Hallo Leute,
Hallo Carlos!
Ich stelle einfach mal - so ähnlich wie meine Vorredner - ein paar Fragen, die die wirkliche Ursache „einkreisen“ sollen… Die brauchst Du um Gottes Willen natürlich nicht hier im Forum zu beantworten, aber sie könnten Dir zus. mit den anderen Postings als eine Art Checkliste dienen für Gespräche mit der Kripo (und Deinem Anwalt).
lt. LKA soll über meinen Telefonanschluß ein
höherer Geldbetrag von einem Konto eines Exkunden von mir,
überwiesen worden sein.
Wie hast Du davon erfahren?
Auf welchem Wege?
Ich bin Fachinformatiker und würde,
selbst wenn ich so was vorhätte, mit Sichreheit nicht meinen
Anschluß dafür nehmen, denn dass über den Provider die
Anschlußnummer rauszukriegen ist, dürfte ja wohl jedem
Fachidioten bekannt sein.
Sehe ich auch so.
Fakt ist, dass 4 PC´s von mir, vom
LKA sichergestellt wurden.
Wer genau hat die 4 Geräte sichergestellt?
Wer war anwesend?
Richter, Staatsanwalt dabei?
Wurde Dir wahrscheinlich ein richterlicher Befehl unter die Nase gehalten…?
(Ich will nicht in Zweifel stellen, was passiert ist. Wichtig ist, dass Du Dir darüber ganz klar bist, wer vom LKA die Sache vor Ort bei Dir durchgeführt hat.)
Ist Dir bereits ein Aktenzeichen bekannt, unter dem Du bei der Kripo nach dem Stand der Dinge fragen kannst/könntest?
Hinzu kommt, dass ich als die
Überweisung getätigt wurde, nicht zu Hause war.
Abwesend zu sein, heisst ja noch nichts.
Könntest Du aber gedanklich einen Zusammenhang herstellen, ob „die Transaktion“ nur möglich war, weil Du abwesend/unterwegs warst?
Ist jemandem
bekannt, ob es eine Software gibt mit der evtl. jemand meinen
Telefonanschluß dem Provider vormachen kann?
Direkt ist mir nichts bekannt; obwohl „Trojaner“ auf einem Server, der 24/7 im Netz steht, durch bestimmte Aktionen oder Sendungen auch aktiviert werden könnte!!
oder hat jemand
eine Idee wie das passieren kann?
Mehrere näher liegende Ideen:
Vorab dazu noch zwei, drei Fragen, die zunächst besser nur Du Dir selbst beantwortest/beantworten kannst:
Persönliches:
- Wie stehst Du zu dem Ex-Kunden?
- Hat der eine Dir bekannte Beziehung in ein Milieu?
- Wer kennt Deinen besagten Ex-Kunden, der ebenfalls kritisch zu Dir eingestellt ist?
- Gibt es / Weisst Du von Personen (welche?), die Dir Deine Firma oder Dein Leben kaputt machen wollen, sei’s aus irgendeinem puren Grund (deren Geschäftsinteresse - gleich aus welcher Richtung: von der Konkurrenz bis zum Vermieter, persönliche Rache, oder…?)
Sachliches:
- Einzelverbindungsnachweis SOFORT anfordern inkl. Rückverfolgung BIS ZUR LETZTEN ZIFFER der Zielrufnummer! (Es ist möglich, aber meist nur innerhalb der letzten 6-12 Wochen, bei IP-Adressen IMHO sogar bis 6 Monate bei T-Online.)
- Welches OS/welche Netzwerktechnik verwendest Du? Hoffentlich kein Wireless-LAN?!
- Welche Schutzmechanismen schirmen das Netzwerk nach aussen ab?
- Hast Du irgendeine winzigkleine Unregelmässigkeit in einem Protokoll, auf dem Bildschirm oder wo auch immer in den letzten Wochen/Monaten festgestellt, die irgendwie einerseits ominös war, andererseits belanglos genug erschien, um sie dann gleich wieder zu vergessen? (Hinweis auf Gäste auf Festplatte/Server)
- Wie liegen die Räumlichkeiten? Ist Deine Firma in einem MFH/Geschäftshaus eingemietet, in dem auch andere Firmen ihren Sitz haben oder andere private Mieter wohnen?
So, und nun sage ich Dir/Euch noch, wie ich das machte, wenn ich Gangster wäre:
Ich würde „meinen Mandanten“ unauffällig Beschatten/lassen.
Gerüstet für den Augenblick, da „mein Mandant“ lange genug wegfährt, dem Augenblick, in dem ich zuschlagen würde, zöge ich mir dann eine grauen Kittel an, möglichst mit einem magentafarbenen „T“ bestickt. Der Werkzeugkoffer rechts (Einlage: ein Notebook mit Ersatzakku und allen Kabeln) die Handstrippe in der Linken. Würde mir ganz offiziell Zugang zum Keller verschaffen und mich dort mit der Handstrippe einwählen und direkt über Deine Rufnummer ins Netz einklinken. Wüsste ich als „guter Gangster“ doch auch noch Deine Accountdaten… na, dann erst recht kein Problem. Die Überweisung per Online-Banking täte ich ggf. zeitgesteuert vornehmen, also mit einem Zieltermin, der möglichst nahe bei dem Zeitpunkt liegt, an dem Du zurückkehrst. (Alternativ könnte ich natürlich auch beim Nachbar als Mann von der Stadtwerke zum Stromzähler-Ablesen etc.pp… gekommen sein; vielleicht noch sicherer sogar.)
IMHO ist es meist in von mehreren Parteien geteilten Räumlichkeiten so, dass sich jemand fremdes, der vertrauenserweckend genug erscheint, sehr leicht Zugang zum Keller und damit den Haupt-Telefondosen* verschaffen kann… entweder der Keller ist nicht abgeschlossen oder irgend ein „Doofer“ lässt sich foppen: „Ach, ja, der Mann von der Telefonfirma…“. Hinterher kann sich keiner mehr erinnern, oder man muss erst mal denjenigen finden, der die Tür geöffnet hat, um ihm dann die Ereignisse aus der letzten Windung des Hirns herauszupopeln. Na, ja.
Wie dem auch sei: Ich hoffe, wir können Dich hier und so mit Postings usw. unterstützen.
Gruss & Good Luck
CU DannyFox64
* Telefondosen: Unbedingt unter von Dir „unabhängigen“ Zeugen, meinetwegen auch zus. mit Staatsanwalt, Richter, Kripo, die Verplombungen an den Telefondosen etc. überprüfen; auch Schlösser, Hintertüren usw. auf einwandfreie Funktionstüchigkeit. („Hardware“ ist auch heute immer noch einfacher zu handhaben und zu manipulieren als irgendwelche SW/Trojaner usw.)