Hilfe für 'Stalking'-'TÄTER'?

Moin,

ich würde gerne mal wissen gibt es irgendwelche Informations-Seiten für „Stalking“ Täter?
Man liest immer nur von den „Opfern“ was diese doch tuen können damit es „Ihnen“ „besser“ geht etc.pp
Nur was ist mit den Tätern? Die Täter sind zugleich auch Opfer.

Ich denke ihr könnt/wollt es nicht verstehen aber es ist so.
Ich selbst leide sehr unter der Trennung meiner Ex-Freundin (liegt ca 5Monate zurück) und ich habe ganzen Tag diese Rache/Überwachungs-Gefühle und lebe diese auch aus.
Ich bin den ganzen Tag mit nichts anderem beschäfftigt als ihr Hinterher zu spionieren, irgendwelche Drohungen auszustellen, Straftaten übers Internet zu begehen.

Ich will mich um Gottes Willen nicht damit Brüsten. Ich weiss das es ein ZIEMLICHES PROBLEM IST: Mittlerweile ist auch eine „Einstweilige Verfügung“ eingeflattert. Aber ich muss ganz ehrlich sagen das geht mir am Dings und am Bums vorbei.

Leider Gottes, ich quäle mich und sie mit dem ganzen Mist und es hört einfach nicht auf.

Wisst ihr es ist wie ein Zwang, der Kopf ist den ganzen Tag nicht „frei“ sondern irgendwie als wenn du mit beiden Händen fest zudrückst. Dir fallen alle 5Minuten irgendwelche Sachen ein um „Kontakt“ herzustellen oder um ihr irgendwie zu Schaden.

Ich selbst habe mittlerweile auch selbst ziemliche „Berufliche“ und „Private“ Probleme weil es bei mir nur ein Thema gibt und das ist „sie“ …

Ich will hier nun um Gottes Willen auch nicht auf Mitleid machen oder irgendwas ins lächerliche ziehen.

Ich versuche nur rauszufinden wie ICH mit diesen „Zwang“ irgendwie was mit IHR zu tun zu haben, oder ihr zu Schaden zurecht kommen kann. Bzw natürlich will ich das es Aufhört.
Mein Leben soll ja auch weiter gehen und ich kann die „Frauen“ sehr wohl verstehen wenn sie Opfer eines Stalkers geworden sind.

Das ist alles eine „kranke“ Sache … nur wie soll man sie lösen?
Was läuft bei mir FALSCH das ich so Dinge tue und nicht einmal „mitleid“ oder so verspüre … Irgendwann muss doch auch einmal Schluss sein nur mich berührt das alles gar nicht.

Mein Alltag ist seit 5Monaten mit „Stalking“ ausgefüllt.

( Ich will doch nur das es endlich ein Ende für MICH und SIE hat.

Sie soll doch ein schönes Leben haben wie jeder andere auch?
Ich will doch auch nur ein Normales Leben führen ohne SIE.

( Vllt kann einer helfen? Vllt kann mich einer „verstehen“

Hey und Bitte nicht sowas wie „DU KRANKES SCHWEIN BLABLA“

Mir ist durchaus bewusst das STALKING eine sehr sehr unangenehme Sache ist.
Aber NICHT nur für das OPFER!
Das sage ich als TÄTER hier gleich in aller deutlichkeit!

Wenn ihr gerne mehr erfahren möchtet … ich bin sehr gerne bereit über das Thema als „Täter“ offen zu reden.

Denn ich denke einige Leute wissen nicht einmal ansatzweise was in
dem Kopf der Leute die Stalken vorgeht …

Wäre euch sehr verbunden wenn wir gemeinsam hier was ordentliches zu stande bringen

Gruß

Moin auch,

ja, es gibt Hilfe, nach meiner Auffassung nur eine: Such Dir so schnell wie möglich einen guten Psychologen. Nur im intensiven Gespräch kann man ein solches Zwangsverhalten „kognitiv umstrukturieren“.
Bücherlesen hilft nichts: Du denkst weiter an „sie“, weil Du nur die Buchstaben betrachtest, aber den Sinn nicht verstehst.
Ein guter Psychologe kann das auch eventuell so einrichten, dass Dir das von der Kasse bezahlt wird; aber das sollte Dir eigentlich egal sein: Die Hauptsache ist, dass du „sie“ und auch Dich nicht gefährdest.

