Ich habe ein großes Problem.Der Vater meines Sohnes verliert immer mehr den Halt unter dem Boden.Ich lebe zwar nicht mehr mit ihm zusammen,aber bekomme viel von seinen problemen mit,weil er sich oft telefonisch bei mir ausweint.Er hat ein schweres Drogen-Alkohol-und Spielproblem und ist dazu schwerst depressiv.Er kann das wahre Leben oftmals nicht mehr richtig wahr nehmen und steigert sich krankhaft in etwas rein,für mich sieht das aus wie Zwangsneurosen.Wenn er ganz am Boden ist,gibt er auch zu,dass er diese Probleme hat,aber grundlegend wendet er das alles ab.Ich habe mal gehört,dass man als Besorgter zum Gericht gehen kann,damit dass Gesundheitsamt das alles mal überprüft und ihm dann eben zwangsweise hilft.Wie geht das,oder gibt es noch andere Vorschläge,damit umzugehen?
Ich bin ratlos und verzweifelt und kann mir das nicht mehr mit ansehen,er BRAUCHT professionelle Hilfe,aber freiwillig wird es nie dazu kommen.Er hat des öfteren auch schon erwähnt,dass er nicht mehr leben will und das in einer Stimmlage und Laune,dass ich nicht geglaubt hätte,dass er es ist,wenn ich es nicht wüsste.
Ich danke für Rat!
Hallo chrissy,
das größte Problem bei Süchtigen ist meistens die Verleugnung. Diesen Schritt hat der betroffene Mann ja schon gemacht. Du sagtest, er steht zu seinem Problem, wenn er am Boden zerstört ist. Ist es denn wirklich nur dann, oder auch in Zeiten, wo es ihm vllt. verhältnismäßig gut geht? Das wäre nämlicher der nächste Schritt. Das Problem in den Mittelpunkt des Lebens zu stellen. Was für rechtliche Optionen du hast, weiß ich leider nicht. Aber wenn du selbst nur noch telefonisch mit ihm zu tun hast, kannst du ihm wahrscheinliche alleine nicht helfen. Um von der Erkenntnis zur Tat zu gelangen bedarf es ihm wahrscheinlich noch sehr viel Hilfe, und das kannst du übers Telefon nicht erreichen. Da du von Alkohol- und Spielsucht zugleich sprichst, und das in Verbindung mit Depressionen… das ist kein einfacher Fall. Der Mann braucht professionelle Hilfe. Ich empfehle dir, dich bei einem Psychologen darüber zu informieren, wie man vorgehen sollte. Ich denke, gute Psychologen sind in solchen Fällen die besten Ansprechpartner. Die können dir sowohl aus gesundheitlicher Sicht Ratschläge geben und in diesem Zusammenhanmg auch entscheiden, wie du vllt. am Besten rechtlich vorgehst.
Liebe Grüße
Hallo Chrissy,
In jeder Stadt gib es einen psychosozialen Krisen Notdienst,die Telefonnummer steht bei uns sogar in der Tageszeitung.Aber ich hab die Nummer neulich auch gesucht und einfach Krisendienst und meine Stadt im Internet eingegeben dann bekommst Du die Tel.Nr. ruf die ruhig mal an. Die sind genau die Richtigen,wenn Du ein ungutes Gefühl hast und der Vater deines Kindes die Kurve alleine nicht mehr hinbekommt ist es echt das beste da kommen mal Leute die sich mit sowas auskennen.
Ausserdem kannst Du auch immer die Polizei rufen, wenn er eine Gefahr für sich oder andere ist. Das hört sich
Hallo, chrissy
Erstmal meine ehrliche Anteilnahme!
Diese Arten von Problemen haben meistens einen ernsten und älteren Hintergrund.
Ich spreche jetzt mal ehrlich zu Dir.
Aus eigener Erfahrung habe ich das Alles mitgemacht, deswegen glaube ich, Dir Information aus erster Hand geben zu können.
- Einsicht ist der erste Schritt,aber auch der Leichteste.
- Die Initiative muss von der betroffen Person ausgehen. Ganz wichtig ist es, das sie auf freiwilliger Basis enststeht.
- Ohne professionelle Hilfe besteht kaum Hoffnung.
- Es ist nicht nur eine „Heilung“, es ist ein Lebenswandel. Das heisst, auch sein Umfeld muss sich ändern oder geändert werden, (Freundeskreis, Arbeit, Familie usw.)
So und nun das schmerzvollste:
Solange die betroffene Person es nicht wirklich will, aufzuhören, aus eigener Überzeugung, gibt es so gut wie keine Hoffnung auf Besserung.
Diese Überzeugung ensteht meist aus schlüsselerlebnissen,-erfahrungen, heisst auf gut Deutsch: solange die betroffene Person nicht bis zum Halse in der Scheisse steckt und nicht mehr rauskommt, kann das noch sehr lange dauern, bis der Wille ensteht, sich zu ändern. Deswegen ist der Person auch nicht geholfen, wenn mann sie bedrängt oder versucht zu überreden. Ganz wichtig: Auch nicht finanziell helfen!!!
Zu aller letzt muss ich sagen, das es nicht jeder schaft, leider!!!
Aber es gibt Hoffnung, siehe mich!!!
Deswegen wünsche ich Dir und Deinem Sohn alles Gute! Und Deinem Ex, die nötige Kraft den richtigen Weg einzuschlagen.
Mit ehrlicher und tiefer Anteilnahme
omertax