Hilfe für psychisch kranken angehörigen

Hallo,
habe einen psychisch kranken schwager der dringend hilfe benötigt.
er sieht sich jedoch nicht als kranker. er raucht haschisch und damit wird sein psychischer zustand noch schlimmer.er führt selbstgespräche, ist teilweise aggresiv, spuckt zuhause gegen die wände.
jetzt muß er wegen seines verhaltens von zu hause ausziehen da seine frau die scheidung eingereicht hat. wir haben schon mehrfach verucht uns zu informieren was wir machen können. es heißt immer, solange er nicht zum arzt geht kann man nichts machen. kann man ihn nicht einweisen lassen?
wäre super wenn ihr mir einige tipps und ratschläge geben könnt!
vielen dank

Hallo,

es heißt immer, solange er nicht zum arzt geht kann man nichts
machen. kann man ihn nicht einweisen lassen?

gegen seinen Willen nur dann, wenn er sich selbst oder andere gefährdet, d.h. z.B. sich selbst etwas antut oder auf andere losgeht. Und ein Richter muß die Rechtmäßigkeit bestätigen.

Beste Grüße

Ja, so ist es.
Also kann man nur abwarten, bis er so weit ist… und selbst dann: Wenn er in dem Moment die Einwilligung gibt, wonach er wohl gefragt wird, solange er noch sprechen und antworten kann, lässt er sich möglicherweise auch schnell wieder entlassen, ohne dass man dagegen was tun kann.

Gruß - iceage

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Hi,

ich kann verstehen, dass du gerne Rat möchtes. ich vermute, dass es dich auch nicht ganz kalt lässt, was mit deinem Schwager passiert. In den meisten Orten gibt es Psychosoziale Zentren, als erste mögliche Anlauf- und Informationsstelle für dich. Oftmals gibt es auch Gruppen für Angehörige psychisch erkrankter Menschen. Adressen könntest du unter http://www.dajeb.de finden…

LG

Chris

Hi
Sozialpsychiatrischer Dienst…
ab wann der allerdings ermächtigt ist einzugreifen müsst ich meine Ex fragen, die Leiterin desselben in einem Ort nah Berlin ist, aber auf den Kontakt würde ich gerne verzichten.

Jedenfalls gibt es auch in deiner gegend eine, an den könnte man sic vielleicht auch nur wegen Beratung über die Möglichkeiten wenden

LCB

VIKA…
…sagt nicht viel aus.
Gib doch mal nen Richtungstipp oder Ortnamen. Dann kann man oft gezielter helfen oder antworten.
Ich hätte z. B, tipps für Berlin und Marburg, aber die brauch ich ja für jemand aus Buxdehute nicht posten
Grüße von Allu

Nochmal hallo,

man könnte auch bei einer Drogenberatungstelle um Rat fragen. Vielleicht gibt es eine in der Nähe?

Noch ein Gedanke: Dein Schwager betrachtet sich - wie du schreibst - nicht als „krank“ und als abhängig. Solange er es nicht an sich heran lässt, Hilfe zu benötigen, wird jeder, der „nicht professionell“ ist und versucht, ihm einen Freundschaftdienst zu erweisen, hochwahrscheinlich wenig Erfolg erfahren.

Seine Frau lässt sich von ihm scheiden… was hat sie mit ihm „durchgemacht“? Damit will ich dich nicht auffordern, nun ihr zu helfen - nur, vielleicht ist der Bick auf ihn als „Opfer seiner Erkrankung“ auch einseitig? Dabei kann man leicht den Blick dafür verlieren, dass der Erkrankte das alles völlig anders bewertet.

Wenn er so extreme Verhaltensweisen zeigt, fragt sich möglicherweise auch, ob er Haschisch rauscht oder (mittlerweise) noch was anderes… eine Drogenberatungsstelle könnte dazu vielleicht mehr sagen?!

Sei vorsichtig damit, ihm zu „helfen“. Das können - so wie du ihn beschreibst - nur professionelle Menschen.

Gruß - iceage

Hallo,
habe einen psychisch kranken schwager der dringend hilfe
benötigt.
er sieht sich jedoch nicht als kranker. er raucht haschisch
und damit wird sein psychischer zustand noch schlimmer.er
führt selbstgespräche, ist teilweise aggresiv, spuckt zuhause
gegen die wände.
jetzt muß er wegen seines verhaltens von zu hause ausziehen
da seine frau die scheidung eingereicht hat. wir haben schon
mehrfach verucht uns zu informieren was wir machen können.

teilweise aggressives verhalten ist bei männern eigentlich nichts ungewöhnliches, denn die frauen stehen drauf.
selbstgespräche sind auch normal. das machen frauen auch, wenn sie ehemännern etwas erzählen.
haschisch und gegen die wand spucken…das geht natürlich nicht.
ob er sich helfen lassen will, wirst du daran merken, wie er reagiert, wenn er ausziehen muss.
wenn deine schwester allerdings weiterhin WIE BIS JETZT weich ist und das durchgehen lässt, wird er weitermachen, zurückkommen und betteln und alles geht von vorne los.

Hallo,
ist das wirklich deine feste Ansicht, dass „die“ (welche? alle?) Frauen auf Aggressionen bei Männern stehen? Ich kenne unzählige Frauen, die würden über so eine Auffassung entweder schallend lachen oder aber gleich solche Aggressionen bekommen, dass du ihnen besser nicht über den Weg mit einer solchen Ansicht kommen solltest.

Worin ich allerdings mit dir übereinstimme: Er wird weiter machen, wenn sie „weich“ werden sollte.
Sie scheint aber ja anzufangen, sich selbst zu schützen, indem sie ihn vor die Tür setzt.

Vielleicht wird er auch andere finden, die er in Form von Manipulation weichkochen kann. Man kann nur allen wünschen, sich gut zu informieren und sich nicht in den Teufeskreislauf zu begeben, jemandem helfen zu wollen, der aus seiner eigenen Sicht keine Hilfe benötigt.

Gruß - iceage

Hallo,
ist das wirklich deine feste Ansicht, dass „die“ (welche?
alle?) Frauen auf Aggressionen bei Männern stehen? Ich kenne
unzählige Frauen, die würden über so eine Auffassung entweder
schallend lachen oder aber gleich solche Aggressionen
bekommen, dass du ihnen besser nicht über den Weg mit einer
solchen Ansicht kommen solltest.

ich meinte damit nicht unbedingt brutale schlägereien, aber der mann hat von natur aus ein aggressiveres verhalten, welches der frau imponiert, auch wegen des schutzinstinktes, ob sie das bewusst mitbekommt oder nicht.