Den ersten Schritt bist Du ja schon gegangen: Zugeben, was Dich quält.
Und nun geh´ den nächsten, je eher, desto besser,

rät der Vieux

Mhh … ja das mitn Psychologen das ist ja eigentlich jedem schon klar.
Nur weiss nicht ob das hilft… mein Hausarzt zB hat mich ma mit „Tavor“ also son Antidepresiva Zeuchs gestillt … bringen tut das ja was nur „schön“ is das auch nich wie sonne „Leiche“ durche Welt zu wandern.
Dachte ja drann das es so irgendwelche Tips/Kniffe gibt.
Der „Täter“ bildet sich ja ein… „KONTAKT MIT DER PERSON“ würde was bringen … ich würde auch gerne KONTAKT haben, weiss aber das es nichts bringt, es nie wieder welchen geben wird.
Das ist alles eine verzwickte Sache.
Dazu muss ich sagen ich bin „gerade einmal 20Jahre alt“ und habe mein Leben quasi noch vor mir.
Nur manchmal ist es so unerträglich ebend auch weil „keiner“ ein verstehen kann/will (familie,freunde…)
Nichtmal andere Frauen bringen etwas. Man trifft sich, man unternimmt was … ist mit dem Kopf aber nicht bei der Sache … und denkt sich „joa das würd ich sowieso nun lieber mit der EX machen“ oder sowas.
Ich bin Heil-Froh für Sie und mich das wir uns nie wieder über den Weg gelaufen sind.
Denn ich muss sagen, ich bin in manchen Situationen zu allem fähig.
Ich schreckte nichmal davor zurück Tage lang nonstop bei ihr anzurufen.
Ihr 100te Sms zu schicken und so ein Schmarn. Das hat aber Gott sei dank ein Ende.
Aber auch nur weil sie neue Nummern hat.

Hmmmm wie würde ein Ablauf bei einem Psychologen aussehen?
Ich mein wenn er mir sagt „hey lenk dich ab, unternimm viel, blabla“ brauch ich da nich hinrennen. Ich habe keinen „Liebes-Kummer“
Ich bin einfach nur Rach-Süchtig weil ich meine Ex- als undankbar in vielen Dinge empfinde und sie mich nach der Trennung in der wir noch „Freundschaftlich“ etwas miteinander zu tun hatten, leider gottes auf gut deutsch „verarscht“ hat …

Dann war Kontakt Sperre zwangsweise durch die Polizei das liegt ca 3 Monate zurück.

Doch dann fand ich eine Möglichkeit etwas zu „inzinieren“ wo ich wissen würde das sie „meine Hilfe in Anspruch“ nimmt und ich somit Kontakt habe. Krank oder? So habe ich es immerhin auf ca 70E-Mails ihrer Seits geschafft. Indem zwar 80% Negative Dinge gegen mich standen weil ich natürlich vom „Thema Hilfe abwich“ und auf ein Treffen etc.pp aus war.
Aber nungut.

Natürlich habe ich es auch über Freunde probiert. Kahm ich da nicht weiter habe ich mir wieder irgendwelche Fiesen dinge ausgedacht.

Hmmm ich denke jetzt zwar nicht das es sonderlich jemanden interessiert was ich wann wo wie tue … aber naja

Also back to Topic

Wie sieht das beim Psychologen aus? Ich habe ehrlich gesagt Angst.
Möchte nicht „krank“ sein eigentlich. Möchte keine AntiDepresiva o.ä nehmen.

Bin Froh das ich von meinem kurzen Ausflug in die „Drogen-Welt“ wieder ab bin.

