – es wird sogar im Nebenzimmer gegessen und die
    Türe einfach geschlossen!

Das heisst, sie rechnen nicht wirklich mit Dir. Das muss aber kein böser Wille der Umgebung sein. Vielleicht haben sie auch schlechte Erfahrungen mit Dir in der Vergangenheit gemacht. (Dass Du z.B. Zusagen nicht einhälst, dass Dir Dein Urlaub wichtiger ist, als der der Kolleginnen oder das Funktionieren der Firma).

So nun zu meiner Frage…
Ich hatte heute ein Zwischengespräch/Mitarbeitergespräch mit
meinem ehemaligen Führenden aufgrund von Umstrukturierungen.
Er meinte im Gespräch, dass er das Gefühl hat, dass zwischen
meinem Team und mir die Kommunikation nicht passt.

So, wie ich Deinen Text lese, hat er damit recht. Es kann aber sehr wohl sein, dass er denkt, die fehlerhafte Kommunikation sei in 1. Linie deine Schuld.

Später hat
er konkret die Urlaubsüberschneidung im August genannt und es
so hingestellt, dass ich die alleinige Schuldige wäre.

Dies war auch mein Eindruck. (Wohlgemerkt: ohne jemanden der Beteiligten zu kennne, klingt dein Text tatsächlich so, als seien die Missverständnisse, die dazu geführt haben, Deine Schuld.)

Sorry,
aber da konnte ich nicht mehr mit meinem Mobbinggeheimnis
alleine bleiben. Ich habe ihm die Wahrheit erläutert (siehe
ausführliches Mobbing oben) und zwischendurch musste ich sogar
weinen. Mein ehemaliger Chef, mit dem ich das Zwischengespräch
führte, meinte, dass er gerne meinen neuen Chef damit
konfrontieren und man mich eventuell aus dem Team herausnehmen
kann – das solle ich mir aber bis Montag noch überlegen. Ich
will aber nicht, dass mein neuer Chef meine Kolleginnen zur
Rede stellt – denn dann weiß es die gesamte Firma (sie können
nichts für sich behalten). Klar würde ich gerne aus dem Team
gehen, wenn es denn funktioniert.

Meinst Du nicht, dass dies ohnehin schon die Runde macht? Ich denke: Wenn es Mobbing ist, bist du in einem anderen Team besser aufgehoben. wenn es kein Mobbing ist (sondern Dein Anteil an den Problemen mindestens so gross wie der der anderen), dann musst Du ohnehin deinen Anteil aufarbeiten und schauen, dass Du in Zukunft die Interessen der anderen (der Kolleginnen und der firma) besser im Blick behälst. Das kann nach einem Wechsel auch einfacher sein.

Gibt es eine neutrale Person bei Euch (die die internen Verhältnisse aber etwas kennt) der oder die Dich bei einem Neuanfang beraten kann?

Ich wollte immer vermeiden, dass es irgendjemand aus der Firma
erfährt um den Gesprächen zur Problemlösung im Team aus dem
Weg zu gehen. Denn dadurch wird das Ganze bestimmt erst noch
schlimmer und in den Gesprächen würde ich immer als
Einzelperson da stehen, die sich gegen mehrere Personen
verteidigen muss. Vielleicht versteht ihr was ich meine.

Ja, ich verstehe das. Aber hast Du vielleicht auch Bedenken, dass die Probleme tatsächlich bei Dir liegen könnten?

Wie soll ich jetzt weiter verfahren? Ich bin momentan noch
richtig down und weiß nicht, ob ich das alles nochmal meinen
neuen Chef erzählen kann… das Thema bringt mir Tränen in den
Augen.

Wenn Du Dich vollkommen im Recht fühlst, solltest du sehen, dass eine Person deines Vertrauens bei diesen Gesprächen dabei ist (damit Du nicht ganz alleine bist).

Die Gespräche, denke ich, kannst du nicht umgehen. das Ganze ist ein Arbeitsplatz, eine Firma, oder was auch immer, die muss funktionieren. Probleme müssen also aufgearbeitet werden. Für den neuen Chef wird diese Situation auch nicht leicht sein. Vermutlich wollte er wichtige Projekte voranbringen und muss sich jetzt mit interna herumschlagen (ok, das gehört dazu). du solltest Dich kooperativ zeigen und deutlich machen, dass Du an einer Lösung interessiert bist. Du solltest dort, wo Du Dich im recht fühlst, deinen Standpunkt vertreten, aber nicht so wirken, als ob Du Deinen Urlaub über das Funktionieren der Firma stellst.

Viel Glück, Walkuerax

Ich habe viel in Mobbingfällen beraten und geholfen.

Eine wesentliche Erkenntnis: Es gibt keine Mobbing-Täter und es gibt keine Mobbing-Opfer.

Weil jeder „Täter“ sich seiner Meinung nach „nur verteidigt“ und sich als das eigentlice Opfer sieht und
weil jedes „Opfer“ gleichzeitig auch Täter ist, kräftigt austeilt,
sich Privilegien herausnimmt und sich Kampfmaßnahmen ausdenkt.

Wenn Du auch noch Deinen neuen Chef gegen Dich aufbringen willst,
dann gehe ihm mit Deinen Geschichten auf den Nerv.

Im Grunde hast Du nur zwei Möglichkeiten:

Suche das klärende Gespräch: mit jeder der drei Kolleginnen einzelnen.
Ohne !! Vorwürfe sondern bitte um ihre Hilfe. Sage ihr, dass Du
Dich wieder im Team wohl fühlen möchtest. Frage Sie, worin Sie die
Ursachen sieht und was Sie Dir raten würde, was DU tun kannst, um das
Klima zu verbessern.

Frage Sie und höre nur zu ! Reiß Dich zusammen, auch wenn es schwer
fällt, zu antworten und Dich zu rechtfertigen oder Dinge klar stellen
zu wollen.
Höre zu und denk später allein darüber nach.

Nur so kannst Du glaubhaft machen, dass Dir an der Meinung und an der
Verbesserung wirklich etwas liegt.

Wenn Du mit allen dreien einzeln gesprochen hast, dann bitte alle
um ein gemeinsames Gespräch.
Schildere, was bei Dir aus den Einzelgesprächen angekommen ist und
was Du bereit bist an Dir/Deinem Verhalten zu verändern. Wenn Du das
denn willst und dahinter stehen kannst !
Frag sie dann, ob es noch etwas gäbe, was sie gerne anders hätten.

Und dann erst ! wenn alle das, was DU in Zukunft ändern willst, gutheißen, dann BITTE um EIN oder ZWEI Sachen, die die anderen
verändern sollten zur guten Zusammenarbeit.
Fang mit kleinen Schritten an. Alles weitere wird folgen.

Die andere Möglichkeit, wenn Du die Gespräche nicht führen möchtest oder wenn nach den Gesprächen sich nichts ändert -oder es gar schlimmer wird- :

such Dir einen neuen Job. Du mußt es ja nicht eilig haben und
überstürzen, um einer Entlassung vorzubeugen.
Geh davon aus, dass Chefs (und schon gar neue Chefs) keinen solchen Ärger haben wollen. Es ist zwar traurig, aber die meisten Chefs sehen
die Klärung und das Sprechen von „Machtworten“ als lästig an und wollen sich um die, ihrer Meinung nach, wichtigeren Dinge als die Zickerei von ein paar Büromädels kümmern.
Zumal sie meistens auch gar nicht wissen, wer denn nun Recht hat.
Chefs wollen, dass die Arbeit erledigt wird.

(ich weiß, es gibt auch Ausnahmen unter den Chefs, aer eben Ausnahmen)