Hallo ,
möchte Euch um Hilfe bitten und hoffe, jemand von Euch hat Anhnung vom Thema.
Meine Haare sind (inzwischen) halblang, naturgewellt, eher fein - und kaputt. Das heißt gesplisst und irgendwie kraus-krisselig, spröde. Ich schneide sie seit ca. 5 Jahren sehr regelmäßig und immer kürzer, ab und zu auch radikal um mindestens 10 bis 15 cm - aber der Spliss wandert mit nach oben. Habe selber mit einer sehr guten Friseurschere geschnitten, aber mindestens 2 Jahre wurde das beim Friseur gemacht, ca. alle 8 bis 10 Wochen - auch ohne erkennbaren Erfolg. Sogar meine Ponyfransen sind splissig.
Sämtliche mir bekannten „Belastungen“ haben meine Haare nicht. Sie wurden nie gefärbt oder gewellt, nicht geföhnt, werden nur 1x in der Woche gewaschen (sie fetten kaum), bekommen immer eine Kur (seit ca. 2 Jahren), werden nicht gerubbelt sondern ausgedrückt und dann an der Luft getrocknet. Ich trage keine Mützen oder Kappen und keine Haargummis, benutze weder Haarspray noch Festiger oder ähnliches.
Was kann ich tun? Ich hätte so gerne wieder langes, gesundes Haar. Sie wachsen wirklich fleißig, brechen aber noch schneller wieder ab. An einen Mangel mag ich nicht so recht glauben, denn meine Fingernägel sind ganz fest - und das hängt doch irgendwie zusammen?
Könnte man mit farblosem Henna färben? Verändert das die Haarfarbe trotzdem? Meine Haare sind naturblond, also im Sommer sehr hell, im Winter dunkler. Das helle gefällt mir besser…
Das letzte mal wirklich schönes Haar hatte ich vor ca. 10 Jahren mit Anfang 20. Dazwischen lagen zwei Schwangerschaften, schlecht waren sie aber schon vorher.
Bin glücklich über jeden Rat!
Hallo tollkirsche
Uih, das hört sich wirklich schwierig an!
Eine Erklärung hätte ich noch in petto, dass nämlich deine halblangen Haare durch die mechanische Belastung, wenn sie auf die Schulter stoßen, splissen. Warum der Spliss dann aber nach oben wandert, ist mir auch nicht erklärbar.
Natürlich kommt es durch Schwangerschaften zu hormonellen Umstellungen, die auch den Körper nachhaltig verändern.
An Ernährungsfehler mag ich hier nicht so recht glauben, weil die doch nicht einen derart großen Einfluss haben.
Da alle chemischen Faktoren ausgeschlossen sind und dein Problem ja sehr extrem ist, würde ich dir empfehlen, zu einem Dermatologen zu gehen. Zumindest, wenn der Leidensdruck bei dir so groß ist. Er kann feststellen, ob bzw.welche physiologischen Veränderungen deine Haarqualität so beeinträchtigt haben.
Alles Gute
ChrisTine
Hallo Tollkirsche,
ich habe auch lange Haare und habe sie immer lufttrocknen lassen, meistens über Nacht, weil ich dachte, fönen trocknet die Haare aus und ist schlecht. Den (relativ geringen aber doch deutlich vorhandenen) Spliß habe ich als ‚normal‘ abgehakt.
Mein Friseur mit Langhaarspezialisierung war immer äußerst unbegeistert vom Lufttrocknen, der hat dann immer gesagt, daß der Spliß gar nicht unbedingt Spliß ist, sondern auch Schimmelpilze (wenn so ein kleines weißes ‚Wuzerl‘ an der Spitze dran ist), weil das Haar beim Lufttrocknen VIEL zu lange naß ist.
Wenn ich abends Haare gewaschen habe, waren sie morgens nach 5-6 Stunden immernoch ein wenig feucht, wenn ich morgens gewaschen habe, waren sie nach ca. 3 Stunden trocken. Seit ich die Haare wasche, ausdrücke und nach einer halben Stunde kurz trockenföne (einfach nur aus 30 cm heiß durchpusten, dauert keine 5 Minuten bei meinen Halbmeterhaaren), habe ich so gut wie gar keinen Spliß mehr.
Über den ‚Schimmel‘ habe ich anfangs auch geschmunzelt und hielt es für irgendwas Ideologisches, aber egal obs jetzt Schimmel war oder nicht, seitdem ich föne, sind meine Haare in noch besserem Zustand.
Probier’s doch einfach mal.
Viele Grüße
Claudia