Greets nochmal

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Du gehst zu deinem Hausarzt, lässt dir eine Überweisung geben und suchst dir einen guten Psychotherapeuten. Dieser wird dir keine Antidepressive oder Psychopharmaka verschreiben, denn dies tun in der Regel Psychiater.

Keine Angst. Mit nem Beibruch geht man auch zum Arzt und liest keine Bücher.

Wie der Psychologe arbeitet, hängt von seiner Ausbildung und persönlichem Stil ab. Zumindest wird er dir keine Tipps geben.

Viel Erfolg
Stefan

3 „Gefällt mir“

Naja dann sollte ich wohl besser mal gucken…
Wie sieht das denn mit den Kosten aus?
5 Sitzungen zahlt ja die Krankenkasse oder so wa?
Ich denke ich brauch Defenetiv mehr oO
Wie viele „minuten“ hat man denn in der Regel Zeit?
Was soll ich den sagen?
Ich versteh halt nich was das Bezwecken soll…

Man wird doch mit Sicherheit sagen Warum,Wieso,Weshalb es mal da und da und da dazu kahm und warum es zerbrochen is und was ein drann gelegen hat und was ein belastet an der Sache oder?

Da habbich doch schon 103012182mal mit iwem Drüber gesprochen.

Wie gesagt raff net was nen Gespräch mit nem Psychologen „in meinem Kopf großartig bewegen soll“

Sry hört sich vllt bissi Naiv aber das ist gerade meine Meinung

Danke dennoch für die Antworten soweit

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Stalker - ganz ohne Tarkowski
Hi,

mit diesen saloppen Einstellungen zu deiner Problemlage …

Die Täter sind zugleich auch Opfer.

Mittlerweile ist auch eine „Einstweilige Verfügung“ eingeflattert.
Aber ich muss ganz ehrlich sagen das geht mir am Dings und am Bums vorbei.

Dachte ja drann das es so irgendwelche Tips/Kniffe gibt.

trägst du sicher schlechte Karten vor dir her. Auch - und gerade wenn - du das einzig richtige tust, was auch Vieux dir nahelegt: Such dir einen einschlägig erfahrenen(!) psychologischen Psychotherapeuten!

„Haste mal n’Tip für mich“ ist bei der von dir geschilderten Verhaltens- und Erlebensweise (angesichts der Folgen, die es bereits hatte) etwa so, als wolltest du ein gebrochenes Fahrgestell deines Autos mit Tesaband reparieren. Da fehlt es irgendwo an realitätskonformer Selbsteinschätzung. Da gibt es ein gutes Stück Arbeit für dich zu tun …

Daß die selbst unter deinen Antrieben und Phantasien auch leidest, weiß jeder, der mit dieser Problematik vertraut ist. Aber das macht dich noch lange nicht zum „Opfer“ (es sei denn, du meinst Opfer deiner eigenen Gedankengänge). Das riecht nach Schuldzuweisung. Aber:

… Dir fallen alle 5Minuten irgendwelche Sachen ein um […] ihr irgendwie zu Schaden

ist eine Tätermentalität (derer du dir ja andererseits gottseidank auch bewußt bist).

Aus einer obsessiven Liebesbeziehung emotional nicht mehr rauszukommen ist eines, ein anderes ist aber die Grenzüberschreitung zu nicht mehr sozialverträglichem, oder sogar kriminellem Verhalten.

Das erstere hat selten seine Entstehungsgeschichte bzw. Ursache allein in der Ex-Beziehung selbst. Da allein wieder rauszukommen ohne externe Unterstützung ist selten. Aber die Eskalation zu Verhalten, das dem Objekt der Begierde Schaden zufügt (und definitiv zufügen soll) hat mit dem Objekt der Begierde selbst nichts mehr zu tun. Und ein Fall, wo jemand aus diesem sich selbst antreibenden Hamsterrad aus eigener Kraft abgesprungen ist, ist mir noch nie begegnet.

Also tu das, was Vieux dir empfiehlt. Und laß den gedanklichen Weichkäse mit „ich weiß nicht, was mir das bringen soll“.

Da du mit Wartezeiten rechnen mußt, kann ich dir für die Zwischenzeit eine einschlägige Literatur bestens empfehlen, auch wenn ich mit Susan Forward, was die Entwicklungsgeschichte solcher Eigenschaften angeht, nicht in jedem Punkt übereinstimme:

Susan Forward, Craig Buck:
Die dunkle Seite der Liebe. Wenn Leidenschaft zur Besessenheit wird
ISBN 344216219X Buch anschauen

Btw. ein guter Tip nicht nur für Menschen, die, aktiv oder passiv, in einer regelrechten, expliziten Stalkingsituation drinhängen. Es gibt eine Menge weniger deutlicher, teils auch harmloserer, Anflüge mit ähnlicher Grundstruktur, die eine Beziehung systematisch destruieren, wie z.B. die sog. „emotionale Erpressung“ (über die Forward übrigens ebenfalls ein Buch mit zahlreichen Beispielen verfaßt hat).

Daß das eine Quälerei ist

Aber NICHT nur für das OPFER!
Das sage ich als TÄTER hier gleich in aller deutlichkeit!

ist schon klar und ich wüßte nicht, wem das nicht klar wäre. Nur ist das leider nicht vorrangig, wenn es ums HANDELN geht, das SCHADEN verhindern soll. Daß das enorm wichtig ist, um dem Stalker die nicht (oder nicht mehr) vorhandene Selbstkontrolle (wieder) zu vermitteln, ist ja klar.

Die ersten Anzeichen für eskalatorisches Verhalten zeigen sich übrigens fast immer bereits in den Anfängen solcher Beziehungen - nur wird es den beteiligten Opfern leider erst sehr viel später bewußt. By the way läßt auch Susan Forward zahlreiche Innenperspektiven der Täterseite zu Wort kommen.

Wenn ihr gerne mehr erfahren möchtet … ich bin sehr gerne
bereit über das Thema als „Täter“ offen zu reden.
Denn ich denke einige Leute wissen nicht einmal ansatzweise
was in dem Kopf der Leute die Stalken vorgeht …
Wäre euch sehr verbunden wenn wir gemeinsam hier was ordentliches zu stande bringen

Es ist einer der Knackpunkte: Man kann sich selbst nicht anders denken, als daß man im Zentrum des Universums (und des Interesses anderer) steht. Und wenn das jemand in Frage stellt oder - schlimmer noch - einfach ignoriert, dann gerät das Denksystem in exstentielle Not und Panik. Aber damit wären wir dann schon mittendrin im Thema …

Gruß

Metapher

Ergänzung
Hi,

zu Methaphers Artikel ist von meiner Seite aus nichts mehr hinzuzufügen außer dem Verweis auf
FAQ:237

vielleicht hilft dir das ein wenig bei der Auswahl des Therapeuten?

Grüße,
jeanne

Such dir einen einschlägig erfahrenen(!)
psychologischen Psychotherapeuten!

Ach Gottchen, Metapher, haste das denn nötig?
Du bist doch selber eigentlich lange genug in dem Betrieb, um zu wissen, dass sich ärztliche und psychologische Psychotherapeuten meistens grundsätzlich wenig unterscheiden.
Man findet unter den Psychologen und unter den Ärzten Psychoanalytiker, Tiefenpsychologen und Verhaltenstherapeuten. So what?

„Haste mal n’Tip für mich“ ist bei der von dir geschilderten
Verhaltens- und Erlebensweise (angesichts der Folgen, die es
bereits hatte) etwa so, als wolltest du ein gebrochenes
Fahrgestell deines Autos mit Tesaband reparieren.

Hierbei stimme ich Dir wiederum zu.
Gruß,
Branden

5 „Gefällt mir“

Danke für deine Antwort …

Die ersten Anzeichen für eskalatorisches Verhalten zeigen sich
übrigens fast immer bereits in den Anfängen solcher
Beziehungen - nur wird es den beteiligten Opfern leider erst
sehr viel später bewußt.

Dieser Absatz hat mich gerade in einen Schock-Zustand versetzt.
Du hast Vollkommen Recht es gab „ähnliches Verhalten“ bereits „vor“ der Beziehung, Während der Beziehung und nun total extrem „leider“ nach der Beziehung. Hmmm da bin ich noch gar nich drauf gekommen.
Man könnte also meinen das ich ca 3-Jahre zurück hänge und schon längst
bei einem Psychologen gewesen sein sollte?

Ist so ein Verhalten Personen Bezogen? Oder Allgemein? Ich kann mich nicht entsinnen jemanden jemals so mies und vorallem über den langen Zeitraum jetzt halt diese ca. 5Monate so SCHLECHT,FIES,HINTERLISTIG behandelt zu haben.

Wie sind die zusammenhänge zwischen „Borderline“ und „Stalking“?
Die Meinungen teilen sich ja …
Ich weiss das ich schon immer etwas „komisch“ war, nur seit den letzten 5 Monaten artet das halt wie gesagt sehr aus.
Also habe ich erstmal auf eigene Faust geschaut was überhaupt lost ist.
Mich erstmal informiert … Ich wollte ja nicht Wahrhaben das ich ein „Stalker“ bin okay. Weiss ich, weiss sie, wissen wir nun alle…
Ist zwar traurig aber Okay.

Dann habe ich gelesen in vielen Foren und Seiten das Stalker oft an Borderline leiden.

Ich habe also mal einen Selbsttest gemacht und musste Leider feststellen das Fragen aus diesem Test

z.B

„Zu manchen Menschen habe ich eine recht extreme Beziehung: ich liebe sie sehr, sie können mich aber auch oft zur Weißglut bringen.“

bei „0=definitiv 1 2 3=definitiv zu“ es bei mir sogar eine 5 geben müsste

selbes bei

„Ich hatte in meinem Leben schon das eine oder andere Mal das Gefühl, die Kontrolle über mich zu verlieren, „auszuklinken“ oder „auszurasten“.“

oder

„Ich habe große Angst davor, von den Menschen die ich liebe, verlassen zu werden.“

oder

„Ich hatte innerhalb der letzten 2 Jahre wiederkehrende Selbstmordgedanken.“

Usw …

Hier mal das Ergebnis:

Erfüllte Borderline-Indikatoren gemäß DSM IV*: 9
Festgestellte Nebenmerkmale gemäß DSM IV*: 1
Festgestellte Borderline-Zusatzindikatoren*: 3

Auf Basis der laut DSM-Manual genannten Indikatoren für eine Borderline-Persönlichkeitsstörung weisen Ihre gegebenen Antworten auf das Vorhandensein einer solchen Störung hin. Das zusätzliche Vorhandensein von Nebenmerkmalen, die mit Borderline assoziert werden, bestärkt dieses Testergebnis zusätzlich.

Hmmmmm …

Hallo Stefan,

nur kurz dazu:

Du gehst zu deinem Hausarzt, lässt dir eine Überweisung geben
und suchst dir einen guten Psychotherapeuten.

Man braucht heute in der Regel keine ärztliche Überweisung mehr. Man kann direkt einen Termin beim Psychotherapeuten machen.

Beste Grüße

Moin,

Leider Gottes, ich quäle mich und sie mit dem ganzen Mist und
es hört einfach nicht auf.

Es wird doch wohl einen Grund haben, warum Du es tust. Also wäre Dir und uns geholfen, wenn Du ihn in Ruhe aussprechen würdest. Allein dass sie Schluss gemacht hat kann doch wohl nicht ausreichen; es wird entscheidend sein, wie und warum sie es getan hat. Und möglicherweise wird sich herausstellen, dass sie sehr wohl im Fehler ist, nur heisst das doch nicht, dass man damit klar kommt, indem man unmittelbar auf sie einhackt und erst noch von einer Seite her, gegen welche sie systematisch „dicht“ macht.

Irgendwann muss doch auch
einmal Schluss sein nur mich berührt das alles gar nicht.

Aber Du erkennst immerhin, dass Du auf die schiefe Bahn gerätst. Das ist doch ein Anfang von Berühren, wenn man sich eben „berühren lässt“.

Ich will doch auch nur ein Normales Leben führen ohne SIE.

Dann bedenke drei Ebenen: 1. Vergangenheit mit ihr. 2. Vergangenheit ohne sie. 3. Gegenwart ohne sie. Oder eine ähnliche Einteilung. Man nennt das Beschäftigung mit sich selber. Nicht, dass ich mich lustig machen will. Ich finde einfach, zunächst genügen wohl einige nüchterne kleine Untersuchungen Deiner selbst, um einen ersten Überblick zu bekommen.

Mir ist durchaus bewusst das STALKING eine sehr sehr
unangenehme Sache ist.

Vielleicht musst Du erst einmal ganz ehrlich sein und zugeben, dass dieser Schritt ohne die einstweilige Verfügung und die schimpfenden Bekannten oder dergleichen schöne und unschöne Dinge gar nicht so selbstverständlich wäre.

Aber NICHT nur für das OPFER!

Was ich grundsätzlich bestätigen würde.

Gruß

Hut ab vor Deiner Offenheit.
Gruss
Mike

hi,

es dürfte für dich relativ attraktiv sein, nicht mehr stalken zu müssen, weil du selbst darunter leidest und das leiden deines opfers sogar wahrnehmen kannst.

es wird also früher oder später einmal dazu kommen, dass du nicht mehr stalkst. die frage ist: was tust du dann? was fühlst du dann? was denkst du dann?

für die wartezeit, dich psychologisch/ psychiatrisch behandeln zu lassen empfehle ich dir die beschäftigung UND EIN AUSPROBIEREN mit den o.g. fragen.

suche dir alternativen, die du statt stalking tun kannst.

für den fall, dass du eine art zwang verspürst, es zu tun, um eine spannung abzubauen, übe das aushalten der spannung ohne stalken, sie wird in diesem fall durch das üben kleiner. und belohne dich für´s nicht-stalken, damit du dich dafür anfängst, gut zu fühlen.

tritt auch einer selbsthilfegruppe für persönlichkeitsgestörte menschen bei, die du in absprache mit deinem behandler finden kannst, denn nur da findest du andere, die das kennen.

Hallo kor,

denke am besten nicht soviel darüber nach, sondern machs einfach und geh zum Psychologen. Du suchst ja einen Weg und der Psychologe ist ein Weg aus dem ganzen rauszukommen. Auch wenn du es dir jetzt noch nicht so vorstellen kannst.

Die Krankenkasse übernimmt übrigens nicht nur 5 Sitzungen. Du hast 5 Sitzungen Zeit um zu testen ob genau der Psychologe der richtige ist. Ist er es nicht, kannst du zum nächsten gehen. Hast du den richtigen gefunden, übernimmt die Krankenkasse in der Regel für ein halbes Jahr oder ein Jahr die Kosten.

Glaub mir soetwas kann wirklich helfen. Ich war 1,5 Jahre bei einem Psychologen. Damals als ich zum ersten Mal dort war war ich am Tiefpunkt meines Lebens angelangt. Jetzt geht es mir wieder super gut.

Wie gesagt denke im Vorfeld nicht zu viel drüber nach, sondern suche dir einfach einen Psychologen. Am besten sofort!!! Sonst schiebst du es wahrscheinlich eh nur raus und suchst Gründe dafür nicht hinzugehen.

Gruß und viel Erfolg

Samira

3 „Gefällt mir“

Naja dann sollte ich wohl besser mal gucken…
Wie sieht das denn mit den Kosten aus?
5 Sitzungen zahlt ja die Krankenkasse oder so wa?
Ich denke ich brauch Defenetiv mehr oO
Wie viele „minuten“ hat man denn in der Regel Zeit?
Was soll ich den sagen?

Die Antworten auf seine Fragen :wink:

Ich versteh halt nich was das Bezwecken soll…

Dass du therapiert wirst …

Man wird doch mit Sicherheit sagen Warum,Wieso,Weshalb es mal
da und da und da dazu kahm und warum es zerbrochen is und was
ein drann gelegen hat und was ein belastet an der Sache oder?

Da habbich doch schon 103012182mal mit iwem Drüber gesprochen.

Wie gesagt raff net was nen Gespräch mit nem Psychologen „in
meinem Kopf großartig bewegen soll“

Es gibt viele verschiedene Methoden, wie man psychotherapeutisch arbeiten kann. Es finden nicht nur Gespräche statt. Er wird dir die richtigen Fragen stellen, … was auch immer.

Mit deinem Mitteilungsdrang wäre es vielleicht sinnvoll, einen Therapeuten zu suchen, der nicht nur Gespräche führt.

Was bist du bereit zu tun, nicht mehr unter dem Stalking-Bedürfnis zu leiden?

Ich frage oft in meiner Beratung Eltern, was sie bereit sind zu tun, damit das Problem nicht mehr auftaucht. Oft sagen sie „alles“. Wenn ich dann den Vorschlag mache, eine Therapie oder psychologische Beratung aufzusuchen, wehren sie sich. Es ist leider so, dass psychologische Beratung und Therapie in Deutschland immer noch einen negativen Beigeschmack hat. Komisch.

LG
Stefan

1 „Gefällt mir“

Hi kor,

Hmmm da bin ich noch gar nich drauf gekommen.
Man könnte also meinen das ich ca 3-Jahre zurück hänge und
schon längst bei einem Psychologen gewesen sein sollte?

Die Frage ist müßig. Es geht ja darum, jetzt etwas zu tun. Und ich sagte ja: Die „an sich“ schon vorhandenen Vorzeichen erkennt man erst später - nämlich dann, wenn das selbst empfundene Leiden überhand nimmt oder wenn die durch eigenes Verhalten erzeugten Konflikte in der näheren Umgebung überhand nehmen.

Ist so ein Verhalten Personen Bezogen? Oder Allgemein? Ich
kann mich nicht entsinnen jemanden jemals so mies und vorallem
über den langen Zeitraum jetzt halt diese ca. 5Monate so
SCHLECHT,FIES,HINTERLISTIG behandelt zu haben.

Personbezogen: ja und nein. Das Paket, von dem du aktuell berichtest, ist eines, das in der Regel durch die bestimmte Art einer Beziehung zu einer Person nur ausgelöst wird. Das hängt nicht am Individuum des Partners, sondern an bestimmten Eigenschaften der Beziehung, die sich mit ihm ausbildet. Es ist denkbar, daß du andere Partnerschaften haben kannst, in denen diese Eigenschaften von dir gar nicht zur Ausprägung kommen. Aber latent vorhanden sind sie, das ist dir ja jetzt selbst aufgefallen …

Und daran mußt du arbeiten. Und es liegt in der Natur (besser gesagt: in der Struktur) solcher Dinge, daß man sie nicht allein bewältigen kann.

Wie sind die zusammenhänge zwischen „Borderline“ und „Stalking“?

Vergiß es! Das kann ich dir nur nahelegen. Es macht keinen Sinn für dich, dich nun hobbymäßig mit psychologischen Fachtermini zu befassen und aus dem Internet Selbstdiagnostiken zu versuchen. Das kann nur in die Hose gehen.

Tu was für dich. Und was das Nächstliegende ist, sollte jetzt für dich eindeutig sein.

Viel Erfolg!

Metapher

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hallo, vieleicht hilft dir dr.med. kornelius roth in bad herrenalb
ich denke der kennt sich da aus. oder schaue auch mal die selbsthilfegruppe www.slaa.de
mfg
robi

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